János Hunfalvy

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
János Hunfalvy

János Hunfalvy [ˈja:noʃ ˈhunfɒlvi] (* 21. Januar 1820 in Nagyszalók; † 6. Dezember 1888 in Budapest) war ein ungarischer Geograph, Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und Begründer der Ungarischen Geographischen Gesellschaft.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

János Hunfalvy, Bruder des Linguisten Pál Hunfalvy, absolvierte seine schulische Ausbildung in Késmárk, Miskolc und Eperjes und studierte anschließend an den Universitäten Berlin und Tübingen.

1846 erhielt er eine Stelle als Lehrer für Statistik und Geschichte am Lyzeum von Késmárk. Aufgrund seiner Teilnahme an der Ungarischen Revolution von 1848 wurde er jedoch entlassen und zu einer Haftstrafe verurteilt.

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ließ er sich in Pest nieder, wo er sich eine Existenz als Schriftsteller und Dozent aufbaute. 1866 wurde er, unterstützt von Móriz Pálffy, Dozent an der Königlich-Ungarischen Joseph-Universität für Technik und Wirtschaftswissenschaften.

1870 wurde er zum Präsidenten des neu errichteten Lehrstuhls für Geographie an der Universität Pest ernannt und übte diese Stelle bis zu seinem Tode aus. In dieser Zeit unternahm er mehrere Auslandsreisen und vertrat die ungarische Regierung an internationalen Kongressen für Statistik und Geographie, unter anderem in Den Haag, Sankt Petersburg, Paris, London, Venedig und Rom. Zudem nahm er an mehreren Weltausstellungen teil.

Im Jahre 1872 begründete er zusammen mit Ármin Vámbéry, Antal Berecz und János Xántus die Ungarische Geographische Gesellschaft (ungarisch: Magyar Földrajzi Társaság) und amtierte bis zu seinem Tod als deren erster Präsident.

Zusammen mit dem deutschen Maler Ludwig Rohbock veröffentlichte er im Jahre 1863 Ungarn und Siebenbürgen in malerischen Original-Ansichten, die in Darmstadt im Verlag G.G. Lange erschienen.

In der slowakischen Hohen Tatra sind das "Hunfalvyjoch" (slowak. Váha) und das "Hunfalvytälchen" (slowak. Kotlinka pod Váhou) nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]