Isumrud

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flagge
Isumrud-Klasse
Schwesterschiff Schemtschug am 27. September 1904 vor Tallinn
Schwesterschiff Schemtschug am 27. September 1904 vor Tallinn
Übersicht
Typ Geschützter Kreuzer
Einheiten 2
Bauwerft

Newski-Werft, Sankt Petersburg

Kiellegung Januar 1901
Stapellauf 22. Oktober 1903
Dienstzeit

1904 bis 1905

Indienststellung 1904
Verbleib Nach der Seeschlacht von Tsushima auf Grund gelaufen, bei Kap Orjenkow gesunken
Technische Daten
Verdrängung

Standard: 3.103 t
Maximal: 3530 t

Länge

110,95 m KWL
111,30 m über alles

Breite

12,2 m

Tiefgang

4,90 m

Besatzung

354 Mann

Antrieb

16 kohlegefeuerte Yarrow-Dampfkessel
3 Dreifach-Expansions-Dampfmaschinen
17.000 PS
3 Schrauben

Geschwindigkeit

24,5 kn

Reichweite

2090 sm bei 12 kn

Bewaffnung

• 8 × 120-mm-L/45-Canet-Geschütze
• 4 × 47-mm-L/43-Hotchkiss-Schnellfeuergeschütze
• 6 × 7,62-mm-Maxim-Maschinengewehre
• 3 Torpedorohre 45,7 cm
• 1 × 63,5-mm-L/19-Baranowski-Landungsgeschütz

Bunkermenge

510 t Kohle

Panzerung
  • Panzerdeck: 32 bis 76 mm
  • Gürtelpanzer: 32 mm
  • Waffenschilde: 32 mm
Kommandanten
Kapitäne 2. Ranges

Die Isumrud (russisch Изумруд, deutsch Smaragd) war ein Geschützter Kreuzer der Kaiserlich Russischen Marine. Das Schiff gehörte zur Isumrud-Klasse und war zugleich das Typschiff. Es gab nur ein weiteres Schiff dieser Klasse, das Schwesterschiff Schemtschug. Die Isumrud-Klasse stellte eine Modifikation des vorhergegangenen Kreuzers Nowik dar. Der Kreuzer wurde im Januar 1901 auf der Newski-Marinewerft in Sankt Petersburg auf Kiel gelegt, aber wegen Priorität für den Zerstörer Novik erst 1903 von Stapel gelassen. Nach weiteren Verzögerungen, unter anderem durch Eisstürme, wurde die Isumrud nach Beginn des Krieges mit Japan beschleunigt weitergebaut.

Das Schiff wurde im Oktober 1904 in Dienst gestellt und dem Zweiten Pazifischen Geschwader zugeteilt.

Russisch-Japanischer Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Kommando von Kapitän Wassili Fersen nahm sie an der Seeschlacht bei Tsushima am 27. und 28. Mai 1905 teil. Gegen Ende der Schlacht weigerte sich der Kapitän, gemäß dem Befehl von Admiral Nikolai Nebogatow zu kapitulieren, und entkam mit hoher Geschwindigkeit den Japanern. Jedoch lief die Isumrud in der folgenden Nacht in der Wladimir-Bucht auf Grund und wurde aufgegeben. Es sank auf 43° 58' N, 135° 30' O bei Kap Orjenkow am 30. Mai 1905. Die Mannschaft erreichte Wladiwostok über Land.

Das Schiff wurde am 15. September 1905 aus der Liste gestrichen und 1908 zum Abbruch verkauft.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard Gomm: Die russischen Kriegsschiffe 1856-1917, Band II: Fregatten, Panzerkreuzer, Korvetten, geschützte Kreuzer, Anhang: Segelfregatten 1694-1856. Eigenverlag, Wiesbaden 1991