Ján Smrek

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Ján Smrek

Ján Smrek (* 16. Dezember 1898 in Zemianske Lieskové, heute Teil von Melčice-Lieskové, Slowakei; † 8. Dezember 1982 in Bratislava) war ein slowakischer Schriftsteller und Herausgeber.

Smrek studierte von 1919 bis 1921 am Lehrerseminar in Modra und danach bis 1924 evangelische Theologie an der Universität von Bratislava. Von 1925 bis 1929 war er Redakteur der Zeitung Národných novín in Martin. Daneben redigierte er bis 1938 die Edíciu mladých slovenských autorov (EMSA - Edition junger slowakischer Autoren). Seit 1930 gab er in Prag die literarische Zeitschrift Elán heraus.

Während des Zweiten Weltkrieges kehrte Smrek in die Slowakei zurück und ließ sich in Bratislava nieder. Dort gab er 1946-47 erneut die Zeitschrift Elán heraus. 1968 erschienen seine Memoiren unter dem Titel Poézia, moja láska (Poesie, meine Liebe).

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Odsúdený k vecitej žízni, 1922
  • Cválajúce dni, 1925
  • Božské uzly, 1929
  • Iba oci, 1933
  • Básnik a žena, 1934
  • Zrno, 1935
  • Hostina, 1944
  • Studna, 1945
  • Beg Bajazid, Libretto zur Oper von Ján Cikker, 1957
  • Obraz sveta, 1958
  • Struny, 1962
  • Mr. Scrooge, Libretto nach Charles Dickens zur Oper von Ján Cikker, 1963
  • Písané na sude, 1964
  • Nerušte moje kruhy, 1965
  • Poézia, moja láska 1968

als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ján-Smrek-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 1998, zum 100. Geburtstag des Dichters, ging in Bratislava der 18. Weltkongress der Dichter über die Bühne. Der schwedische Dichter Tomas Tranströmer, der 2011 den Nobel-Preis erhalten sollte, wurde beim Kongress mit dem Ján-Smrek-Preis ausgezeichnet.

Von 2000 bis 2011 fand in Bratislava und anderen Städten der Westslowakei ein internationales Ján-Smrek-Festival statt. Während dieses Festivals wurde der Ján-Smrek-Preis an bedeutende Gegenwartsdichter vergeben (u.a. an Tuvia Rübner, Reiner Kunze, Gennadij Ajgi, Friederike Mayröcker, Pia Tafdrup, Knut Ødegård, Mateja Matevski).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]