Isabell Werth

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Isabell Werth mit Der Stern OLD, CDI 4* Wiesbaden 2013
Geburtsdatum 21. Juli 1969 (48 Jahre)
Geburtsort Issum
Größe 1,69 m
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Disziplin Dressur
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 6 × Gold 4 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 7 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
Europameisterschaften 17 × Gold 3 × Silber 1 × Bronze
Olympische Spiele
0Gold0 Barcelona 1992 Mannschaft
mit Gigolo FRH
0Silber0 Barcelona 1992 Einzel
mit Gigolo FRH
0Gold0 Atlanta 1996 Einzel
mit Gigolo FRH
0Gold0 Atlanta 1996 Mannschaft
mit Gigolo FRH
0Gold0 Sydney 2000 Mannschaft
mit Gigolo FRH
0Silber0 Sydney 2000 Mannschaft
mit Gigolo FRH
0Gold0 Peking 2008 Mannschaft
mit Satchmo
0Silber0 Peking 2008 Einzel
mit Satchmo
0Gold0 Rio de Janeiro 2016 Mannschaft
mit Weihegold OLD
0Silber0 Rio de Janeiro 2016 Mannschaft
mit Weihegold OLD
Weltreiterspiele
0Gold0 Den Haag 1994 Dressur (Special)
mit Gigolo
0Gold0 Den Haag 1994 Mannschaft
mit Gigolo
0Gold0 Rom 1998 Einzel
mit Gigolo
0Gold0 Rom 1998 Mannschaft
mit Gigolo
0Gold0 Aachen 2006 Dressur (Special)
mit Satchmo
0Gold0 Aachen 2006 Mannschaft
mit Satchmo
0Bronze0 Aachen 2006 Dressur (Kür)
mit Satchmo
0Bronze0 Kentucky 2010 Mannschaft
mit Warum nicht FRH
0Gold0 Kentucky 2014 Mannschaft
mit Bella Rose
Europameisterschaften
0Gold0 Mondorf 1989 Mannschaft
mit Weingart
0Gold0 Donaueschingen 1991 Einzel (Special)
mit Gigolo FRH
0Gold0 Donaueschingen 1991 Mannschaft
mit Gigolo FRH
0Gold0 Lipica 1993 Einzel (Special)
mit Gigolo FRH
0Gold0 Lipica 1993 Mannschaft
mit Gigolo FRH
0Gold0 Mondorf 1995 Einzel
mit Gigolo FRH
0Gold0 Mondorf 1995 Mannschaft
mit Gigolo FRH
0Gold0 Verden 1997 Einzel
mit Gigolo FRH
0Gold0 Verden 1997 Mannschaft
mit Gigolo FRH
0Gold0 Arnheim 1999 Mannschaft
mit Antony FRH
0Gold0 Verden 2001 Mannschaft
mit Antony FRH
0Gold0 Hickstead 2003 Mannschaft
mit Satchmo
0Gold0 La Mandria 2007 Einzel (Special)
mit Satchmo
0Silber0 La Mandria 2007 Einzel (Kür)
mit Satchmo
0Silber0 La Mandria 2007 Mannschaft
mit Satchmo
0Silber0 Rotterdam 2011 Mannschaft
mit El Santo NRW
0Gold0 Herning 2013 Mannschaft
mit Don Johnson FRH
0Bronze0 Aachen 2015 Mannschaft
mit Don Johnson FRH
0Gold0 Göteborg 2017 Mannschaft
mit Weihegold FRH
0Gold0 Göteborg 2017 Einzel (Special)
mit Weihegold FRH
0Gold0 Göteborg 2017 Einzel (Kür)
mit Weihegold FRH


Isabell Werth bei Horses & Dreams (2013)

Isabell Werth (* 21. Juli 1969 in Issum) ist eine deutsche Dressurreiterin. Sie ist sechsfache Olympiasiegerin mit insgesamt zehn olympischen Medaillen (sechs x Gold und vier x Silber), siebenfache Weltmeisterin, vierzehnfache Europameisterin und vierzehnfache Deutsche Meisterin und damit weltweit die erfolgreichste Reiterin und Dressurreiterin aller Zeiten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isabell Werth (2004)

Als Tochter einer landwirtschaftlich geprägten Familie aufgewachsen, hatte Werth früh Kontakt zu Pferden. Nachdem sie zunächst im Spring- und Vielseitigkeitsreiten aktiv war, entstand aus einer Freundschaft mit einer Tochter von Uwe Schulten-Baumer (Senior) Kontakt zu diesem. Unter Schulten-Baumers Training, der wie Isabell Werth in Rheinberg lebte, erfolgte ihr Wechsel zur Dressurreiterei. Zu Silvester 1986 bot Schulten-Baumer ihr an, seine Pferde zu reiten.[1] Bis zu den Olympischen Spielen 2000 in Sydney war ihr Spitzenpferd Gigolo FRH aus dem Besitz Schulten-Baumers, der nach den Spielen 2000 in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Die sportliche Partnerschaft Werth / Schulten-Baumer hielt bis Ende 2001 an. Da Werth und Schulten-Baumer zu diesem Zeitpunkt voneinander Abstand benötigten und es zudem zu Differenzen mit dessen Stieftochter Ellen Schulten-Baumer kam, verließ Werth dessen Stall. In Absprache mit Werths neuen Mäzenen, Dietrich Schulze und Madeleine Winter-Schulze, übernahmen diese die Mehrzahl der Pferde Werths aus dem Besitz Schulten-Baumers. Werth zog in Folge auf den Hof der Familie Winter-Schulze nach Mellendorf.[2][3]

Beruflich wählte Isabell Werth zunächst einen Weg abseits des Reitsports. Nach der Schulzeit und dem Abitur am Amplonius-Gymnasium in Rheinberg 1989 studierte sie Rechtswissenschaft und arbeitete als Rechtsanwältin. Von 2001 bis 2004 war sie für die Karstadt AG tätig. Daneben vertreibt sie unter ihrem Namen eine Reitsport-Kollektion.

Im Jahr 2004 verließ sie den Stall Winter-Schulze und ging zurück nach Rheinberg, wo sie seitdem einen eigenen Reitstall betreibt. Bei den Stuttgart German Masters 2005 erritten Werth und Satchmo mit 79,958 % einen neuen Weltrekord im Grand Prix. Dieser Rekord wurde 2006 von Anky van Grunsven (81,333 % mit Salinero) abgelöst.

Bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen fiel ihr Spitzenpferd Warum nicht durch eine Verletzung aus. Trotzdem gewann sie auf ihrem Wallach Satchmo, der als „Wackelkandidat“ galt, Mannschaftsgold, wurde Weltmeisterin im Grand Prix Spécial und errang Bronze in der Kür. Bei den Olympischen Spielen 2008 wurde Werth zusammen mit Nadine Capellmann und Heike Kemmer mit der Mannschaft Olympiasiegerin und holte im Einzel Silber hinter der Niederländerin Anky van Grunsven. Werth selbst gewann damit ihre vierte Einzelmedaille bei Olympia, insgesamt holte sie acht Medaillen.

Die Weltcupfinals zum Beginn der Jahre 2007 bis 2009 verliefen hoch erfolgreich für Isabell Werth, sie gewann das Finale 2007 mit Warum nicht FRH und beendete die Finals 2008 und 2009 auf dem zweiten Rang.[4] Nach einer Sperre in der zweiten Jahreshälfte 2009 gehörte sie bei den Weltreiterspielen 2010 mit Warum nicht FRH wieder zur deutschen Mannschaft, die hier die Bronzemedaille gewann. Bei den Weltreiterspielen 2010 war Isabell Werth Fahnenträgerin der deutschen Mannschaft.[5] Im Jahr 2011 bestritt sie mit El Santo NRW die Europameisterschaften.

Während sie bei den Olympischen Spielen 2012 nicht am Start war, konnte sich Isabell Werth 2013 mit Don Johnson für die Europameisterschaften qualifizieren und trug mit zur deutschen Mannschafts-Goldmedaille bei. Im Grand Prix Spécial musste sie jedoch deutliche Fehler bei der ersten Piaffe und den Einerwechseln hinnehmen und kam nur auf eine hintere Platzierung.[6]

Bei den Weltreiterspielen 2014 trat Isabell Werth mit Bella Rose an. Mit der zu diesem Zeitpunkt 10-jährigen Stute, nach ihrer Aussage das beste Pferd, das sie je hatte[7], gewann sie die Mannschafts-Goldmedaille. Mit diesem Sieg errang sie ihren siebten Weltmeistertitel, überholte damit Reiner Klimke und ist seither alleinige Rekordhalterin. Vor den Einzelwettbewerben der Weltreiterspiele zog Werth Bella Rose aufgrund von Anzeichen einer Huflederhautentzündung von den weiteren Wettbewerben zurück.[8]

Während Isabell Werth mit Bella Rose im November 2014 beim Weltcupturnier in Stuttgart hocherfolgreich war[9], fiel die Stute in den Jahren 2015 und 2016 verletzungsbedingt aus. Don Johnson, wie zwei Jahre zuvor auch im Jahr 2015 Werths Europameisterschaftspferd, fiel in der Olympiasaison 2016 ebenso verletzt aus.[10] Daher entschied sich Isabell Werth, die bisher von ihrer Bereiterin Beatrice Buchwald gerittene Stute Weihegold für die Olympiaqualifikation einzusetzen. Werth hatte die Stute bereits in der Weltcupsaison 2015/2016 in zwei Weltcupprüfungen vorgestellt (Die Weltcupprüfung von Amsterdam war für Weihegold die erste Grand Prix Kür überhaupt gewesen). Bei der ersten Sichtung, den Deutschen Meisterschaften in Balve, gewann Werth mit Weihegold unerwartet die Goldmedaille im Grand Prix Spécial.[11] Beim CHIO Aachen wurde das Paar für die Olympischen Spiele 2016 nominiert.

Bei den Olympischen Spielen 2016 gewann Sie mit ihrem Pferd Weihegold die Goldmedaille in der Mannschaftswertung, sowie mit einer Wertnote von 89,071 Prozent die Silbermedaille in der Einzelwertung. Mit zehn olympischen Medaillen löste sie damit Reiner Klimke als erfolgreichsten Reiter bei den Olympischen Spielen ab.

In der Weltcupsaison 2016/2017 war Werth die dominierende Reiterin, sie gewann mit drei Pferden (Weihegold OLD, Don Johnson FRH und Emilio) fünf Etappen der Westeuropaliga. Bei der Weltcupkür in Lyon kam sie erstmals auf eine Bewertung von über 90 Prozent.[12] In Omaha gewann sie zum dritten Mal das Weltcupfinale der Dressurreiter, mit Weihegold OLD erhielt sie hier 90,704 Prozent. Beim CHIO Aachen 2017 gewann sie zum elften Mal den Großen Dressurpreis von Aachen.

Für ihre reiterlichen Leistungen wurde Isabell Werth mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.

Seit Januar 2006 engagiert sich Werth als Botschafterin für die Christoffel-Blindenmission. Ihr Lebensgefährte ist der ehemalige Karstadt-Manager Wolfgang Urban, mit dem sie einen Sohn hat.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isabell Werth bei den Olympischen Reitsportwettbewerben 2008 mit Satchmo
  • Olympische Spiele
    • 1992, Barcelona: mit Gigolo Silbermedaille in der Einzelwertung und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 1996, Atlanta: mit Gigolo Goldmedaille in der Einzelwertung und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 2000, Sydney: mit Gigolo Silbermedaille in der Einzelwertung und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 2008, Hongkong: mit Satchmo Silbermedaille in der Einzelwertung und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 2016, Rio de Janeiro: mit Weihegold Silbermedaille in der Einzelwertung und Goldmedaille mit der Mannschaft
  • Weltmeisterschaften (Weltreiterspiele)[4][13]
    • 1994, Den Haag: mit Gigolo Goldmedaille in der Einzelwertung (Grand Prix Spécial) und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 1998, Rom: mit Gigolo Goldmedaille in der Einzelwertung (Grand Prix Spécial) und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 2006, Aachen: mit Satchmo Goldmedaille in der Einzelwertung (Grand Prix Spécial), Bronzemedaille in der Einzelwertung (Grand Prix Kür) und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 2010, Lexington KY: mit Warum nicht FRH 10. Platz in der Einzelwertung (Grand Prix Spécial), 6. Platz in der Einzelwertung (Grand Prix Kür) und Bronzemedaille mit der Mannschaft
    • 2014, Caen: mit Bella Rose Goldmedaille mit der Mannschaft
  • Europameisterschaften
    • 1989, Bad Mondorf: mit Weingart 13. Platz in der Einzelwertung und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 1991, Donaueschingen: mit Gigolo Goldmedaille in der Einzelwertung (Grand Prix Spécial) und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 1993, Lipica: mit Gigolo Goldmedaille in der Einzelwertung (Grand Prix Spécial) und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 1995, Bad Mondorf: mit Gigolo Goldmedaille in der Einzelwertung und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 1997, Verden: mit Gigolo Goldmedaille in der Einzelwertung und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 1999, Arnheim: mit Antony FRH 16. Platz in der Einzelwertung und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 2001, Verden: mit Antony FRH 16. Platz in der Einzelwertung und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 2003, Hickstead: mit Satchmo 17. Platz in der Einzelwertung und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 2007, La Mandria: mit Satchmo Goldmedaille in der Einzelwertung (Grand Prix Spécial), Silbermedaille in der Einzelwertung (Grand Prix Kür) und Silbermedaille mit der Mannschaft
    • 2011, Rotterdam: mit El Santo 7. Platz in der Einzelwertung (Grand Prix Spécial), 7. Platz in der Einzelwertung (Grand Prix Kür) und Silbermedaille mit der Mannschaft
    • 2013, Herning: mit Don Johnson 20. Platz in der Einzelwertung (Grand Prix Spécial) und Goldmedaille mit der Mannschaft
    • 2015, Aachen: mit Don Johnson 7. Platz in der Einzelwertung (Grand Prix Spécial), 4. Platz in der Einzelwertung (Grand Prix Kür) und Bronzemedaille mit der Mannschaft
  • Weltcupfinale
    • 1. Platz: 1992 mit Fabienne, 2007 mit Warum nicht FRH, 2017 mit Weihegold OLD
    • 2. Platz: 2001 mit Anthony FRH, 2006 und 2008 mit Warum nicht FRH, 2009 mit Satchmo
  • Deutsche Meisterschaften (Damen)
    • Goldmedaille: 1991, 1992, 1995 und 1996 jeweils mit Gigolo; 1997 und 1998 jeweils mit Amaretto; 2007 und 2008 jeweils mit Warum nicht FRH
    • Silbermedaille: 1993 mit Gigolo, 2001 mit Antony, 2003 mit Satchmo, 2006 mit Warum nicht
    • Bronzemedaille: 1990 mit Fabienne, 2000 mit Agnelli, 2002 mit Antony
Mit ihrem Sieg im Jahr 2008 war Isabell Werth die letzte deutsche Meisterin in der Damenkonkurrenz. Im Jahr 2009 wurde die Trennung zwischen Damen und Herren bei der deutschen Meisterschaft im Dressurreiten abgeschafft und stattdessen durch getrennte Meisterschaften im Grand Prix Spécial und in der Grand Prix Kür ersetzt.[14]
  • Deutsche Meisterschaften (Grand Prix Spécial)
    • Goldmedaille: 2009 (78,917 %) und 2010 (77,708 %) mit Warum nicht FRH; 2016 (84,294 %) mit Weihegold OLD; 2017 (84,275 %) mit Emilio
    • Silbermedaille: mit El Santo NRW 2011 (81,375 %); mit Don Johnson FRH 2013 (78,125 %) und 2015 (78,000 %)
  • Deutsche Meisterschaften (Grand Prix Kür)
    • Goldmedaille: 2010 (81,700 %) mit Warum nicht FRH; 2017 (89,125 %) mit Emilio
    • Silbermedaille: mit Warum nicht FRH 2009 (81,050 %); mit Don Johnson FRH 2013 (83,300 %), 2014 (86,625 %) und 2015 (82,775 %)
    • Bronzemedaille: 2011 (82,400 %) mit El Santo NRW; 2016 (84,075 %) mit Emilio

Pferde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

aktuell:

  • Bella Rose 2 (* 2004), Westfälische Fuchsstute, Vater: Belissimo M, Muttervater: Cacir AA[15]
  • Don Johnson FRH (* 2001), brauner Hannoveraner Wallach, Vater: Don Frederico, Muttervater: Warkant[16]
  • Weihegold OLD (* 2005), Oldenburger Rappstute, Muttervater: Sandro Hit[17]
  • El Santo NRW (* 2001), brauner Rheinischer Wallach, Vater: Ehrentusch, Muttervater: Rhythmus
  • Emilio 107 (* 2006), Westfälischer brauner Wallach, Vater: Ehrenpreis, Muttervater: Cacir AA

ehemalige Turnierpferde von Isabell Werth:

  • Gigolo FRH (* 1983; † 2009), Hannoveraner Fuchswallach, Vater: Graditz, Muttervater: Busoni xx[18]
  • Antony FRH (* 1986; † 2013), dunkelbrauner Hannoveraner Wallach, Vater: Argument, Muttervater: Wenzel I[19][20]
  • Satchmo 78 (* 1994), dunkelbrauner Hannoveraner Wallach, Vater: Sao Paulo, Muttervater: Legat[21]
  • Warum nicht FRH (* 1996; † 2015, Spitzname Hannes), Hannoveraner Fuchswallach, Vater: Weltmeyer, Muttervater: Wenzel I[22][23]

Verfahren wegen Doping bzw. unerlaubter Medikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. Juni 2009 wurde bekannt, dass ihr Wallach Whisper beim Pfingstturnier in Wiesbaden in der A-Probe positiv auf die verbotene Substanz Fluphenazin getestet worden ist. Sie wurde daher bis auf weiteres vom Weltverband FEI für alle Turniere gesperrt.[24] Am 2. September 2009 wurde Werth von der FEI zu einer sechsmonatigen Sperre verurteilt, welche am 22. Dezember desselben Jahres ablief (die Sperre begann bereits am 23. Juni).[25]

Bei den Rheinischen Meisterschaften 2012, einem national ausgeschriebenen Turnier, wurde bei ihrem Pferd El Santo NRW im Rahmen einer Medikationskontrolle Cimetidin gefunden, ein Arzneistoff, der für die Behandlung von Magenbeschwerden eingesetzt wird. Hierbei handelt es sich um eine Substanz, die bei internationalen Turnieren unter Einhaltung bestimmter Regeln erlaubt ist, nach nationalem Reglement jedoch als verbotene Medikation zählt. Werth erklärte den Fund nach Nachforschungen damit, dass es in ihrem Stall einen Defekt der Tränkanlage gegeben hätte. Das Mittel, das ein anderes Pferd erhalten hatte, sei dadurch in die Tränke von El Santo NRW gekommen. In erster Instanz wurde Werth wegen der positive Medikationskontrolle, die auf eine fahrlässige Sorgfaltspflichtverletzung im Stall zurückzuführen sei, gesperrt. In zweiter Instanz wurde die Sperre aufgehoben und das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt.[26][27][28][29]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Isabell Werth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie Isabell Werths
  2. Dressurreiterin Isabell Werth findet eine neue Heimat: Trennung von Erfolgstrainer Schulten-Baumer, Cornelia Wumkes in Die Welt, 29. Oktober 2001
  3. Der Zickenkrieg ist nützlich, Interview geführt durch Mathias Schreiber und Stefan Aust in Der Spiegel, 30. März 2002
  4. a b Isabell Werth in der FEI-Ergebnisdatenbank
  5. Fahnenträgerin Isabell Werth startet heute, Rheinische Post, 28. September 2010
  6. Isabell Werth im Pech, die Plätze vier bis zehn in der Übersicht, St. Georg, 23. August 2013
  7. Das Supermodel im Viereck, Jürgen Kemmner / Stuttgarter Nachrichten, 19. November 2014
  8. WEG: Bella Rose startet nicht im Special, Deutsche Reiterliche Vereinigung / Susanne Hennig, 26. August 2014
  9. Stuttgart: Überragende Bella Rose und irritierende Schilder, Reiter Revue International, 23. November 2014
  10. Isabell Werth: Olympia mit Emilio oder Weihegold, St. Georg, 26. April 2016
  11. DM Balve-Dressur: Isabell Werth ist deutsche Meisterin, Kristina Bröring-Sprehe nur Dritte, Jan Tönjes / St. Georg, 4. Juni 2016
  12. Lyon: Über 90 Prozent für Isabell Werth und Weihegold in der Weltcup-Kür, St. Georg, 29. Oktober 2016, abgerufen am 2. April 2017
  13. Sportlerporträt Isabell Werth auf der Internetseite der Deutschen Reiterlichen Vereinigung
  14. Pressemitteilung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zur deutschen Meisterschaft Dressur -Grand Prix Spécial- vom 13. Juni 2009
  15. FEI-Pferdedatenbank: Bella Rose 2
  16. FEI-Pferdedatenbank: Don Johnson FRH
  17. FEI-Pferdedatenbank: Weihegold OLD
  18. FEI-Pferdedatenbank: Gigolo FRH
  19. Abstammung von Antony FRH auf horsetelex.de
  20. Isabell Werths Antony FRH ist gestorben, Reiter Revue International, 9. Dezember 2013
  21. FEI-Pferdedatenbank: Satchmo 78
  22. FEI-Pferdedatenbank: Warum nicht FRH
  23. Warum Nicht FRH lebt nicht mehr, eqwo.net, 30. Juli 2015
  24. Süddeutsche.de vom 24. Juni 2009
  25. Werth kann in London für Deutschland reiten, Evi Simeoni / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. September 2009
  26. Isabell Werth schlägt gegen Verband zurück - wahrscheinlich Schadensklage..., Dieter Ludwig, 5. November 2013
  27. BREAKING NEWS: Medikationsfall Isabell Werth, St. Georg, 10. Februar 2013
  28. Verbotene Medikation: Dressurreiterin Isabell Werth droht Sperre - Cimetidin nachgewiesen, Cavallo, 8. Februar 2013
  29. Medikationsverfahren gegen Isabell Werth eingestellt, Susanne Hennig / Deutsche Reiterliche Vereinigung, 17. März 2014