Isolde Ahlgrimm

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Isolde Ahlgrimm (* 31. Juli 1914 in Wien; † 11. Oktober 1995 ebenda) war eine österreichische Cembalistin.

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Leben[Bearbeiten]

Isolde Ahlgrimm war Absolventin im Fach Klavier und später Professorin für Cembalo der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie gab Meisterkurse in den USA und war regelmäßige Teilnehmerin an den Bachfesten in Leipzig. Zu ihren Schülern zählt u. a. Peter Watchorn. Ab 1935 widmete sie sich der historischen Aufführungspraxis und entwickelte eine Gegenphilosophie zu ihrer Zeitgenossin Wanda Landowska, die technische Weiterentwicklungen des Cembalos förderte.

Ahlgrimm lehnte Cembali in Rastenbauweise mit Pedalregistrierung zur Wiedergabe von Werken des 17. und 18. Jahrhunderts ab und ließ sich von der Firma Ammer bereits in den 1930er Jahren ein an die historische Bauweise angelehntes Instrument bauen. Für die Wiedergabe von Orgelwerken sowie Johann Sebastian Bachs Kunst der Fuge kam zusätzlich ein Pedalcembalo zum Einsatz. Ahlgrimm spielte sämtliche Werke auch noch im hohen Alter grundsätzlich auswendig.

Richard Strauss war ihr freundschaftlich verbunden, betraute sie bei der der Wiener Erstaufführung mit dem Cembalopart in seiner Oper Capriccio, ermutigte sie sodann, die Tanzsätze in ihren Konzerten aufzuführen und komponierte zu ihrer alleinigen Verwendung einen Konzertschluss (das Werk wurde mittlerweile bei Schott-Mainz veröffentlicht).

Ab 1935 veranstaltete sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Erich Fiala, einem Sammler von Amati-Geigen, Konzerte auf Originalinstrumenten. In dieser Hinsicht darf sie als Vorreiterin von Nikolaus Harnoncourt gelten, mit dem sie um 1955 die Sonaten für Viola da Gamba und obligates Cembalo sowie Das musikalische Opfer von J. S. Bach auf Schallplatten einspielte.

Sie war die erste, die in den 1930er Jahren sämtliche Mozart-Sonaten auf einem historischen Hammerflügel spielte. Die erste Einspielung sämtlicher Werke für Cembalo von J.S.Bach erfolgte ab 1954.

Weitere Schallplatteneinspielungen waren: Sämtliche Suiten von G. F. Händel, Variationen (Poglietti, Frescobaldi, C. Ph. E. Bach, Couperin etc.), Cembalomusik aus Wien (Fux, Froberger, Poglietti), Cembalokonzerte von J. S. Bach mit dem Amati-Orchester unter Erich Fiala sowie Konzerte für 2, 3 und 4 Cembali (mit Hans Pischner, Zuzana Růžičková und Robert Veyron-Lacroix; Staatskapelle Dresden unter Kurt Redel).

Isolde Ahlgrimm wurde am Wiener Zentralfriedhof bestattet.

Werk[Bearbeiten]

  •  Beethoven Almanach 1970. München 1970.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]