Isernhagen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Isernhagen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Isernhagen
Isernhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Isernhagen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 27′ N, 9° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
Höhe: 58 m ü. NHN
Fläche: 59,72 km²
Einwohner: 23.331 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 391 Einwohner je km²
Postleitzahl: 30916
Vorwahlen: 0511, 05136, 05139
Kfz-Kennzeichen: H
Gemeindeschlüssel: 03 2 41 008
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bothfelder Straße 29
30916 Isernhagen
Webpräsenz: www.isernhagen.de
Bürgermeister: Arpad Bogya (CDU)
Lage der Gemeinde Isernhagen in der Region Hannover
Region Hannover Niedersachsen Wedemark Burgwedel Neustadt am Rübenberge Burgdorf Uetze Lehrte Isernhagen Langenhagen Garbsen Wunstorf Seelze Barsinghausen Sehnde Hannover Gehrden Laatzen Wennigsen Ronnenberg Hemmingen Pattensen Springe Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Schaumburg Landkreis Nienburg/Weser Landkreis Heidekreis Landkreis Celle Landkreis Peine Landkreis Gifhorn Landkreis HildesheimKarte
Über dieses Bild
Luftbild (Stadtteil: Hohenhorster Bauerschaft)

Isernhagen ist eine selbständige Gemeinde in der Region Hannover (Niedersachsen), die sich aus sieben Ortsteilen, darunter vier althergebrachten Bauerschaften, zusammensetzt. Die Gemeinde grenzt nordöstlich an die Stadt Hannover in Richtung der Städte Celle und Burgdorf. Isernhagen ist nach dem durchschnittlichen Einkommen ihrer Bürger die wohlhabendste Gemeinde Niedersachsens.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isernhagen grenzt an Burgwedel, Burgdorf, Lehrte, Hannover, Langenhagen und die Wedemark (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden). Isernhagen liegt am Südrand der Lüneburger Heide. Vier als Bauerschaften bezeichnete Ortsteile gelten als vornehme Wohnvororte von Hannover. Es gibt noch zahlreiche gut erhaltene Fachwerkhäuser, darunter den Typ des hier häufigen Fachhallenhauses.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isernhagen besteht aus den Ortschaften:

Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isernhagen grenzt mit den Ortsteilen Altwarmbüchen und Kirchhorst an das etwa 15 km² große Altwarmbüchener Moor an. Es verfügte über bis zu 2 m starke Torfschichten und diente den Bauern der anliegenden Dörfer zum Torfstechen. Der Torf wurde als Heizmaterial genutzt oder auf Märkten in Hannover verkauft. Laut einer Urkunde von 1797 hatten auch Isernhagen und seine heutigen Ortsteile Rechte auf den Torfabbau im Moor. Dafür wurde das Moor stark entwässert, was die Moorvegetation schädigte. Ein Teil der Flächen ist inzwischen unter Naturschutz gestellt, während der größere Teil Landschaftsschutzgebiet ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Teil des Namens Isernhagen leitet sich von Yser bzw. Yserne ab, was für ‚Eisen‘ steht. In der hier verlaufenden Wietzeniederung kam Raseneisenstein vor, der im Mittelalter vor Ort verhüttet und später auch als Baustoff verwendet wurde. Die Endung Hagene oder Hagen beschreibt ein Waldstück bzw. eine Einfriedung von Äckern, wie sie üblich war, um Tiere vom Ackerland fernzuhalten.[2]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung Isernhagen wurde in der Endphase der mittelalterlichen Binnenkolonisation im 13. Jahrhundert auf Initiative der Welfen bzw. ihrer Vasallen, der Grafen der Grafschaft über dem Moore, in der Form eines klassischen langgestreckten Hagenhufendorfes angelegt. Im Zuge eines großen Rodungsunternehmens, das sich vermutlich über das gesamte 13. Jahrhundert hinzog, wurde eine Hagenhufparzelle neben die andere gelegt, bis einzelne Höfegruppen entstanden. Diese Höfegruppen wuchsen im Laufe der späteren Jahrhunderte durch Nachsiedlung zu einer geschlossenen und in Niedersachsen einmaligen hufeisenförmigen Siedlung zusammen.[3]

Isernhagen wird urkundlich erstmals 1322 als „Yserenhaghe“ im Bürgerbuch der Stadt Hannover genannt durch die erste Eintragung eines Isernhagener Bürgers namens Bernardus de Yserenhaghe.[4] Isernhagen war im 14. Jahrhundert Teil der Grafschaft über dem Moore, welche ihren Verwaltungsmittelpunkt in der Großburgwedeler Burg besaß. Später gehörte es zu der aus der Grafschaft hervorgegangenen Amtsvogtei Burgwedel.[5]

Mit dem Ausbau der Siedlung und dem Zusammenwachsen der Höfegruppen wurde das langgestreckte Hagenhufdorf Isernhagen der besseren Organisation halber in vier Bauerschaften unterteilt, und zwar in die:

  • Niedernhägener Bauerschaft (NB)
  • Kircher Bauerschaft (KB)
  • Farster Bauerschaft (FB)
  • Hohenhorster Bauerschaft (HB)

Diese Bauerschaften bilden die vier Altdörfer der heutigen Gemeinde Isernhagen. Zu welchem genauen Zeitpunkt die Siedlung Isernhagen derart unterteilt wurde, kann heute nicht mehr geklärt werden. Die Bauerschaften werden jedenfalls erstmals im 15. Jahrhundert in den Registern der Burgvogtei Celle erwähnt.[6].

Die anderen Ortsteile Isernhagens sind zum Teil noch älteren Ursprungs als die vier Altdörfer:

So geht das heute zur Gemeinde gehörende Altwarmbüchen auf ein bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähntes „Werenboke“ (Warmbüchen) zurück. Es handelt sich um ein mittelalterliches Rodungsdorf „von wilder Wurzel“, das auf Initiative eines Adeligen angelegt wurde.

Neuwarmbüchen hat seinen Ursprung in einem nahe der Wegtrasse des alten Postweges Hannover - Celle gelegenen Einzelhof und seiner Aufsiedelung durch Binnenkolonisten im Hochmittelalter. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgt im Jahr 1437.

Der Teil der Gemeinde Isernhagen, der heute Kirchhorst heißt, wurde erst im Jahr 1929 durch den Zusammenschluss der drei Dörfer Kirchhorst, Großhorst und Stelle (jeweils erste Erwähnung 1329) gebildet.[7]

Spuren des Torfabbaus im Altwarmbüchener Moor

Diese bis ins 19. Jahrhundert hinein sehr kleinen Dörfer waren früher von Mooren umgeben. Ihre Bewohner stachen neben der Landwirtschaft im Nebenerwerb eifrig Torf und verkauften ihn als Brennmaterial auf Märkten im nahen Hannover.

Reformation und Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hagenhufdorf Isernhagen gehörte bis zur Reformation zum Bistum Hildesheim, das 815 von Ludwig dem Frommen gegründet worden war. Des Weiteren unterstand das Dorf dem Archidiakonat Sievershausen. Die St. Marien-Kirche zu Isernhagen wurden um 1450 in der Kircher Bauerschaft errichtet; das genaue Datum der Weihe der Kirche ist nicht bekannt. Das kunstgeschichtlich wertvolle Gebäude mit seinem schon von Weitem erkennbaren Turm verleiht der Umgebung ihr unverwechselbares Gepräge.

Herzog Ernst der Bekenner führte im Fürstentum Lüneburg, zu dem auch Isernhagen gehörte, im Jahr 1527 die Reformation ein. 1534 erschien in der Kirchengemeinde Isernhagen der erste lutherische Pfarrer.[8]

Die Bauern der vier Isernhagen-Altdörfer übten viele Nebentätigkeiten aus und gelangten durch Hopfen- und Pferdehandel vor allem im 16. und 17. Jahrhundert zu größerem Wohlstand. Aus dieser Zeit stammen auch die für Isernhagen so charakteristischen Fachwerkhäuser mit den reich verzierten, mehrfach vorkragenden Wirtschaftsgiebeln.

Während die Bevölkerung in Deutschland im 19. Jahrhundert stark zunahm, blieb sie in diesem Zeitraum in den Dörfern der heutigen Gemeinde Isernhagen weitgehend konstant. Um 1821 zählte man mit 2278 Einwohnern nur 173 Einwohner mehr als 1786. Bis 1871 gab es nur einen leichten Anstieg und danach sogar einen Rückgang bis die Kurve nach der Wende zum 20. Jahrhundert steil nach oben wies. Im Jahr 1925 zählte man 3097 Einwohner. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gelangten zahlreiche Heimatvertriebene und Flüchtlinge nach Isernhagen, die auf den Bauernhöfen Unterkunft fanden. Die Bevölkerungszahl stieg bis 1955 auf 7155 Personen an, was gegenüber 1925 einer Steigerung von 131 % entsprach. Auch in den folgenden Jahrzehnten wuchs die Bevölkerung in Isernhagen durch Zuzug weiter. 1992 hatte sich die Einwohnerzahl gegenüber 1821 verzehnfacht.[9]

Begünstigt wurde die Bevölkerungsentwicklung durch eine bedeutende Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts. 1938 war der Bau der Eisenbahnverbindung zwischen Hannover und Celle abgeschlossen. In Isernhagen schloss man die Hohenhorster Bauerschaft mit einem außerhalb des Ortes gelegenen Bahnhof an das Schienennetz an. [10] .Mit der Anlage der Autobahnverbindung Köln-Hannover-Berlin erhielt das nahe Altwarmbüchen 1937 - 1938 einen direkten Verkehrsanschluß an die wirtschaftlich bedeutende Ost- West-Verbindung.

Im Zuge der niedersächsischen Verwaltungs- und Gebietsreform wurde am 1. März 1974 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Altwarmbüchen, Kirchhorst und Neuwarmbüchen sowie der vier Isernhagen-Altdörfer die neue Gemeinde Warmbüchen gebildet.[11] Ein kleines Gebiet der Stadt Hannover mit damals etwa 100 Einwohnern kam am 1. Januar 1975 hinzu. Die Gemeinde erhielt am 1. Juni 1975 den endgültigen Namen Isernhagen.[12] Der Ortsteil Isernhagen NB-Süd der Gemeinde Isernhagen kam am 1. März 1974 zur Stadt Hannover und wurde dort zum Stadtteil Isernhagen-Süd.[13] Seit dem 1. November 2001 gehört Isernhagen zur Region Hannover, in der der damalige Landkreis Hannover aufgegangen ist.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindewahl 2011[14][15]
Wahlbeteiligung: 55,5 % (2006: 54,0 %)
 %
50
40
30
20
10
0
44,9 %
28,0 %
17,2 %
8,0 %
1,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
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-7,6 %p
-1,5 %p
+9,4 %p
-2,1 %p
+1,9 %p
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Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

von der Gemeinde Isernhagen

  •  ?–2001: Klaus-Dieter Mukrasch (CDU)
  • 2001–heute: Arpad Bogya (CDU)

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl am 11. September 2011 führte zu folgendem Ergebnis:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Ortschaft hat ein eigenes Wappen (s. u.), das hier beschriebene ist jedoch das gemeinsame Wappen der Gemeinde Isernhagen:

Geteilt durch einen silbernen Schrägwellenbalken, oben links in Rot drei silberne Lilien (2:1), unten rechts in Grün vier aufgerichtete, einander deckende, silberne Hufeisen.
  • Die drei Lilien auf rotem Grund in der linken oberen Hälfte stehen für die drei Ortschaften der ehemaligen Samtgemeinde „Kirchwarmbüchen“. Sie sind dem Wappen der einst hier ansässigen adligen Herren von Cramm entliehen.
  • Die vier Hufeisen auf grünem Grund in der unteren Hälfte symbolisieren die Form der vier Bauerschaften, in denen die Pferdezucht eine wichtige Rolle spielte.
  • Dazwischen schlängelt sich als blaues Band der Fluss Wietze, der alle sieben Ortschaften dieser Gemeinde miteinander verbindet.

Das Wappen wurde durch Walter Pietschmann entworfen und am 9. Januar 1978 vom damaligen Landkreis Hannover genehmigt.

Die Wappen der Isernhagener Ortsteile

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isernhagen pflegt Partnerschaften mit Peacehaven in Südengland, das genau auf dem Nullmeridian liegt, Épinay-sous-Sénart in Frankreich, Suchy Las in Polen und Tamási in Ungarn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Marien (KB)
St. Nikolai (Kirchhorst)
  • Kirche St. Marien in der Kircher Bauerschaft. Sie wurde im 15. Jahrhundert erbaut und stellt ein kunstgeschichtlich wertvolles Gebäude mit weithin sichtbarem Turm dar. Baumaterial war der in der Wietzeniederung vorkommende und auch hier verhüttete Raseneisenstein.
  • Kirche St. Nikolai in Kirchhorst. Sie ist eines der schönsten Baudenkmäler der Umgebung, wurde im 14. Jahrhundert erbaut, steht aber auf Grundmauern einer deutlich älteren romanischen Kapelle. Erwähnenswert sind Freskenmalereien im Chor und an den Innenwänden sowie der heilige St. Nikolaus als Schutzheiliger der Kirche.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Isernhagendörfern findet sich eine große Anzahl gut erhaltener unter Denkmalschutz stehender Fachwerkbauten. Siehe auch Liste der Baudenkmale in Isernhagen.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wöhler-Dusche-Hof. Das Zweiständer-Fachhallenhaus im Ortsteil Niedernhägener Bauerschaft (N.B.) beherbergt das Nordhannoversche Bauernhaus Museum Isernhagen e. V.. Nach seinen früheren Bewohnern als Wöhler-Dusche-Hof benannt, ist der Hof ein ländliches Baudenkmal des ausgehenden 16. Jahrhunderts. Das Hofensemble beinhaltet ein Haupthaus mit Schmuckgiebel, eine ehemalige Unterfahrscheune, Bauerngarten, Weide und Backhaus und einen Korbimkerstand. Das Fachwerkhaupthaus blieb an seinem ursprünglichen Standort gut erhalten. In ihm ist seit 1994 eine kleinere Sammlung bäuerlichen Kulturguts aus dem 19. Jahrhundert zu besichtigen. In der geräumigen Hausdiele finden jedes Jahr wechselnde Ausstellungen statt.

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Altwarmbüchener See. Der 48 ha große See entstand 1978–81 beim Bau der BAB 37 (Moorautobahn) durch Sandaufspülungen, die hier entnommen wurden. Er hat die Ausmaße von 1.500 m Länge und einer max. Breite von 450 m. Die Tiefe beträgt 7-12 m. Die Einweihung war im Juni 1982. Etwa 25 % der Seefläche liegen auf Gemeindegebiet von Isernhagen, 75 % auf dem Gebiet der bauplanenden und ausführenden Stadt Hannover. Der See stellt den Kern eines Naherholungsgebietes dar. Umgeben ist die Wasserfläche von Spiel- und Liegewiesen. Neben Baden an von der „Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft“ (DLRG) beaufsichtigten Sandstränden gibt es Freizeitmöglichkeiten, wie Spielen, Lagern, Segeln, Rudern und Surfen. An Einrichtungen sind vorhanden: Servicegebäude der Stadt Hannover, DLRG-Station, Segelschule, Bootsverleih, zwei Steganlagen eines ansässigen Wassersportvereins.
  • Kirchhorster See. Der 4,8 ha große und bis zu 7,5 m tiefe See entstand beim Ausbau der BAB 7 Ende der 1950er Jahre durch Sandentnahmen. Die Einweihung war am 17. Juni 1969. Am See gibt es eine öffentlich zugängliche Badestelle. Den See umgeben Liege- und Ruheflächen für den Badebetrieb von etwa 2 ha.
  • Parksee Lohne. Das Gewässer ist ein privat betriebener, 3,2 ha großer Badesee in einem Waldgebiet. Das Gelände verfügt über einen Campingplatz mit den üblichen gastronomischen Angeboten sowie einen Minigolfplatz.
  • Wietzepark. Der Park wurde 2005 fertiggestellt und liegt in der Wietzeniederung an der Gemeindegrenze zu Langenhagen, wobei der Fluss die Grenze darstellt. Die Ostseite des Parks gehört zu Isernhagen. Der Wietzepark ist ein Naherholungsgebiet mit der Wasserfläche des Hufeisensees (Baggersee), der über einen abgeteilte eine Badezone verfügt.
  • Isernhagenhof - Kulturzentrum in der Farster Bauerschaft (F.B.). Hier haben Musikschule, Kunstschule und Begegnungsstätte ihren Sitz neben der Veranstaltungsstätte des Isernhagenhof Kulturvereins e. V. Es handelt sich um einen ehemaligen Bauernhof, der in seinem ursprünglichen Zustand weitestgehend erhalten geblieben ist. In einer ehemaligen Scheune finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen, wie Musikkonzerte, statt. Die Räumlichkeiten können auch für weitere Anlässe, wie Firmen-Veranstaltungen, angemietet werden.
  • Alter Riethof. Es handelt sich um eine landwirtschaftliche Hofanlage, die seit dem 15. Jahrhundert im Besitz des Familie Redeken war. Zeitweise wurde sie vom königlichen Reiterregiment als Schmiede und Stall genutzt. Anfang des 19. Jahrhunderts kam der Hof wieder in bäuerliche Nutzung, ab 1842 wechselten mehrmals die Eigentümer. 2001 gab es eine Restauration des denkmalgeschützten Haupthauses von 1561 und dem Nachbau der Remise. Das Gebäude wird heute als Firmensitz genutzt.
  • Isernhagener Mitte. Sie stellt den geographischen Mittelpunkt zwischen den sieben Isernhagener Ortsteilen dar. Es handelt sich um eine Wegkreuzung in der Feldmark, an der während eines Bürgerfestes am 29. Juni 2014 durch den Bürgermeister Arpad Bogya und Vertreter der Bürgerstiftung Isernhagen ein Gedenkstein enthüllt wurde. Das Bürgerfest fand anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Gemeinde Isernhagen in ihrer jetzigen Form statt.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportplatz des TSV Isernhagen
  • TSV Isernhagen von 1947 e. V.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs richtete die britische Militärregierung 1946 den Sportverein Hohenhorster Anfänger ein, der ab 1947 den Namen des heutigen TSV Isernhagen von 1947 e. V. trägt. Anfangs wurde nur Fußball gespielt, im Laufe der Jahre kamen weitere Sparten wie Turnen, Tennis und Segeln dazu. Seit einigen Jahren gibt es eine Kooperation mit dem Isernhagener Volkslauf. Das Sportgelände des Vereins mit Tennisplätzen und Vereinsgaststätte befindet sich im Ortsteil Hohenhorster Bauerschaft (HB).

  • TuS Altwarmbüchen v. 1954 e. V.

Der im Jahre 1954 gegründete Sportverein TuS Altwarmbüchen ist auf dem Gelände nahe dem Altwarmbüchener See beheimatet, hat jedoch auch Zugriff auf die Sporthallen Bernhard-Rehkopf-Straße, Helleweg, sowie auf die Leichtathletikanlage am Helleweg. Sparten sind unter anderem Fußball, Handball, Tennis, Leichtathletik, Turnen, Tanzen und Tischtennis.

  • FC Neuwarmbüchen e. V.

Am 1. September 1946 wurde der Fußball-Club Neuwarmbüchen ins Leben gerufen. Heute bietet er ein breites Spektrum an Sportarten an, unter anderem Fußball, Leichtathletik, Tennis, Tanzen, Kampfkunst, Cheerleader. 2004 wurde eine Beachvolleyball-Anlage eingerichtet.

  • WSV Altwarmbüchen e. V.

Der direkt am Altwarmbüchener See gelegene Wassersportverein Altwarmbüchen e. V. wurde im Jahr 1973 gegründet. Er verfügt über eine Segel- und seit 1983 über eine Rudersparte. Der WSV Altwarmbüchen ist der nach Anzahl der Mitglieder zweitgrößte Sportverein der Gemeinde Isernhagen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mai: Schlemmerabend im A2-Center zugunsten der Bürgerstiftung Isernhagen
  • Juni: Isernhagener Matjesfest an der Marienkirche
  • August: Schützenfest
  • November: Hubertusjagd mit Meute
  • Dezember: Weihnachtsmarkt um die Marienkirche

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Hohenhorster Bauerschaft haben Sitz oder größere Niederlassungen:

In anderen Ortsteilen ist Isernhagen Sitz folgender Unternehmen:

  • BREE Collection GmbH & Co. KG (Taschen, Accessoires)
  • Clinotest Rudolf Hoppe GmbH (Berufsbekleidung und Objekttextilien)
  • Street One GmbH (Mode)
  • Zentrale der Toyota Material Handling Deutschland GmbH (Gabelstapler, Hubwagen)

In den Ortsteilen Altwarmbüchen, Kirchhorst und Hohenhorster Bauerschaft befinden sich jeweils ausgiebige Einkaufsmöglichkeiten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isernhagen liegt nahe dem Schnittpunkt dreier Autobahnen:

Das Autobahnkreuz Hannover/Kirchhorst (A7/A37) liegt teilweise auf dem Gebiet der Gemeinde.

Der Bahnhof Isernhagen im Ortsteil Hohenhorster Bauerschaft befindet sich an der Bahnstrecke Hannover–Hamburg und wird stündlich von Zügen der Metronom Eisenbahngesellschaft bedient. Die bereits 1913 begonnene Strecke von Langenhagen an der Heidebahn nach Celle, auch „Hasenbahn“ genannt, wurde erst am 15. Mai 1938 eröffnet. Seitdem war das Führen der Züge Hamburg–Süddeutschland ohne den Umweg über Lehrte und Kopfmachen in Hannover möglich. Seit dem 2. November 1964 ist die Strecke zweigleisig befahrbar.[16]

Die Linie 3 der Stadtbahn Hannover verbindet den Ortsteil Altwarmbüchen mit Hannover. Sieben Buslinien des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH) erschließen Isernhagen und verbinden den Ort mit Nachbargemeinden.

Im rund 10 km entfernten Langenhagen befindet sich der Flughafen Hannover-Langenhagen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt Griemsmann: Isernhagen in der Grafschaft Burgwedel. Selbstverlag der Gemeinde Isernhagen NB, 1973.
  • Claudia Kempf-Oldenburg und Jes Tüxen: Isernhagen Chronik Band 1. Hrsg. von der Gemeinde Isernhagen, 1. Aufl., Dez. 1990.
  • Claudia Kempf-Oldenburg und Jes Tüxen: Isernhagen Chronik Band 2. Hrsg. von der Gemeinde Isernhagen, 1. Aufl., Dez. 1992.
  • Heinz Koberg: Unser Isernhagen. Hrsg. von der Gemeinde Isernhagen, 1. Aufl., März 1984.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Isernhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. [Claudia Kempf-Oldenburg, Dr. Jes Tüxen: Isernhagen-Chronik, Bd.1, 1990]
  3. [Claudia Kempf-Oldenburg, Dr. Jes Tüxen: Isernhagen-Chronik, Bd.1, 1990]
  4. Leonhardt, Karl Friedrich, Das älteste Bürgerbuch der Stadt Hannover und gleichzeitige Quellen (= Quellen und Darstellungen zur Bevölkerungskunde der Stadt Hannover, im Auftrage des Magistrates der Hauptstadt Hannover hrsg. vom Verein für stadthannoversche Geschichte und Bevölkerungskunde, Bd. 1), Leipzig 1933, S. 198. Vgl. Ohainski, Uwe; Udolph, Jürgen, Die Ortsnamen des Landkreises und der Stadt Hannover, Bielefeld 1998, S. 212, 241, 339.
  5. [Claudia Kempf-Oldenburg, Dr. Jes Tüxen: Isernhagen-Chronik, Bd.2, 1990]
  6. [Claudia Kempf-Oldenburg, Dr. Jes Tüxen: Isernhagen-Chronik, Bd.1, 1990]
  7. [Claudia Kempf-Oldenburg, Dr. Jes Tüxen: Isernhagen-Chronik, Bd.1, 1990]
  8. [Pfarrarchiv von St. Marien, Isernhagen K.B.]
  9. [Claudia Kempf-Oldenburg, Dr. Jes Tüxen: Isernhagen-Chronik, Bd.2, 1990]
  10. [Matthias Blazek, Wolfgang Evers: Bau der Reichsbahnlinie Celle-Langenhagen]
  11. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 222.
  12. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 197.
  13. Matthias Blazek: Von der Landdrostey zur Bezirksregierung – Die Geschichte der Bezirksregierung Hannover im Spiegel der Verwaltungsreformen. ibidem-Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-89821-357-9.
  14. http://www.wahl.hannit.de/index.php?site=right/ergebnis&wahl=775&gebiet=9&typ=3&stimme=1
  15. http://www.wahl.hannit.de/index.php?site=right/ergebnis&wahl=645&gebiet=9&typ=3&stimme=1
  16. Matthias Blazek, Wolfgang Evers: Bau der Reichsbahnlinie Celle-Langenhagen. In: Cellesche Zeitung (Sachsenspiegel), Nr. 21 und 22, 29. Mai und 5. Juni 1999.
  17. Edith und Bruno Klingforth, Rolf und Sigrid Beneke: Heinz Koberg, Traueranzeige in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung; online
  18. Peter Stettner: Programm am 7. Dezember 2008, Heinz Koberg Spezial, Text zur Vorführung mehrerer Filme Kobergs im Kino im Künstlerhaus, hrsg. von der Gesellschaft für Filmstudien; herunterladbar als PDF-Dokument