Isigny-sur-Mer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Isigny-sur-Mer
Wappen von Isigny-sur-Mer
Isigny-sur-Mer (Frankreich)
Isigny-sur-Mer
Region Normandie
Département Calvados
Arrondissement Bayeux
Kanton Trévières
Gemeindeverband Communauté de communes Isigny-Omaha Intercom
Koordinaten 49° 19′ N, 1° 6′ WKoordinaten: 49° 19′ N, 1° 6′ W
Höhe 0–64 m
Fläche 61,44 km2
Einwohner 3.674 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 60 Einw./km2
Postleitzahl 14230
INSEE-Code
Website http://www.isigny-sur-mer.fr/

Kirche Saint-Georges

Isigny-sur-Mer ist eine französische Gemeinde und eine Commune nouvelle mit mehr als 3700 Einwohnern, die sich im Département Calvados in der Region Normandie befindet. Die Einwohner nennen sich Isignais.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Commune deleguée Isigny-sur-Mer, heute der Hauptort der Commune nouvelle, liegt rund 25 Kilometer nördlich von Saint-Lô, im Regionalen Naturpark Marais du Cotentin et du Bessin, an der Grenze zum benachbarten Département Manche, an der Baie des Veys. Die dazugehörenden Communes deleguées sind Castilly, Neuilly-la-Forêt, Les Oubeaux, Vouilly und Isigny-sur-Mer.

Fluss Aure in Isigny-sur-Mer. Die Portes à flot öffnen bei Ebbe und schließen bei Flut

An der westlichen Gemeindegrenze verläuft der Fluss Vire, an der nördlichen sein rechter Nebenfluss Aure. Die beiden treffen knapp nordwestlich des Ortes aufeinander und streben danach als kanalisierter Fluss dem Ärmelkanal zu. Isigny-sur-Mer hat im Gegensatz zu seinem Namen keinen unmittelbaren Landanteil am Küstenverlauf. Lediglich die kanalartig ausgebaute Mündung der Vire ermöglicht eine Verbindung mit dem Meer.

Toponymie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isigny bedeutet Eigentum von Iso, wobei Iso ein romanischer Name ist, und -acus eine sich auf das Eigentum beziehende lateinische Nachsilbe ist.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte Isignys wurde von der Entwicklung der Milchindustrie am Anfang des 19. Jahrhunderts geprägt. Der Hafen spielte eine große Rolle: Holz aus dem Norden wurde eingeführt, Butter wurde ausgeführt, genauso wie Kohle aus dem Bergbau um Le Molay-Littry. Außerdem war die Fischerei noch bis zum Ende der 1970er Jahre sehr wichtig.

Isigny-sur-Mer wurde während des Zweiten Weltkrieges zu mehr als 60 % (am 8. Juni 1944) zerstört. Die Gemeinde lag zwischen den amerikanischen Landungsstränden Utah Beach und Omaha Beach.

Im Jahre 1924 wurde Isigny aufgrund seiner Nähe zum Meer amtlich in Isigny-sur-Mer umbenannt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint-Georges aus dem 13. Jahrhundert
  • Das Rathaus befindet sich in einem Schloss aus dem 18. Jahrhundert, im Stil Louis XVI.
  • Kapelle Saint-Roch, erbaut im 16. Jahrhundert

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isigny-sur-Mer ist bekannt für seine Milchprodukte, die durch das AOC-Zeichen Isigny-Sainte-Mère geschützt sind. Die sogenannten Caramels d’Isigny sind sehr bekannt.

Seit dem 20. Jahrhundert werden auch Austern in der Bucht von Les Veys gezüchtet.

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isigny-sur-Mer ist durch Partnerschaften verbunden mit:

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der normannische Ritter d’Isigny zog mit Wilhelm dem Eroberer nach England, wo er sich ansiedelte. Mit der Zeit ist aus d’Isigny der Name Disney geworden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Isigny-sur-Mer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. René Lepelley. Dictionnaire étymologique des noms de communes de Normandie.