Ivan Glaser

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Ivan Glaser (* 1938 in Šibenik) ist ein kroatisch-deutscher Jurist und Politologe.

Glaser studierte Rechtswissenschaft, Philosophie und Politologie in Zagreb, Freiburg i.Br. und Erlangen. Er war der erste Doktorand Paul Lorenzens, bei dem er 1969 über sprachkritische Untersuchungen zur Zurechnungsfähigkeit im Strafrecht promovierte. Danach war er an der philosophischen Fakultät der Universität Konstanz tätig, wo er sich 1980 mit “Warum Das Kapital ein Torso blieb” habilitierte. Er übersetzte Luhmanns Werk Legitimation durch Verfahren in das Kroatische. Später befasste Glaser sich in Publikationen und Vorträgen mit der politischen Entwicklung Jugoslawiens und seiner Nachfolgestaaten. 1984–2003 war er außerdem juristischer Dozent am Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ivan Glaser, Ernst Köhler: Für das kleinere Ganze. Zu einem anderen Verständnis für das Ende Jugoslawiens. Westfaelisches Dampfboot, 1986, ISBN 3-924550-80-8.
  • Ivan Glaser: Warum "Das Kapital" ein Torso blieb: historische und systematische Studien. Universität Konstanz, 1979, OCLC 310746868.
  • Ivan Glaser: Sprachkritische Untersuchungen zum Strafrecht am Beispiel der Zurechnungsfähigkeit. Bibliograph. Inst., Mannheim 1970, OCLC 63497046.
  • Ivan Glaser: Marx’ Kapital – eine Erfindung von Friedrich Engels? Studien zum Historischen Materialismus. Cahiers Cartésiens, 2017.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rednerliste des Konstanzer "Gedenkprogramm Dr. Zoran Djindjic" 2013