Isaak aus Aachen

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Isaak, nach anderer Quelle Isaak aus Narbonne, ist der erste mit Namen bekannte deutsche Jude und war ein wohl in Aachen ansässiger Großkaufmann. Im Jahr 797 war er Dolmetscher der Gesandtschaft Karls des Großen bei Hārūn ar-Raschīd.

Er verhandelte mit dem Kalifen über einen besseren Zugang zu den heiligen Stätten für die Pilger. Die Mission war ein Erfolg: Es wurde daraufhin in Jerusalem mindestens ein lateinisches Pilgerhospiz mit einer eigenen Kirche und verschiedenen angeschlossenen Einrichtungen gegründet. Im 9. und 10. Jahrhundert kamen mehr und mehr Pilger aus Europa nach Palästina.

Die Vorstellung, dass das Heilige Land von den Muslimen „befreit“ werden müsse, kam erst gegen Ende dieser Periode auf.

Isaak hatte in den Jahren 801 und 802 die Aufgabe, den indischen Elefanten Abul Abbas als Geschenk Harun ar-Raschids an den Hof Karls des Großen nach Aachen zu begleiten.

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]