It’s My Life (Bon-Jovi-Lied)

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It’s My Life
Bon Jovi
Veröffentlichung 2. Mai 2000[1]
Länge 3:46
Genre(s) Rock
Autor(en) Jon Bon Jovi, Richie Sambora und Max Martin
Album Crush

It’s My Life ist ein Lied der US-amerikanischen Rockband Bon Jovi, das als erste Single aus ihrem siebten Studioalbum Crush ausgekoppelt wurde. Die Erstveröffentlichung fand in Europa am 2. Mai und in den USA am 23. Mai 2000 statt. Musik, Text und Produktion stammen von Jon Bon Jovi, Richie Sambora und Max Martin.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis heute gehört die erste Singleveröffentlichung It’s My Life zu den erfolgreichsten Bon-Jovi-Singles. In Deutschland war der Song außerdem der offizielle Song zur Fußball-Europameisterschaft 2000 für das ZDF.

Nach der Pause der Band nach der Tour zum Album These Days eröffnete der Erfolg mit It’s My Life für Bon Jovi den Zugang für eine jüngere Fan-Gruppe. Zwar erreichte die Single in den USA nur Platz 33 der Charts, allerdings ist Bon Jovi damit eine der wenigen Bands, die nach dem kommerziellen Höhepunkt mit Glam Metal in den 80ern im neuen Jahrhundert einen Top-40-Hit in den US-amerikanischen Charts landen konnte.

In dem Song wurde, wie bereits in Livin’ on a Prayer, eine Talkbox eingesetzt. Zudem zitiert der Song den Bon-Jovi-Klassiker: Ein Vers in der zweiten Strophe lautet „Like Tommy and Gina, who never backed down“. Tommy und Gina sind ein fiktives Paar, um das sich der Inhalt von Livin’ on a Prayer drehte. Ebenso kommen diese beiden Figuren im Song 99 In the Shade auf dem Album New Jersey (1988) vor, wo es heißt: „Somebody even tells me Tommy’s comin’ down tonight, if Gina says it’s alright“.

„Die Idee mit Tommy und Gina ist eine Hommage an unsere alten Fans, die uns von Anfang an treu sind.“

Richie Sambora[2]

Außerdem enthält der Text eine Reverenz an Frank Sinatra und dessen Lied My Way.

“My heart is like an open Highway,
like Frankie said, I did it my Way”

Bon Jovi: It’s My Life

“I’ve lived a life that’s full. I’ve traveled each and ev’ry highway;
And more, much more than this, I did it my way.”

Frank Sinatra: My Way

Dabei hatten sich Richie Sambora und Jon Bon Jovi über diese Stelle des Refrains gestritten. Jon Bon Jovi beharrte darauf, dass Frank Sinatra im Text erhalten bleibt, obwohl Richie Sambora unklar war, warum sie diese Reverenz zu Frank Sinatra bräuchten. Jedoch sei es vielen gar nicht aufgefallen, dass von Frank Sinatra die Rede ist, und hätten Frankie für eine fiktive Person gehalten, die jeder Hörer des Liedes sich als seinen eigenen Frankie aussuchen könne. Jon Bon Jovi sieht darin die besondere Magie des Liedes.[3]

Musikvideo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Musikvideo von Wayne Isham erzählt von einem Jugendlichen namens Tommy, der im Internet eine Live-Übertragung eines Bon-Jovi-Konzerts sieht, bei dem seine Freundin im Publikum steht. Über ihr Handy teilt sie ihm mit, er solle zu ihr kommen. Er macht sich auf den Weg, rennt durch Los Angeles und erlebt dabei einige Abenteuer. Das Video wurde vom Film Lola rennt inspiriert[4] und von den Musiksendern oft an einer Stelle zensiert, als der Hauptdarsteller von einer Brücke springt und sofort nach der Landung beinahe vom Auflieger eines LKWs überrollt wird.

Die Dreharbeiten zum Video fanden am 19. März 2000 im Second Avenue Tunnel von Los Angeles statt, der dafür gesperrt wurde. Das Video endet damit, dass der Junge seine Freundin zum Ende des Liedes im Tunnel trifft, sie ihn fragt, wo er gewesen sei, und er ihr sagt, dass sie es ihm nicht glauben würde.

Charts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charts Höchst-
platzierung[5]
Wochen
DeutschlandDeutschland Deutschland 2 32
OsterreichÖsterreich Österreich 1 34
SchweizSchweiz Schweiz 1 33
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 3 17
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 33 20

Jahrescharts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charts (2000) Höchst-
position
DeutschlandDeutschland Deutschland [6] 5
OsterreichÖsterreich Österreich [7] 2
SchweizSchweiz Schweiz [8] 3

Decadencharts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charts (2000–2009) Höchst-
position
DeutschlandDeutschland Deutschland [9] 53

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ASCAP Pop Music Awards
    • 2000: in der Kategorie „One of the Greatest Songs of the Year“
  • VH1 My Music Awards
    • 2000: in der Kategorie „Video of the Year“

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land Zertifikation Verkäufe
AustralienAustralien Australien [10] Platin 70.000
DeutschlandDeutschland Deutschland [11] Platin 500.000
FrankreichFrankreich Frankreich [12] Silber 125.000
NiederlandeNiederlande Niederlande [13] Gold 40.000
OsterreichÖsterreich Österreich [14] Platin 30.000
SchwedenSchweden Schweden [15] Platin 30.000
SchweizSchweiz Schweiz [16] Platin 50.000
  • 1x Silber
  • 1x Gold
  • 5x Platin
845.000

Coverversionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bon Jovi (It’s My Life 2003)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Kompilationsalbum This Left Feels Right von 2003 sind die größten Hits von Bon Jovi in neuen, zumeist etwas ruhigeren und langsameren Varianten zu hören. It’s My Life ist darauf als langsame Klavierballade zu finden und wurde außerdem als Single veröffentlicht, die Platz 45 der deutschen[17] und Platz 17 der österreichischen Charts[18] erreichte. Diese langsamere Variante hat Bon Jovi auch bei MTV Unplugged 2007 zusammen mit Tyson Ritter und Nick Wheeler von den The All-American Rejects gespielt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. VÖ und Charts
  2. Gernandt, Seite 259
  3. MTV Unplugged von Bon Jovi, 2007
  4. Gernandt, Seite 261
  5. Chartquellen: DE AT CH UK US
  6. Deutsch Jahrescharts
  7. Österreichische Jahrescharts
  8. Schweizer Jahrescharts
  9. Deutsch Decadencharts
  10. Australien Platin
  11. Deutschland Platin
  12. Certifications Singles Argent - année 2001 (Syndicat national de l’édition phonographique) (Memento vom 17. Oktober 2012 auf WebCite)
  13. Niederlande Gold
  14. Österreich Platin
  15. Schweden Platin (Memento vom 16. Juni 2011 im Internet Archive)
  16. Schweiz Platin
  17. Chart-Info von It’s My Life in verschiedenen Charts
  18. Chartverfolgung von It’s My Life in Österreich