Irland beim Eurovision Song Contest

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Bilanz

Flagge Irlands
Übertragende Rundfunkanstalt
RTÉ
Erste Teilnahme
1965
Anzahl der Teilnahmen
53 (Stand 2019)
Höchste Platzierung
1 (1970, 1980, 1987, 1992, 1993, 1994, 1996)
Höchste Punktzahl
226 (1994)
Niedrigste Punktzahl
5 (2007, 2013)
Punkteschnitt (seit erstem Beitrag)
72,27 (Stand 2018)
Punkteschnitt pro abstimmendem Land im 12-Punkte-System
2,97 (Stand 2018)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte Irlands als Teilnehmer am Eurovision Song Contest (irisch Comórtas Amhrán Eoraifíse oder Comórtas Amhránaíochta na hEoraifíse).

Regelmäßigkeit der Teilnahme und Erfolge im Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johnny Logan, hier im Jahre 1980, ist bis heute erfolgreichster Vertreter Irlands

Irland nahm erstmals 1965 am Wettbewerb teil und war auch sehr erfolgreich den ersten Jahren. So erreichte das Land beim Debüt eine gute Platzierung mit Platz 6 von 18. 1966 wurde die Platzierung mit Platz 4 sogar überboten, ehe Seán Dunphy 1967 sogar Platz 2 erreichte. Auch 1968 konnte Irland mit Platz 4 eine weitere Platzierung sich unter den besten Fünf sichern. 1969 folgte mit Platz 7 eine weitere gute Platzierung. 1970 folgte dann der erste große Erfolg Irlands im Wettbewerb. Die Sängerin Dana konnte mit ihrem Lied All Kinds of Everything den Wettbewerb für sich entscheiden und holte somit Irlands ersten Sieg. 1971, als der Wettbewerb erstmals in Irland stattfand, erreichte die Sängerin Angela Farrell lediglich Platz 11, womit Irland erstmals nicht unter den besten Zehn vertreten war. 1972 landete Irland dann lediglich auf Platz 15 von 18, welches bis dahin das schlechteste Ergebnis für das Land im Wettbewerb darstellte. Erst ab 1973 konnte das Land wieder an seine vorherigen Erfolge anknüpfen.

So erreichte die Sängerin Maxi 1973 mit Platz 10 Irlands erste Platzierung unter den besten Zehn seit drei Jahren. Auch 1976 erreichte Irland diese Platzierung, während das Land 1974 Platz 7 und 1975 Platz 9 erreichte. 1977 erreichten The Swarbriggs plus Two dann mit Platz 3 die beste Platzierung seit 1970 und holten mit 119 Punkten sogar eine neue Höchstpunktzahl für das Land. Aber auch 1978 und 1979 war Irland erfolgreich und belegte jeweils Platz 5. 1980, zehn Jahre nach Irlands ersten Sieg, konnte Irland erneut den Wettbewerb gewinnen. Johnny Logan belegte mit What’s Another Year? Platz 1 und holte mit 143 Punkten eine neue Höchstpunktzahl für das Land. 1981, als der Wettbewerb zum bereits zweiten Mal in Irland stattfand, holte die Gruppe Sheeba mit Platz 5 eine weitere gute Platzierung für das Land im Wettbewerb. Umso überraschender kam der elfte Platz 1981, der Irlands Erfolgsserie beendete. Es war schließlich die schlechteste Platzierung seit neun Jahren. 1983 zog sich Irland dann aus finanziellen Gründen vom Wettbewerb zurück, kehrte aber bereits 1984 wieder zum Wettbewerb zurück. Von dort an hatte das Land seine erfolgreichste Phase im Wettbewerb, die bis ins Jahr 2000 andauerte.

1984 holte Irland schließlich bei der Rückkehr mit Linda Martins Terminial 3, welches von Johnny Logan geschrieben wurde, Platz 2. Auch 1985 und 1986 folgten mit Platz 6 und Platz 4 weitere Platzierungen innerhalb der besten Zehn. 1987 war Irland dann erneut sehr erfolgreich, da Johnny Logan den Wettbewerb erneut gewinnen konnte und somit Irlands dritten Sieg holte. Es war das erste und bisher einzige Mal der Fall im Wettbewerb, dass ein Künstler den Wettbewerb mehr als ein Mal gewinnen konnte. Mit 172 Punkten konnte Logan sogar seine eigene Höchstpunktzahl von 1980 toppen. 1988, als Irland zum bereits dritten Mal Gastgeber war, holte das Land mit Platz 8 eine weitere Platzierung unter den besten Zehn. Nach diesen ganzen Erfolgen folgte 1989 Irlands bis dahin schlechteste Platzierung im Wettbewerb. So holten Kiev Connolly & The Missing Passengers lediglich Platz 18. Umso erfolgreicher war Irland wieder 1990 und belegte zum bereits dritten Mal Platz 2 im Wettbewerb. Auch 1991 folgte mit Platz 10 eine weitere gute Platzierung für das Land. 1992 war Irland dann wieder sehr erfolgreich und holte mit Linda Martin und dem von Johnny Logan geschriebenen Lied Why Me? den ersten Platz. Es war Irlands vierter Sieg im Wettbewerb und der dritte Sieg, bei dem Johnny Logan mitwirkte. 1993 richtete Irland dann zum vierten Mal den Song Contest aus, während Niamh Kavanagh mit dem Lied In Your Eyes erneut den ersten Platz für Irland holen konnte, was der fünfte Sieg für das Land darstellte. Mit 187 Punkten holte sie zu dem eine neue Höchstpunktzahl. Auch 1994 richtete Irland den Song Contest aus und erreichte mit Paul Harrington & Charlie McGettigan und dem Lied Rock‘n’Roll Kids erneut Platz 1, was Irlands sechsten Sieg darstellte und somit zwei neue Rekorde im Wettbewerb darstellte. Noch nie zuvor konnte ein Land den Wettbewerb dreimal in Folge gewinnen. Bis heute konnte auch kein Land diese Siegesserie wiederholen. Hinzu kam, dass Irland bis dahin das Land mit den meisten Siegen war. Mit 226 Punkten toppten Paul Harrington & Charlie McGettigan sogar noch die neue Höchstpunktzahl vom Vorjahr. Bis heute erreichte Irland nie wieder eine so hohe Punktzahl im Wettbewerb, so dass die 226 Punkte bis heute Irlands Höchstpunktzahl darstellen. Auch 1995 richtete Irland den Wettbewerb aus, womit Irland einen weiteren Rekord aufstellte. Noch nie richtete ein Land in Folge drei Wettbewerbe aus. Allerdings war Irland 1995 im Gegensatz zu den Vorjahren wenig erfolgreich und holte mit Platz 14 die schlechteste Platzierung seit sechs Jahren. Umso erfolgreicher war die Teilnahme 1997. Um allerdings teilnehmen zu können, musste Irland durch die Qualifikationsrunde der EBU. Mit Platz 2 dort war Irlands Teilnahme 1997 auch gesichert. Und so belegte Eimear Quinn 1997 mit dem Lied The Voice Platz 1, was Irlands siebter Sieg im Wettbewerb war. Damit ist Irland bis heute das Land mit den meisten Siegen. Außerdem konnte kein Land zuvor in einem Zeitraum von fünf Jahren viermal den Wettbewerb gewinnen. Somit richtete Irland auch den Wettbewerb 1997 aus und landete dort auf Platz 2, was Irlands vierten zweiten Platz darstellte. Auch 1998 war Irland erfolgreich und holte mit Platz 8 eine weitere Platzierung unter den besten Zehn. 1999 hingegen holte das Land lediglich Platz 17, was die schlechteste Platzierung in zehn Jahren darstellte. Im Jahre 2000 war das Land aber wieder erfolgreich und belegte Platz 6. Ab 2001 ging es aber dann steil bergab für das Land.

So belegte Irland 2001 lediglich Platz 21, was Irlands bis dahin schlechteste Platzierung im Wettbewerb darstellte. Durch die damalige Regelung musste Irland so 2002 aussetzen, womit Irland erstmals seit 1983 nicht im Finale vertreten war. Auch die Rückkehr 2003 konnte nicht an die vorherigen Erfolge anknüpfen, denn Irland verpasste mit Platz 11 knapp eine Platzierung unter den besten Zehn. 2004 belegte der Sänger Chris Doran dann Platz 22 von 24, was erneut ein sehr schlechtes Abschneiden Irlands darstellte. Durch diese Platzierung, musste Irland erstmals in den 2004 eingeführten Halbfinals 2005 teilnehmen. Allerdings konnte Irland sich nicht für das Finale qualifizieren und schied somit erstmals im Halbfinale aus. Auch im Folgejahr musste Irland sich erstmal im Halbfinale beweisen, konnte mit Platz 9 dort aber das Finale erreichen. Mit Platz 10 dort konnte Irland erstmals an alte Erfolge anknüpfen und holte somit die beste Platzierung seit sechs Jahren. Umso schlechter lief es im Jahre 2007, als Irland nicht im Halbfinale antreten musste. Die Band Dervish landete auf den letzten Platz im Finale mit lediglich fünf Punkten, was bis dahin Irlands schlechteste Platzierung im Wettbewerb darstellte und bis heute die niedrigste Punktzahl ist, die Irland je erhalten hat. 2008 und 2009 schied Irland dann wieder im Halbfinale aus und setzte damit seine Negativserie fort. Erst 2010 erreichte Irland wieder das Finale.

So schickte Irland 2010 die Siegerin von 1993 Niamh Kavanagh, die Platz 9 im Halbfinale holte und somit Irland erstmals seit drei Jahren wieder im Finale vertreten war. Aber auch dort war das Land wenig erfolgreich und landete nur auf dem drittletzten Platz. 2011 hingegen schickte Irland das Zwillings-Duo Jedward, welches ebenfalls das Finale erreichten und mit Platz 8 Irlands beste Platzierung seit elf Jahren holten. Nach diesem Erfolg traten Jedward auch 2012 wieder an. Dort konnten sie ihren Erfolg aber nicht wiederholen und landeten im Mittelfeld auf Platz 19. 2013 erreichte Irland dann zwar erneut das Finale, landete dort aber, wie bereits 2007, auf dem letzten Platz mit fünf Punkten. Ab 2014 begann dann Irlands schwächste Phase im Wettbewerb, so schied das Land schließlich 2014 erstmals seit 2009 wieder im Halbfinale aus, da es lediglich Platz 12 dort erreichte. Auch 2015 wurde dieser Platz im Halbfinale belegt, so dass Irland erneut nicht im Finale vertreten war. Auch 2016 und 2017 konnte Irland nicht das Finale erreichen. Erst 2018 erreichte das Land wieder das Finale, da der Sänger Ryan O’Shaughnessy Platz 6 im Halbfinale belegte. Im Finale landete sein Lied Together dann auf Platz 16, Irlands bestes Ergebnis seit 2011. Nach diesem kleinen Erfolg, folgte 2019 ein neuer Tiefpunkt in der irischen Geschichte beim Eurovision Song Contest. Die Sängerin Sarah McTernan landete mit ihrem Lied 22 auf dem letzten Platz im Halbfinale und wurde auch im Gesamtergebnis Letzte bei 41 Teilnehmern. Dies ist Irlands schlechtestes Ergebnis im Wettbewerb bisher.

Insgesamt landeten also 30 von den 53 Beiträgen in der linken Tabellenhälfte. Dazu landete das Land bisher zweimal auf dem letzten Platz. Außerdem verpasste das Land insgesamt achtmal das Finale. Trotzdem hält das Land mit sieben Siegen den Rekord im Wettbewerb für die meisten Siege, holte viermal Platz 2 und einmal Platz 3. Mit vielen weiteren Platzierungen innerhalb der besten Zehn, gehört Irland, trotz der eher mäßigen Erfolge seit den 2000er Jahren, zu den erfolgreichsten Ländern im Wettbewerb.

Liste der Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farblegende: – 1. Platz. – 2. Platz. – 3. Platz. – Punktgleichheit mit dem letzten Platz. – ausgeschieden im Halbfinale/in der Qualifikation/im osteuropäischen Vorentscheid. – keine Teilnahme/nicht qualifiziert.

Jahr Interpret Titel
Musik (M) und Text (T)
Sprache Übersetzung Finale Halbfinale/
Qualifikation
Nationaler
Vorentscheid
Charts
(IRL)[1]
Platz Punkte Platz Punkte
1965 Butch Moore Walking the Streets in the Rain
M/T: Teresa Conlon, George Prendergast, Joe Harrigan
Englisch Ich gehe im Regen durch die Straßen 6 / 18 11 Direkte Teilnahme National Song Contest 1965 1
1966 Dickie Rock Come Back to Stay
M/T: Rowland Soper
Englisch Komm zurück, um zu bleiben 4 / 18 14 National Song Contest 1966 1
1967 Seán Dunphy If I Could Choose
M: Michael Coffey; T: Wesley Burrowes
Englisch Wenn ich die Wahl hätte 2 / 17 22 National Song Contest 1967 2
1968 Pat McGeegan Chance of a Lifetime
M/T: John Kennedy
Englisch Chance des Lebens 4 / 17 18 National Song Contest 1968 1
1969 Muriel Day The Wages of Love
M/T: Michael Reade
Englisch Der Lohn der Liebe 7 / 16 10 National Song Contest 1969 2
1970 Dana All Kinds of Everything
M/T: Derry Lindsay, Jackie Smith
Englisch Alles mögliche 1 / 12 32 National Song Contest 1970 1
1971 Angela Farrell One Day Love
M/T: Donald Martin, Ita Flynn
Englisch Eintagesliebe 11 / 18 79 National Song Contest 1971 4
1972 Sandie Jones Ceol an ghrá
M: Joe Burkett; T: Liam MacUistín
Irisch Musik der Liebe 15 / 18 72 National Song Contest 1972 1
1973 Maxi Do I Dream?
M/T: Jack Brierlev, George F. Crosbie
Englisch Träume ich? 10 / 17 80 National Song Contest 1973 7
1974 Tina Reynolds Cross Your Heart
M/T: Paul Lyttle
Englisch Hand aufs Herz 7 / 17 11 National Song Contest 1974 1
1975 The Swarbriggs That’s What Friends Are For
M/T: Tommy Swarbrigg, Jimmy Swarbrigg
Englisch Dafür sind Freunde da 9 / 19 68 National Song Contest 1975 2
1976 Red Hurley When
M/T: Brendan J. Graham
Englisch Wenn 10 / 18 54 National Song Contest 1976 4
1977 The Swarbriggs plus Two It’s Nice to Be in Love Again
M/T: Tommy Swarbrigg, Jimmy Swarbrigg
Englisch Es ist schön, wieder verliebt zu sein 3 / 18 119 National Song Contest 1977 1
1978 Colm C. T. Wilkinson Born to Sing
M/T: Colm C. T. Wilkinson
Englisch Zum Singen geboren 5 / 20 86 National Song Contest 1978 8
1979 Cathal Dunne Happy Man
M/T: Cathal Dunne
Englisch Glücklicher Mann 5 / 19 80 National Song Contest 1979 3
1980 Johnny Logan What’s Another Year?
M/T: Shay Healy
Englisch Was ist schon ein weiteres Jahr? 1 / 19 143 National Song Contest 1980 1
1981 Sheeba Horoscopes
M: Jim Kelly; T: Joe Burkett
Englisch Horoskope 5 / 20 105 National Song Contest 1981 3
1982 The Duskeys Here Today, Gone Tomorrow
M/T: Sally Keating
Englisch Heute hier, morgen fort 11 / 18 49 National Song Contest 1982 12
1983 Auf Teilnahme verzichtet
1984 Linda Martin Terminal 3
M/T: Johnny Logan
Englisch Terminal 3 2 / 19 137 Direkte Teilnahme National Song Contest 1984 7
1985 Maria Christian Wait Until the Weekend Comes
M/T: Brendan J. Graham
Englisch Warte auf das Wochenende 6 / 19 91 National Song Contest 1985 15
1986 Luv Bug You Can Count on Me
M/T: Kevin Sheerin
Englisch Du kannst auf mich zählen 4 / 20 96 National Song Contest 1986 2
1987 Johnny Logan Hold Me Now
M/T: Johnny Logan
Englisch Halt mich jetzt fest 1 / 22 172 Eurosong 1987 1
1988 Jump the Gun Take Him Home
M/T: Peter Eades
Englisch Bring ihn nach Hause 8 / 21 79 Eurosong 1988 3
1989 Kiev Connolly &
The Missing Passengers
The Real Me
M/T: Kiev Connolly
Englisch Das wahre Ich 18 / 22 21 Eurosong 1989 17
1990 Liam Reilly Somewhere in Europe
M/T: Liam Reilly
Englisch Irgendwo in Europa 2 / 22 132 Eurosong 1990 6
1991 Kim Jackson Could It Be That I’m in Love?
M/T: Liam Reilly
Englisch Könnte es sein, dass ich verliebt bin? 10 / 22 47 Eurosong 1991 7
1992 Linda Martin Why Me?
M/T: Johnny Logan
Englisch Warum ich? 1 / 23 155 Eurosong 1992 1
1993 Niamh Kavanagh In Your Eyes
M/T: Jimmy Walsh
Englisch In deinen Augen 1 / 25 187 Eurosong 1993 1
1994 Paul Harrington &
Charlie McGettigan
Rock‘n’Roll Kids
M/T: Brendan J. Graham
Englisch Kinder des Rock‘n’Roll 1 / 25 226 Direkt für das Finale qualifiziert Eurosong 1994 2
1995 Eddie Friel Dreamin’
M/T: Richard Abbot, Barry Woods
Englisch Träumen 14 / 23 44 Eurosong 1995 5
1996 Eimear Quinn The Voice
M/T: Brendan J. Graham
Englisch Die Stimme 1 / 23 162 2 / 29 198 Eurosong 1996 3
1997 Marc Roberts Mysterious Woman
M/T: John Farry
Englisch Geheimnisvolle Frau 2 / 25 157 Direkt für das Finale qualifiziert Eurosong 1997 2
1998 Dawn Martin Is Always Over Now?
M/T: Gerry Morgan
Englisch Ist 'für immer' jetzt vorbei? 9 / 25 64 Eurosong 1998 24
1999 The Mullans When You Need Me
M/T: Bronagh Mullan
Englisch Wenn du mich brauchst 17 / 23 18 Eurosong 1999
2000 Eamonn Toal Millennium of Love
M: Gerry Simpson; T: Raymond J. Smyth
Englisch Jahrtausend der Liebe 6 / 24 92 Eurosong 2000
2001 Gary O’Shaughnessy Without Your Love
M/T: Pat Sheridan
Englisch Ohne deine Liebe 21 / 23 6 Eurosong 2001
2002 Nicht qualifiziert
2003 Mickey Joe Harte We’ve Got the World Tonight
M/T: Martin Brannigan, Keith Molloy
Englisch Uns gehört heute Nacht die Welt 11 / 23 53 Direkt für das Finale qualifiziert You're a Star 2003 1
2004 Chris Doran If My World Stopped Turning
M: Bryan McFadden; T: Jonathan Shorten
Englisch Wenn meine Welt aufhörte, sich zu drehen 22 / 24 7 You're a Star 2004 1
2005 Donna & Joe Love?
M/T: Karl Broderick
Englisch Liebe? Ausgeschieden 14 / 25 53 You're a Star 2005 2
2006 Brian Kennedy Every Song Is a Cry for Love
M/T: Brian Kennedy
Englisch Jedes Lied ist ein Schrei nach Liebe 10 / 24 93 9 / 23 76 The Late Late Show 2006 4
2007 Dervish They Can’t Stop the Spring
M/T: John Waters, Tommy Moran
Englisch Sie können den Frühling nicht aufhalten 24 / 24 5 Direkt für das Finale qualifiziert The Late Late Show 2007
2008 Dustin the Turkey Irelande Douze Pointe
M: Darren Smith, Simon Fine; T: D. Smith, S. Fine
Englisch, Französisch Irland zwölf Punkte Ausgeschieden 15 / 19 23 Eurosong 2008 5
2009 Sinéad Mulvey & Black Daisy Et Cetera
M/T: Niall Mooney, Jonas Gladnikoff, Daniele Moretti, Christina Schilling
Englisch Und So Weiter Ausgeschieden 11 / 19 52 Eurosong 2009 6
2010 Niamh Kavanagh It’s for You
M: Niall Mooney, Mårten Eriksson, Jonas Gladnikoff; T: Lina Eriksson
Englisch Es ist für dich 23 / 25 25 9 / 17 67 Eurosong 2010 8
2011 Jedward Lipstick
M/T: Dan Priddy, Lars Jensen, Martin Larson
Englisch Lippenstift 8 / 25 119 8 / 19 68 Eurosong 2011 1
2012 Jedward Waterline
M: Nick Jarl, Sharon Vaughn; T: Nick Jarl
Englisch Wasserlinie 19 / 26 46 6 / 18 92 Eurosong 2012 5
2013 Ryan Dolan Only Love Survives
M/T: Wez Devine, Ryan Dolan
Englisch Nur die Liebe überlebt 26 / 26 5 8 / 16 54 Eurosong 2013 13
2014 Can-Linn feat. Kasey Smith Heartbeat
M/T: Hazel Kaneswaran, Jonas Gladnikoff, Rasmus Palmgren, Patrizia Helande
Englisch Herzschlag Ausgeschieden 12 / 15 35 Eurosong 2014 41
2015 Molly Sterling Playing with Numbers
M/T: Molly Sterling, Greg French
Englisch Spielen mit Zahlen Ausgeschieden 12 / 17 35 Eurosong 2015 77
2016 Nicky Byrne Sunlight
M: Ronan Hardiman; T: Wayne Hector, Nicky Byrne
Englisch Sonnenlicht Ausgeschieden 15 / 18 46 interne Auswahl 68
2017 Brendan Murray Dying to Try
M/T: Jörgen Elofsson
Englisch Darauf brennend zu versuchen Ausgeschieden 13 / 18 86 interne Auswahl
2018 Ryan O’Shaughnessy Together
M/T: Ryan O'Shaughnessy, Mark Caplice, Laura Elizabeth Hughes
Englisch Zusammen 16 / 26 136 6 / 19 179 interne Auswahl 17
2019 Sarah McTernan 22
M/T: Janieck van de Polder, Marcia Sondeijker, Roel Rats
Englisch Ausgeschieden 18 / 18 16 interne Auswahl
2020

Nationale Vorentscheide[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Irische Vorausscheidungen zum Eurovision Song Contest

Bis 2015 wurden alle irischen Vertreter in einem nationalen Vorentscheid gewählt. Von 1965 bis 1986, mit Ausnahme von 1983 als Irland nicht teilnahm, fand dazu jedes Jahr der National Song Contest statt. Von 1987 bis 2001 diente der Eurosong dazu den irischen Vertreter zu bestimmen. Von 2003 bis 2005 diente die Castingshow You're a Star jeweils dazu den irischen Vertreter zu ermitteln. 2006 und 2007 wurden die Vertreter intern ausgewählt und stellten in der Late Late Show jeweils einige Titel vor. Von 2008 bis 2015 fand dann jeweils wieder der Eurosong statt. Seit 2016 wählt die irische Rundfunkanstalt seine Vertreter und deren Lieder intern aus.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast alle irischen Beiträge wurden komplett auf Englisch vorgestellt. Ceol an ghrá, der Beitrag zum Eurovision Song Contest 1972, wurde auf Irisch (Gälisch) gesungen. 2008 wurde der irische Beitrag größtenteils auf Englisch vorgetragen, enthielt aber auch Worte aus mehreren anderen europäischen Sprachen.

Bei in Irland ausgerichteten Wettbewerben wurden bei der Moderation – meist zur Begrüßung – immer ein paar Worte in irischer Sprache gesagt, ebenso gelegentlich bei der Übermittelung der Länderpunkte.

Kommerzielle Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele irische Beiträge wurden in Irland ein Hit: Insgesamt erreichten 13 Lieder den ersten Platz in den Charts, 20 weitere erreichten die Top 10. Bis 1999 erreichten alle Beiträge die Singlecharts, bis 1982 landeten alle in den Top 10. Die ersten fünf irischen Siegertitel waren Nummer-eins-Hits (darunter auch unter anderem 1993 die erfolgreichste Single des Jahres;[2] Rock’n’Roll Kids und The Voice waren mit dem zweiten und dritten Platz etwas weniger erfolgreich). Ab 1999 ließen die kommerziellen Erfolge deutlich nach; erst seit 2003, als der irische Vertreter in der Castingshow You’re a Star ermittelt wurde, konnten wieder Hits erzielt werden. Die Gruppe Dervish konnte sich mit They Can’t Stop the Spring 2007 nicht in den Charts platzieren, ihr Lied wurde auch nicht als Single, sondern nur als kostenloser Online-Download veröffentlicht.[2]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowohl Dana mit All Kinds of Everything als auch Johnny Logan mit seinen beiden Siegertiteln waren europaweit sehr erfolgreich, die Singles platzieren sich fast überall in den Charts und in einigen Ländern auch auf Platz eins. Die späteren vier Sieger waren kommerziell deutlich weniger erfolgreich und erreichten nur in sehr wenigen Ländern die Hitparaden.

Ausgetragene Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Irland richtete nach jedem Sieg, also insgesamt siebenmal, den Wettbewerb aus und übernahm damit nach Großbritannien am zweithäufigsten die Rolle des Gastgebers. In sechs Fällen fand die Veranstaltung in Dublin statt, was die Stadt zum häufigsten Austragungsort in der Geschichte des Wettbewerbs macht; 1993 wurde das eher unbekannte Dorf Millstreet gewählt, das bis heute mit 1.500 Einwohnern der kleinste Austragungsort aller Zeiten ist.

Jahr Stadt Austragungsort Moderation
1971 Dublin Gaiety Theatre Bernadette Ní Ghallchóir
1981 Simmonscourt Pavillon Doireann Ní Bhriain
1988 Pat Kenny & Michelle Rocca
1993 Millstreet Green Glens Arena Fionnuala Sweeney
1994 Dublin Point Theatre Cynthia Ní Mhurchú & Gerry Ryan
1995 Mary Kennedy
1997 Ronan Keating & Carrie Crowley

Punktevergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Länder erhielten die meisten Punkte von oder vergaben die meisten Punkte an Irland (Stand: 2019):

Die meisten im Finale vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 252
2 SchwedenSchweden Schweden 195
3 DeutschlandDeutschland Deutschland 168
4 NorwegenNorwegen Norwegen 164
5 FrankreichFrankreich Frankreich 146
Die meisten im Finale erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 253
2 SchwedenSchweden Schweden 227
3 SchweizSchweiz Schweiz 182
4 OsterreichÖsterreich Österreich 172
5 NorwegenNorwegen Norwegen 170
Die meisten insgesamt vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 252
2 SchwedenSchweden Schweden 243
3 NorwegenNorwegen Norwegen 228
4 NiederlandeNiederlande Niederlande 199
5 DanemarkDänemark Dänemark 195
Die meisten insgesamt erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 325
2 SchwedenSchweden Schweden 244
3 SchweizSchweiz Schweiz 217
4 OsterreichÖsterreich Österreich 214
5 BelgienBelgien Belgien 208

Vergaben der Höchstwertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1975 vergab Irland die Höchstpunktzahl an 23 verschiedene Länder, davon sechsmal an Schweden. Im Halbfinale dagegen vergab Irland die Höchstpunktzahl an elf verschiedene Länder, davon siebenmal an Litauen.

Höchstwertung (Finale)
Jahr Land Platz
(Finale)
1975 FrankreichFrankreich Frankreich 4
1976 ItalienItalien Italien 7
1977 FinnlandFinnland Finnland 10
1978 BelgienBelgien Belgien 2
1979 IsraelIsrael Israel 1
1980 SchweizSchweiz Schweiz 4
1981 SchweizSchweiz Schweiz 4
1982 DeutschlandDeutschland Deutschland 1
1983 Auf Teilnahme verzichtet
1984 SchwedenSchweden Schweden 1
1985 NorwegenNorwegen Norwegen 1
1986 BelgienBelgien Belgien 1
1987 ItalienItalien Italien 3
1988 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 4
1989 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien 1
1990 ItalienItalien Italien 1
1991 MaltaMalta Malta 6
1992 OsterreichÖsterreich Österreich 10
1993 NiederlandeNiederlande Niederlande 6
1994 UngarnUngarn Ungarn 4
1995 SchwedenSchweden Schweden 3
1996 SchwedenSchweden Schweden 3
1997 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1
1998 MaltaMalta Malta 3
1999 SlowenienSlowenien Slowenien 11
2000 DanemarkDänemark Dänemark 1
2001 DanemarkDänemark Dänemark 2
2002 Nicht qualifiziert
2003 NorwegenNorwegen Norwegen 4
2004 SchwedenSchweden Schweden 6
2005 LettlandLettland Lettland 5
2006 LitauenLitauen Litauen 6
2007 LitauenLitauen Litauen 21
2008 LettlandLettland Lettland 12
2009 IslandIsland Island 2
2010 DanemarkDänemark Dänemark 4
2011 DanemarkDänemark Dänemark 5
2012 SchwedenSchweden Schweden 1
2013 DanemarkDänemark Dänemark 1
2014 OsterreichÖsterreich Österreich 1
2015 LettlandLettland Lettland 6
2016 BelgienBelgien Belgien (J) 10
LitauenLitauen Litauen (T) 9
2017 BelgienBelgien Belgien (J) 4
RumänienRumänien Rumänien (T) 7
2018 Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern (J) 2
LitauenLitauen Litauen (T) 12
2019 SchwedenSchweden Schweden (J) 5
NorwegenNorwegen Norwegen (T) 6
Höchstwertung (Halbfinale)
Jahr Land Platz
(Halbfinale)
2004 NiederlandeNiederlande Niederlande 6
2005 DanemarkDänemark Dänemark 3
2006 LitauenLitauen Litauen 5
2007 LettlandLettland Lettland 5
2008 PolenPolen Polen 10
2009 LitauenLitauen Litauen 9
2010 LitauenLitauen Litauen 12
2011 DanemarkDänemark Dänemark 2
2012 RumänienRumänien Rumänien 3
2013 DanemarkDänemark Dänemark 1
2014 OsterreichÖsterreich Österreich 1
2015 LettlandLettland Lettland 2
2016 BelgienBelgien Belgien (J) 3
LitauenLitauen Litauen (T) 4
2017 BulgarienBulgarien Bulgarien (J) 1
LitauenLitauen Litauen (T) 17
2018 Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern (J) 2
LitauenLitauen Litauen (T) 9
2019 SchwedenSchweden Schweden (J) 3
LitauenLitauen Litauen (T) 11

Verschiedenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beim Song Contest 1994 in Dublin trat die Tanzformation Riverdance als Pausennummer vor der Punktewertung auf. Dieser erste Auftritt vor großem Publikum war der Startschuss für den späteren weltweiten Erfolg von Riverdance.
  • 1999 ging Irland nach der ersten Wertung – zwölf Punkten aus Litauen – in Führung, landete am Ende aber mit insgesamt 18 Punkten nur auf dem 17. Platz.
  • Brian Kennedys Lied Every Song Is a Cry for Love (ESC Athen 2006) war der 1.000. Beitrag in der Geschichte des Eurovision Song Contest.
  • Kennedy selbst hatte 1995, als der Wettbewerb aus Dublin übertragen wurde, bereits als Sänger an der Pausennummer mitgewirkt.
  • 2007 landete Irland mit 5 Punkten zum ersten Mal auf dem letzten Platz. Dies wurde 2013 wiederholt.
  • 2008 wurde Irland von einer Puppe, nämlich Dustin dem Truthahn, vertreten. Es war das erste Mal, dass eine Puppe ein Land beim Eurovision Song Contest vertrat.
  • Irland war das erste Land, das mit über 200 Punkten den ESC gewann.

Impressionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. irishcharts.ie
  2. a b keithm.utvinternet.ie (Memento des Originals vom 18. August 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.keithm.utvinternet.ie