Isabella von Österreich-Teschen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Isabella von Österreich-Teschen

Isabella Maria Theresia Christine Eugenie Erzherzogin von Österreich-Teschen (* 17. November 1888 in Preßburg; † 6. Dezember 1973 in La Tour de Peilz, Schweiz) war die siebente Tochter von Erzherzog Friedrich Maria von Österreich, Herzog von Teschen und der Prinzessin Isabelle Hedwig Franziska von Croÿ-Dülmen. Sie war ein Mitglied des Hauses Habsburg-Lothringen-Teschen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geburt der kleinen Prinzessin war in Preßburg ein besonderes Ereignis. Die Preßburger Zeitung schrieb am 18. November 1888 unter dem Titel Ein freudiges Ereignis in der erzherzoglichen Familie u. a. Folgendes: Ihre kais. und kön. Hoheit Erzherzogin Isabella ist gestern Nachmittags um 4 Uhr von einer gesunden Prinzessin glücklich entbunden worden.[1] Die Prinzessin wurde am 22. November 1888 im weißen Saale des erzherzoglichen Palais vom Preßburger Stadtpfarrer, Bischof Karl Heiller getauft.[2] Ihre Taufpatin war Maria Theresia von Württemberg.

Isabella heiratete Prinz Georg Franz Josef von Bayern, Sohn von Prinz Leopold von Bayern und Erzherzögin Gisela Louise Marie von Österreich, am 10. Februar 1912 im Schloss Schönbrunn in Wien. Prinz Georg Franz Josef war ein Enkel des Kaisers Franz Joseph I. Das Neue Wiener Journal schrieb über eine "prächtige Vermählung im Kaiserhause und Familiendiner in Schönbrunn"[3]. Der Kaiser nahm persönlich an der Trauung teil.

Die Heirat mit Georg Prinz von Bayern wurde schon 1913 wieder annulliert,[4] weil die Ehe nie vollzogen wurde[5]. Prinz Georg wurde Priester, Bibliothekar in der Vaticana und Domherr von St. Peter in Rom.[6] Danach blieb Isabella bis an ihr Lebensende unverheiratet und kinderlos. Laut Prinzessin Catherine Radziwill (The Austrian Court from Within, London 1916, Seite xxx) war sie während des Ersten Weltkrieges als Krankenschwester bei der Armee ihres Vaters tätig. Dabei war sie kurz mit dem Chirurgen Paul Albrecht (1873–1928) verlobt, bis der alte Kaiser ihr diese Verbindung verbot.

Sie starb mit 85 Jahren und wurde auf eigenen Wunsch neben ihrer Schwester Marie Christina im fürstlichen Erbbegräbnis in Anholt beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neues Wiener Journal, vom 10. Februar 1912, Seite 2, (Nr. 6573) und 27. April 1913, Seite 10 (Nr. 7007)
  • Die Habsburger, Ein biographisches Lexikon (Brigitte Hamann), Wien 1988, ISBN 3-8000-3247-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Isabella von Österreich-Teschen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Preßburger Zeitung, 18. 11. 1888, S. 3
  2. Preßburger Zeitung, 22. 11. 1888, S. 2
  3. Neues Wiener Journal (Nr. 6573) vom 10. Februar 1912, Seite 2
  4. Amtlicher Teil - (Die Ehe Ihrer k. und K. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Isabelle Marie; Prinzen Georg von Bayern). In: Wiener Zeitung, 26. April 1913, S. 1 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wrz
  5. Das Neue Wiener Journal (Nr. 7007) schreibt in seiner Ausgabe vom 27. April 1913 auf Seite 10 Folgendes: "Die Ehe Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Isabelle Marie mit Seiner königlichen Hoheit dem Prinzen Georg von Bayern ist durch am 17. Januar d. J. verkündetes Urteil des königlich bayrischen Obersten Landgerichtes als nichtig erklärt und gemäß dem Reskripte des S. Congregatio de Sacramentis in Rom vom 5. März d. J. dem Bande nach aufgelöst worden. Ihre k. und k. Hoheit tritt sonach wieder in die Rechte eines Mitgliedes des Allerhöchsten Hauses ein und ist die von der durchlauchtigsten Frau Herzogin vor der Eheschließung geleistete Reuunziation als null und nichtig anzusehen."
  6. Die Habsburger... S. 173