Islamisches Emirat Afghanistan

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Das Islamische Emirat Afghanistan (paschtunisch د افغانستان اسلامي امارت) wurde von der Regierung der Taliban im Oktober 1997 ausgerufen. Die Umbenennung des Staates formalisierte die Stellung von Muhammad Omar als Staatsoberhaupt Afghanistans.[1] Omar war bereits im April des Vorjahres von der Führungsgruppe der Taliban der Titel Amir al-Muʾminin, dem Führer der Gläubigen, zugesprochen worden, der ihn zum Emir Afghanistans machte.[2] Auch nach der Umbenennung des von ihnen geführten Staates unterhielten die Taliban nur mit Saudi-Arabien, Pakistan und den Vereinigten Arabischen Emiraten offizielle diplomatische Beziehungen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Ewans: Afghanistan. A New History. 2nd edition. RoutledgeCurzon, London u. a. 2002, ISBN 0-415-29826-1, S. 196.
  2. Ahmed Rashid: Taliban. Militant Islam, Oil and Fundamentalism in Central Asia. Yale University Press, New Haven CT u. a. 2001, ISBN 0-300-08902-3, S. 42–43.