Ireen Wüst

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ireen Wüst Eisschnelllauf
Ireen Wüst, WM 2013 in Sotschi
Nation NiederlandeNiederlande Niederlande
Geburtstag 1. April 1986 (33 Jahre)
Geburtsort Goirle, Niederlande
Größe 168 cm
Gewicht 63 kg
Karriere
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 5 × Gold 5 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 19 × Gold 19 × Silber 3 × Bronze
EM-Medaillen 5 × Gold 4 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 2006 Turin 3000 m
0Bronze0 2006 Turin 1500 m
0Gold0 2010 Vancouver 1500 m
0Gold0 2014 Sotschi 3000 m
0Gold0 2014 Sotschi Team-Verfolgung
0Silber0 2014 Sotschi 1000 m
0Silber0 2014 Sotschi 1500 m
0Silber0 2014 Sotschi 5000 m
0Gold0 2018 Pyeongchang 1500 m
0Silber0 2018 Pyeongchang 3000 m
0Silber0 2018 Pyeongchang Team-Verfolgung
ISU Mehrkampfweltmeisterschaften
0Gold0 2007 Heerenveen Mehrkampf
0Silber0 2008 Berlin Mehrkampf
0Bronze0 2009 Hamar Mehrkampf
0Bronze0 2010 Heerenveen Mehrkampf
0Gold0 2011 Calgary Mehrkampf
0Gold0 2012 Moskau Mehrkampf
0Gold0 2013 Hamar Mehrkampf
0Gold0 2014 Heerenveen Mehrkampf
0Silber0 2015 Calgary Mehrkampf
0Silber0 2016 Berlin Mehrkampf
0Gold0 2017 Hamar Mehrkampf
0Silber0 2018 Amsterdam Mehrkampf
ISU Sprintweltmeisterschaften
0Silber0 2007 Hamar Sprint
ISU Einzelstreckenweltmeisterschaften
0Gold0 2007 Salt Lake City 1500 m
0Gold0 2007 Salt Lake City 1000 m
0Silber0 2007 Salt Lake City Team
0Gold0 2008 Nagano Team
0Silber0 2009 Richmond 1500 m
0Silber0 2009 Richmond Team
0Gold0 2011 Inzell 1500 m
0Gold0 2011 Inzell 3000 m
0Silber0 2011 Inzell 1000 m
0Silber0 2011 Inzell Team
0Gold0 2012 Heerenveen Team
0Silber0 2012 Heerenveen 1500 m
0Bronze0 2012 Heerenveen 3000 m
0Gold0 2013 Sotschi 1500 m
0Gold0 2013 Sotschi 3000 m
0Gold0 2013 Sotschi Team
0Silber0 2013 Sotschi 1000 m
0Silber0 2013 Sotschi 5000 m
0Silber0 2015 Heerenveen 1500 m
0Silber0 2015 Heerenveen 3000 m
0Silber0 2015 Heerenveen Team
0Gold0 2016 Kolomna Team
0Silber0 2016 Kolomna 3000 m
0Gold0 2017 Gangwon Team
0Gold0 2017 Gangwon 3000 m
0Silber0 2017 Gangwon 1500 m
0Gold0 2019 Inzell 1500 m
0Silber0 2019 Inzell Teamverfolgung
ISU Mehrkampfeuropameisterschaften
0Bronze0 2006 Hamar Mehrkampf
0Silber0 2007 Klobenstein Mehrkampf
0Gold0 2008 Kolomna Mehrkampf
0Silber0 2010 Hamar Mehrkampf
0Silber0 2011 Klobenstein Mehrkampf
0Bronze0 2012 Budapest Mehrkampf
0Gold0 2013 Heerenveen Mehrkampf
0Gold0 2014 Hamar Mehrkampf
0Gold0 2015 Tscheljabinsk Mehrkampf
0Silber0 2016 Minsk Mehrkampf
0Gold0 2017 Heerenveen Mehrkampf
Platzierungen im Eisschnelllauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 2004/05
 Weltcupsiege 46 (davon 33 Einzelsiege)
 Gesamt-WC 1000 2. (2007/08)
 Gesamt-WC 1500 1. (2006/07, 2013/14)
 Gesamt-WC 3000/5000 6. (2006/07, 2012/13, 2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 1000 Meter 4 9 6
 1500 Meter 23 12 5
 3000 Meter 6 7 7
 Teamwettbewerb 13 6 2
letzte Änderung: 11. Februar 2019

Ireen Wüst (* 1. April 1986 in Goirle) ist eine niederländische Eisschnellläuferin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Winter 2005 wurde sie, nachdem sie im Vorjahr den zweiten Platz belegt hatte, erstmals Allround-Juniorenweltmeisterin. Am 12. Februar 2006, während der XX. Olympischen Winterspiele gewann sie in Turin die Goldmedaille über 3000 m, vor ihrer Landsfrau Renate Groenewold und der Kanadierin Cindy Klassen. Mit 19 Jahren ist sie die jüngste niederländische Olympiasiegerin bei Winterspielen überhaupt. Für diese herausragende Leistung erhielt sie den Ehrentitel eines Ridder in de Orde van de Nederlandse Leeuw. Beim Saisonabschluss 2006 belegte sie mit vier neuen persönlichen Bestzeiten innerhalb von zwei Tagen den vierten Platz bei der Allround-Weltmeisterschaft im kanadischen Calgary und damit den fünften Platz in der ewigen Weltbestenliste. Ihren ersten nationalen Allroundtitel holte sie am 24. Dezember 2006 bei den niederländischen Meisterschaften in Heerenveen, kurz nachdem sie zur niederländischen Sportlerin des Jahres gewählt worden war. Bei der Allround-Europameisterschaft im Januar 2007 im italienischen Collalbo galt sie als Top-Favoritin, lief über die 1.500 m einen neuen Freiluft-Weltrekord (1:56,78 min) und hatte vor dem abschließenden 5.000 m-Rennen einen Vorsprung von 14 Sekunden auf die übrigen Teilnehmerinnen, verlor den sicher geglaubten Titel jedoch an die Tschechin Martina Sáblíková, die in einem historischen Lauf als erste Frau auf einer Freiluftbahn unter sieben Minuten blieb und Wüst um 0,03 Punkte distanzierte. Eine Woche darauf belegte Wüst bei der Sprint-Weltmeisterschaft im norwegischen Hamar ebenfalls Platz zwei. Die Krönung ihrer noch jungen Karriere gelang ihr am 11. Februar 2007 bei der Allround-Weltmeisterschaft vor heimischem Publikum in Heerenveen, als sie mit zwei neuen persönlichen Bestzeiten und deutlichem Vorsprung vor allen Konkurrentinnen erstmals den Titel der Allround-Weltmeisterin der Seniorinnen gewann. Im gleichen Jahr wurde sie über 1500 m Gesamtweltcup-Siegerin. Bei der Einzelstreckenweltmeisterschaft 2007 gewann sie Gold über 1000 und 1500 m und Silber im Team.

Im Jahr 2008 gewann sie die Mehrkampf-EM und wurde bei der WM Zweite. Bei der Einzelstreckenweltmeisterschaft 2008 konnte sie zwar keine Einzelmedaille gewinnen, erreichte jedoch Gold im Team. 2009 konnte sie bei der Mehrkampf-WM 2009 Bronze gewinnen, bei der Einzelstreckenweltmeisterschaften erreichte sie über 1500 m und im Team zwei Silbermedaillen.

Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver erreichte Wüst die Goldmedaille auf der 1.500 Meter Strecke. Im gleichen Jahr wurde sie bei der Mehrkampf-WM Dritte und bei der EM Zweite.

Am 13. Februar 2011 gewann sie in Calgary überraschend ihren zweiten Titel bei der Mehrkampf-WM. Sie setzte sich gegen Christine Nesbitt und die favorisierte Martina Sáblíková durch. Über 3000 und 5000 m erzielte sie dabei zwei persönliche Bestzeiten. Bei der Einzelstreckenweltmeisterschaften 2011 in Inzell gewann Wüst je zwei Gold- und Silbermedaillen. Es war damit ihre bislang erfolgreichste Weltmeisterschaft.

Bei der WM 2013 in Sotschi war Wüst die erfolgreichste Teilnehmerin, sie gewann dreimal Gold und zweimal Silber. Bei den dort im Folgejahr ausgetragenen Olympischen Spielen gewann sie die Goldmedaille über die 3000 m und weitere drei Silbermedaillen (1000 m, 1500 m, 5000 m).

Am 24. Oktober 2009 eröffnete sie die 400 m lange Ireen Wüst IJsbaan („Ireen Wüst Eisbahn“) in Tilburg.[1]

2013 wurde Wüst als erste niederländische Eisschnellläuferin mit dem Eis-Oscar geehrt.[2]

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 500 m 38,44 sek. (aufgestellt am 9. Februar 2007 in Heerenveen)
  • 1000 m 1:13,16 min. (aufgestellt am 9. März 2019 in Salt Lake City)
  • 1500 m 1:50,70 min. (Niederländischer Rekord, aufgestellt am 10. März 2019 in Salt Lake City)
  • 3000 m 3:58,01 min. (aufgestellt am 12. Februar 2011 in Calgary)
  • 5000 m 6:54,28 min. (aufgestellt am 8. Februar 2014 in Sotschi)

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006 Turin: 1. Platz 3000 m, 3. Platz 1500 m, 4. Platz 1000 m, 6. Platz Teamverfolgung
  • 2010 Vancouver: 1. Platz 1500 m, 6. Platz Teamverfolgung, 7. Platz 3000 m, 8. Platz 1000 m
  • 2014 Sotschi: 1. Platz Teamverfolgung, 1. Platz 3000 m, 2. Platz 1000 m, 2. Platz 1500 m, 2. Platz 5000 m
  • 2018 Pyeongchang: 1. Platz 1500 m, 2. Platz Teamverfolgung, 2. Platz 3000 m, 9. Platz 1000 m

Einzelstrecken-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007 Salt Lake City: 1. Platz 1000 m, 1. Platz 1500 m, 2. Platz Teamverfolgung, 5. Platz 3000 m
  • 2008 Nagano: 1. Platz Teamverfolgung, 7. Platz 1500 m, 9. Platz 1000 m
  • 2009 Richmond: 2. Platz Teamverfolgung, 2. Platz 1500 m
  • 2011 Inzell: 1. Platz 1500 m, 1. Platz 3000 m, 2. Platz Teamverfolgung, 2. Platz 1000 m
  • 2012 Heerenveen: 1. Platz Teamverfolgung, 2. Platz 1500 m, 3. Platz 3000 m, 5. Platz 1000 m
  • 2013 Sotschi: 1. Platz Teamverfolgung, 1. Platz 1500 m, 1. Platz 3000 m, 2. Platz 1000 m, 2. Platz 5000 m
  • 2015 Heerenveen: 2. Platz Teamverfolgung, 2. Platz 1500 m, 2. Platz 3000 m, 4. Platz 1000 m
  • 2016 Kolomna: 1. Platz Teamverfolgung, 2. Platz 3000 m, 4. Platz 1500 m, 6. Platz 1000 m
  • 2017 Gangwon: 1. Platz Teamverfolgung, 1. Platz 3000 m, 2. Platz 1500 m
  • 2019 Inzell: 1. Platz 1500 m, 2. Platz Teamverfolgung, 5. Platz 3000 m

Sprint-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrkampf-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
 1. 4. März 2006 NiederlandeNiederlande Heerenveen 1000 m
 2. 5. März 2006 NiederlandeNiederlande Heerenveen 1500 m
 3. 4. Februar 2007 ItalienItalien Turin 1500 m
 4. 2. März 2007 KanadaKanada Calgary 1000 m
 5. 3. März 2007 KanadaKanada Calgary 1500 m
 6. 25. Januar 2008 NorwegenNorwegen Hamar 1500 m
 7. 14. November 2009 NiederlandeNiederlande Heerenveen 1500 m
 8. 4. März 2011 NiederlandeNiederlande Heerenveen 1500 m
 9. 6. März 2011 NiederlandeNiederlande Heerenveen 1000 m
 10. 19. November 2011 RusslandRussland Tscheljabinsk 1500 m
 11. 11. Februar 2012 NorwegenNorwegen Hamar 1500 m
 12. 3. März 2012 NiederlandeNiederlande Heerenveen 1500 m
 13. 9. Februar 2013 DeutschlandDeutschland Inzell 1500 m
 14. 10. Februar 2013 DeutschlandDeutschland Inzell 3000 m
 15. 2. März 2013 DeutschlandDeutschland Erfurt 1500 m
 16. 9. März 2013 NiederlandeNiederlande Heerenveen 3000 m
 17. 10. März 2013 NiederlandeNiederlande Heerenveen 1500 m
 18. 16. November 2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Salt Lake City 1500 m
 19. 7. Dezember 2013 DeutschlandDeutschland Berlin 1500 m
 20. 7. März 2014 DeutschlandDeutschland Inzell 1500 m
 21. 8. März 2014 DeutschlandDeutschland Inzell 3000 m
 22. 14. März 2014 NiederlandeNiederlande Heerenveen 1500 m
 23. 16. März 2014 NiederlandeNiederlande Heerenveen 1000 m
 24. 14. November 2014 JapanJapan Obihiro 3000 m
 25. 16. November 2014 JapanJapan Obihiro 1500 m
 26. 5. Dezember 2014 DeutschlandDeutschland Berlin 3000 m
 27. 7. Dezember 2014 DeutschlandDeutschland Berlin 1500 m
 28. 10. Dezember 2016 NiederlandeNiederlande Heerenveen 1500 m
 29. 28. Januar 2017 DeutschlandDeutschland Berlin 1500 m
 30. 29. Januar 2017 DeutschlandDeutschland Berlin 3000 m
 31. 20. Januar 2018 DeutschlandDeutschland Erfurt 1500 m
 32. 24. November 2018 JapanJapan Tomakomai 1500 m
 33. 15. Dezember 2018 NiederlandeNiederlande Heerenveen 1500 m

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 4. Dezember 2005 NiederlandeNiederlande Heerenveen Teamverfolgung1
2. 19. November 2006 DeutschlandDeutschland Berlin Teamverfolgung2
3. 9. November 2008 DeutschlandDeutschland Berlin Teamverfolgung3
4. 16. November 2008 NiederlandeNiederlande Heerenveen Teamverfolgung4
5. 30. Januar 2011 RusslandRussland Moskau Teamverfolgung5
6. 3. März 2013 DeutschlandDeutschland Erfurt Teamverfolgung5
7. 9. März 2013 NiederlandeNiederlande Heerenveen Teamverfolgung6
8. 10. November 2013 KanadaKanada Calgary Teamverfolgung7
9. 17. November 2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Salt Lake City Teamverfolgung8
10. 8. Dezember 2013 DeutschlandDeutschland Berlin Teamverfolgung9
11. 15. November 2014 JapanJapan Obihiro Teamverfolgung10
12. 6. Dezember 2014 DeutschlandDeutschland Berlin Teamverfolgung10
13. 12. November 2016 China VolksrepublikVolksrepublik China Harbin Teamverfolgung11

2 Mit Renate Groenewold und Paulien van Deutekom.
3 Mit Renate Groenewold und Diane Valkenburg.
4 Mit Renate Groenewold und Marrit Leenstra.
5 Mit Marrit Leenstra und Diane Valkenburg.
6 Mit Marrit Leenstra und Linda de Vries.
7 Mit Lotte van Beek und Linda de Vries.
8 Mit Linda de Vries und Antoinette de Jong.
9 Mit Jorien ter Mors und Marrit Leenstra.
10 Mit Marrit Leenstra und Marije Joling.
11 Mit Marrit Leenstra und Antoinette de Jong.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2017 ist sie mit Letitia de Jong verheiratet.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ireen Wüst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Guus Spijkers: Ireen Wüst-ijsbaan opent op 24 oktober, brabantsdagblad.nl, 10. April 2009
  2. Eis-Oscar für Ireen Wüst freiepresse.de abgerufen am 19. April 2013
  3. L-Mag.de: Die Hochzeiten, Verlobungen, Regenbogenbabies und Abschiede 2017