Ivenrode

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Ivenrode
Gemeinde Altenhausen
Koordinaten: 52° 16′ 23″ N, 11° 13′ 58″ O
Höhe: 162 m
Fläche: 10,55 km²
Einwohner: 469 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39343
Vorwahl: 039052

Ivenrode ist ein Ortsteil der Gemeinde Altenhausen im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ivenrode liegt rund sieben Kilometer nördlich von Erxleben im Flechtinger Höhenzug. Als Wohnplätze der vormaligen Gemeinde Ivenrode war ausgewiesen:

  • Bischofswald

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Salvator-Kirche

Ivenrode wurde erstmals im Jahr 1358 urkundlich erwähnt.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Ivenrode und Emden mit der Gemeinde Altenhausen zur neuen Gemeinde Altenhausen zusammen.[1]

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Ivenrode

Blasonierung: „Schräglinks geteilt Silber und Grün; oben ein grünes Efeublatt, unten ein bewurzelter silberner Stubben mit frisch ausgeschlagenen silbernen Buchenblättern.“

Das Wappen basiert auf einem alten Siegel mit Efeublatt. Gestaltet wurde ein redendes Wappen. Das grüne Efeublatt für Iven- (Ivo) von ivy (englisch, niederdeutsch) = Efeu und ein silberner Stubben für -rode (Rodung). Der Stubben einer Weißbuche deutet auf die Waldungen im Landkreis Börde, in denen der Ort liegt. Die beiden frisch ausgeschlagenen Blätter des Triebs bedeuten, dass Ivenrode wächst und gedeiht.

Das Wappen wurde von der Magdeburger Heraldikerin Erika Fiedler gestaltet und am 16. September 1996 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Die Flagge ist Grün - Weiß gestreift mit aufgelegtem Wappen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bundesstraße 1, die Braunschweig mit Magdeburg verbindet, sind es in südlicher Richtung rund sieben Kilometer. Die Bundesautobahn 2 (Anschlussstelle Eilsleben) wird nach zehn Kilometern erreicht. Ivenrode liegt an der ausschließlich im Güterverkehr befahrenen Bahnstrecke Haldensleben–Weferlingen.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige katholische Kapelle

Die romanische Salvator-Kirche stammt aus der Zeit um 1200. Seit der Einführung der Reformation im Jahre 1524 ist sie evangelisch-lutherisch.[2] Heute gehört die Kirche zum Pfarrbereich Bülstringen, in der Region Mitte des Kirchenkreises Haldensleben-Wolmirstedt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[3]

Da sich infolge des Zweiten Weltkriegs durch den Zuzug von Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches wieder Katholiken im seit der Reformation evangelischen Ivenrode angesiedelt hatten, wurde 1960 in einem Stall eine Kapelle eingerichtet. 1990 wurde die Kapelle aufgegeben, da sich die Zahl der Katholiken wieder verringert hatte.[4] Heute ist eine Kapelle im rund sieben Kilometer entfernten Erxleben das nächstgelegene katholische Gotteshaus.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Lamprecht (* 1925 Ivenrode; † 1997 Bremen), deutscher Rundfunkredakteur und Lyriker

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eiche bei Bischofswald mit einem Brusthöhenumfang von 8,05 m (2015).[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  2. Hinweisschild an der Kirche, gesehen am 12. Oktober 2014
  3. http://kirche.bülstringen.de/ivenrode/index.php
  4. Alfred Hanus: Entwicklung der katholischen Kirchengemeinde in Weferlingen. Weferlingen 2005, S. 25, 34, 57
  5. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ivenrode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien