Italien

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für weitere Bedeutungen, siehe Italien (Begriffsklärung).
Repubblica Italiana
Italienische Republik
Flagge Italiens
Wappen Italiens
Flagge Emblem
Amtssprache Italienisch

regional auch Deutsch, Französisch, Ladinisch und Slowenisch1

Hauptstadt Rom
Staatsform parlamentarische Republik
Regierungssystem parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt Präsident
Sergio Mattarella
Regierungschef Ministerpräsident
Matteo Renzi
Fläche 301.338 km²
Einwohnerzahl 60.628.075 (31. März 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 201 Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung -0,214 Prozent (2014–2015) pro Jahr
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2013 (Stand: April 2014) [2]
  • 2.071.955 Mio. USD (9.)
  • 1.807.831 Mio. USD (11.)
  • 34.715 USD (27.)
  • 30.289 USD (31.)
Human Development Index 0,873 (27.) (2014)[3]
Währung Euro (EUR)2
Gründung 18613
Nationalhymne Il Canto degli Italiani
Nationalfeiertag 25. April, 2. Juni
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen I
ISO 3166 IT, ITA, 380
Internet-TLD .it
Telefonvorwahl +392
1 Mehr dazu siehe Sprachen und Dialekte
2 Ausnahme: Campione d’Italia benutzt den Schweizer Franken und die Vorwahl +41
3 1866 Venedig zu Italien, 1870 Rom, nach dem Ersten Weltkrieg Trient und Triest
Ägypten Tunesien Libyen Algerien Marokko Mauretanien Senegal Gambia Guinea-Bissau Guinea Sierra Leone Liberia Elfenbeinküste Ghana Togo Benin Nigeria Äquatorialguinea Kamerun Gabun Republik Kongo Angola Demokratische Republik Kongo Namibia Südafrika Swasiland Mosambik Tansania Kenia Somalia Dschibuti Eritrea Sudan Ruanda Uganda Burundi Sambia Malawi Simbabwe Botswana Äthiopien Südsudan Zentralafrikanische Republik Tschad Niger Mali Burkina Faso Jemen Oman Vereinigte Arabische Emirate Saudi-Arabien Irak Iran Kuwait Katar Bahrain Israel Syrien Libanon Jordanien Zypern Türkei Afghanistan Turkmenistan Pakistan Griechenland Italien Malta Frankreich Portugal Spanien Mauritius Réunion Mayotte Komoren Seychellen Madagaskar Sao Tome und Príncipe Sri Lanka Indien Indonesien Bangladesch Volksrepublik China Nepal Bhutan Myanmar Kanada Dänemark (Grönland) Island Mongolei Norwegen Schweden Finnland Irland Vereinigtes Königreich Niederlande Belgien Dänemark Schweiz Österreich Deutschland Slowenien Kroatien Tschechische Republik Slowakei Ungarn Polen Russland Litauen Lettland Estland Weißrussland Moldawien Ukraine Mazedonien Albanien Montenegro Bosnien und Herzegowina Serbien Bulgarien Rumänien Georgien Aserbaidschan Armenien Kasachstan Usbekistan Tadschikistan Kirgisistan Russland Vereinigte Staaten Malediven Japan Nordkorea Südkorea Republik China (Taiwan) Singapur Malaysia Philippinen Thailand Vietnam Laos Kambodscha Indien Venezuela Guyana Suriname Frankreich (Französisch-Guayana) Brasilien Kap Verde Spanien (Kanaren) Dominikanische Republik Puerto Rico Dominkanische Republik Bahamas Jamaika Kuba Mexiko Mexiko Venezuela Guyana Suriname Frankreich (Französisch-Guayana) Brasilien Kap Verde Spanien (Kanaren) Dominikanische Republik Puerto Rico Dominkanische Republik Bahamas Jamaika Kuba Mexiko Mexiko Dänemark (Färöer)Italy in the European Union on the globe (Europe centered).svg
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Italienische Regionen

Italien (amtlich Italienische Republik; italienisch Repubblica Italiana, Kurzform Italia) ist eine parlamentarische Republik in Südeuropa. Die Hauptstadt Italiens ist Rom. Das italienische Staatsgebiet liegt zum größten Teil auf der vom Mittelmeer umschlossenen Apenninhalbinsel und der Po-Ebene sowie im südlichen Gebirgsteil der Alpen. Es grenzt an Frankreich, die Schweiz, Österreich und Slowenien. Die Kleinstaaten Vatikanstadt und San Marino sind vollständig vom italienischen Staatsgebiet umschlossen. Neben den großen Inseln Sizilien und Sardinien sind mehrere Inselgruppen vorgelagert.

Italien ist Gründungsmitglied der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM), der heutigen Europäischen Union und einer ihrer inzwischen 28 Mitgliedstaaten. 19 von ihnen bilden eine Währungsunion, die Eurozone. Das Land ist Mitglied der Vereinten Nationen (UNO), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der NATO, der G7 und der G20.

Italien zählt laut Index für menschliche Entwicklung zu den höchstentwickelten Ländern der Erde.[4] Gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt verfügt es über die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt.[5] Das Land genießt einen hohen Lebensstandard sowie Bildungsgrad und besitzt eine der höchsten Lebenserwartungen.[6]

Das Gebiet des heutigen Italiens war in der Antike die Kernregion des Römischen Reiches mit Rom als Hauptstadt. Die heute italienische Toskana war das Kernland der Renaissance. Seit dem Risorgimento besteht der moderne italienische Staat. Zuerst bestand von 1861 bis 1946 unter der Herrschaft des Hauses Savoyen das Königreich Italien, welches rapide industrialisiert wurde, 1878 zur Großmacht aufstieg und ab den 1880er Jahren ein Kolonialreich in Nord- und Ostafrika errichtete. Die kostspielige Teilnahme am Ersten Weltkrieg von 1915 bis 1918 führte zu schweren sozialen Unruhen und ebnete den italienischen Faschisten unter Benito Mussolini den Weg zur Macht. Das faschistische Regime herrschte von 1922 bis 1943/45 über Italien und führte 1940 das Land auf der Seite der Achsenmächte in den Zweiten Weltkrieg. Die Niederlage im Krieg führte zum Verlust der Kolonien und zu kleineren Gebietsabtretungen an die Nachbaarstaaten. Im Juni 1946 beendete eine Volksabstimmung die Monarchie und es kam zur Ausrufung der heutigen Republik.

Inhaltsverzeichnis

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herkunft des Wortes Italia ist unklar, reicht jedoch mindestens 3000 Jahre zurück.[7] Bekannt ist, dass dieser Name für eine kleine Region an der Südspitze Italiens stand und zunächst auf den südlichen Apennin, später auf die ganze Halbinsel übertragen wurde. Linguisten und Historiker haben dazu mehrere Hypothesen aufgestellt, eine davon besagt, dass das Wort vom antiken Volk der Italiker (Italus) abstammt, dessen Bezeichnung vom Wort „vitulus“ herrührt, welches übersetzt „Kalb“ bedeutet.[8]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italien liegt auf einer von Nordwest nach Südost gerichteten Halbinsel. Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwas weniger als 1200 km.[9] Angrenzende Staaten sind Frankreich (Länge der gemeinsamen Staatsgrenze: 488 km), die Schweiz (734,2 km), Österreich (430 km), Slowenien (232 km) sowie die Enklaven San Marino (39 km) und die Vatikanstadt (3 km). Die Gesamtgrenze dehnt sich somit über knapp 2000 km aus. Italien besitzt mit Campione d’Italia eine von der Schweiz umgebene Exklave. Eine weitere Grenze ist die zu Kroatien (Seegrenze).

Morphologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gebirgszug des Apennins durchzieht das Land entlang der Längsachse und erreicht mit 2.912 m seine größte Höhe im Gran Sasso. Im Norden gehört ein großer Teil der Alpen zu Italien: Höchster Gipfel ist der Mont Blanc (Monte Bianco) mit 4.810 m,[10] an der Grenze zu Frankreich. Das höchste Bergmassiv, das vollständig auf italienischem Boden steht, ist der Gran Paradiso mit 4.061 m in den Grajischen Alpen.

Entlang der Westküste ziehen sich von Norden in Richtung Süden unter anderem die Italienische Riviera in Ligurien und den Golf von Neapel in Kampanien. Die Ostküste wird von Triest bis zum Gargano im Norden Apuliens (nach anderen Darstellungen: bis zur Straße von Otranto) als die italienische Adriaküste bezeichnet. Die gesamte Küstenlänge beträgt 7.600 km.[11]

Die Po-Ebene (ital. Pianura Padana) im Norden ist mit einer Fläche von 50.000 km² die größte Ebene Italiens.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hydrografisch gehört Italien fast ausschließlich zum Mittelmeer. Einzig das Tal des Lago di Livigno und der oberste Teil des Val d’Uina entwässern über Inn und Donau ins Schwarze Meer. Dorthin entwässert ebenfalls die Drau, die im Pustertal in Südtirol entspringt, sowie die Gailitz, die das Gebiet um Tarvis durchfließt. Ferner entwässert das Tal des Lago di Lei über den Rhein in die Nordsee. Die längsten Flüsse sind der Po (652 km), die Etsch (410 km) und der Tiber (405 km), gefolgt von der Adda und dem Oglio. Zu den größten italienischen Seen zählen der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See in Oberitalien sowie der Bolsenasee und der Trasimenische See in Mittelitalien.

Inseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sardinien von der Insel Tavolara aus gesehen

Zu Italien gehören die Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien sowie die Inselgruppen der Liparischen und Ägadischen Inseln nördlich sowie westlich von Sizilien. Rund um Sardinien liegen zahlreiche kleine Inseln, unter anderem Sant’Antioco, Asinara, San Pietro und die Inselgruppe La Maddalena. Die Pontinischen Inseln erstrecken sich vor der Küste Latiums. Im Tyrrhenischen Meer befinden sich zudem der Kampanische Archipel (darunter die Insel Capri) und der Toskanische Archipel (auch Elba). In der Adria liegen die Tremiti-Inseln. Die Pelagischen Inseln, zu denen auch Lampedusa gehört, und die Insel Pantelleria gehören geologisch bereits zu Afrika.

Vulkane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eruption des Ätna im Jahre 2002, fotografiert aus der ISS

Neben dem 1281 Meter hohen Vesuv auf dem Festland stehen auf italienischen Inseln zwei weitere bekannte Vulkane: der 3323 Meter hohe Ätna und der 926 Meter hohe Stromboli. Italien ist das Land mit den meisten aktiven Vulkanen auf dem europäischen Kontinent.[12]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima ist subtropisch mit teilweise sehr deutlichen Unterschieden in den verschiedenen Regionen.

Norditalien wird von den Alpen und dem toskanisch-emilianischen Apennin umsäumt, wodurch der Einfluss des Mittelmeeres auf das Klima eingeschränkt ist. Die Winter sind kühl, in den Städten der Po-Ebene kommt es mitunter zu leichtem Frost, gelegentlich kann auch Schnee fallen, der über Nacht oder einige wenige Tage liegen bleiben kann; in den Monaten November bis Januar gibt es in der Ebene häufig langanhaltende Perioden mit dichtem Nebel.[13] Die Sommer sind lang und heiß, die Luftfeuchtigkeit ist hoch.

Mittelitalien hat durch den Einfluss des Mittelmeeres mildere Winter und trockene, warme bis heiße Sommer. Etwa südlich des 45. Breitengrades sind verbreitet auch wilde Pinienbestände vorzufinden. Diese typische mediterrane Baumart verträgt kaum Temperaturen unter 0 °C und fängt sofort an, von unten her abzusterben, was davon zeugt, dass in diesen Gebieten so gut wie keine Fröste auftreten.

Mediterrane Landschaft auf Sizilien

Süditalien und die italienischen Inseln haben ein nahezu ganzjährig warmes, mediterranes Klima. Der Herbst kommt spät, die Winter sind feucht und mild mit Tagestemperaturen von 10 bis 15 °C und der Frühling setzt bereits zeitig ein (Mandelblüte ab Ende Januar). Im Sommer kann es sehr heiß werden, oftmals werden Temperaturen von über 40 °C erreicht. Aufgrund von geringen Niederschlagsmengen in den Sommermonaten sind Dürreperioden ein häufiges Problem in dieser Region.

In den Alpen und im Apennin herrscht aufgrund der Höhenlagen ein meist kaltes Gebirgsklima, die Sommer dort sind überwiegend mild.

Die mittlere jährliche Sonnenscheindauer beträgt im Norden rund 1250 Stunden, in der Mitte etwa 1700 Stunden (Rom≈1680 Std.) und steigt bis auf über 2000 Stunden ganz im Süden und auf Sizilien.[14]

Auf der Pala di San Martino im Trentino wurde im Dezember 2010 mit -48,3 °C ein neuer italienischer Kälterekord gemessen. Die Höchsttemperatur von 48,5 °C wurde am 10. August 1999 an der Wetterstation Catenanuova in der Provinz Enna auf Sizilien festgestellt. Dies ist zugleich die höchste bisher in Europa registrierte Temperatur.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der geologischen Verhältnisse kommt es immer wieder zu Erdbeben. Das heftigste Beben des 20. Jahrhunderts mit einer Stärke von 7,2 auf der Richterskala ereignete sich im Jahr 1908 in Messina und Reggio Calabria. Es starben rund 120.000 Menschen. 1915 forderte ein Erdbeben bei Avezzano in den Abruzzen 30.000 Menschenleben. Die süditalienische Region Irpinia wurde 1980 von mehreren starken Beben getroffen, deren Ausläufer von Portici bei Neapel bis nach Potenza in der Basilikata reichten; dabei starben 3000 Menschen. Am 31. Oktober 2002 kam es zu einem starken Beben in San Giuliano di Puglia (Region Molise): 30 Menschen, davon 27 Kinder, wurden in den Trümmern eines eingestürzten Schulgebäudes verschüttet. Das Erdbeben von Friaul 1976 forderte 965 Menschenleben. Am 6. April 2009 ereignete sich in L’Aquila ein schweres Erdbeben mit einer Stärke von 5,9 auf der Richterskala, das 298 Opfer forderte,[15] im August 2016 folgte im Gebiet von Amatrice ein ähnlich folgenreiches Beben.

Naturparks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 gab es in Italien 24 Nationalparks mit einer Gesamtfläche von rund 15.000 km². Der Nationalpark Gran Paradiso wurde als erster im Jahr 1922 eingerichtet. Größter Naturpark ist der Nationalpark Pollino, der sich über 1900 km² in den Regionen Kalabrien und Basilikata erstreckt. Darüber hinaus sind 134 Regionalparks eingerichtet worden, mit einer Fläche von 13.000 km². 2009 listete das Umweltministerium 871 aree naturali protette auf.[16]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Italiener

Italien hat etwa 60 Millionen Einwohner (Stand: April 2016) und rangiert damit in der Weltrangliste auf Platz 23, innerhalb der Europäischen Union liegt das Land auf dem vierten Rang hinter Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Mit einer Bevölkerungsdichte von knapp 200 Einwohnern pro km² zählt Italien innerhalb der Europäischen Union zu den Ländern mit einer hohen Bevölkerungsdichte.[17]

Stadt- und Landbevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rund 67 Prozent der Bevölkerung, vornehmlich im Norden, leben in Städten. Vor allem von 1950 bis 1960 herrschte eine starke Landflucht. Seit den 1980er Jahren hat sich dieser Trend zu Gunsten der Vororte und Kleinstädte umgekehrt (Suburbanisierung). In der Zeit von 1951 bis 1974 kam es darüber hinaus zu einer starken Binnenwanderung nach Norditalien: etwa vier Millionen Süditaliener wanderten in die Industriezentren im Norden ab.[18]

Die größten Metropolregionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Satellitenaufnahme von Neapel, unbesiedelte Gebiete sind rot gefärbt

Die Tabelle zeigt die zehn größten Metropolregionen.[19]

Rang Metropolregion Bevölkerung
(2007)
Fläche
in km²
Dichte
in Ew./km²
1. Mailand 8.047.125 8.362,1 965,6
2. Neapel 4.996.084 3.841,7 1.300,5
3. Rom 4.339.112 4.766,3 910,4
4. Venedig-Padua-Verona 3.267.420 6.679,6 489,2
5. Bari-Tarent-Lecce 2.603.831 6.127,7 424,9
6. Rimini-Pesaro-Ancona 2.359.068 5.404,8 436,5
7. Turin 1.997.975 1.976,8 1.010,7
8. Bologna-Piacenza 1.944.401 3.923,6 495,6
9. Florenz-Pisa-Siena 1.760.737 3.795,9 629,8
10. Messina-Catania-Syrakus 1.693.173 2.411,7 702,1

Lebenserwartung und Gesundheit, ärztliche Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italien hat eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt. Sie betrug im Jahr 2013 82,8 Jahre und lag folglich ungefähr vier Jahre über dem OECD-Durchschnitt von 78,6.[20] Die Lebenserwartung betrug für Frauen rund 83 Jahre, für Männer 78. Ungefähr 19 Prozent der Italiener waren älter als 65 Jahre.

Die Sterblichkeit durch Herz- und Kreislauferkrankungen lag 2006 bei 33 pro 10.000 Einwohner; sie lag bei den Männern bei 40,5, bei den Frauen bei 27,7.[21] Damit ist sie eine der am wenigsten auftretenden Todesursachen in ganz Europa. Knapp hinter dieser Symptomatik folgen Krebserkrankungen. 2006 lagen diese Werte bei 26,6, wobei Männer (37,3) deutlich häufiger daran verstarben als Frauen (19,4).[22] Extremwerte wiesen Vibo Valentia (19,4) und Lodi (33,6) auf. Auch liegen die Metropolen über dem Durchschnitt, vor allem Neapel (29); dann folgen Mailand (28,9), Rom (27,9), Genua (27,9) und Turin (27,2). Bei den Männern lag die Rate besonders hoch im Aostatal und in der Region Friaul-Julisch Venetien, bei den Frauen in der Provinz Trento.

Die Kindersterblichkeit lag in Italien 2005 bei 4,7  (OECD: 5,4 ‰).[23] Bei der Kindersterblichkeit konnte die Rate seit Mitte der 1990er Jahre auf 3,4 Tote auf 1000 Geborene innerhalb des ersten Jahres halbiert werden. Der Durchschnitt in Europa lag in diesem Jahr 2006 bei 4,7. Finnland, die Schweiz, Slowenien und Luxemburg lagen zwischen 2,6 und 1,8, Rumänien hingegen bei 11. Innerhalb Italiens hatte die Provinz Enna (7,4) den höchsten Wert, das Aostatal (0,8) den niedrigsten.[24]

Trotzdem lässt sich auch in Italien, wie in so gut wie allen OECD-Staaten, ein Anstieg des Anteils Übergewichtiger beobachten. So stieg dieser Wert von 7,0 Prozent im Jahr 1994 auf 9,9 Prozent im Jahr 2005 (in Deutschland lag diese Quote im selben Jahr bei 13,6 Prozent),[23] um seither bei etwa 10 Prozent zu stagnieren.

Der Anteil täglicher Raucher fiel im Vergleichszeitraum 1990 bis 2005 von 27,8 Prozent auf 22,3 Prozent (OECD: 24,3 Prozent).[23] Seit 10. Januar 2005 gilt außerdem ein generelles Rauchverbot in allen öffentlich zugänglichen Gebäuden. Auch der Alkoholkonsum ist rückläufig.

Italien verzeichnet seit dem Höhepunkt im Jahr 2002 einen Rückgang der Zahl der Ärzte pro 100.000 Einwohner. 2004 waren es noch 416,7 Ärzte, 2007 waren es nur noch 363,5. Nur in Ligurien stieg ihre Zahl von 514,7 auf 581,9, womit dort die Versorgung am dichtesten war. Mit 511,1 Ärzten folgte Latium. Im Süden lag nur Sizilien mit 425 über dem nationalen Durchschnitt.[25]

Schulwesen und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bildungssystem in Italien
Universität Bologna, Europas älteste Universität, gegründet im Jahr 1088
Universität La Sapienza in Rom, Europas größte Universität
Die Fakultät für Rechtswissenschaft an der Universität Catania auf Sizilien

Das Schulwesen Italiens ist – was den Aufbau und die Gliederung betrifft – durch große Einheitlichkeit gekennzeichnet. Die wesentlichen Bestimmungen für Unterricht und Erziehung sind in Mailand nicht anders als in Palermo. Unterschiede gibt es lediglich im Bereich der beruflichen Bildung, die zum Kompetenzbereich der einzelnen Regionen gehört. Das Schulsystem gliedert sich in folgende Stufen: Vorschule (scuola dell’infanzia, vormals scuola materna, drei Jahre, 3–6), Grundschule (scuola primaria, vormals scuola elementare, fünf Jahre, 6–11), Mittelschule (scuola secondaria di primo grado, vormals scuola media inferiore, drei Jahre, 11–14) und Oberschulen (scuola secondaria di secondo grado, vormals scuola media superiore, fünf Jahre, 14–19). Die staatlichen Oberschulen gliedern sich in Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsfachschulen. Im Bereich der Gymnasien gibt es einen humanistischen, einen naturwissenschaftlichen und einen neusprachlichen Zweig (liceo classico, scientifico, linguistico) sowie das so genannte Kunstgymnasium (liceo artistico). Die Fachoberschulen (istituto tecnico), die zur allgemeinen Hochschulreife und auch zu einem berufsqualifizierenden Abschluss führen, untergliedern sich in mehrere Ausbildungsrichtungen, in denen wiederum zahlreiche Spezialisierungen angeboten werden. Den Bereich der beruflichen Ausbildung decken einerseits die staatlichen Berufsfachschulen (istituto professionale) ab, an denen nach drei Jahren ein berufsqualifizierender Abschluss erlangt werden kann, nach zwei weiteren Jahren die Hochschulreife. Auf der anderen Seite stehen die von den italienischen Regionen unterhaltenen oder beaufsichtigten Berufsausbildungszentren (centro di formazione professionale)

Die Schulpflicht ist schrittweise angehoben worden. In der Vergangenheit betrug sie acht Jahre (6–14), womit die Grund- und Mittelschule zur Pflichtschule (scuola dell’obbligo) wurde. Ende der 1990er Jahre erfolgte eine Anhebung auf neun Jahre. 2004 wurde dann eine zwölfjährige Schul- und Berufsausbildungspflicht eingeführt. Diese kann nach Abschluss der Mittelschule entweder durch den Besuch der staatlichen Oberschulen oder der regionalen Berufsschulen erfüllt werden. Alternativ kann auch eine betriebliche Ausbildung durchgeführt werden, wobei auch Kurse an regionalen Berufsschulen zu absolvieren sind. Werden die Ausbildungsgänge an regionalen Berufsausbildungszentren mit einer Staatsprüfung abgeschlossen, steht der Weg zum beruflichen Abitur frei. Wer vor Vollendung des 18. Lebensjahres einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss erreicht, ist von der zwölfjährigen Schul- und Ausbildungspflicht freigestellt.

Italien hat in der Fremdsprachenausbildung bedeutende Fortschritte gemacht: Englisch wird bereits in der Grundschule unterrichtet, eine zweite lebende Fremdsprache kann ab der Mittelschule (ab dem 6. Schuljahr) zusätzlich erlernt werden. Die fünfjährigen Gymnasien sehen daneben i. d. R. Lateinunterricht vor, beim altsprachlichen Liceo Classico kommt noch Altgriechisch dazu.

Die PISA-Studien erteilten der italienischen Schule insgesamt ein relativ schlechtes Zeugnis. 2009 erreichte Italien in der Lesekompetenz 486 Punkte, in Mathematik 483 und in den Naturwissenschaften 489 Punkte. Allerdings besteht in Italien auch im Schulwesen ein scharfes Nord-Süd-Gefälle: So erreichte die Region Lombardei in den Naturwissenschaften 526 Punkte, Kalabrien hingegen nur 443. Im Jahr 2012 konnte sich Italien unwesentlich verbessern, die regionalen Unterschiede blieben jedoch weiterhin fast unverändert. Die PISA-Ergebnisse an deutschsprachigen Schulen in Südtirol in Lesekompetenz (503), Mathematik (513) und Naturwissenschaften (530) waren überdurchschnittlich.[26]

Das Hauptgebäude der Scuola Normale Superiore in Pisa

Im Hochschulbereich gibt es, anders als in den deutschsprachigen Ländern, keine eigenständigen Fachhochschulen. In der Folge ist die Quote der Menschen mit Hochschulabschluss geringer als anderswo in der Europäischen Union und liegt bei etwa 15 Prozent.[27] Mit dem Bologna-Prozess entstand auch an italienischen Universitäten die Unterteilung in ein dreijähriges Bachelorstudium (laurea triennale oder laurea breve) mit nachfolgendem zweijährigem Masterstudiengang (laurea magistrale, vormals laurea specialistica). Jura wird als fünfjährige laurea magistrale angeboten. Was die Hochschuleinrichtungen angeht, kann man folgende Unterscheidungen treffen:

  • Università: Universitäten im klassischen Sinn;
  • Politecnici: Technische Universitäten;
  • Scuole superiori: Eliteuniversitäten, die begabte Studierende fördern. Die bekannteste ist die Scuola Normale Superiore in Pisa, meist nur Normale genannt, die von Napoleon gegründet wurde.
  • Istituti di alta formazione artistica e musicale: Kunst- und Musikhochschulen, die keine eigentlichen Universitäten sind, aber zur höheren Bildung gehören;
  • Istruzione e formazione tecnica superiore: das höhere Berufsbildungswesen.

67 der 95 Universitäten[28] in Italien sind staatlich.[29] Bekannteste Privat-Universitäten sind die Bocconi in Mailand und die LUISS in Rom. Die Universität Bologna ist die älteste Hochschule der Welt, sie wurde im Jahr 1088 gegründet. Insgesamt sind 1.809.186 Studenten an italienischen Hochschulen eingeschrieben.[30] 1960/61 waren es nur 217.000. Die Universität La Sapienza in Rom ist die größte Italiens und europaweit, mit nahezu 140.000 Studierenden.

Relativ neu ist auch der Ausbau der Alten- und Volkshochschulen (università per la terza età).

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lateranbasilika ist die Bischofskirche von Rom und eine der vier Papstbasiliken Roms

Italien ist ein katholisch geprägtes Land, das eine hohe Dichte an katholischen Institutionen aufweist. Im Jahr 2000 bestanden 227 Diözesen, es amtierten 252 Bischöfe, davon 224 Orts- und 26 Weihbischöfe. Artikel 7 der Verfassung Italiens regelt das Verhältnis zwischen Staat und katholischer Kirche.[31] Die römisch-katholische Kirche in Italien ist traditionell einflussreich, was früher mit einer hohen Zahl an Priestern korrelierte. Neben 34.300 Diözesan- zählte man um das Jahr 2005 21.450 Ordenspriester.[32] Seit langem sinkt die Zahl der Priester. Lag sie 1871 noch bei 109.688[33] so sank sie allein zwischen 1991 und 2004 von 57.200 auf 51.600, die der Ordensmänner von 5.000 auf 3.500, die der Ordensfrauen von 125.800 auf 102.300.[34]

51 Millionen (85 Prozent) der in Italien lebenden Menschen bekannten sich 2008 zum römisch-katholischen Glauben. Die zweitgrößte christliche Glaubensgemeinschaft war demnach die Orthodoxe Kirche in Italien mit 1.187.130 Anhängern. Deren Anteil ist durch die Einwanderung von Rumänen deutlich gestiegen. Die drittgrößte christliche Religionsgemeinschaft stellen Jehovas Zeugen dar, deren Zahl auf mindestens 250.000[35] geschätzt wird. Sie ist zugleich die größte Gemeinde Europas dieser christlichen Sondergemeinschaft.[36] Zu protestantischen Religionsgemeinschaften (u. a. Waldenser und Baptisten) fühlten sich circa 550.000 Menschen zugehörig.

In Italiens Hauptstadt Rom befindet sich die Enklave des Staates Vatikanstadt, welches das Zentrum der römisch-katholischen Kirche ist. Der Papst ist zugleich dessen Staatsoberhaupt, das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und der Bischof von Rom. Der Heilige Stuhl als nichtstaatliches, eigenständiges, vom Staat Vatikanstadt zu unterscheidendes Völkerrechtssubjekt vertritt den Zwergstaat auf internationaler Ebene.

Unter den Nichtchristen waren Muslime, zum großen Teil Einwanderer aus muslimischen Ländern, mit 1.293.704 die größte Glaubensgemeinschaft (siehe auch Islam in Italien). Zudem lebten in Italien 197.931 Buddhisten und 108.950 Hindus. Die Jüdische Gemeinschaft[37] zählt etwa 45.000, als unmittelbare Angehörige einer Gemeinde galten 2009 allerdings nur 24.400 Mitglieder.[38]

Vier Millionen Menschen bekannten sich 2008 zu keiner Konfession.[39]

Laut einer repräsentativen Umfrage des Eurobarometers glaubten im Jahr 2005 74 % der Menschen in Italien an Gott, 16 % glaubten an eine spirituelle Kraft. 6 % Prozent der Befragten glaubten weder an einen Gott noch an eine andere spirituelle Kraft, 3 % waren unentschlossen.[40][41]

Sprachen und Dialekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Italienische Sprache
Die italienische Sprache weltweit
  • Muttersprache
  • Verwaltungssprache
  • Zweit- oder Verkehrssprache
  • Italophone Minderheit

Neben der staatlichen Amtssprache Italienisch gibt es die regionalen Amtssprachen Deutsch und Ladinisch in Trentino-Südtirol, Französisch im Aostatal sowie Slowenisch in Friaul-Julisch Venetien.

Darüber hinaus sieht ein staatliches Gesetz aus dem Jahr 1999[42] den Schutz folgender Minderheitensprachen vor:

Bisher ist dieses Gesetz bis auf einige Ausnahmen nicht umgesetzt worden. Die Einrichtung von mehrsprachigen Ämtern, der muttersprachliche Schulunterricht und die Förderung von Radio- und Fernsehprogrammen, wie sie das Gesetz vorsieht, sind nicht verwirklicht worden. Nur in der Ortsnamensgebung sind einige Fortschritte gemacht worden: So tragen zahlreiche Verkehrsschilder im Friaul auch die furlanische Bezeichnung, während auf Sardinien neben dem italienischen gegebenenfalls auch der sardische Ortsname steht. In den Schulen des Friauls ist es zudem möglich, Unterricht in furlanischer Sprache zu nehmen.

Fersentalerisch und Zimbrisch sind bairische Mundarten, die in einigen Sprachinseln in Nordostitalien verbreitet sind. Im Trentino werden sie als Minderheitensprachen geschützt. In einigen Alpentälern im Nordwesten wird der höchstalemannische Dialekt der Walser gesprochen, der in der autonomen Region Aostatal anerkannt ist und gefördert wird.

Darüber hinaus werden in Italien zahlreiche Dialekte des Italienischen gesprochen. Diese können in drei große Dialektgruppen unterschieden werden:[43]

Die Anerkennung der Dialekte als eigenständige Sprachen ist in der Sprachwissenschaft umstritten, ebenso in der Politik. Die Verkehrsbeschilderung einiger Gemeinden, besonders jener, die von der Lega Nord verwaltet sind, ist zum Beispiel um die mundartliche Bezeichnung des Ortes erweitert worden.

Einwanderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Herkunftsland Anzahl
1 RumänienRumänien Rumänien 1.132.000
2 AlbanienAlbanien Albanien 490.000
3 MarokkoMarokko Marokko 450.000
4 China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 266.000
5 UkraineUkraine Ukraine 226.000
6 PhilippinenPhilippinen Philippinen 168.000
7 IndienIndien Indien 148.000
8 MoldawienMoldawien Moldawien 147.000
9 BangladeschBangladesch Bangladesch 115.000
10 PeruPeru Peru 110.000
Quelle: ISTAT (31. Dezember 2014).[44]

Die Anzahl der in Italien wohnhaften Ausländer nimmt seit den 1990er Jahren konstant zu. Laut dem nationalen Statistikinstitut ISTAT waren zum 31. Dezember 2014 5.014.437 ausländische Staatsbürger in Italien wohnhaft, was 8,2 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht.

Zudem leben in Italien rund 120.000 Roma, von denen 70.000 Staatsbürger sind.

Die „illegalen Einwanderer“ sind in der Statistik nicht berücksichtigt. Die OECD rechnet mit 500.000 bis 750.000, die Caritas geht davon aus, dass sich eine Million Ausländer ohne Aufenthaltsberechtigung im Land befinden.[45] Damit würden sich in Italien bis zu 6 Millionen Ausländer aufhalten.

Die meisten Einwanderer sind im Norden und im Zentrum Italiens angesiedelt, dort machen sie einen Anteil von 10,1 Prozent bzw. 9,7 Prozent an der Bevölkerung aus. In den süditalienischen Regionen liegt der Ausländeranteil bei 2,9 Prozent.[46] Die Städte mit dem größten Anteil an Ausländern waren im Jahr 2009: Rom (242.725), Mailand (181.393), Turin (114.710), Genua (42.744), Florenz (40.898), Bologna (39.480), Verona (34.465), Brescia (31.512), Padua (25.596), Neapel (24.384), Reggio Emilia (24.401), Prato (24.153), Venedig (23.928) und Modena (22.857).[47]

Italiener im Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anzahl der Auswanderer nach Herkunftsregion in den Zeiträumen 1876–1900 bzw. 1901–1915

Zwischen 1876 und 1915 war Italien von einer der größten Auswanderungswellen betroffen. Schätzungsweise 14 Millionen Bürger verließen das Land, um hauptsächlich in Amerika – in den Vereinigten Staaten als Arbeiter, in Argentinien und Brasilien als Landwirte – ihr Glück zu suchen. Bei einer Einwohnerzahl zur Jahrhundertwende von 33 Millionen entspricht dies fast einem Drittel der Bevölkerung. 1913 war das Jahr mit der höchsten aufgezeichneten Auswanderungszahl: Über 870.000 Italiener verließen ihre Heimat.[48]

Die faschistische Diktatur versuchte der Auswanderung entgegenzuwirken, konnte aber nicht verhindern, dass weitere 2,6 Millionen Italiener das Land verließen. Vor allem Argentinien und Frankreich waren zwischen den Weltkriegen bevorzugte Auswanderungsländer, zumal die Vereinigten Staaten und Brasilien strengere Einwanderungsregeln eingeführt hatten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete sich die Auswanderung zunehmend in Richtung europäischer Staaten. Viele, die vorübergehend als Gastarbeiter nach Belgien, Deutschland, Frankreich, in die Schweiz gegangen waren, ließen sich auf unbestimmte Zeit in ihren Gastländern nieder.

Im konsularischen Personenregister sind nach wie vor 4.106.640 Auslandsitaliener registriert. Die folgende Tabelle weist jene Länder (außer Italien) aus, in denen die meisten italienischen Staatsbürger wohnhaft sind.

Im Ausland wohnende italienische Staatsbürger dürfen bei den Parlamentswahlen in Italien wählen und sind durch zwölf Abgeordnete und sechs Senatoren vertreten. Zudem dürfen sie an den nationalen Volksabstimmungen teilnehmen.

Staaten mit den meisten italienischen Staatsangehörigen
Staat Einwohnerzahl
ArgentinienArgentinien Argentinien 659.655
DeutschlandDeutschland Deutschland 648.453
SchweizSchweiz Schweiz 533.821
FrankreichFrankreich Frankreich 343.197
BrasilienBrasilien Brasilien 297.137
BelgienBelgien Belgien 251.466
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 199.284
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 187.363
VenezuelaVenezuela Venezuela 124.133
AustralienAustralien Australien 122.863
KanadaKanada Kanada 121.465
SpanienSpanien Spanien 104.637
UruguayUruguay Uruguay 90.231
ChileChile Chile 48.966
NiederlandeNiederlande Niederlande 32.730
andere Staaten 341.239
Quelle: Italienisches Außenministerium[49]
Staaten mit größter Anzahl an
Italienischstämmigen
Staat Italienischstämmig Anteil der Bevölkerung
ArgentinienArgentinien Argentinien 25 Millionen (ca. 60 Prozent)[50][51]
BrasilienBrasilien Brasilien 25 Millionen (ca. 13–14 Prozent)[52][53]
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 17,8 Millionen (ca. 6 Prozent)[54]
FrankreichFrankreich Frankreich 3,5 Millionen (ca. 5 Prozent)[55]
VenezuelaVenezuela Venezuela 1.7 Millionen (ca. 6 Prozent)[56]
KanadaKanada Kanada 1,5 Millionen (ca. 4,5 Prozent)[57]
UruguayUruguay Uruguay 1 Million (ca. 29 Prozent)[51]
AustralienAustralien Australien 850.000 (ca. 4 Prozent)[58]
ChileChile Chile 800.000 (< 5 Prozent)[51]
DeutschlandDeutschland Deutschland 650.000 – 700.000 (< 1 Prozent)
SchweizSchweiz Schweiz 550.000 – 700.000 (ca. 8 Prozent)
PeruPeru Peru 500.000 (ca. 3 Prozent)[59]
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 300.000 – 500.000 (< 1 Prozent)
BelgienBelgien Belgien 290.000 (ca. 3 Prozent)[60]
Costa RicaCosta Rica Costa Rica 120.000 (ca. 3 Prozent)
ParaguayParaguay Paraguay 100.000 (ca. 1,5 Prozent)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ur- und Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paleoveneti, elmo pilaeto e decorato a incisione, da oppeano (VR), V sec ac..JPG The Chimera of Arezzo, c. 400 BC, found in Arezzo, an ancient Etruscan and Roman city in Tuscany, Museo Archeologico Nazionale, Florence (22636282885).jpg
Venetischer Helm
(4. Jahrhundert v. Chr.)
Chimäre von Arezzo
(5. Jahrhundert v. Chr.)

Die Geschichte Italiens im Sinne einer menschlichen Besiedlung der Apennin-Halbinsel und der sie umgebenden Inseln lässt sich 1,3 bis 1,7 Millionen Jahre zurückverfolgen, wobei der moderne Mensch vor etwa 43.000 bis 45.000 Jahren in Italien auftrat und noch mehrere Jahrtausende neben dem Neandertaler lebte. Bis ins 6. Jahrtausend v. Chr. bildeten Jagd, Fischfang und Sammeln die Grundlagen der Existenz. Etwa 6100 v. Chr. brachten erste Gruppen von außerhalb der Halbinsel, wohl über See aus Südanatolien und dem Nahen Osten, die Landwirtschaft mit, die Jäger und Sammler verschwanden. Im 2. Jahrtausend setzte eine Entwicklung ein, die aus den Dörfern frühe stadtähnliche Siedlungen machte, und die Gesellschaften wiesen erstmals deutliche Spuren von Hierarchien auf.

Die durch Schriftquellen belegte Geschichte Italiens beginnt erst nach der Besiedlung durch italische Völker. Neben ihnen erlebte die Kultur der Etrusker, deren Herkunft ungeklärt ist, um 600 v. Chr. ihre Blütezeit. Im 8. Jahrhundert v. Chr. hatte die griechische Kolonisation des süditalienischen Festlandes und Siziliens begonnen, an der Westküste der Insel siedelten Phönizier. Diese Kolonien gehörten später zu Karthago.

Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kolosseum in Rom; erbaut 80 n. Chr.
Das Römische Reich um 117 n. Chr.

Schon in vorrömischer Zeit war Italien, vor allem Mittel- (Etrurien) und Süditalien (Magna Graecia), ein wichtiges europäisches Kulturzentrum. Ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. setzte die Expansion Roms ein, 146 v. Chr. wurden Korinth und Karthago zerstört, die Eroberung des Mittelmeerraums, später auch von Teilen Mittel- und Nordeuropas brachte kulturelle Einflüsse und Menschen aus dem gesamten Reich und den angrenzenden Gebieten nach Italien. Die Halbinsel bildete das Zentrum des Römischen Reiches und blieb es mit Einschränkungen bis zum Untergang Westroms um 476. Dabei verwandelte sich die agrarische Wirtschaftsbasis, die anfangs aus Bauern bestanden hatte, zu einem System weiträumiger Latifundien auf der Basis von Sklavenarbeit. Ein dichtes Straßennetz verband die expandierenden Städte, dank dessen der Warenaustausch, aber auch die Abhängigkeit von externen Gütern, wie Weizen und Olivenöl aus Nordafrika, anwuchsen. In der Spätantike erschienen neben der Sklaverei und den freien Bauern auf dem Land Formen der Bindung an den Boden, wie das Kolonat, wenngleich noch um 500 zwischen freien und unfreien Kolonen unterschieden wurde (Kolonenedikt des Anastasius). Im 4. Jahrhundert setzte sich das Christentum als Staatsreligion durch.

Über Jahrhunderte war es schließlich der Mittelpunkt des Römischen Reiches. 41 v. Chr. wurde das italische Kernland, das zuvor bis zum Rubikon bei Rimini reichte, um die Provinz Gallia Cisalpina erweitert. Sizilien und Sardinien (sowie Korsika) wurden erst im Zuge von Kaiser Diokletians Gebietsreform dem Mutterland Italien (Dioecesis Italiae) angegliedert.

Siehe auch: Römisches Reich

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Piazza San Marco in Venedig

Nach dem Einfall der Goten und der Langobarden (410 bzw. 568) zersplitterte das Land in eine Reihe von Herrschaftsgebieten. Im 8. und 9. Jahrhundert, besonders unter Pippin und Karl dem Großen, dominierten die Franken, doch entwickelte sich unter den Nachfolgern Karls ein eigenes Königreich Italien. Seit Otto dem Großen gehörte Italien überwiegend zum Heiligen Römischen Reich (Reichsitalien), der Süden blieb dabei lange byzantinisch. Jedoch eroberten zunächst Araber ab dem Jahr 827 Sizilien und Teile Süditaliens.

Im 11. Jahrhundert erfolgte über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten die normannische Eroberung Süditaliens. Durch den Aufschwung von Handel und Verkehr gewannen insbesondere die Städte Norditaliens im 11. Jahrhundert zunehmende Selbstständigkeit. Die Normannen und zahlreiche Städte Oberitaliens unterstützten während des Investiturstreits zwischen 1076 und 1122 den Papst. Mit dem Untergang der Dynastie der Staufer scheiterten 1268 deren Versuche, die schwindende Reichsgewalt in Italien zu erneuern, obwohl Heinrich VI. das unteritalienische Normannenreich durch Heirat gewonnen hatte. Den Süden beherrschte ab 1268 die französische Dynastie der Anjou. Der Norden zerfiel in eine Reihe von formal dem Heiligen Römischen Reich zugehörigen, im Übrigen jedoch selbstständigen Städten mit ihrem Umland.

Im 14. und 15. Jahrhundert, dem Zeitalter der Renaissance, entstanden Mächte mit enormem wirtschaftlichem und kulturellem Vorsprung. Fünf Mächte – die Stadtstaaten Mailand, Florenz und Venedig sowie das süditalienische Königreich Neapel und der Kirchenstaat – teilten sich in wechselnden Koalitionen politische Macht und Ressourcen der italienischen Halbinsel.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italien um 1494

16. bis 18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Niedergang Italiens begann unmittelbar nach der Entdeckung Amerikas, mit der Verlagerung des Handels in die Überseekolonien westeuropäischer Staaten, auch angesichts der osmanischen Kontrolle über das Mittelmeer. Politisch wurde Italien zum Spielball fremder Mächte. Im 16. Jahrhundert kämpften Frankreich und Spanien um die Vormachtstellung auf der Halbinsel. Die Schlacht bei Pavia (1525) besiegelte die Vorherrschaft Spaniens, das sich die unmittelbare Kontrolle Süditaliens und der Lombardei sichern konnte. 1797 wurde aus den Staaten der Cispadanischen Republik und der Transpadanischen Republik die Cisalpinische Republik gebildet, die bis 1805 bestand.

1796 übernahmen französische Revolutionstruppen die Macht (Italienfeldzug). 1805 krönte sich Napoleon in Mailand zum König von Italien (Königreich Italien). Nach dem Ende seiner Herrschaft fiel Italien in den Einflussbereich des österreichischen Kaiserreiches. Vom 16. bis hinein ins 19. Jahrhundert stand der Großteil Italiens somit unter Fremdherrschaft.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garibaldi (links) trifft am 26. Oktober 1860 bei Teano auf König Vittorio Emanuele II. (rechts)

Die italienische Nationalbewegung im 19. Jahrhundert wird oft als Risorgimento bezeichnet. Unter Führung der Dynastie der Savoyer, Könige von Sardinien-Piemont, angetrieben durch die Freiwilligenverbände unter Giuseppe Garibaldi, gelang in drei Unabhängigkeitskriegen (1848 bis 1870) die Vereinigung Italiens. Am 17. März 1861 wurde Viktor Emanuel II. in Turin zum König Italiens ausgerufen (Königreich Italien). 1865 wechselte die Hauptstadt nach Florenz. 1866 kamen mit dem dritten Unabhängigkeitskrieg auch das österreichische Venetien sowie das Friaul zum Königreich Italien. Rom wurde im September 1870 eingenommen und 1871 zur Hauptstadt des Landes. Darüber hinaus versuchte Italien als Kolonialmacht Fuß zu fassen, am Horn von Afrika (Kolonie Eritrea ab 1890; Äthiopien) und in Libyen (siehe auch Italienische Kolonien). Viele andere europäische Mächte blickten damals auf eine lange Kolonialgeschichte zurück; Italien dagegen hatte (wie auch das Kaiserreich Deutschland) 1871 noch keine Kolonien.

Erster Weltkrieg, Faschismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italien nach dem Vertrag von St. Germain

Italien trat, obwohl Mitglied des Dreibunds (mit dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn), 1915 der Entente bei. Nachdem diese im Londoner Geheimvertrag territoriale Zugewinne zusagte (siehe Italiens Kriegsziele), konnte das Königreich auf der Seite der Siegermächte Julisch Venetien, Istrien, das Trentino sowie das deutschsprachige Südtirol annektieren.

Im Oktober 1922 übernahmen Benito Mussolini und seine Gefolgsleute (Fascisti) durch den Marsch auf Rom die Macht. Schritt für Schritt wandelte Mussolini das Königreich in einen totalitären Staat um und setzte sich selbst als „Duce“ (Führer) an die Spitze von Volk und Staat. Am 3. Oktober 1935 überfiel Italien das Kaiserreich Abessinien (heute Äthiopien) und annektierte das Land. Diese völkerrechtswidrige Besetzung war Teil von Mussolinis erklärtem Ziel, das antike Römische Reich wieder aufleben zu lassen. Durch verschiedene Abkommen band sich Mussolini an das Deutsche Reich und Adolf Hitler (z. B. Stahlpakt Mai 1939). Schließlich trat Italien im Juni 1940 auf der Seite der Achsenmächte (Achse Berlin-Rom-Tokio), nach Zögern des Duce, in den Zweiten Weltkrieg ein.

Am 10. Juli 1943 begann der Italienfeldzug der Westalliierten; unter dem Eindruck dieser Niederlagen wurde Mussolini vom Faschistischen Großrat am 25. Juli 1943 mit einfacher Mehrheit abgesetzt und gefangen genommen. König Viktor Emanuel III., dessen Tochter Mafalda im KZ Buchenwald ums Leben kam, übernahm den Oberbefehl über die Streitkräfte und beauftragte Marschall Pietro Badoglio, eine Militärregierung zu bilden. Badoglio erklärte die faschistische Partei und ihre Gliederungen per Gesetz für aufgelöst. Am 8. September schloss die Regierung Badoglio mit den Alliierten den Waffenstillstand von Cassibile. Italien trat aus dem Dreimächtepakt aus. Der Krieg hatte Italien seit 1940 etwa 198.500 Menschenleben gekostet.[61]

Der folgende Einmarsch der deutschen Wehrmacht („Fall Achse“) stieß auf den Widerstand der Resistenza. Das Deutsche Reich versuchte die „Schwarzhemden“ wieder an die Macht zu bringen und ließ dazu Mussolini am 12. September 1943 im Unternehmen Eiche befreien. Norditalien wurde bis nach Rom von deutschen Truppen besetzt und in diesem Gebiet eine Regierung unter Mussolini eingesetzt, die die Italienische Sozialrepublik (Republik von Salò) proklamierte. Diese Parallelregierung blieb mit Deutschland verbündet, erklärte ihrerseits dem von den Alliierten besetzten Teil Italiens den Krieg und führte in Norditalien Krieg gegen italienische Partisanen.

In der Folge wurde vor allem Mittelitalien durch schwere Kämpfen entlang der vorrückenden Front verwüstet. Die Zivilbevölkerung wurde zum Ziel deutscher Repressalien (→ Deutsche Kriegsverbrechen in Italien). Daraufhin erklärte die italienische Regierung von Pietro Badoglio Deutschland am 13. Oktober 1943 den Krieg, der sich die letzten 18 Monate bis zum Ende des Krieges hinzog. Als sich die deutschen Verbände im Juni 1944 bis zur „Gotenlinie“ im Apennin zurückzogen und italienische Partisanen ihre Überfälle auf deutsche Soldaten verstärkten, kam es zu weiteren Massakern an der Zivilbevölkerung (z. B. in Sant'Anna di Stazzema und Marzabotto) und weiteren schweren Kriegsverbrechen durch die deutschen Besatzer und Truppen der faschistischen Sozialrepublik. Am 29. April bzw. 2. Mai 1945 kapitulierte die Heeresgruppe C vor den Westalliierten.

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Kriegsende verlor Italien sämtliche Kolonien – eine Ausnahme bildete Italienisch-Somaliland insofern, als die Verwaltungskontrolle dieser ehemaligen Kolonie 1950 von der UNO noch einmal für zehn Jahre an Italien gegeben wurde. Das italienische Mutterland blieb von größeren Gebietsabtretungen verschont (abgetreten wurden der Großteil von Julisch Venetien an Jugoslawien bzw. das heutige Slowenien und Kroatien, der italienische Dodekanes an Griechenland, die Gemeinden Tende und La Brigue an Frankreich).

Eine verfassungsgebende Versammlung beschloss die neue Costituzione della Repubblica Italiana am 22. Dezember 1947. Diese Verfassung trat zum 1. Januar 1948 in Kraft.

Die Nachkriegsgeschichte Italiens zeichnet sich innenpolitisch durch häufige Regierungswechsel, allerdings bis 1990 vier Jahrzehnte unter Führung oder Hauptbeteiligung der Democrazia Cristiana (Christdemokraten), außenpolitisch durch die Gründungsmitgliedschaft in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und wirtschaftlich durch das Wirtschaftswunder (miracolo economico) aus. Nach Jahrzehnten hoher Inflation (die Lira verlor einen Großteil ihres Wertes) wurde in den 1990er Jahren die Neuverschuldung deutlich gebremst, um die Maastricht-Kriterien zu erfüllen und den Euro als Währung einführen zu können.

Anfang der 90er Jahre wurde die politische Elite des Landes vom Korruptionsskandal Tangentopoli und den Aufklärungsmaßnahmen der juristischen Untersuchungen der Mani pulite ausgetauscht.

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matteo Renzi November 2014.jpg Presidente Sergio Mattarella.jpg
Amtierender italienischer Ministerpräsident
Matteo Renzi
Amtierender italienischer Staatspräsident
Sergio Mattarella

Von etwa 1994 bis Ende 2011 wurde die Politik Italiens von Parteienbündnissen um Silvio Berlusconi sowie wechselnden Mitte-links-Koalitionen bestimmt. 2011 wurde Mario Monti sein Nachfolger, insbesondere infolge der seit 2009 schwelenden Eurokrise und der als zu hoch kritisierten Staatsverschuldung Italiens, und bildete ein Kabinett von parteilosen Fachleuten (Kabinett Monti). Ihm folgte das Kabinett Letta (28. April 2013 bis zum 22. Februar 2014) und diesem das Kabinett Renzi unter Matteo Renzi.[62]

Recht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Recht Italiens

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politisches System[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Politisches System Italiens
Giuramento Mattarella Montecitorio.jpg Quirinale Cortile Interno.jpg
Die Abgeordnetenkammer Camera dei deputati im
Palazzo Montecitorio
Der Quirinalspalast in Rom,
Amtssitz des Präsidenten
der Italienischen Republik

Italien ist seit 1946 eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident, das Parlament besteht aus zwei Kammern (Abgeordnetenkammer und Senat), die alle fünf Jahre gewählt werden und absolut gleichberechtigt sind. Daneben gibt es vom Staatspräsidenten ausgezeichnete verdiente Persönlichkeiten, die als Senatoren auf Lebenszeit dem Senat angehören. Auch die früheren Staatspräsidenten sind Senatoren auf Lebenszeit. Regierungschef ist der Ministerpräsident, seit Februar 2014 Matteo Renzi.

Zudem ist Italien Mitglied in mehreren überstaatlichen Organisationen. Mit dem 4. April 1949 erfolgte der Beitritt zur NATO. Seit dem 14. Dezember 1955 gehört Italien den Vereinten Nationen an. Zudem ist das Land Gründungsmitglied der Europäischen Union am 1. Januar 1952. Italien hat die viertgrößte Wirtschaft der EU und die achtgrößte der Welt.[63]

Politische Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italien ist politisch in 20 Regionen (regioni) mit jeweils eigener Regierung gegliedert. Diese Regionen sind in insgesamt 92 Provinzen (province) und 14 Metropolitanstädte (città metropolitane) unterteilt. Provinzen und Metropolitanstädte untergliedern sich in insgesamt 8.047 Gemeinden (comuni).[64]

Regionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Italienische Regionen

Die italienischen Regionen verfügen über eine als Statut bezeichnete Landesverfassung. Fünf Regionen haben ein Sonderstatut (statuto speciale), das ihnen eine große Autonomie gewährt; diese sind in der folgenden Liste mit einem Stern markiert.

Provinz Cuneo Metropolitanstadt Turin Provinz Asti Provinz Alessandria Provinz Vercelli Provinz Biella Provinz Verbano-Cusio-Ossola Provinz Novara Provinz Pavia Provinz Lodi Provinz Cremona Provinz Mantua Provinz Brescia Provinz Bergamo Provinz Monza und Brianza Metropolitanstadt Mailand Provinz Varese Provinz Como Provinz Lecco Provinz Sondrio Provinz Rimini Provinz Forlì-Cesena Provinz Ravenna Provinz Ferrara Metropolitanstadt Bologna Provinz Modena Provinz Reggio Emilia Provinz Parma Provinz Piacenza Grosseto Provinz Siena Provinz Arezzo Provinz Prato Metropolitanstadt Florenz Provinz Pisa Provinz Livorno Provinz Lucca Provinz Pistoia Provinz Massa-Carrara Provinz La Spezia Metropolitanstadt Genua Provinz Savona Provinz Imperia Südtirol Trentino Provinz Pordenone Provinz Udine Provinz Gorizia Provinz Triest Metropolitanstadt Venedig Provinz Verona Provinz Rovigo Provinz Padua Provinz Vicenza Provinz Treviso Provinz Belluno Provinz Sassari Provinz Oristano Provinz Nuoro Provinz Süd-Sardinien Metropolitanstadt Cagliari Provinz Trapani Metropolitanstadt Palermo Provinz Agrigent Provinz Caltanissetta Metropolitanstadt Messina Provinz Enna Provinz Ragusa Metropolitanstadt Catania Provinz Syrakus Provinz Vibo Valentia Metropolitanstadt Reggio Calabria Provinz Catanzaro Provinz Crotone Provinz Cosenza Provinz Potenza Provinz Matera Provinz Foggia Provinz Barletta-Andria-Trani Metropolitanstadt Bari Provinz Tarent Provinz Brindisi Provinz Lecce Provinz Caserta Metropolitanstadt Neapel Provinz Benevento Provinz Salerno Provinz Avellino Provinz Campobasso Provinz Isernia Provinz Viterbo Provinz Rieti Provinz Frosinone Metropolitanstadt Rom Hauptstadt Provinz Latina Provinz Chieti Provinz Pescara Provinz Teramo Provinz L'Aquila Provinz Terni Provinz Perugia Provinz Pesaro-Urbino Provinz Ancona Provinz Macerata Provinz Fermo Provinz Ascoli Piceno Aostatal San Marino Vatikanstadt Algerien Tunesien Malta Montenegro Bosnien und Herzegowina Kroatien Slowenien Ungarn Schweiz Österreich Schweiz Monaco Frankreich Frankreich Frankreich
Administrative Gliederung Italiens
Region Hauptstadt Einwohner Fläche (km²) Einw./km²
Lombardei Lombardei Mailand 9.781.682 23.863 408
Kampanien Kampanien Neapel 5.815.251 13.590 428
Latium Latium Rom 5.650.977 17.236 326
Sizilien Sizilien * Palermo 5.037.499 25.711 196
Venetien Venetien Venedig 4.899.371 18.399 266
Piemont Piemont Turin 4.440.226 25.402 174
Emilia-Romagna Emilia-Romagna Bologna 4.357.164 22.446 194
ApulienApulien Apulien Bari 4.079.638 19.358 211
Toskana Toskana Florenz 3.720.366 22.994 161
Kalabrien Kalabrien Catanzaro 2.007.997 15.081 133
Sardinien Sardinien * Cagliari 1.670.539 24.090 69
LigurienLigurien Ligurien Genua 1.615.441 5.422 298
Marken Marken Ancona 1.573.445 9.366 166
AbruzzenAbruzzen Abruzzen L’Aquila 1.338.103 10.763 124
Friaul-Julisch VenetienFriaul-Julisch Venetien Friaul-Julisch Venetien * Triest 1.232.291 7.858 157
Trentino-Südtirol Trentino-Südtirol * Trient 1.022.528 13.607 75
Umbrien Umbrien Perugia 897.611 8.456 106
Basilikata Basilikata Potenza 589.632 9.995 59
Molise Molise Campobasso 320.360 4.438 72
Aostatal Aostatal * Aosta 127.430 3.263 39
ItalienItalien Italien 60.177.551 301.338 199

Provinzen und Metropolitanstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der zehn größten Provinzen (oder der äquivalenten Metropolitanstädte) nach Einwohnern (Stand: 1. Januar 2009).[65]

Rang Provinz und
Metropolitanstadt
Einwohnerzahl Fläche (km²)
1. Rom 4.115.911 5.351
2. Mailand 3.170.273 1.575
3. Neapel 3.078.629 1.171
4. Turin 2.196.313 2.297
5. Bari 1.251.072 3.825
6. Palermo 1.244.426 4.992
7. Brescia 1.225.681 4.784
8. Salerno 1.090.782 4.917
9. Catania 1.078.532 3.552
10. Bergamo 1.065.596 2.722

Die Provinz Sassari ist mit 7.678 km² die flächenmäßig größte Provinz. Die Provinzen Bozen (Südtirol) und Trient (Trentino) nehmen in der Verfassung eine Sonderstellung ein. Sie sind Autonome Provinzen und den italienischen Regionen gleichgestellt.

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zehn größten Gemeinden (Stand: 14. April 2016).[66]

Rang Stadt Einwohnerzahl
1. Rom 2.872.021
2. Mailand 1.337.155
3. Neapel 978.399
4. Turin 896.773
5. Palermo 678.492
6. Genua 592.507
7. Bologna 386.181
8. Florenz 381.037
9. Bari 327.361
10. Catania 315.601

Europapolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italien ist sowohl Gründungsmitglied der Europäischen Union als auch des Europarates. Als EU-Mitglied ist die Italienische Republik 1990 auch der Europäischen Währungsunion beigetreten und Teil des Europäischen Binnenmarktes. Seit 2002 ist der Euro in Italien gesetzliches Zahlungsmittel und löste die italienische Lira ab. In der Exklave Campione d’Italia ist nicht der Euro, sondern der Schweizer Franken gesetzliches Zahlungsmittel. Neben wirtschaftlichen Interessen ist man auch auf weiteren Politikfeldern der EU aktiv, so ist Italien Teil des Schengenraums, der justiziellen und polizeilichen Zusammenarbeit in Europa mithilfe von Europol und Eurojust.

Gesundheitssystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Careggi-Klinik in Florenz

Das Gesundheitssystem in Italien ist auf regionaler Ebene strukturiert. Die lokalen Sanitätsbetriebe (Aziende Sanitarie Locali) unterstehen den jeweiligen Regionalregierungen. Die regionale Ausprägung führt dazu, dass die Qualität der Dienstleistungen von Region zu Region sehr unterschiedlich ist. Es ist ein scharfes Nord-Süd-Gefälle zu verzeichnen, das einen starken „Gesundheitstourismus“, vor allem in Richtung Venetien, Lombardei und Emilia-Romagna verursacht.

Die ausgezeichneten Leistungen dieser Regionen haben die WHO im Jahr 2000 dazu veranlasst, Italien nach Frankreich auf den zweiten Platz in der Weltrangliste der Gesundheitssysteme zu stellen.[67] Als negativ werden die langen Wartezeiten (oft mehrere Monate) auf stationäre Behandlung gesehen.

Hausärzte erhalten in Italien eine Kopfpauschale für die Patienten, die in einer Liste registriert wurden. Zahnärztliche Leistungen müssen überdies von den Bürgern vollständig selbst getragen werden.

Die gesamten Gesundheitsausgaben betrugen im Jahr 2009 9,5 Prozent des BIP, und entsprachen damit exakt dem OECD-Durchschnitt. Der überwiegende Anteil dieser Ausgaben (77,9 Prozent) wird vom öffentlichen Sektor getragen (OECD: 71,7 Prozent).[68]

Polizei und Nachrichtendienste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berittene Carabinieri in Mailand
Hauptartikel: Polizei (Italien)

Das italienische Polizeiwesen ist mehrgliedrig und teilweise militärisch organisiert. Die einzelnen Polizeiorganisationen unterstehen verschiedenen Ministerien oder den unteren Gebietskörperschaften. Dieses althergebrachte System hat sich aus Gründen der Tradition erhalten, aber auch, um zu verhindern, dass zu viel polizeiliche Gewalt in einer Hand bzw. in einem Ministerium gebündelt wird. Auf der nationalen Ebene gibt es die zivile Polizia di Stato (Staatspolizei), die dem Innenministerium unterstellt ist. Sie übernimmt hauptsächlich polizeiliche Aufgaben innerhalb der großen Städte. Die Staatspolizei wird ergänzt durch die Carabinieri, einer Gendarmerietruppe, die dem Verteidigungsministerium untersteht und nach Weisung des Innenministeriums Polizeidienst versieht, vor allem auch auf dem Land. Vergleichbare Strukturen finden sich auch in Frankreich (Gendarmerie nationale) und in Spanien (Guardia Civil). Daneben verfügt das italienische Finanzministerium über die Guardia di Finanza (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt. Auf lokaler Ebene gibt es unter anderem die Gemeindepolizeien (Polizia Municipale), die sich vorwiegend um den örtlichen Straßenverkehr kümmern.

Nachrichtendienste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Nachrichtendienste Italiens

In Italien ist der Ministerpräsident seit 2007 unmittelbar für die Nachrichtendienste verantwortlich und legt in Zusammenarbeit mit dem interministeriellen Steuerungskomitee Comitato interministeriale per la sicurezza della Repubblica (CISR) deren operative Prioritäten fest. Das dem Regierungschef unterstellte Dipartimento delle Informazioni per la Sicurezza (DIS) koordiniert die Arbeit des Auslandsnachrichtendienstes Agenzia Informazioni e Sicurezza Esterna (AISE) und des Inlandsnachrichtendienstes Agenzia Informazioni e Sicurezza Interna (AISI). Daneben gibt es noch den beim Generalstab angesiedelten militärischen Fachdienst Centro Intelligence Interforze (J2). Die Nachrichtendienste werden seit 1977 von einem besonderen parlamentarischen Ausschuss kontrolliert.

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Italienische Streitkräfte

Die italienischen Streitkräfte bestehen aus den Teilstreitkräften Esercito Italiano (Heer), Marina Militare (Marine) und Aeronautica Militare (Luftwaffe) sowie aus den Carabinieri. Derzeit (2014) dienen rund 175.000 Soldaten in den Streitkräften, dazu kommen rund 105.000 Carabinieri und etwa 30.000 zivile Mitarbeiter.

Die allgemeine Wehrpflicht ist in Italien seit dem 1. Juli 2005 ausgesetzt. Bei der Umstellung auf eine Berufs- und Freiwilligenarmee wurde der Personalumfang von Heer, Marine und Luftwaffe auf insgesamt 190.000 Soldaten festgelegt. Wegen der folgenden Finanz- und Wirtschaftskrise mussten auch im Bereich der Streitkräfte Kürzungen und Verkleinerungen vorgenommen werden. Im Jahr 2013 belief sich der Verteidigungsetat auf rund 20 Mrd. Euro, was etwa 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entsprach.[69] Bis 2024 soll die Personalstärke der Streitkräfte (ohne Carabinieri) auf 150.000 Soldaten und 20.000 zivile Mitarbeiter sinken.[70] Die Ausrichtung der Streitkräfte auf Auslandseinsätze im Rahmen der EU, der NATO und der Vereinten Nationen wurde mit dem Verteidigungsweißbuch 2015 etwas eingeschränkt.[71]

Der Bestand an US-amerikanischen Kernwaffen auf italienischem Territorium wurde seit dem Ende des Kalten Krieges deutlich verringert. Die Vereinigten Staaten lagern in Aviano noch Atombomben, weitere sind im Rahmen der Nuklearen Teilhabe einem italienischen Geschwader in Ghedi zugeteilt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mailand ist die führende Wirtschafts- und Industriestadt Italiens

Italien ist ein Industriestaat mit einer vormals stark gelenkten Volkswirtschaft: Der staatliche Konzern IRI (1933–2002) unterhielt zwischenzeitlich 1000 Tochtergesellschaften und zählte bis zu 500.000 Beschäftigte.[72] Im Laufe der 90er Jahre wurden die Staatsunternehmen nach und nach privatisiert, auch um die Schulden der öffentlichen Hand zu bedienen, die Märkte wurden geöffnet und dereguliert.

Das Bruttoinlandsprodukt Italiens betrug im Jahr 2013 1.618.904 Mrd. Euro. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf betrug 2014 ca. 26.500 Euro [73] (2013: 27. Platz aller Länder). Italien war 2013 die neuntgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Ferner ist zu bemerken, dass die Schattenwirtschaft in Italien traditionell sehr hoch ist. Die Agentur der Einnahmen schätzt ihren Anteil am BIP auf zwischen 16,2 und 17,5 Prozent (2008), andere Beobachter gehen von bis zu 30 Prozent aus.[74] Tatsache ist, dass bei der Ermittlung des BIP die Schattenwirtschaft auf Basis von Schätzungen mitberücksichtigt wird.

Das Wirtschaftswachstum liegt seit über einem Jahrzehnt unter dem Durchschnitt der EU-Länder. Im Jahr 2007 wuchs die italienische Wirtschaft um lediglich 1,5 Prozent, 2008 schrumpfte sie bereits um 1 Prozent und 2009 um 5,1 Prozent. 2010 gab es wieder ein Wachstum von 1,3 Prozent. Ab dem Jahr 2012 kehrte die Wirtschaftskrise jedoch nach Italien zurück, seitdem ist die Wirtschaftsleistung des Landes jedes Jahr geschrumpft, zuletzt 2014 mit -0,42 Prozent. Im Jahr 2015 konnte mit 0,76 Prozent erstmals wieder ein leichtes Wachstum erreicht werden. Für 2016 wird ein Wirtschaftswachstum von knapp 1 Prozent erwartet.[75]

Wichtigster Handelspartner Italiens ist Deutschland, mit einem Exportanteil von 12,7 Prozent und einem Importanteil von 15,9 Prozent, gefolgt von Frankreich, mit 11,2 Prozent bzw. 8,5 Prozent. Zu den wichtigsten Ausfuhrmärkten für italienische Produkte gehören auch Spanien (6,5 Prozent), die USA (6,2 Prozent) und das Vereinigte Königreich (5,2 Prozent). Die meisten Einfuhren bezieht Italien des Weiteren aus China (6,2 Prozent), den Niederlanden (5,3 Prozent), Libyen (4,6 Prozent) und Russland (4,2 Prozent).[76]

Staatshaushalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Staatshaushalt umfasste im Krisenjahr 2009 Ausgaben von 785 Milliarden Euro und Einnahmen von 705 Mrd. Euro: Das Haushaltsdefizit von etwa 80 Milliarden Euro entsprach 5,3 Prozent des BIP. Im Jahr 2010 sank die Neuverschuldung auf 4,2 Prozent. Die Staatsverschuldung betrug 2009 1.763,6 Milliarden Euro oder 112,5 Prozent des BIP.[77] 2010 stiegen die Gesamtschulden auf 115,3 Prozent des BIP an.
Ein Großteil der Schulden wurde während der 1980er und Anfang der 1990er Jahre gemacht: 1979 betrug die Verschuldung noch 62,4 Prozent, 1994 wurde der zwischenzeitliche Höchststand von 124,5 Prozent erreicht.[78] Zum Ende des Jahres 2014 wurde mit 132,3 Prozent ein neuer Schuldenrekord aufgestellt.[79]

Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Staatsverschuldung in Prozent 100,4 100,0 101,9 102,5 99,7 102,3 112,5 115,3 116,4 123,2 128,8 132,3
Haushaltssaldo in Prozent −3,4 −3,6 −4,2 −3,6 −1,5 −2,7 −5,3 −4,2 -3,5 -3,0 -2,9 -3,0
Quelle: Eurostat[80][81]

Der Anteil der Staatsausgaben (in Prozent des BIP) betrug in folgenden Bereichen:

Öffentliche Einnahmen, Steuern, Abgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Anteil der öffentlichen Einnahmen am BIP [die Abgabenquote im weiteren Sinn] liegt mit 43 Prozent (Stand 2010) deutlich über dem OECD-Mittel von 33,8 Prozent (Stand 2009); zum Vergleich: Deutschland 36,3 Prozent und Dänemark 48,2 Prozent (beide Stand 2010).

Die Steuerquote (nicht zu verwechseln mit dem Anteil der öffentlichen Lasten am BIP oder der Abgabenquote im engeren Sinne) liegt mit 29,4 Prozent (Stand 2010) im internationalen Vergleich im oberen Drittel; zum Vergleich: Deutschland 22,1 Prozent (Stand 2010).

Wichtigste Steuern sind:

  • die IRPEF (Einkommensteuer für natürliche Personen), die in 4 verschiedenen Sätzen von 23 Prozent bis 43 Prozent reicht;
  • die IRES (Körperschaftssteuer), mit einem Einheitssatz von 27,5 Prozent;
  • die IVA (Umsatzsteuer), die im Regelfall 22 Prozent, ausnahmsweise 10 Prozent oder 4 Prozent beträgt;
  • die IRAP (die regionale Wertschöpfungssteuer), deren Regelsatz bei 3,9 Prozent liegt und in etwa mit der deutschen Gewerbesteuer vergleichbar ist.
  • die IMU (Gemeindeimmobiliensteuer), in Kraft getreten mit Art. 13 der Eilverordnung Nr. 201/2011, umgewandelt in Gesetz Nr. 214/2011 (Monti-Dekret)

Die Abgabenquote (im engeren Sinn) liegt bei 13,6 Prozent des BIP (Stand 2010).

EU-Beitragszahlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italien ist Teil des Europäischen Binnenmarkts. Zusammen mit 18 anderen EU-Mitgliedstaaten (blau) bildet es eine Währungsunion, die Eurozone

Italien war 2008 nach Deutschland und Frankreich der drittgrößte Beitragszahler der EU, mit über 15 Milliarden Euro, was einen Anteil am Gesamtbudget von 13,6 Prozent ausmachte.[83] Rechnet man die erhaltenen Zahlungen dagegen, war Italien nach Deutschland und vor Frankreich mit 4,1 Milliarden der zweitgrößte Nettozahler der Union.[84][85]

Im Jahr 2009 war das Land mit 5,06 Milliarden drittgrößter Nettobeitragszahler hinter der Bundesrepublik und Frankreich.[86] 2010 avancierte das Vereinigte Königreich zum zweitgrößten Beitragszahler, Italien befand sich nunmehr an vierter Stelle mit 4,53 Milliarden.[87][88]

Rohstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italien verfügt über verschiedenste Rohstoffvorkommen. Bedeutende Bodenschätze des Landes sind Fluorit, Kohle, Quecksilber, Sylvin und Zink.[89] In den Apuanischen Alpen um Carrara und Massa wird der weltbekannte Carrara-Marmor gebrochen. Es gibt große Erdgas- (Po-Ebene, Adria) und Erdölvorkommen (Basilikata, Sizilien).[90]

Energieversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bruttostromerzeugung nach Energieträgern in Italien im Jahr 2014
Schaubild zur italienischen Energieversorgung seit 1883

Der Verbrauch an elektrischer Energie lag in Italien im Jahr 2011 bei 334,6 TWh, was einen Anstieg von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellte.[91] Mehr als 10 Prozent wird durch Wasserkraft produziert, wobei im Jahr 2011 der Anteil der Energieproduktion durch erneuerbare Energien um 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.

Heute produziert Italien seinen Strom vor allem in thermischen Kraftwerken, wobei 64,4 Prozent davon mit Erdgas, der Rest mit Erdöl und weiteren Brennstoffen produziert wird. Das größte Kraftwerk Alessandro Volta liegt in Montalto di Castro und hat eine Leistung von 3.600 MW. Das Kraftwerk lief 2009 aber nur noch an 2000 bis 3000 Stunden (von 8.760 möglichen), weil der produzierte Strom zu teuer ist.[92]

Der Photovoltaikanteil ist im Laufe 2011 sogar um 268 Prozent gestiegen und erreichte eine Jahresproduktion von 11 TWh, während die Windkraftanlagen (vor allem in Apulien und dem restlichen Süden) rund 10 TWh lieferten. Geothermische Energie wird insbesondere in Mittelitalien, zum Beispiel in Larderello, gewonnen und brachte 5,7 TWh. Im Jahre 2011 lieferte Italien unter den Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit seiner Wasserkraft einen erheblichen Anteil zur Versorgung aus erneuerbaren Energiequellen: Es wurden 45,2 TWh erzeugt – das entspricht rund 15 Prozent der insgesamt in den EU-Ländern erzeugten Energie aus Wasserkraft.[93]

Italien hatte vor 1990 vier Kernkraftwerke. Ausgelöst durch die Tschernobyl-Katastrophe in der Ukraine (26. April 1986) führte Italien ab 1987 einen schrittweisen Atomausstieg durch. 1990 wurde das letzte italienische Atomkraftwerk abgeschaltet.

Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima in Japan beschloss das italienische Kabinett im März 2011, einen Wiedereinstieg in die Kernenergie ein weiteres Jahr auszusetzen;[94] am 12. und 13. Juni 2011 lehnten bei einer Volksabstimmung mit 57 Prozent Wahlbeteiligung 94,1 Prozent der Abstimmenden den Wiedereinstieg ab.[95][96][97]

Italien ist heute der größte Stromnettoimporteur der Welt, in der ersten Hälfte 2014 wurden etwa 15 Prozent des Bedarfs importiert (22,3 TWh bei einem Gesamtbedarf von 153 TWh); ein Großteil davon stammt aus französischen Atomkraftwerken.[98] Im Jahre 2012 wurden netto insgesamt 43,104 Mrd. KWh importiert, davon 24,668 Mrd. aus der Schweiz und 11,37 Mrd. aus Frankreich.[99] Die Strompreise in Italien sind für Industriekunden mit die höchsten in der EU.[100][101]

Die größten Energieproduzenten sind Enel, Edison, A2A und Sorgenia, während für das Verteilungsnetz Terna zuständig ist.

Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wein- und Olivenanbaugebiet in der Toskana
Die Automobilindustrie spielt eine wichtige Rolle in der italienischen Wirtschaft. Ein Fiat 500 von Fiat

Die Landwirtschaft spielt zwar volkswirtschaftlich nur noch eine geringe Rolle (ca. 2 Prozent)[102], bringt jedoch einige wichtige Erzeugnisse hervor. Bedeutend sind der Weinbau, da das Land mit rund 49 Millionen Hektolitern vor Frankreich der größte Weinproduzent der Welt (Stand: 2015)[103] ist, sowie die Erzeugung von Olivenöl: Italien ist hier der zweitgrößte Produzent (nach Spanien), mit 442.000 Tonnen im Jahr 2013[104] und die Käseherstellung (Parmesan, Mozzarella, Pecorino oder Ricotta). Auch werden Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen, Nachtschattengewächse wie Tomaten und Auberginen, Kürbisgewächse wie Zucchini, Wasser- und Honigmelonen, Salatpflanzen wie Rucola und Radicchio, sowie Hülsen- und Nussfrüchte angebaut und exportiert.

Die Stärke der italienischen Wirtschaft liegt im verarbeitenden Gewerbe, vor allem in kleinen und mittelständischen familiengeführten Unternehmen. Laut zentralem Statistikinstitut ISTAT zählen 95,2 Prozent zu den Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten.[105] Das italienische Unternehmen mit dem höchsten Umsatz ist der Öl- und Gaskonzern ENI.

Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug- (Agusta, Alenia, Leonardo-Finmeccanica), Schiff- (Fincantieri) und Fahrzeugbau (Fiat-Konzern, Alfa Romeo und Maserati dazugehörend, Ferrari, Iveco, Piaggio, Pirelli), die Chemieindustrie und die Herstellung elektronischer Produkte (Magneti Marelli). Die Textilindustrie ist sehr stark vertreten und steht mit ihren bekannten Markennamen (Armani, Benetton, Diesel, Dolce & Gabbana, Gucci, Prada oder Versace) für den Inbegriff des „made in Italy“. Luxottica ist der weltgrößte Brillenhersteller. Zu den wichtigsten italienischen Exportgütern zählen auch die Erzeugnisse der Nahrungsmittelindustrie. Das größte Unternehmen der Branche ist Ferrero.[106]

Im Dienstleistungssektor ist Italien vor allem durch Großbanken wie Unicredit und Intesa Sanpaolo international vertreten. Die Assicurazioni Generali ist eine der größten Versicherungsgesellschaften der Welt.

Die Tourismusbranche gehört seit Jahrzehnten zu den bedeutenden Einnahmequellen Italiens. Italien gehört zu den klassischen Reisezielen der Welt. Beliebte Ziele sind die Alpen, die Küstengebiete am Ligurischen und Adriatischen Meer, zahlreiche historische Städte, Museen, archäologische Ausgrabungsstätten und traditionelle Bräuche wie der Karneval in Venedig.

Italien, das in den 1970er Jahren noch das meistbesuchte Land der Welt war, befindet sich heute mit seinen 48,6 Millionen Touristen (2014) an 5. Stelle (hinter Frankreich, USA, Spanien und China).[107]

Arbeitsmarkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italien verzeichnete zu Beginn des 21. Jahrhunderts gegenüber den 1990er Jahren einen starken Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise 2007 und der darauffolgenden Eurokrise steckt das Land jedoch seit Jahren in der Krise. Laut ISTAT betrug die Arbeitslosenquote im Jahr 2008 noch 6,7 Prozent.[108] In den darauffolgenden Jahren stieg die Arbeitslosenquote Italiens aufgrund der Wirtschaftskrise stetig und deutlich an.[109] Die Arbeitslosenquote betrug im vierten Quartal 2015 nunmehr 11,9 Prozent. Die Beschäftigtenquote lag im Januar 2016 bei 56,8 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit betrug im Januar 2016 hohe 39,3 Prozent. Im Vergleich zu 2014 stellen diese Zahlen jedoch eine Verbesserung dar.[110] Die OECD hat darüber hinaus festgestellt, dass die Erwerbseinkommen zu den niedrigsten unter den industrialisierten Ländern gehörten. Auf nur 19.861 Dollar belief sich das durchschnittliche Nettoeinkommen der Italiener, die somit auch von Griechen und Spaniern überholt werden. Der OECD-Schnitt liegt bei 24.660 Dollar.

Die Selbständigenquote ist in Italien umso höher. Sie liegt bei etwa 33 Prozent der Erwerbspersonen (zum Vergleich 17 Prozent in Spanien und 10 Prozent in Deutschland).[111]

Regionale Unterschiede[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nord-Süd-Gefälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BIP nach Regionen/NUTS-2 (2005)
Region/NUTS-2 BIP
gesamt Mio.€
BIP
pro Kopf €
Piemont 15.256 26.582
Aostatal 3.522 28.537
Ligurien 39.928 24.936
Lombardei 298.285 31.618
Nordwestitalien 456.991 29.493
Südtirol 15.195 31.665
Trentino 14.213 28.426
Venetien 135.171 28.643
Friaul-Julisch Venetien 32.893 27.263
Emilia-Romagna 123.709 29.670
Nordostitalien 321.181 29.001
Toskana 95.504 26.462
Umbrien 19.700 22.817
Marken 36.868 24.195
Latium 156.746 29.645
Mittelitalien 308.819 27.369
Abruzzen 25.685 19.723
Molise 5.785 17.997
Kampanien 89.709 15.494
Apulien 64.227 15.781
Basilikata 10.247 17.213
Kalabrien 31.389 15.641
Süditalien 227.042 16.119
Sizilien 78.322 15.617
Sardinien 30.693 18.570
Insularisches Italien 109.015 16.349
Italien 1.423.048 24.281
Quelle: Eurostat[112]

Charakteristisch für Italien ist die wirtschaftliche Zweiteilung des Landes. Der stark industrialisierte Norden steht dem unterentwickelten Süden gegenüber.

Die großen Wirtschaftszentren Mailand, Turin und Genua bilden das triangolo industriale (industrielles Dreieck). Der gesamte oberitalienische Raum verfügt über einen gut entwickelten Dienstleistungssektor und gehört zu den wirtschaftlich stärksten Gebieten Europas. Vor der Finanzkrise herrschte auch weitestgehend Vollbeschäftigung (Arbeitslosenquote 2008 von 3,9 Prozent), danach ist die Arbeitslosenquote auf 6,2 Prozent gestiegen (2010). Zahlreiche Klein- und Kleinstunternehmen haben es aber schwer, sich am globalisierten Markt gegen die Konkurrenz aus Billiglohnländern zu behaupten. Andererseits sind Industriebranchen wie die Elektrotechnik und der Maschinenbau wettbewerbsfähig. So ist Italien etwa der viertgrößte Hersteller von Maschinenbauerzeugnissen, noch vor Frankreich und Großbritannien, mit einem Weltmarktanteil von 7,5 Prozent.[113]

Mittelitalien verfügt über eine Wirtschaft, die auf Unternehmen im Textil-, Schuh- und Möbelsektor und besonders auf Tourismus basiert. Zudem ist Rom Sitz sämtlicher Verwaltungen, vieler Großunternehmen (Eni, Enel, Finmeccanica, Poste Italiane, Telecom Italia, Unicredit) und Organisationen (FAO) und Herz der italienischen Filmindustrie (Cinecittà). Die Arbeitslosigkeit in Mittelitalien lag 2010 im Schnitt bei 8,1 Prozent.

Der Süden des Landes, auch Mezzogiorno genannt, stellt eine der strukturschwächsten Regionen Westeuropas dar. Die Folge daraus sind sehr hohe Arbeitslosenquoten (über 13 Prozent), die für die Jugend Extreme annimmt – die saisonbereinigte Jugendarbeitslosigkeit überstieg 2011 in Süditalien die 40-Prozent-Marke.[114] Auch eine erhöhte Kriminalitätsrate und nicht zuletzt das organisierte Verbrechen, das besonders in Kampanien, Kalabrien und auf Sizilien die Kontrolle über viele Wirtschaftszweige ausübt.

Des Weiteren hat eine Untersuchung der Entwicklung der Unternehmen, Beschäftigten und der Unternehmensgrößen in den 1970er Jahren in Italien deutlich gemacht, dass es sich in den Regionen der westlichen Po-Ebene und entlang der Via Emilia mit ihren traditionell stark vernetzten und verstädterten Strukturen eine spezielle Industriestruktur herausgebildet hat. So wird seit den 1970er Jahren der Nordosten und die Mitte Italiens unter dem Fachterminus Drittes Italien zusammengefasst und beschreibt damit die italienischen Industriedistrikte, die sich in diesem Gebiet ballten.

Siehe auch: Drittes Italien

Soziale Unterschiede[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italien ist ein Land, das nicht nur von starken lokalen Unterschieden geprägt ist, sondern auch eine relativ ungleiche Einkommensverteilung aufweist. In der Liste der Länder nach Einkommensverteilung liegt Italien mit einem Gini-Koeffizient von 36 an 52. Stelle, einen Platz hinter Großbritannien. Zum Vergleich liegt Deutschland an 14., Österreich an 19. und die Schweiz an 37. Stelle.

Laut Forbes (2015) ist der Brillenfabrikant Leonardo Del Vecchio mit einem Vermögen von 22 Milliarden Dollar reichster Italiener, gefolgt von Maria Franca Fissolo, der Witwe von Süßwarenfabrikant Michele Ferrero und dem Pharmaunternehmer Stefano Pessina. Zu den reichsten Italienern gehören auch der Modedesigner Giorgio Armani, Medienunternehmer und Politiker Silvio Berlusconi sowie die Familie Benetton.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Autobahnnetz Italiens

Die Länge des Straßennetzes betrug im Jahr 2009 182.136 km.[9] Davon waren 6.621 km Autobahnen, die größtenteils in privater Hand und mautpflichtig sind. Alle anderen Straßen sind Eigentum der öffentlichen Hand. Man unterscheidet zwischen Staats-, Regional-, Provinzial- und Kommunalstraßen. Die meist befahrenen Autobahnen sind die A1 von Mailand nach Neapel, die A4 von Turin über Mailand und Verona nach Venedig, die A14 von Bologna bis Tarent und auch die Brennerautobahn A22, die von Modena bis zur Grenze mit Österreich führt. Nach vier Jahren Bauzeit wurde 2013 die A34 zwischen Görz und Villesse in Slowenien fertiggestellt. Sie hat eine Länge von 17 Kilometern und ersetzt die alte R17.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FS ETR 500 „Frecciarossa“, italienischer Hochgeschwindigkeitszug

Die Länge des Schienennetzes betrug im Jahr 2009 20.255 km, von denen etwa zwei Drittel elektrifiziert waren. Sowohl das Netz als auch der Transport sind in den Händen des Staates, bis auf wenige Ausnahmen (vgl. Vinschgaubahn, Ferrovia Trento–Malè). Im Geschäftsjahr 2014 schrieb das Staatsunternehmen Ferrovie dello Stato 303 Millionen Euro Gewinn.[115] Seit 2012 bietet auch die private Eisenbahngesellschaft Nuovo Trasporto Viaggiatori Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen einigen Großstädten an.

Im europäischen Vergleich liegen die Preise für das Bahnfahren in Italien niedriger. Eine einfache Fahrt von Mailand nach Venedig (267 km) mit dem Eurostar Italia kostete 2008 etwa 31 Euro, während man für die Strecke Paris-St. Pierre des Corps (253 km) mit dem TGV 51,50, für die Trasse Frankfurt-Göttingen mit dem ICE rund 56 Euro ausgeben muss.[116]

Mit der Eröffnung der letzten noch fehlenden Streckenabschnitte zwischen Novara und Mailand sowie zwischen Bologna und Florenz im Dezember 2009 verfügt Italien über eine gut 900 km lange durchgehende Schnellfahrstrecke von Turin über Mailand, Bologna, Florenz, Rom und Neapel bis nach Salerno. Außerdem sind verschiedene internationale Verbindungen nach Frankreich (Mont-Cenis-Basistunnel mit Anschluss an das TGV-Netz) sowie via Schweiz (NEAT) und via Österreich nach Deutschland (Brennerbasistunnel) sowie nach Slowenien angedacht.

Das Streckengleis befindet sich im Gegensatz zu Deutschland auf der linken Seite. Das U-Bahn-System in Rom ist so aufgebaut, dass man bei Umsteigevorgängen in jede Richtung nur wenige Minuten warten muss, lediglich in das Umland ist die Umsteigezeit etwas länger. Die Mailänder U-Bahn bietet mit einer Gesamtlänge von 74,6 km das am besten ausgebaute U-Bahn-Netz Italiens. Mit Metropolitana di Napoli, di Torino, Genova und Catania verfügen auch die entsprechenden Städte über eine U-Bahn.

Schifffahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtlänge der schiffbaren Wasserwege beträgt 2.400 km.

Den höchsten Passagierfluss verzeichnen die Häfen von Messina und Reggio Calabria, zumal es sich um die wichtigste Verbindung zwischen Sizilien und dem Festland handelt, aber auch La Spezia. Sämtliche Verbindungen im Mittelmeer werden von der Reederei Tirrenia di Navigazione mit Sitz in Neapel gewährleistet. Italien verfügt über ein ausgedehntes Containerhafennetz, wobei der Hafen Gioia Tauro 2007 rund 3.445.337 Container beförderte.[117] Neben diesen sind die Häfen Genua, Triest und Tarent weiter wichtig, wobei letzterer sich auf den Eisenhandel spezialisiert hat.

Die wichtigsten Marinearsenale befinden sich in Augusta, Brindisi, La Spezia, und Tarent.

Luftfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zehn größten Flughäfen Italiens 2015 nach Anzahl der Passagiere:[118]

Pos. Flughafen Region Code
(IATA)
Anzahl Passagiere Veränderung Prozent
(vs. 2014)
1 Rom-Fiumicino Latium FCO 40.463.208 +4,8
2 Mailand-Malpensa Lombardei MXP 18.582.043 -1,4
3 Bergamo-Orio al Serio Lombardei BGY 10.404.625 +18,6
4 Mailand-Linate Lombardei LIN 9.689.635 +7,4
5 Venedig-Tessera Venetien VCE 8.751.028 +3,3
6 Catania-Fontanarossa Sizilien CTA 7.105.487 -2,7
7 Bologna-Borgo Panigale Emilia-Romagna BLQ 6.889.742 +4,7
8 Neapel-Capodichino Kampanien NAP 6.163.188 +3,4
9 Rom-Ciampino Latium CIA 5.834.201 +16,1
10 Palermo-Punta Raisi Sizilien PMO 4.910.791 +7,4
Alitalia, mit Sitz in der Metropolitanstadt Rom, ist die größte italienische Fluggesellschaft

Größte Fluggesellschaft ist die Alitalia, im Zuge deren Restrukturierung der Flugverkehr in Malpensa zu Gunsten von Fiumicino stark eingeschränkt wurde. Auch die Lufthansa ist auf dem italienischen Flugmarkt tätig: Air Dolomiti, eine Tochter der deutschen Fluggesellschaft, bedient zahlreiche Flüge, hauptsächlich zwischen Norditalien, München und Frankfurt.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der italienische Beitrag zum kulturellen und historischen Erbe Europas und der Welt ist beachtenswert. Als Kreuzweg der Zivilisationen des Mittelmeerraumes, Zentrum des Römischen Reiches, Sitz des Papsttums und Wiege der Renaissance spielte Italien eine entscheidende Rolle und wurde zum Ausgangsland der europäischen Kunst, Kultur und Forschung.

Die Auswanderung zahlreicher Italiener im 19. und 20. Jahrhundert trug auch dazu bei, die italienische Kultur zu etablieren.

Italien hat insgesamt schätzungsweise 100.000 Denkmäler jeglicher Art (Museen, Schlösser, Statuen, Kirchen, Galerien, Villen, Brunnen, historische Häuser und archäologische Funde).[119] Es ist das Land mit den meisten Welterbestätten der UNESCO (51). Die in Italien befindlichen Welterbestätten reichen von einzelnen Gebäuden über ganze Kernstädte bis zu thematisch übergreifenden Gruppen wie den Felsbildern des Valcamonica, prähistorischen Pfahlbauten, den mit der Herrschaft der Langobarden verbundenen Orten oder einer Gruppe spätbarocker Städte.

Küche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Eine Pizza Margherita
Hauptartikel: Italienische Küche

Die italienische Küche (Cucina italiana) gilt als eine der einflussreichsten Landesküchen der Welt.

International bekannte Produkte sind zum Beispiel italienisches Olivenöl, Pesto, Speiseeis, Panettone, Tiramisu, diverse Käsesorten wie Parmesan, Mozzarella oder Gorgonzola, Wurst und Fleischerzeugnisse wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken oder Parmaschinken und natürlich Pasta und Pizza. Dazu kommt das reichhaltige einheimische Weinangebot wie Chianti und Barolo.

Das Essen ist in Italien ein wichtiger Aspekt des täglichen Lebens und die Pflege der Küche ein unverzichtbarer Bestandteil der nationalen Kultur. Die „Italienische Küche“ wurde 2010 als immaterielles Weltkulturerbe von der UNESCO anerkannt.[120][121]

Die italienische Küche galt bei einer 2013 durchgeführten Umfrage des Goethe-Instituts nach Ansicht von 42 Prozent der Teilnehmer als die beste Küche Europas. Die in 24 Sprachen und 30 Ländern durchgeführte Umfrage stand unter der Überschrift „Was bedeutet Europa persönlich für Sie?“.[122][123]

Gelegentlich wird die hohe Lebenserwartung auf die mediterrane Kost zurückgeführt, die beispielsweise viel Fisch, Olivenöl, Obst und Gemüse enthält. Die italienische Küche besteht aus einer Vielzahl von Regionalküchen und kann auf eine Vielzahl von Zutaten und Spezialitäten zurückgreifen.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige der bedeutendsten Bauwerke der westlichen Welt, wie das Kolosseum in Rom, der Mailänder Dom, die Kathedrale von Florenz, der Schiefe Turm von Pisa und die Paläste Venedigs, befinden sich in Italien.

Schon die alten Römer setzten Maßstäbe im architektonischen Bereich und führten den Bau von Bögen und Kuppeln ein. Die Renaissance wurde von italienischen Architekturtheoretikern wie Leon Battista Alberti und Architekten wie Filippo Brunelleschi geprägt.

Das Werk des Venetianers Andrea Palladio inspirierte einen klassizistisch geprägten Baustil. Vom späten 17. bis ins frühe 20. Jahrhundert beeinflusste der Palladianismus die Architektur der ganzen Welt, insbesondere in Großbritannien, Australien und den USA.

Wichtige Architekten der Gegenwart sind Renzo Piano (Genua), Flavio Albanese (Vicenza) und Massimiliano Fuksas (Rom).

Bildhauerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildhauer aus der italienischen Halbinsel prägten die Kunst sämtlicher Epochen: beispielsweise die Magistri Comacini die Romanik, Arnolfo di Cambio und andere die Gotik (wo aber Frankreich führte), Donatello die Frührenaissance; Michelangelo die Hochrenaissance; Giovanni Lorenzo Bernini das italienische Barock; Antonio Canova den Klassizismus.

Malerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erschaffung Adams, Michelangelo, um 1511
Mona Lisa,
Leonardo da Vinci, 1503–1506

Die italienische Malerei genoss über Jahrhunderte eine wichtige Stellung in Europa, von der romanischen zur gotischen Epoche, von der Renaissance bis zum Barock. Zu den bedeutendsten Malern zählen Giotto, Fra Angelico, Botticelli, Michelangelo, Raffael, Leonardo da Vinci, Tizian, Tintoretto, Caravaggio.

Mit dem Ende des Barock erlebte die Malerei in Italien einen empfindlichen Niedergang. Erst im 20. Jahrhundert mit dem Futurismus konnte Italien wieder in die künstlerische Avantgarde vorstoßen, vor allem durch die Werke von Umberto Boccioni und Giacomo Balla.

Giorgio de Chiricos Pittura metafisica gilt zudem als Vorläufer des Surrealismus.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Museen in Italien

Aufgrund seines kulturellen Reichtums besitzt Italien die weltweit höchste Museumsdichte.[124] Die Museen bilden eine wichtige Grundlage für den Tourismus. Eine jährlich vom italienischen Touring Club herausgegebene Studie zu den Besucherzahlen der dreißig meistbesuchten Museen berechnete für diese insgesamt etwa 23 Millionen Besucher für das Jahr 2008. Dies entspricht rund einem Viertel aller Besucher der rund 3.800 öffentlichen Museen und 1800 archäologischen Stätten in Italien.[125]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Italienische Literatur

Der Florentiner Dante Alighieri schuf mit seinem Werk die Göttliche Komödie die Grundlagen der modernen italienischen Sprache und eines der größten Werke der Weltliteratur. Der Dichter Francesco Petrarca machte das Sonett als Gedicht-Form bekannt. Zu den großen Literaten Italiens zählen auch Giovanni Boccaccio, Ludovico Ariosto, Torquato Tasso, Carlo Goldoni, Giacomo Leopardi und Alessandro Manzoni.

Italienische Literaturnobelpreisträger sind der Dichter Giosuè Carducci (1906), Schriftstellerin Grazia Deledda (1926), Theaterautor Luigi Pirandello (1936), Dichter Salvatore Quasimodo (1959), Eugenio Montale (1975) sowie der Satiriker, Theaterautor und -Schauspieler Dario Fo (1997).

Philosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niccolò Machiavelli gilt aufgrund seines Werks Il Principe („Der Fürst“) als einer der bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit.

Zu den prominentesten Philosophen aus Italien gehören auch Giordano Bruno, Marsilio Ficino und Giambattista Vico.

Wissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leonardo da Vinci - presumed self-portrait - WGA12798.jpg Da Vinci Vitruve Luc Viatour.jpg
Leonardo da Vinci
(Selbstbildnis, um 1512)
Der vitruvianische Mensch
(Leonardo da Vinci, um 1492)
Von oben links im Uhrzeigersinn: Volta, Galilei, Marconi und Fermi

Der vielleicht berühmteste Universalgelehrte in der Geschichte, Leonardo da Vinci, hat mehrere Beiträge zu einer Vielzahl von Bereichen wie Kunst, Biologie und Technologie geleistet. Galileo Galilei war Physiker, Mathematiker und Astronom und leitete eine wissenschaftliche Revolution ein.

Hier ein kurzer Überblick über einige andere namhafte Persönlichkeiten der Wissenschaft: der Astronom Giovanni Domenico Cassini; der Physiker Alessandro Volta, Erfinder der elektrischen Batterie; die Mathematiker Lagrange (geboren Giuseppe Lodovico Lagrangia), Fibonacci und Cardano; der Arzt Marcello Malpighi, Begründer der mikroskopischen Anatomie; Lazzaro Spallanzani, dessen wichtigsten Entdeckungen auf dem Gebiet der Physiologie liegen; der Wissenschaftler und Nobelpreisträger Camillo Golgi (nach ihm ist der Golgi-Apparat benannt); Guglielmo Marconi, Nobelpreisträger für Physik, Miterfinder des Radios; der Physiker Enrico Fermi, ebenfalls Nobelpreisträger, bekannt für die Nuklearforschung.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von oben links im Uhrzeigersinn: Verdi, Vivaldi, Pavarotti und Puccini

Italien zählt auch namhafte Komponisten: Palestrina und Monteverdi in der Renaissance, Scarlatti, Corelli und Vivaldi im Barock, Paganini und Rossini in der Klassik, Verdi und Puccini in der Romantik.

Italien ist weithin bekannt als Geburtsort der Oper. Aus der Feder von Rossini, Bellini, Donizetti, Verdi und Puccini stammen mit die berühmtesten Opern überhaupt, die heute weltweit aufgeführt werden, unter anderem an der Scala in Mailand. Klassische Interpreten wie Enrico Caruso, Alessandro Bonci, Beniamino Gigli, Luciano Pavarotti und Andrea Bocelli haben sich um die Oper verdient gemacht.

Zu den bekanntesten italienischen Sängern von Chansons sowie Rock- und Popmusik gehören Domenico Modugno, Adriano Celentano, Gigliola Cinquetti, Paolo Conte, Toto Cutugno, Lucio Dalla, Gianna Nannini und Eros Ramazzotti. Auch in weniger frequentierten Genres wie Power Metal (Rhapsody) und Punkrock (Vanilla Sky oder Evolution So Far) sind die Italiener vertreten.

Das Sanremo-Festival ist Italiens größter Musikwettbewerb und wird seit 1951 jährlich in der ligurischen Stadt Sanremo abgehalten.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitgenössisches Filmplakat zum Film Cabiria von 1914

Die italienische Filmindustrie nahm bereits zwischen 1903 und 1908 konkrete Formen an. Während des Faschismus wurde das Kino auch zu Zwecken der Regime-Propaganda eingesetzt. Im Südosten Roms wurde sogar eine eigene Filmstadt errichtet, Cinecittà.

Bedeutende Regisseure der Nachkriegszeit sind Vittorio De Sica, Roberto Rossellini, Luchino Visconti, Michelangelo Antonioni, Federico Fellini, Pier Paolo Pasolini, Sergio Leone und Bernardo Bertolucci. Unter den Schauspielern haben insbesondere Anna Magnani, Sophia Loren, Claudia Cardinale, Monica Vitti, Marcello Mastroianni, Giulietta Masina und Vittorio Gassman internationale Anerkennung erlangt. Zu den bekanntesten italienischen Filmproduktionen gehören Fahrraddiebe, Rom, offene Stadt, Der Leopard, La Strada – Das Lied der Straße, Das süße Leben sowie die Italo-Western Spiel mir das Lied vom Tod und Zwei glorreiche Halunken.

In den letzten drei Jahrzehnten haben italienische Filme nur noch vereinzelt internationale Aufmerksamkeit bekommen, etwa Cinema Paradiso von Giuseppe Tornatore, Der Postmann mit Massimo Troisi oder Das Leben ist schön von und mit Roberto Benigni.

Die 1932 begründeten Internationalen Filmfestspiele Venedig (Mostra internazionale d’arte cinematografica di Venezia) sind Teil der Biennale für zeitgenössische Kunst und finden jedes Jahr von Ende August bis Anfang September auf dem Lido in Venedig statt. Die Filmfestspiele sind das älteste Filmfestival der Welt und gehören bis heute zu den bedeutendsten internationalen Filmfestspielen.

Mode und Design[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italienische Mode hat eine lange Tradition. Mailand ist Italiens wichtigste Modemetropole, auch Rom, Turin, Neapel, Genua, Bologna, Venedig und Vicenza sind bedeutende Zentren. Zu den großen italienischen Mode-Labels gehören Armani, Dolce & Gabbana, Fendi, Ferragamo, Gucci, Max Mara, Missoni, Moschino, Prada, Valentino und Versace, um nur einige zu nennen.

Italien ist auch führend im Bereich Design, insbesondere Innenarchitektur. Gio Ponti und Ettore Sottsass sind in diesem Zusammenhang erwähnenswert.

Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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La Gazzetta dello Sport

Zu den Tageszeitungen mit der größten Reichweite gehören die Corriere della Sera (RCS MediaGroup), La Repubblica (Gruppo Editoriale L’Espresso), La Stampa (Fiat S.p.A.) sowie der Il Messaggero (Caltagirone Editore). Il Sole 24 Ore ist die meistgelesene Wirtschaftszeitung und Eigentum des Arbeitgeberverbandes Confindustria. Die katholische Avvenire ist der Italienischen Bischofskonferenz zugehörig.

Eine Besonderheit der italienischen Presselandschaft stellen die täglichen Sportzeitungen dar. Derzeit existieren immerhin drei Tageszeitungen, die sich ausschließlich mit Sport beschäftigen und allesamt relativ hohe Auflagen erreichen (La Gazzetta dello Sport, Tuttosport und Corriere dello Sport – Stadio).

Daneben gibt es zahlreiche regionale Tageszeitungen, deren wichtigsten Verleger die Caltagirone-Gruppe (Il Messaggero und Il Gazzettino) sowie der Gruppo Editoriale L’Espresso (Il Tirreno, La Nuova Sardegna, Messaggero Veneto – Giornale del Friuli sowie die in Südtirol erscheinende Alto Adige) sind.

Die Bandbreite der italienischen Wochenzeitschriften ist vergleichbar mit der des deutschsprachigen Raumes. Dabei kann man auch die Unterscheidung zwischen Klatschpresse wie den Boulevardzeitungen Oggi und Gente und anspruchsvollen Magazinen erkennen. Zu den seriösen Nachrichtenmagazinen gehören der linksliberale L’Espresso und das zur Mondadori-Gruppe gehörende Panorama.

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Der Mediaset-Turm in Cologno Monzese bei Mailand

Seit der Umstellung auf DVB-T und der Abschaltung der Analogsignale im Jahr 2011, verfügt Italien über ein vielfältiges, frei empfangbares Fernsehangebot.

Neben den drei nationalen Radioprogrammen und den herkömmlichen Fernsehsendern Rai Uno, Rai Due und Rai Tre strahlt die staatlich kontrollierte Radiotelevisione Italiana siebzehn weitere Sender aus.

Daneben existiert eine Vielzahl an Privatsendern, die ihre Stationen in fast jeder größeren Stadt haben. Diese finanzieren sich durch einen sehr hohen Anteil an Werbung, das Programm besteht zu großen Teilen aus Musik und Shows. Dabei gibt es große qualitative Unterschiede. Einige wenige etablierte Sender schlossen sich zu einem großen Sendernetz zusammen, andere hingegen beschränken sich auf die Ausstrahlung von Filmen. Insgesamt existieren in Italien rund 1700 Fernsehsender, die rund 30  Millionen Zuschauer erreichen.

Unter dem Namen Mediaset sind die Privatsender Canale 5, Italia 1 und Rete 4 zusammengefasst. Sie erreichen täglich ein Millionenpublikum und strahlen populäre Sendeformate wie Reality Shows und Sportübertragungen aus. Durch die Umstellung auf DVB-T sind zehn weitere frei empfangbare Mediaset-Programme hinzugekommen.

Darüber hinaus gibt es mit SKY Italia ein sehr umfangreiches Bezahlfernsehen, das nach eigenen Angaben im September 2009 4.800.000 Abonnenten zählte.

Etwa 42 Prozent der Bevölkerung nutzt einen Internetanschluss; auf 100 Einwohner kommen etwa 18,9 Breitbandanschlüsse.[126]

Minderheitenmedien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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In den von Sprachminderheiten bewohnten Gebieten sind neben italienisch- auch anderssprachige Medien verbreitet. Die Dolomiten und die Neue Südtiroler Tageszeitung sind die zwei deutschsprachigen Tageszeitungen in Südtirol, Primorski Dnevnik ist die slowenischsprachige Tageszeitung für Friaul-Julisch Venetien. Die lokalen Redaktionen der Rai produzieren Fernsehsendungen in den Minderheitensprachen, die Rai Südtirol bietet ein Vollprogramm in deutscher Sprache. Dank internationaler Abkommen sind im Aostatal französische und Schweizer Sender empfangbar, während in Südtirol die Rundfunk-Anstalt für die Ausstrahlung ausländischer Programme aus dem deutschen Sprachraum zuständig ist.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport hat in Italien einen hohen Stellenwert.[127] Bereits das faschistische Italien nutzte dieses, um durch die Siege bei den Fußballweltmeisterschaften 1934 und 1938, sowie den Olympischen Sommerspielen 1932 nationales und internationales Prestige zu erlangen.[128] Das Comitato Olimpico Nazionale Italiano, das dem deutschen DOSB entspricht, wurde 1942 gegründet.

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Fußball in Italien

In Italien ist Fußball (Calcio) die populärste und meist betriebene Sportart. Die bekanntesten Vereine sind der AC Mailand, Inter Mailand und Juventus Turin, die zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas gehören. Weitere bekannte Klubs sind der AS Rom, Lazio Rom, SSC Neapel oder der AC Florenz. Die italienische Nationalmannschaft zählt zu den erfolgreichsten Fußballnationalmannschaften der Welt. Bei den Weltmeisterschaften war Italien bereits 18 Mal vertreten und holte viermal den Titel (1934, 1938, 1982 und 2006). An den Europameisterschaften nahm die Auswahl bisher achtmal teil und gewann 1968 im eigenen Land den Titel. Außerdem wurde die Mannschaft einmal Olympiasieger. Die Ultrà-Bewegung hat ihre Wurzeln im Italien der frühen 1950er und 1960er Jahre, als sich erstmals Fußballfans in Gruppen zusammenschlossen, um ihre jeweiligen Lieblingsmannschaften gemeinsam organisiert zu unterstützen.

Motorsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Scuderia Ferrari ist der erfolgreichste Rennstall der Formel-1-Geschichte

Motorsport erfreut sich in Italien großer Beliebtheit, schon vor dem Zweiten Weltkrieg begründeten Fahrer wie Tazio Nuvolari und die Hersteller Alfa Romeo und Fiat die großartige italienische Rennsporttradition. Nach dem Krieg wurde Ferrari das bekannteste und erfolgreichste Team der Formel 1. Mit Giuseppe Farina (1950) und Alberto Ascari (1952 und 1953) stellte Italien zwei Formel-1-Weltmeister. Der Große Preis von Italien wird seit 1950 ohne Unterbrechung bis heute (2015) ausgetragen; bis auf einmal (1980) auf dem Autodromo Nazionale Monza ausgetragen. Auch für die Formel 1 homologiert ist das Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola.

Eine Vielzahl von Bergrennstrecken gibt es von Nord bis Süd verteilt. Der Bergrennsport genießt hohes Ansehen und ist bei Streckenlängen zwischen 6 und 17 km sportlich hoch angesiedelt. In der Europa-Bergmeisterschaft kann Italien mehrere Strecken zur Verfügung stellen und eine Vielzahl von Meistern vorweisen.

Auch der Motorradrennsport ist sehr beliebt. Giacomo Agostini ist der erfolgreichste Fahrer in der Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft, heute wird diese Tradition vor allem von Publikumsliebling Valentino Rossi fortgesetzt. Auch die Hersteller Moto Guzzi, Gilera, MV Agusta, Ducati oder Aprilia sind in aller Welt für ihre Erfolge bekannt. Zu den Formel-1- und Motorradrennen auf den Traditionsrennstrecken von Monza, Imola und Mugello strömen alljährlich hunderttausende Zuschauer. In Lonigo, zwischen Verona und Vicenza gelegen, oder in Terenzano bei Udine, findet alljährlich im Rahmen der Speedway-Einzelweltmeisterschaft der Speedway-WM Grand Prix von Italien statt.

Radsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Des Weiteren gilt Italien auch als ein Radsportland. Der Giro d’Italia gilt nach der Tour de France als zweitbedeutendstes Radrennen der Welt. Wichtige Eintagesrennen, die zu den Klassikern gerechnet werden, sind Mailand–Sanremo und die Lombardei-Rundfahrt. Zu den wichtigsten Radsportlern gehören unter anderem der verstorbene Marco Pantani und Mario Cipollini bzw. in der Radsportgeschichte Fausto Coppi und Gino Bartali.

Skisport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außer in Apulien gibt es in allen italienischen Regionen gut ausgestattete Skigebiete, wobei bei Touristen vor allem die Skigebiete Dolomiti Superski und Sellaronda beliebt sind. Zwei der heute bekanntesten aktiven Skifahrer sind bei den Herren der Olympiasieger 2010 im Slalom, Giuliano Razzoli und bei den Damen Manuela Mölgg. Der im Ausland vermutlich berühmteste italienische Skifahrer ist Alberto Tomba.

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daneben gehören in Italien Wasserball, Basketball, Volleyball und Rugby Union zu den beliebtesten Sportarten.

Feiertage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Feiertage in Italien
Datum Bezeichnung Italienischer Name Anmerkung
Sämtliche Sonntage tutte le domeniche Der erste Sonntag im November ist darüber hinaus Tag der nationalen Einheit (Festa dell'unità nazionale)
1. Januar Neujahrstag Capodanno
6. Januar Epiphanias Epifania
25. April Tag der Befreiung Liberazione dal nazifascismo (1945) Befreiung vom Nazifaschismus,
Ende der deutschen Besatzung 1945
Ostermontag Lunedì di Pasqua auch Lunedì dell'Angelo oder Pasquetta genannt
1. Mai Tag der Arbeit Festa del Lavoro
2. Juni Tag der Republik Festa della Repubblica Gründung der italienischen Republik 1946
15. August Maria Himmelfahrt Assunzione di Maria auch Ferragosto genannt
1. November Allerheiligen Ognissanti
8. Dezember Mariä Empfängnis Immacolata Concezione
25. Dezember Weihnachten Natale di Gesù oder schlicht Natale
26. Dezember Stefanstag Santo Stefano
Gedenktag des Stadtpatrons[129] Festa del Santo Patrono In Südtirol wird stattdessen der Pfingstmontag (Lunedì di Pentecoste), der im übrigen Italien kein gesetzlicher Feiertag ist, als gesetzlicher Feiertag begangen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Italien – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Italien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Wikisource Quellen und Volltexte
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 Wikimedia-Atlas: Italien – geographische und historische Karten

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ISTAT: monatliche Übersicht
  2. World Economic Outlook Database, April 2014 des Internationalen Währungsfonds
  3. Human Development Report Office: Italy – Country Profile: Human Development Indicators, abgerufen am 26. Oktober 2014
  4. Overcoming barriers: Human mobility and development (PDF; 4 MB). Human Development Report 2009. The United Nations Development Programme. New York. ISBN 978-0-230-23904-3.
  5. World Economic Outlook Database, April 2012 des Internationalen Währungsfonds.
  6. World Population Prospects – The 2006 Revision (en, PDF; 2,9 MB) UN. Abgerufen am 4. Oktober 2012.
  7. Alberto Manco, Italia. Disegno storico-linguistico, 2009, Napoli, L'Orientale, ISBN 978-88-95044-62-0
  8. J.P. Mallory and D.Q. Adams, Encyclopedia of Indo-European Culture (London: Fitzroy and Dearborn, 1997), 24.
  9. a b ISTAT: Italien in Zahlen, 2010, S. 3. (PDF; 476 kB).
  10. Der Grenzverlauf auf dem Mont Blanc ist allerdings umstritten. Nach französischer Auffassung ist der Mont Blanc de Courmayeur mit seinen 4.748 m der höchste Gipfel Italiens.
  11. CIA. The World Factbook.
  12. Italien – Vulkanprovinzen und Ursache des Vulkanismus
  13. „Der Po in der Nebelsuppe“ aus: Spiegel Online – Wissenschaft vom 23. Januar 2010
  14. Sonnenstunden: Europakarte und Sonnenstunden in europäischen Städten
  15. Corriere della sera, 5. Mai 2009, Fazit zum Erdbeben in den Abruzzen am 6. April 2009.
  16. Elenco ufficiale delle aree naturali protette, 17. Dezember 2009.
  17. noi Italia 100 statistiche S. 15-16 (PDF; 12,64 MB; italienisch)
  18. RAI – Das Phänomen Migration
  19. Centro Studi Economici e Sociali: Convivere nelle mega cities, in Rapporto annuale 2008, S. 19–23. (Memento vom 21. Februar 2010 auf WebCite)
  20. Life expectancy at birth, OECD, abgerufen am 4. Juli 2016
  21. Mortalità per malattie cardiocircolatorie, ISTAT
  22. Mortalità per tumori, ISTAT.
  23. a b c OECD: OECD-Gesundheitsdaten 2007 – Deutschland im Vergleich (PDF; 355 kB), abgerufen am 29. Januar 2008.
  24. Mortalità infantile, ISTAT.
  25. Medici per abitante.
  26. Info Februar 2014 auf schule.suedtirol.it
  27. Johanna Bruckner: Italiens Bildungssystem müsste von Grund auf reformiert werden. Interview mit Andreas Schleicher, süddeutsche.de vom 10. März 2013, abgerufen am 10. März 2013
  28. Ricerca Italiana.
  29. Ewald Berning – Hochschulen und Studium in Italien
  30. MIUR – Unterrichtsministerium: Studierende 2006/7 (PDF; 57 kB)
  31. Volltext
  32. Erwin Gatz (Hrsg.): Kirche und Katholizismus seit 1945, Bd. 3: Italien und Spanien, Schöningh, Paderborn 2005, S. 103.
  33. Giuseppe Manca: Saldigna, Fossataro, 1960, S. 418.
  34. Silvia Sansonetti: Social Indicators of Secularization in Italy, in: Barry Alexander Kosmin, Ariela Keysar (Hrsg.): Secularism, Women & the State. The Mediterranean World in the 21st Century, Institute for the Study of Secularism in Society and Culture, Hartford, Connecticut 2009, S. 137-153, hier: S. 144.
  35. Die Zahl bezieht sich nicht auf alle Gläubigen, sondern nur auf die aktiven missionierenden Mitglieder, auch (ungetaufte bzw. getaufte) Verkündiger genannt.
  36. Paolo Piccioli, Max Wörnhard: Jehovas Zeugen – Ein Jahrhundert Unterdrückung, Wachstum, Anerkennung, in: Gerhard Besier, Katarzyna Stokłosa (Hrsg.): Jehovas Zeugen in Europa. Geschichte und Gegenwart, Bd. 1: Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Portugal und Spanien, LIT-Verlag, Münster 2013, S. 299-432, hier: S. 301.
  37. Unione delle Communità Israelitiche Italiane (UCII), Näheres hier: Guri Schwarz (2007): Der Wiederaufbau jüdischen Lebens in Italien
  38. Enzo Campelli: Comunità va cercando ch’è sì cara. Sociologia dell'Italia ebraica, FrancoAngeli, Mailand 2013, S. 15.
  39. Alle Daten wurden aus dem Dossier 2008 der Caritas/Migrantes entnommen und beziehen sich auf die Wohnbevölkerung Italiens.
  40. Religiöser und spiritueller Glaube, Bundeszentrale für politische Bildung, zuletzt gesehen am 6. August 2016.
  41. Special Eurobarometer pdf., zuletzt gesehen am 6. August 2016 (PDF).
  42. G. Nr. 482/1999
  43. Für diese Unterteilung siehe Universität Mailand-Bicocca Einführung in die Sprachwissenschaft (italienisch).
  44. ISTAT: Demographische Indikatoren für das Jahr 2014 (Schätzung; PDF; 281 kB).
  45. 1 Million illegale Einwanderer in Italien, Corriere della Sera, 10. August 2009.
  46. ISTAT: Demographische Indikatoren für das Jahr 2010, S. 8. (PDF; 281 kB)
  47. ISTAT, Jahr 2009.
  48. Quelle: Aufarbeitung von Daten von ISTAT, in Gianfausto Rosoli, Un secolo di emigrazione italiana 1876–1976, Roma, Cser, 1978
  49. Italienisches Außenministerium: Statistisches Jahrbuch 2009, S. 121–129. (PDF; 367 kB)
  50. Guillermo Spina: Historias de inmigrantes italianos en Argentina. Universidad Nacional de La Matanza, 14. November 2011, abgerufen am 15. Juli 2015 (spanisch): „al menos 25 millones están relacionados con algún inmigrante de Italia.“
  51. a b c migranti.torino.it (PDF)
  52. Italienische Botschaft in Brasilien
  53. italplanet.it
  54. U.S Census Bureau – Selected Population Profile in the United States
  55. archiviostorico.corriere.it
  56. Embajador de Italia en Caracas asegura que el sistema electoral venezolano es confiable, Correo del Orinoco vom 17. Juli 2012
  57. Statistics Canada: Ethnic origins, 2006 counts, for Canada, provinces and territories – 20% sample data (Memento vom 3. Juni 2008 im Internet Archive)
  58. abs.gov.au
  59. lucanidelperu.com
  60. inca-cgil.be
  61. Charles T. O’Reilly: Forgotten Battles. Italy’s War of Liberation, 1943–1945. Lexington, Lanham 2001, S. 162, Anm. 40.
  62. governo italiano
  63. de.statista.com, abgerufen 1. März 2013
  64. ISTAT, Stand 30. Januar 2015: Codici statistici delle unità amministrative territoriali
  65. ISTAT: Demographische Datenbank 2008
  66. comuni-italiani.it
  67. World Health Organization Assesses the World’s Health Systems
  68. OECD Health Data 2011: How Does Italy Compare (PDF; 255 kB), Zugriff am 7. Oktober 2011
  69. Documento Programmatico Pluriennale per la Difesa per il triennio 2013-2015. Zur Betrachtung der Militärausgaben müssen die Ausgaben für die Carabinieri, die vor allem allgemeine Polizeiaufgaben im Inneren übernehmen, aus dem Verteidigungshaushalt weitgehend herausgenommen werden. Andererseits stammen die Mittel für Auslandseinsätze und verschiedene Rüstungsprojekte aus anderen Haushalten, insbesondere aus dem des Wirtschaftsministeriums.
  70. Decreto Legislativo 28 gennaio 2014, n. 8
  71. „Libro bianco per la sicurezza internazionale e la difesa“, Weißbuch zur internationalen Sicherheit und Verteidigung, italienisches Verteidigungsministerium, April 2015 (Punkte 62f, 71, 74)
  72. Istituto per la Ricostruzione Industriale S.p.A. – Company Profile
  73. Auswärtiges Amt –Italien- Übersicht, zuletzt gesehen am 15. Juli 2016.
  74. Istituto nazionale di statistica(ISTA): La misura dell’economia sommersa secondo le statistiche ufficiali(it.) (abgerufen am 7. Juni 2014)
  75. Italien: Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2004 bis 2016 (gegenüber dem Vorjahr) statista. Das Statistik- Portal (abgerufen am 9. Juli 2016)
  76. a b c The World Factbook
  77. Bereitstellung der Daten zu Defizit und Verschuldung 2009 (PDF; 437 kB)
  78. Anmerkungen zur italienischen Staatsverschuldung von 1885 bis 2001 (Memento vom 14. Juli 2007 im Internet Archive), von Prof. Roberto Artoni, S. 10.
  79. Öffentlicher Bruttoschuldenstand
  80. EUROSTAT: Bruttoverschuldung des Staates – jährliche Daten
  81. EUROSTAT: Defizit (-) und Überschuss (+) des Staates – jährliche Daten
  82. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4.
  83. Deutschland als Nettozahler Centrum für Europäische Politik, Beitragszahlungen der Mitgliedsstaaten an die EU 2008
  84. Europaparlament: Zusatzthema zu Modul 7 Der Haushalt der EU Nettozahler und Nettoempfänger in der EU (PDF; 48 kB)
  85. FTD, 30. Oktober 2009 EU-Reformvertrag vor dem Durchbruch, Grafik „Die größten Nettobeitragszahler und -empfänger der EU-Staaten“ (Memento vom 31. Oktober 2009 im Internet Archive)
  86. Bundeszentrale für politische Bildung: Top 5 Nettozahler und Nettoempfänger in der EU
  87. Bundeszentrale für politische Bildung: Top 5 Nettozahler und Nettoempfänger in der EU
  88. Dänisches Parlament: Zusammenfassung über die Nettozahler und – empfänger von 2000 bis 2010
  89. The World Factbook: Natural resources
  90. Der Tagesspiegel: Italiens Schatztruhe
  91. http://www.terna.it/LinkClick.aspx?fileticket=%2fVFowCFDG3o%3d&tabid=649.
  92. La centrale (fallita) di Montalto è costata 250 euro a ogni italiano
  93. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Erneuerbare Energien in Zahlen. Nationale und internationale Entwicklung. Berlin 2013
  94. 23. März 2011, diepresse.com: Italien setzt Atom-Wiedereinstieg um ein Jahr aus.
  95. Schwere Niederlage für Berlusconi in Atom-Abstimmung. (Memento vom 16. August 2011 im Internet Archive) In: Financial Times Deutschland. 13. Juni 2011.
  96. Italien stimmt gegen Atomkraft – und gegen Berlusconi. In: FAZ. 13. Juni 2011.
  97. Speciale elezioni 2011. In: La Repubblica. abgerufen am 16. Juni 2011.
  98. Nuclear Power in Italy
  99. Importazioni e esportazioni di energia elettrica per frontiera
  100. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/151260/umfrage/strompreise-fuer-industriekunden-in-europa/
  101. Strompreise für Industriekunden in ausgewählten europäischen Ländern nach Verbrauchsmenge im Jahr 2014 (in Euro-Cent pro Kilowattstunde), Statista, abgerufen am 4. Juli 2016
  102. Italien: Anteile der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2004 bis 2014, Statista, abgerufen am 4. Juli 2016
  103. welt.de – Warum Italien die neue Supermacht des Weins ist
  104. Produktionsstatistik der FAO, aufgerufen am 9. Februar 2015.
  105. ISTAT: Unternehmen in Italien
  106. Bei Konsumgütern hinkt Italien hinterher, Il Sole 24 Ore, 26. Februar 2010
  107. UNWTO, 2015
  108. ISTAT: Italien in Zahlen, 2009 (PDF; 593 kB)
  109. ISTAT: Beschäftigte und Arbeitslose in Italien, 1. April 2011
  110. Auswärtiges Amt – Italien- Wirtschaft, zuletzt gesehen am 15. Juli 2016.
  111. Il Sole 24 Ore, August 2008
  112. EUROSTAT: Regionales BIP je Einwohner in der EU27 (Memento vom 17. Juli 2010 auf WebCite) (PDF)
  113. Wechsel an der Poleposition China bald neuer Exportweltmeister vor Deutschland / Von Bernd Schaaf – Bundesagentur für Außenwirtschaft (Memento vom 6. Dezember 2008 im Internet Archive)
  114. Italien, Spiegel-Serie zur Euro-Krise in der Ausgabe 32/2012, Grafik S.49
  115. 2014 annual financial report, Ferrovie dello Stato Italiane, abgerufen am 4. Juli 2016
  116. Il Sole 24 Ore, 8. Januar 2008.
  117. http://www.portodigioiatauro.it/uploads/variazione%20in%20percentuale.pdf
  118. Details auf assaeroporti.com
  119. Eyewitness Travel (2005), S. 19.
  120. UNESCO: Gastronomic meal of the French: Inscribed in 2010 on the Representative List of the Intangible Cultural Heritage of Humanity. (englisch).
  121. Französische Küche zum Weltkulturerbe ernannt, Zeit Online vom 16. November 2010.
  122. Die Europa-Liste – Was unseren Kontinent ausmacht. Artikel vom 29. Juni 2013 im Portal welt.de, abgerufen am 29. Juni 2013
  123. Europa-Liste: Auf der Suche nach einer europäischen Kultur, Website des Goethe-Instituts, abgerufen am 29. Juni 2013
  124. Italienische Museen, Piccola Università Italiana
  125. Dossier Musei 2009 (PDF; 755 kB), Touring Club Italiano
  126. International Telecommunication Union: Italy
  127. Angela Teja & Marco Impiglia: Italy, in: James Riordan & Arnd Krüger: European Cultures in Sport: Examining the Nations and Regions. Bristol: Inellect 2003, S. 139-157; ISBN 1-84150-014-3
  128. Arnd Krüger: Sport im faschistischen Italien (1922–1933), in: G. Spitzer, D. Schmidt (Hrsg.): Sport zwischen Eigenständigkeit und Fremdbestimmung. Festschrift für Prof. Dr. Hajo Bernett. P. Wegener, Bonn 1986, S. 213–226; Felice Fabrizio: Sport e fascismo. La politica sportiva del regime, 1924–1936. Guaraldi, Rimini 1976.
  129. Offizieller Internetauftritt der italienischen Regierung, Präsidentschaft des Ministerrates, Amt für das Staatszeremoniell: Presidenza del Consiglio, Ufficio del Cerimoniale di Stato, Festività e giornate nazionali I giorni festivi (am 31. Mai 2016)
  130. 1. Historische und kulturelle Grundlagen: * Guido Crainz, Die historischen Voraussetzungen des heutigen Italien * Mario Caciagli, Alte Sitten im neuen Gewand. Die politische Kultur Italiens * Franco Garelli, Religion und Gesellschaft ** 2. Die italienische Gesellschaft zwischen Tradition und Erneuerung * Clementina Casula, Die italienische Gesellschaft * Chiara Saraceno, Die italienische Familie im Wandel * Ilvo Diamanti und Luigi Ceccarini, Die Jugend: eine »behütete Minderheit« * Gabriele Ballarino, Das italienische Bildungs- und Ausbildungs-System ** 3. Die italienische Republik im Umbruch. Reformen des politischen Systems und neue politische Ausrichtungen * Alexander Grasse und Francesca Gelli, Zentralismus, regionale Autonomie, Föderalismus * Köppl, Entwicklungen und Reformen in Parteiensystem und Wahlsystem * Luca Verzichelli, Das italienische Regierungssystem * Carlo Guarnieri, Die Rolle der Justiz in der italienischen Politik * Carlo Masala, Italienische Außen- und Sicherheitspolitik ** 4. Die italienische Wirtschaft vor globalen Herausforderungen * Glassmann, Die ital. Volkswirtschaft. Historische Entwicklung und gegenwärtige Lage * Luigi Burroni, Die lokale Wirtschaft Italiens im Wandel * Chiara Rapallini, Die italienische Wirtschafts- und Finanzpolitik * Glassmann, Der italienische Wohlfahrtsstaat ** 5. Intermediäre Gewalten * Mimmo Carrieri, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände * Gianpietro Mazzoleni, Die ital. Medien * Letizia Paoli, Mafia und organisierte Kriminalität in Italien * Glassmann, Köppl und Rörig, Vergangene und gegenwärtige Herausforderungen. ** Anhänge: Wahlergebnisse ** Tabellen zu Wirtschaft und Gesellschaft S. 490 – 502

Koordinaten: 43° N, 12° O