Isthmia

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Dieser Artikel behandelt das Heiligtum und die moderne griechische Gemeinde. Zu den antiken Wettkämpfen siehe Isthmische Spiele.
Die Lage Isthmias

Das heutige Isthmia (neugriechisch Ισθμία) befindet sich auf der Peloponnes (Griechenland) an der Stelle am Isthmus von Korinth, wo sich im Altertum das Heiligtum befand, bei dem Isthmischen Spiele (altgriechisch Ἰσθμιάδες Isthmiades) abgehalten wurden. Es ist ein Stadtbezirk der Gemeinde Loutraki-Perachora-Agii Theodori.

Hauptsächlich wurde in diesem Heiligtum Poseidon verehrt. Früheste Zeugnisse für einen Kult gehen auf das 11. Jahrhundert v. Chr. zurück. 196 v. Chr. ließ der römische Feldherr Titus Quinctius Flamininus hier während der Spiele die Freiheit Griechenlands verkünden.

Heute ist nicht mehr sehr viel vom Heiligtum sichtbar. Erwähnenswert ist das unter Kaiser Hadrian erbaute Heiligtum des Palaimon, ein Rundbau, auf dem Palaimon auf einem Delphin reitend dargestellt war. Von diesem Bau sind noch die Fundamente sichtbar. Dasselbe gilt für den etwa 465 v. Chr. erbauten Tempel des Poseidon, einen Peripteros, in dem Herodes Atticus eine monumentale Gruppe von Poseidon und Amphitrite aufstellen ließ. Von einem Vorgängerbau des frühen 7. Jahrhunderts, der 480 vor Chr. abbrannte fanden sich diverse Dachziegel, die zu einem Walmdach eines Peripteros von 7 auf 19 Säulen gehören, der 1952 von Oscar Broneer ausgegraben wurde. Von besonderem Interesse ist die Startanlage des Stadions, die (wie in Nemea) aus hölzernen Pflöcken bestand, an denen Querbalken befestigt waren, die mit einem Seilzug gesenkt werden konnten, um für alle Läufer zugleich die Bahn freizugeben. Sehr sehenswert ist das Museum (mit guten Beschriftungen).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christopher Mee, Antony Spawforth: Greece. An Oxford Archaeological Guide. Oxford University Press, Oxford 2001, S. 159–163.
  • Oscar Broneer: The Temple of Poseidon, Princeton, NJ : American School of Classical Studies at Athens, 1971 (Isthmia : excavations by the University of Chicago under the auspices of the American School of Classical Studies at Athens, Bd. 1)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 37° 55′ N, 23° 0′ O