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Itzhak Perlman

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Itzhak Perlman (2007)

Itzhak Perlman (hebräisch יצחק פרלמן; * 31. August 1945 in Tel Aviv) ist ein israelischer Geiger, Dirigent und Pädagoge. Er gilt als einer der bedeutendsten Geiger der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Kindheit und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Itzhak Perlman ist der Sohn des aus Polen emigrierten Friseurs Chaim Perlman und seiner Frau. Mit vier Jahren erkrankte Itzhak Perlman an Poliomyelitis. Seine musikalische Ausbildung begann er im Alter von fünf Jahren an der Schulamith-Akademie in seiner Heimatstadt, nachdem er die schlimmsten Folgen der Krankheit bereits überwunden hatte. Er ist jedoch infolge der Krankheit auf Gehhilfen angewiesen und spielt deswegen im Sitzen. Mit neun Jahren wurde er an der Academy of Music in Jaffa aufgenommen. 1958 zog er in die USA, um an der New Yorker Juilliard School bei Ivan Galamian und Dorothy DeLay zu studieren.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in Tel Aviv debütierte Perlman im Alter von neun Jahren im israelischen Rundfunk.

Nach seiner Auswanderung in die Vereinigten Staaten unternahm er mehrere lange Konzerttourneen, daneben trat er auch immer wieder in Fernsehsendungen auf. Seinen Durchbruch konnte er feiern, als er 1964 in der Carnegie Hall den begehrten Leventritt-Gedenk-Preis gewann. Auch seine gemeinsamen Auftritte mit dem Geiger Pinchas Zukerman erlangten Bekanntheit. Ab 1968 unternahm er fast alljährlich eine Konzerttournee durch die USA. Besonders bemerkenswert sind auch seine Auftritte mit dem Israel Philharmonic Orchestra in den Gebieten des damaligen Ostblocks, wo es 1987 in Warschau und Budapest zu den ersten Konzerten kam. Größere Bekanntheit außerhalb der Klassikwelt erlangte er durch die von John Williams komponierte und mit einem Oscar ausgezeichnete Filmmusik zu Schindlers Liste, die als Hauptthema ein ihm gewidmetes und von ihm gespieltes Violinsolo enthält. Später war er nochmals in einem John-Williams-Soundtrack zum Film Die Geisha zu hören.

Im Laufe seiner Karriere hat er einige CD- und Schallplattensammlungen veröffentlicht, welche mehrfach ausgezeichnet wurden.

Neben seinen solistischen Erfolgen hat er auch eine beachtliche pädagogische Karriere aufzuweisen; er gibt Privatstunden und erteilt weltweit Meisterkurse für Violine und Kammermusik. Zurzeit lehrt er am Dorothy Richard Starling Chair of Violin Studies an der renommierten Juilliard School, eine Position, die vor ihm seine Lehrerin Dorothy DeLay innehatte. Außerdem rief er, zusammen mit seiner Frau, 1998 das Perlman Music Program ins Leben, einen Sommerkurs für talentierte Nachwuchsmusiker. Ein Dokumentarfilm über dieses Projekt wurde mit einem Emmy bedacht.

Neben seinen solistischen Auftritten steht Perlman auch am Dirigentenpult und ist unter anderem als Haupt-Gastdirigent der Detroit Symphony tätig.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Perlman ist seit 1967 mit Toby Lynn, geb. Friedländer verheiratet. Das Ehepaar hat fünf Kinder, zwei Söhne und drei Töchter. Neben seiner musikalischen Karriere engagiert er sich für Behinderte.

Perlman spielt die Soil Stradivarius aus dem Jahr 1714, die er 1986 von Yehudi Menuhin erwarb.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Itzhak Perlman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Musik heute vom 14. Dezember 2015: Geiger Itzhak Perlman erhält Genesis-Preis 2016 (dpa/MH), abgerufen am 14. Dezember 2015


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Speichern | Informationen | 02:26 min (2,1 MB) Text der gesprochenen Version (11. Februar 2016)
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