Italienische Botschaft in Berlin

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ItalienItalien Italienische Botschaft
Staatswappen
Staatliche Ebene bilateral
Stellung der Behörde Botschaft
Aufsichts­behörde(n) Außenministerium
Hauptsitz DeutschlandDeutschland Berlin
Botschafter Pietro Benassi
(seit 2014)
Website Italienische Botschaft
Italienische Botschaft in Berlin

Die Italienische Botschaft in Berlin ist die diplomatische Vertretung Italiens in Deutschland. Sie befindet sich im Botschaftsviertel im westlichen Teil des Tiergartenviertels im Berliner Ortsteil Tiergarten. Botschafter ist seit dem 23. September 2014 Pietro Benassi.[1]

Abteilungen der Botschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Büro des Botschafters, befinden sich folgende Abteilungen in der Botschaft: Konsular-, Kultur-, Presse- und Militärabteilung, die Politische Abteilung, die Wirtschafts- und Handelsabteilung, die Verwaltungsabteilung sowie das Italienische Kulturinstitut.[2]

Weitere Vertretungen in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Botschaft in Berlin, die Italienische Republik unterhält Generalkonsulate in Frankfurt am Main, Hannover, Köln, München und Stuttgart; Konsulate in Freiburg im Breisgau und Dortmund; sowie Honorarkonsulate in Wolfsburg, Bremen, Dresden, Hamburg, Kiel, Leipzig, Nürnberg und Saarbrücken.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Botschaft

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die italienische Botschaft ihren Sitz in der Viktoriastraße 36 in Berlin-Tiergarten[4] nahe dem Kemperplatz.

Weil hier Baulichkeiten für HitlersWelthauptstadt Germania“ geplant waren und in der Nähe das „Haus des Fremdenverkehrs“ noch im Rohbau fertiggestellt wurde – das Grundstück lag genau auf der „Siegesallee des Dritten Reiches“ (Nord-Süd-Achse) –, erhielt der italienische Verbündete in der Zeit des Nationalsozialismus einen repräsentativen Ersatzbau im neuen Botschaftsviertel in unmittelbarer Nachbarschaft.

Das von Friedrich Hetzelt errichtete Gebäude der Italienischen Botschaft in der Tiergartenstraße entstand zwischen 1939 und 1941 im neoklassizistischen Stil mit Verblendung aus römischem Travertin. Das Königreich Italien war neben dem Japanischen Kaiserreich eine Achsenmacht, also ein Verbündeter des Deutschen Reichs.

Das Botschaftsgebäude wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs stark zerstört und anschließend notdürftig wieder aufgebaut. Die Verlegung der Hauptstadtorgane der neuen Bundesrepublik Deutschland nach Bonn sowie der Mauerbau im Jahr 1961 hatten zur Folge, dass das Bauwerk nur in seinem Westflügel als Konsulat genutzt wurde.

Mit der weltweiten diplomatischen Anerkennung der DDR nach 1971 bezog die Italienische Botschaft in Ost-Berlin das Gebäude Unter den Linden 40.[5] In Bonn befand sich die Italienische Botschaft an der Karl-Finkelnburg-Straße 51 im Godesberger Villenviertel (Eintrag in Botschaftsliste).

Der Fall der Mauer, die deutsche Wiedervereinigung und die spätere Verlegung des Sitzes der Bundesregierung nach Berlin erforderten auch eine Verlegung der diplomatischen Missionen von Bonn nach Berlin. Der italienische Staat, noch immer Eigentümer des Geländes am Tiergarten, gab sein Botschaftsgebäude in Ost-Berlin auf und ließ zwischen 1999 und 2003 das historische Gebäude in allen seinen Teilen wieder aufbauen. Es ist inzwischen unter Denkmalschutz gestellt.[6] Sowohl in der Architektur als auch der Geschichte ähnelt es somit stark der direkt gegenüberliegenden Japanischen Botschaft. Seit der Wiedereröffnung im Jahr 2003 ist es zugleich die Residenz des italienischen Botschafters.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Italienische Botschaft in Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Botschafter. ambberlino.esteri.it; abgerufen am 6. Dezember 2017
  2. [1]
  3. [2]
  4. Behörden. In: Berliner Adreßbuch, 1922, Teil 3, S. 6.
  5. Diplomatische und andere Vertretungen. In: Fernsprechbuch für die Hauptstadt der DDR, 1989, S. 100.
  6. Baudenkmal Italienische Botschaft in Berlin, (heute) Hiroshimastraße 1

Koordinaten: 52° 30′ 33,8″ N, 13° 21′ 34″ O