Ismail al-Faruqi

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Isma'il Raji al-Faruqi (arabisch إسماعيل راجي الفاروقي/ Ismāʿīl Rāǧī al-Fārūqī; geb. 1921 in Jaffa, Mandatspalästina; gest. 1986 (ermordet) in Wyncote, Pennsylvania, USA) war ein Islamwissenschaftler, Vergleichender Religionswissenschafter und eine Persönlichkeit des Islams in Nordamerika. Zusammen mit Taha Dschabir al-Alwani (1935–2016) gründete er das sich als Denkfabrik der Muslimbrüder verstehende[1] International Institute of Islamic Thought (IIIT) mit Sitz in Herndon, Virginia in den Vereinigten Staaten, einer Vorstadt von Washington, D.C.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ismail al-Faruqi wurde 1921 in Jaffa, Palästina, geboren. Er lehrte Islamwissenschaft am Institute of Islamic Studies der McGill University (Montréal), am Central Institute of Islamic Research (Karatschi), am Institute of Higher Arabic Studies of the League of Arab States (Kairo) und an der Syracuse University. Er war Professor für Islamwissenschaft/Religionswissenschaft an der Temple University in Philadelphia (Pennsylvania, USA). Er studierte an der Amerikanischen Universität Beirut, an der Indiana University und an der Harvard University. Nach seiner Promotion arbeitete er an der Azhar-Universität in Kairo (im Bereich Islam) und an der McGill-Universität in Montréal (im Bereich Christentum und Judentum).[2] Das IIIT in den USA dient der Förderung der 'Islamization of Knowledge' (Islamisierung des Wissens), d. h. eines auf der Ethik des Islams basierenden wissenschaftlichen Denkens, wozu Faruqi auch eine Abhandlung verfasste (siehe auch Abdul Hamid Abu Sulayman). Er war einer der Senior Fellows des Königlichen Aal al-Bayt Instituts für Islamisches Denken (Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought), Jordanien.[3] Er wurde 1986 in seinem Haus in Wyncote, Pennsylvania, zusammen mit seiner Frau Lois Lamya al-Faruqi von einem schwarzen Muslim ermordet, der die Tat gestand und zum Tod verurteilt wurde, jedoch 1996 im Gefängnis eines natürlichen Todes starb.[4]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Islam and other faiths. Leicester. The Islamic Foundation and the International Institute of Islamic Thought, 1998.
  • The cultural atlas of Islam. Macmillan u. a., New York u. a. 1986.
  • Historical atlas of the religions of the world. Macmillan u. a., New York u. a. 1974.
  • Tawhid: Its Implications for Thought and Life. USA.
  • Islamization of Knowledge, Herndon, USA.
  • Islam and the Problem of Israel. USA
  • Judentum, Christentum, Islam : Trialog der Abrahamitischen Religionen. Dagyeli, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-924320-49-7.
  • The Path of Da'wah in the West. UK Islamic Mission, London, 1986.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. Kyle Shideler & David Daoud ("The Muslim Brotherhood’s Think Tank")
  2. SUB GÖ
  3. aalalbayt.org (Memento des Originals vom 22. Juni 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aalalbayt.org
  4. Inside the Capitol (Joseph Louis Young dies of natural causes on death row) The Patriot News, 11. März 1996

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]