Irving B. Fritz

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Irving Bamdas Fritz (* 11. Februar 1927 in Rocky Mount, North Carolina;[1]30. Januar 1996 in Grantchester, Vereinigtes Königreich[2]) war ein US-amerikanischer Stoffwechsel-Physiologe und Endokrinologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Irving begann mit 16 ein Studium an der University of Richmond, Virginia, erwarb mit 21 einen Studienabschluss in Zahnmedizin (Doctor of Dental Surgery) am Medical College of Virginia und mit 24 Jahren im Jahr 1951 einen Ph.D. in Physiologie an der University of Chicago. Das Thema der Dissertation lautete The Relationship Between Adrenal Cortical Steroids and Neuro-humoral Effector Substances in the Hemodynamics of Adrenalectomized Animals Subjected to Stress. Anschließend leistete er seinen zweijährigen Militärdienst ab.[3] 1954 ging er als Postdoktorand zu Einar Lundsgaard nach Kopenhagen.[4] Zwei Jahre lang hatte er die Position eines stellvertretenden Leiters der Abteilung für Stoffwechsel und Endokrinologie am Michael Reese Hospital in Chicago inne,[3] bevor er 1957 eine Professur für Physiologie an der University of Michigan erhielt.[5] 1968 wechselte er als Nachfolger von Charles Best an das Banting-Best-Institut der University of Toronto. 1991 wurde er emeritiert und übernahm die Leitung einer Arbeitsgruppe am Institute of Animal Physiology and Genetics Research in Cambridge, Vereinigtes Königreich, die er bis zu seinem Tode innehatte.

Fritz war verheiratet und hatte drei Söhne.[3] Er starb an Krebs.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Anfang seiner Karriere befasste sich Fritz mit dem Fettstoffwechsel. So konnte er die Rolle des Carnitin und der Carnitin-Acyltransferase-System im Stoffwechsel der Fettsäuren aufklären. Später wandte sich Fritz der Andrologie zu und konnte wichtige Beiträge zur Verständnis der Funktion der Sertoli-Zellen, des follikelstimulierenden Hormons und des Androgen-bindenden Proteins leisten. Spätere Arbeiten befassten sich mit der Zell-Zell-Interaktion (siehe Kommunikation (Biologie)) im Hoden und der Rolle von Plasminogen-Aktivator, Clusterin und der extrazellulären Matrix dabei. In den letzten Jahren seiner wissenschaftlichen Karriere befasste er sich wieder mit dem Carnitin und seiner Bedeutung in der Zell-Zell-Interaktion im Hoden.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. World Who's who in Science: A Biographical Dictionary of Notable Scientists from Antiquity to the Present. 1968, Seite 613, ISBN 978-0-8379-1001-7
  2. Weekly Information from the Dean’s Office, Faculty of Medicine, University of Toronto, 19. Februar 1996 bei der Universität Toronto (utoronto.ca); abgerufen am 24. März 2013
  3. a b c Medical College of Virginia Alumni Association of Scarab (Volume v.9:no.4 (1960:Nov.)) bei ebooksread.com; abgerufen am 24. März 2013
  4. Irving B. Fritz: Carnitine Deficiency. Bei: Canadians for Health Research (chrcrm.org); abgerufen am 24. März 2013
  5. Irving B. Fritz bei der University of Michigan (um2017.org); abgerufen am 24. März 2013
  6. Irving B. Fritz bei der John Simon Guggenheim Memorial Foundation (gf.org); abgerufen am 11. Februar 2016
  7. Irving B. Fritz PhD bei der Gairdner Foundation (gairdner.org); abgerufen am 24. März 2013