Itter (Rhein)

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Itter
Haan Itter 001.jpg
Daten
Gewässerkennzahl DE: 2738
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Quelle Nördlich von Solingen-Gräfrath
51° 12′ 56″ N, 7° 4′ 33″ O
Quellhöhe 244 m ü. NHN[1]
Mündung In Benrath in den RheinKoordinaten: 51° 9′ 18″ N, 6° 51′ 36″ O
51° 9′ 18″ N, 6° 51′ 36″ O
Mündungshöhe 38 m ü. NHN[2]
Höhenunterschied 206 m
Länge 20,1 km[3]
Einzugsgebiet 36,245 km²[3]

Großstädte Düsseldorf, Solingen
Mittelstädte Haan, Hilden

Die Itter (auch Itterbach genannt) ist ein rechter bzw. östlicher Nebenfluss des Rheins im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Ihr Name stammt vermutlich aus dem Lateinisch-Indogermanischen, denn itera heißt „das Wasser von der Höhe“.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das vordere Bergische Land wird häufig von heftigen und langanhaltenden Regengüssen heimgesucht, weil dieser hügelig-bergige Landstrich im nordwestlichen Deutschland die ersten höheren Erhebungen südlich der Nordsee aufweist. Hier regnen vielfach die vom Meer kommenden Wolken ab. Daher strömen viele Bachläufe aus dem Bergischen Land dem Rhein entgegen.

Quelle, Bachlauf, Mündung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bach entspringt im Bergischen Land. Als seine Quelle wird der so genannte „Heilige Born“ nahe dem Haus Grünewald bzw. der Bandesmühle in Solingen-Gräfrath gedeutet. Von hier an durchfließt die Itter das Ittertal mit seinem gleichnamigen Freizeitpark (unter anderem mit einem Karussell aus dem Jahre 1920) in westlicher Richtung.

Zahlreiche Wassermühlen, Kotten und Hammerwerke begleiten die Itter in diesem Taleinschnitt (Neuenkotten, Bastianskotten, Ernenkotten, die Breidenmühle, die Heidberger Mühle und die Bruchermühle). Die Itter bildet hier auch die Grenze zwischen Solingen und Haan. Dem Ittertal folgen das Schloss Caspersbroich und der Eisenbahndamm der Strecke Köln-Wuppertal, ehe der Itterbach nun in die weniger hügelige Ohligser Heide eindringt und diverse Fischzuchtteiche speist. Nachdem die Itter durch die Stadt Hilden geflossen ist, werden die Horster Bänden mit der Horster Mühle durchspült. Der Bach, ab Hilden stark begradigt, erreicht nun Benrath, wo er die Teiche und Weiher des bekannten Benrather Schlosses mit Wasser versorgt, ehe er südwestlich des Schlossparks von Osten kommend unterirdisch in den Rhein mündet. Ein kleiner Teil wird im Park nach links und Südsüdwesten abgezweigt und fließt über den Urdenbacher Dorfanger als so genannte Alte Itter zum Urdenbacher Altrhein.

Bis zum Bau des Benrather Schlosses (1756–1768) nahm der Itterbach einen anderen Flusslauf, er floss mitten durch den Ort Benrath, um dann in Richtung Holthausen, Schloss Elbroich (hier wurde der Burggraben gespeist), und weiter zum gleichnamigen Dorf Itter zu gelangen, wo der dann bis 1756 in den Rhein mündete.

Das Tal der Itter ist in Haan unter Naturschutz gestellt.

Von der Quelle bis zur Mündung ist die Itter mit ihrer heutigen Mündung in den Rhein bei Urdenbach 20 km lang.[4]

Nebenflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Folgenden werden die Nebenflüsse der Itter von der Quelle zur Mündung genannt. Aufgeführt werden die Fließgewässer, die in der Deutschen Grundkarte mit Namen verzeichnet sind.

Name Stat.
in km

Lage Länge
in km
Mündungs­höhe[1]
in m ü. NHN
GKZ
Heider Bach 19,159 links 1,0[5] 204 2738 112
Pißbach 18,355 rechts 0,6[1] 190  
Bandesmühler Bach 18,308 links 0,2[1] 186  
Boltenfelder Bach 18,068 links 0,1[1] 178  
Nümmener Bach 16,789 links 3,3[5] 151 2738 12
Holzer Bach 16,399 rechts 1,8[5] 150 2738 132
Bastiansbach 14,499 rechts 0,6[1] 126  
Heidberger Bach 14,043 rechts 0,3[1] 110  
Haaner Bach 13,948 rechts 2,3[5] 109 2738 14
Krausener Bach 13,933 links 0,8[5] 109 2738 16
Horster Bach 12,841 rechts 0,5[1] 95  
Baverter Bach 12,452 links 1,4[5] 91 2738 172
Brucher Bach 11,637 rechts 1,0[5] 83 2738 174
Thienhauser Bach 11,260 rechts 2,1[5] 79 2738 18
Lochbach 10,912 links 7,9[5] 76 2738 2
Pütter Bach 10,402 rechts 0,9[1] 72  
Schönholzgraben 9,086 rechts 1,1[1] 61  
Schweißgraben 2,608 rechts 1,0[5] 41 2738 32

Anrainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j Messung anhand Deutscher Grundkarte 1:5000
  2. Deutsche Grundkarte 1:5000
  3. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  4. Hans Knübel: Die Itter, Historisch-geographische Betrachtung eines Bachlaufes. In: Hildener Jahrbuch, Band 2, Hilden, 1937/38, Seite 6
  5. a b c d e f g h i j Gewässerverzeichnis des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW 2006 (Memento vom 15. Februar 2010 im Internet Archive) (PDF; 1,03 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Itter – Sammlung von Bildern