Iwanytschi

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Iwanytschi
Іваничі
Wappen von Iwanytschi
Iwanytschi (Ukraine)
Iwanytschi
Iwanytschi
Basisdaten
Oblast: Oblast Wolyn
Rajon: Rajon Iwanytschi
Höhe: keine Angabe
Fläche: 23,60 km²
Einwohner: 6.679 (2016)
Bevölkerungsdichte: 283 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 45300
Vorwahl: +380 3372
Geographische Lage: 50° 38′ N, 24° 22′ OKoordinaten: 50° 38′ 16″ N, 24° 21′ 33″ O
KOATUU: 721155100
Verwaltungsgliederung: 1 Siedlung städtischen Typs, 8 Dörfer
Bürgermeister: Wiktor Wilentko
Adresse: вул. Грушевського 13
45300 смт. Іваничі
Statistische Informationen
Iwanytschi (Oblast Wolyn)
Iwanytschi
Iwanytschi
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Iwanytschi (ukrainisch Іваничі; russisch Иваничи/Iwanitschi, polnisch Iwanicze) ist eine kleine ukrainische Siedlung städtischen Typs mit etwa 6700 Einwohnern (2016). Sie liegt in der Oblast Wolyn, nahe der Grenze zu Polen. Die nächstgrößere Stadt (Nowowolynsk) liegt ca. 25 km westlich von Iwanytschi

Am 30. Juni 2017 wurde die Siedlung zum Zentrum der neugegründeten Siedlungsgemeinde Iwanytschi (Іваничівська селищна громада/Iwanytschiwska selyschtschna hromada). Zu dieser zählen auch noch die 8 Dörfer Dolynka (Долинка), Drewyni (Древині), Iwaniwka (Іванівка), Luhowe (Лугове), Mentschytschi (Менчичі), Myschiw (Мишів), Romaniwka (Романівка) und Sosnyna (Соснина)[1], bis dahin bildete die Siedlung zusammen mit den Dörfern Dolynka und Romaniwka die gleichnamige Siedlungsratsgemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1545 zum ersten Mal schriftlich und lag als Iwanicze bis 1795 als Teil der Adelsrepublik Polen-Litauen in der Woiwodschaft Bełz[2]. Danach kam es zum neugegründeten Gouvernement Wolhynien als Teil des Russischen Reiches. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde der Ort ein Teil der Zweiten Polnischen Republik (Woiwodschaft Wolhynien, Powiat Włodzimierz, Gmina Poryck), nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebiet durch die Sowjetunion und ab 1941 durch Deutschland besetzt, 1945 kam es endgültig zur Sowjetunion und wurde in die Ukrainische SSR eingegliedert. Seit 1951 hat der Ort den Status einer Siedlung städtischen Typs, 1991 kam die Siedlung zur neu entstandenen Ukraine.

Der Ort gewann nach dem Bau einer Eisenbahnlinie zwischen Sokal und Wolodymyr-Wolynskyj im Jahre 1915 (siehe Bahnstrecke Jarosław–Kowel) an Bedeutung so dass er nach dem Zweiten Weltkrieg ab 1966 die Rajonshauptstadt des gleichnamigen Rajons Iwanytschi wurde.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimadaten von Iwanytschi

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Iwanytschi
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) -2 -1 3 11 18 20 22 22 17 11 4 0 Ø 10,5
Min. Temperatur (°C) -7 -6 -1 3 8 11 14 12 9 4 0 -4 Ø 3,6
Temperatur (°C) -4,9 -3,5 0,9 8,0 13,8 16,8 18,0 17,4 13,3 7,9 2,6 -2,0 Ø 7,4
Niederschlag (mm) 31 31 27 39 60 68 76 61 56 37 36 38 Σ 560
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Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grafik Einwohnerentwicklung

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iwanytschi unterhält eine klassische Gemeindepartnerschaft:

  • DeutschlandDeutschland Erzhausen, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen, Deutschland; seit 11. Mai 2017[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iwanytschi ist über die Territorialstraße T–03–05, die O–030318, die O–030319 und die O–030320 an das ukrainische Straßennetz angeschlossen. Die Stadt besitzt einen Eisenbahnanschluss an der Bahnstrecke Jarosław–Kowel. Der nächstgelegene regionale Flughafen befindet sich in Lwiw und der nächstgelegene internationale Flughafen befindet sich in Kiew.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Rot über einer goldenen Bockmühle ein silberner Vollmond mit einem silbernen Wiederkreuz besteckt. Auf den goldenen Antikschild eine dreitürmige silberne Mauerkrone.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Iwanytschi – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Волинській області у Іваничівському районі Іваничівська селищна, Мишівська та Соснинська сільські ради рішеннями від 30 червня 2017
  2. Rizzi Zannoni, Woiewództwa Lubelskie y Rawskie. Mazowsze y Podlasie Południowe. Część Pułnocna Woiewództw Bełzkiego, Ruskiego y Sendomirskiego, część zachodnia Województwo (!) Wolyńskiego y Brzeskiego — Litewskiego.; 1772
  3. Wolfgang Görg: Darmstädter Echo, Donnerstag, 11. Mai 2017, S. 20