Isochronismus

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Als Isochronismus (von griech.: isochron, gleich lange dauernd) bezeichnet man die Eigenschaft eines frei schwingenden Pendels, für eine Schwingung immer die gleiche Zeit zu benötigen, unabhängig davon, wie groß die Schwingungsweite ist. Diese Gesetzmäßigkeit wurde zuerst von Galileo Galilei (1583) und später (1656) vom niederländischen Astronomen und Physiker Christiaan Huygens entdeckt und in seinem Pendelgesetz formuliert.

Darüber hinaus entdeckte Huygens, dass sich die Spiralfeder einer Unruh ebenso isochron verhält.[1] Er erkannte, dass sich Pendel und Unruh aufgrund dieser gleichförmigen Schwingungen ideal als Gangregler für Räderuhren eignen und ließ Ende 1656 von Salomon Coster die erste Uhr mit freiem Pendel anfertigen.

In der Praxis wird durch diverse Fehler der für Uhren angestrebte völlig isochrone Gang nur erreicht, wenn solche Fehler durch Kompensation ausgeglichen werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fritz von Osterhausen: Callweys Uhrenlexikon. Callwey, München 1999, ISBN 978-3766713537.