Issa Hayatou

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Issa Hayatou

Issa Hayatou (* 9. August 1946 in Garoua, Kamerun) ist ein kamerunischer Sportfunktionär. Bis in die 1960er-Jahre war er als Sportler aktiv. Er ist seit 1988 Präsident der Confédération Africaine de Football und führte von Oktober 2015 bis Februar 2016 interimsweise das Amt des FIFA-Präsidenten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Issa Hayatou wurde 1946 in Kamerun geboren. Er begann schon früh in seiner Jugend Sport zu treiben. Er gewann im Alter von 18 Jahren als Leichtathlet Wettbewerbe in den Disziplinen des 400-Meter- und 800-Meter-Laufs. Zudem wurde er bis 1971 Mitglied der kamerunischen Basketballnationalmannschaft. In dieser Zeit nahm er auch an den All Africa Games in Brazzaville teil. Außerdem wurde er in dieser Zeit ein erfolgreicher Fußballspieler an seiner Universität.

Nachdem er sein Sportlehrerstudium abschloss,[1] wurde er 1973 Professor an der Lycée Leclerc in Yaoundé. Ein Jahr später wurde er Generalsekretär des kamerunischen Fußballverbandes und bekleidete diesen Posten bis 1983. 1982 wurde er Direktor der Sportorganisation Kameruns im Ministerium für Jugend und Sport. Seit 1985 ist er Präsident des kamerunischen Fußballverbandes und wurde dort 1986 Mitglied des Exekutivkomitees, 1990 zudem Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees. Seit 1992 ist er Vizepräsident der FIFA. Gleichzeitig wurde er auch Präsident des Organisationskomitees der olympischen Fußball-Turniere der FIFA und Vizepräsident des FIFA-Ausschusses für Sicherheit und Fair Play sowie Mitglied des Fußball-Weltmeisterschaften organisierenden FIFA-Ausschusses. Nach der Suspendierung von Sepp Blatter im Oktober 2015 wurde Hayatou als Senior-Vizepräsident interimsweise neuer FIFA-Präsident bis zur Wahl Gianni Infantinos am 26. Februar 2016.[2]

1997 wurde Hayatou Mitglied des Ausschusses für Frauen und Sport des Internationalen Olympischen Komitees und Oberhaupt kamerunischer Sportdelegationen bei einigen sportlichen Anlässen. 2001 wurde er schließlich Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees. Ein Jahr später kandidierte er für das Präsidentenamt der FIFA, verlor aber gegen Sepp Blatter. Am 3. November 2007 wurde Hayatou ein Ehrengrad von der technischen Hochschule Ladoke Akintola in Ogbomosho (Oyo), in Nigeria zugesprochen.[3] Hayatou ist Vater von vier Kindern.[1] Er lebt mit seiner Ehefrau in Yaoundé in Kamerun.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Porträt auf fifa.com
  2. Nachfolger Blatters ebenfalls vorbelastet nzz.ch, 8. Oktober 2015
  3. Information auf garf-afrique.com