Ironman Brasil

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Der Ironman Brasil Florianópolis ist eine seit 1998 jährlich im Mai in Brasilien stattfindende Triathlon-Sportveranstaltung über die Ironman-Distanz (3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen).

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Veranstaltung ist Rennen der Ironman-Weltserie der World Triathlon Corporation.
Amateure haben die Möglichkeit, sich hier für einen von 75 Startplätzen bei der Ironman World Championship (Ironman Hawaii) zu qualifizieren.

Profi-Triathleten, die um die 150.000 US$ Preisgeld im Rahmen des Ironman Brasil kämpfen,[1] können sich seit 2012 für den mit insgesamt 650.000 US$ ausgeschriebenen Ironman Hawaii über das Kona Pro Ranking System (KPR) qualifizieren. In Florianópolis erhalten Sieger und Siegerin – wie auch in Melbourne, in Port Elizabeth, in Texas sowie in Frankfurt – je 4.000 Punkte, weitere Platzierte eine entsprechend reduzierte Punktzahl. Zum Vergleich: Der Sieger auf Hawaii erhält 8.000 Punkte, die Sieger bei den übrigen Ironman-Rennen entweder 1.000 oder 2.000 Punkte.[2]

Am 30. Mai 1998 wurde aus dem „Triathlon Brasil“ in Porto Seguro der „Ironman Brasil“[3] als siebtes Qualifikationsrennen außerhalb der USA nach dem Ironman New Zealand, dem Ironman Canada, dem Ironman Australia, dem Ironman Europe, dem Ironman Lanzarote und dem Ironman Switzerland (der Ironman Japan wurde ab 1998 wegen Unwetterschäden nicht ausgetragen) für den Ironman Hawaii.[3]

2001 verlegte der Veranstalter und Lizenzpartner der WTC, Latin Sports, den Triathlon nach Florianópolis. Im Jahr 2012 waren 2.085 Starter gemeldet – davon 205 Frauen. Mit dem Ironman Brasil Fortaleza wurde – ebenfalls von Latin Sports veranstaltet – erstmals im November 2014 ein zweiter Ironman in Brasilien ausgetragen.[4]

Ironman South American Championship[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier in Brasilien werden im Rahmen dieses Rennens auch jährlich die südamerikanischen Meisterschaften (Ironman South American Championships) ausgetragen. Das Rennen wurde zuletzt am 29. Mai 2016 ausgetragen.

Streckenverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geschwommen wird hier über zwei Runden mit einem dazwischen liegenden Landgang über 70 Meter (Schwimmen 2155 und 1575 Meter).
  • Die Radstrecke geht über zwei Runden und die Laufstrecke verläuft hier über drei Runden: Erst über 21 km und dann zwei Runden mit je 10,5 km.
  • Die Marathon Distanz wird über drei Runden absolviert – es ist eine längere, gefolgt von zwei kürzeren Runden zu laufen.

Streckenrekord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die aktuelle Bestzeit bei diesem Ironman-Rennen hält der Kanadier Brent McMahon mit seiner Siegerzeit von 2016 in 7:46:10 Stunden. Den Streckenrekord bei den Frauen hält ebenso seit 2016 die US-Amerikanerin Elizabeth Lyles mit 8:54:10 Stunden.

Siegerliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer Frauen
Datum/Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
28. Mai 2017
29. Mai 2016 KanadaKanada Brent McMahon Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tim Don Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kevin Collington
31. Mai 2015 BelgienBelgien Marino Vanhoenacker Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Timothy O’Donnell KanadaKanada Brent McMahon
25. Mai 2014 BrasilienBrasilien Igor Amorelli BrasilienBrasilien Santiago Alves Ascenço SpanienSpanien Marcel Zamora Pérez
26. Mai 2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Timothy O’Donnell BrasilienBrasilien Igor Amorelli DeutschlandDeutschland Stefan Schmid
27. Mai 2012 ArgentinienArgentinien Ezequiel Morales BrasilienBrasilien Santiago Alves Ascenço BrasilienBrasilien Igor Amorelli
29. Mai 2011 ArgentinienArgentinien Eduardo Sturla -4- BrasilienBrasilien Guilherme Valenza Manocchio ArgentinienArgentinien Ezequiel Morales
30. Mai 2010 AustralienAustralien Luke McKenzie ArgentinienArgentinien Ezequiel Morales BrasilienBrasilien Santiago Alves Ascenço
31. Mai 2009 ArgentinienArgentinien Eduardo Sturla -3- BrasilienBrasilien Reinaldo Colucci TschechienTschechien Petr Vabroušek
25. Mai 2008 ArgentinienArgentinien Eduardo Sturla -2- DeutschlandDeutschland Olaf Sabatschus FrankreichFrankreich Benjamin Sanson
27. Mai 2007 ArgentinienArgentinien Oscar Galíndez -3- BrasilienBrasilien Reinaldo Colucci ArgentinienArgentinien Eduardo Sturla
28. Mai 2006 ArgentinienArgentinien Oscar Galíndez -2- AustralienAustralien Luke Bell DeutschlandDeutschland Olaf Sabatschus
28. Mai 2005 DeutschlandDeutschland Olaf Sabatschus -2- ArgentinienArgentinien Oscar Galíndez ChileChile Cristián Bustos
29. Mai 2004 DeutschlandDeutschland Olaf Sabatschus -1- ArgentinienArgentinien Oscar Galíndez SchwedenSchweden Clas Bjorling
24. Mai 2003 ArgentinienArgentinien Oscar Galíndez -1- DeutschlandDeutschland Olaf Sabatschus ArgentinienArgentinien Eduardo Sturla
25. Mai 2002 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Spencer Smith DeutschlandDeutschland Lothar Leder ArgentinienArgentinien Eduardo Sturla
26. Mai 2001 ArgentinienArgentinien Eduardo Sturla -1- DeutschlandDeutschland Faris Al-Sultan Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ken Glah
28. Mai 2000 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ken Glah -3- DeutschlandDeutschland Harald Feierabend DeutschlandDeutschland Jürgen Hauber
129. Mai 1999 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ken Glah -2- AustralienAustralien Chris Legh DeutschlandDeutschland Jürgen Hauber
130. Mai 1998 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ken Glah -1- BrasilienBrasilien Leandro Macedo ArgentinienArgentinien Juan Bautista Mutti
Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
  2017
  2016 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Elizabeth Lyles DeutschlandDeutschland Mareen Hufe SpanienSpanien Gurutze Frades
  2015 BrasilienBrasilien Ariane Monticeli Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Elizabeth Lyles Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Amanda Stevens
  2014 KanadaKanada Sara Gross BelgienBelgien Sofie Goos BrasilienBrasilien Ariane Monticeli
  2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Amanda Stevens KanadaKanada Sara Gross Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jessie Donavan
  2012 BelgienBelgien Sofie Goos Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kim Loeffler BrasilienBrasilien Vanessa Gianinni
  2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Amy Marsh TschechienTschechien Lucie Reed BrasilienBrasilien Ariane Monticeli
  2010 TschechienTschechien Tereza Macel Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dede Griesbauer ArgentinienArgentinien Maria Omar
  2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dede Griesbauer DanemarkDänemark Charlotte Kolters Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Heather Gollnick
  2008 BrasilienBrasilien Fernanda Keller -3- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kelly Lear-Kaul Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hillary Biscay
  2007 DeutschlandDeutschland Nina Kraft Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dede Griesbauer SchottlandSchottland Bella Comerford
  2006 DanemarkDänemark Lisbeth Kristensen ArgentinienArgentinien Barbara Buenahora Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hillary Biscay
  2005 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joanna Zeiger BrasilienBrasilien Fernanda Keller Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lauren Jensen
  2004 BrasilienBrasilien Fernanda Keller -2- ItalienItalien Edith Niederfriniger KolumbienKolumbien Carmenza Morales
  2003 ArgentinienArgentinien Barbara Buenahora BrasilienBrasilien Fernanda Keller KolumbienKolumbien Carmenza Morales
  2002 DeutschlandDeutschland Nicole Leder KolumbienKolumbien Carmenza Morales BrasilienBrasilien Fernanda Keller
  2001 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Wendy Ingraham BrasilienBrasilien Fernanda Keller Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Laura Drake
  2000 BrasilienBrasilien Fernanda Keller -1- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alison Hayden ArgentinienArgentinien Alesandra Calcagno
1  1999 KanadaKanada Heather Fuhr -2- ArgentinienArgentinien Barbara Buenahora JapanJapan Junko Murakani
1  1998 KanadaKanada Heather Fuhr -1- BrasilienBrasilien Fernanda Keller AustralienAustralien Jan Wanklyn
1 Bis 2000 fand der Ironman Brasil in Porto Seguro statt, anschließend in Florianópolis

Ergebnisse Triathlon Brasil in Porto Seguro[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer Frauen
Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
  1989 ChileChile Christian Bustos
Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
  1989

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Preisgeldverteilung nach Endplatzierung beim Ironman in Frankfurt im Jahr 2015 (in US-Dollar). In: statista.com.
  2. Punkte- und Preisgeldverteilung für Profi-Triathleten (Memento vom 19. Oktober 2014 im Internet Archive)
  3. a b Rob Perry: Press Release: New Ironman Triathlon Race Set For Brazil (englisch) World Triathlon Corporation. 9. Januar 1998. Archiviert vom Original am 19. Januar 1998.
  4. Ironman Brasil