Jörg H. Gleiter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jörg H. Gleiter (* 12. Juli 1960 in Stuttgart) ist ein deutscher Architekt und Architekturtheoretiker und seit 2012 Professor für Architekturtheorie am Institut für Architektur der Technischen Universität Berlin (TU Berlin). Er ist geschäftsführender Direktor des Instituts für Architektur und Mitglied des Akademischen Senats der TU Berlin. [1]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gleiter studierte Architektur an der Technischen Universität Berlin, am IUAV – Istituto universitario d’architettura di Venezia sowie an der Columbia University in New York. Zu seinen Lehrern zählen die Architekten Peter Eisenman, James Stirling und Mauro Lena. Nach Mitarbeit im Büro Eisenman Architects und Tätigkeit in verschiedenen Architekturbüros in Italien, USA und Deutschland war Gleiter 1995 bis 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität Weimar und an der Universität Karlsruhe (KIT). 2002 erfolgte die Promotion zum Dr.-Ing. im Fach Architekturtheorie zum Thema Kritische Theorie des Ornaments und 2007 die Habilitation (Dr.-Ing. habil.) zum Thema Friedrich Nietzsche und die Physiologie der Architektur mit der venia legendi in Philosophie der Architektur, beides an der Bauhaus-Universität Weimar. Gleiter bekleidete mehrere Gastprofessuren: 2003 an der UIV – Università Internationale di Venezia, 2003–2005 an der Waseda University in Tokyo, 2005–2007 an der Bauhaus-Universität Weimar, 2005–2008 an der Freien Universität Bozen und 2016 an der Brown University in Providence (RI). 2008 wurde Gleiter zum Professor für Ästhetik an die Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen berufen. 2012 erfolgte die Berufung an die TU Berlin für das Fachgebiet Architekturtheorie.

Forschungsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Architekturtheorie der Moderne (15.–21. Jahrhundert)
  • Architekturphilosophie mit Schwerpunkt Kritische Erkenntnistheorie und Ästhetik
  • Semiotik der Architektur
  • Ornamenttheorie
  • Friedrich Nietzsche

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Außerordentliches Mitglied des BDA – Bundes Deutscher Architekten
  • Mitglied der Architektenkammer Berlin
  • Herausgeber der Reihe ArchitekturDenken im Transcript Verlag Bielefeld
  • Mitglied des Herausgebergremiums der Architekturzeitschrift der architekt
  • Mitherausgeber der Internationalen Internetzeitschrift für Architekturtheorie Wolkenkuckucksheim[2]
  • Mitglied des Herausgebergremiums der Buchreihe Collana Libri Primi (Universitá di Catania)

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Architektur und Philosophie. Grundlagen. Standpunkte. Perspektiven (Hg. mit Ludger Schwarte), Bielefeld: Transcript Verlag 2015, ISBN 978-3-8376-2464-9
  • Symptom Design: Vom Zeigen und Sich-Zeigen der Dinge (Hg.), Bielefeld: Transcript Verlag 2014, ISBN 978-3-8376-2268-3
  • Ornament Today. Digital, Material, Structural (Hg.), Bozen-Bolzano: Universitätsverlag 2012, ISBN 978-88-6046-048-6
  • Urgeschichte der Moderne. Zur Theorie der Geschichte der Architektur, Bielefeld: Transcript Verlag 2010, ISBN 978-3-8376-1534-0
  • Der philosophische Flaneur – Nietzsche und die Architektur, Würzburg: Königshausen & Neumann 2009, ISBN 978-3-8260-3758-0
  • Einfühlung und phänomenologische Reduktion. Grundlagentexte zu Architektur, Design und Kunst (Hg. mit Thomas Friedrich), Münster: LIT Verlag 2007, ISBN 978-3-8258-9366-8
  • Rückkehr des Verdrängten. Zur Kritischen Theorie des Ornaments in der architektonischen Moderne, Weimar: Verlag der Bauhaus-Universität 2002, ISBN 3-86068-185-0
  • Nietzsches Labyrinthe (Hg. mit Gerhard Schweppenhäuser), Weimar: Verlag der Bauhaus-Universität 2001, ISBN 3-86068-149-4
  • Kultur-philosophische Spurensuche (Hg. mit Gerhard Schweppenhäuser), Weimar: Verlag der Bauhaus-Universität 1999, ISBN 3-86068-131-1
  • Wegschauen? Weiterdenken! Zur Berliner Mahnmal-Debatte (Hg. mit Gerhard Schweppenhäuser), Weimar: Verlag der Bauhaus-Universität 1999, ISBN 3-86068-110-9
  • Paradoxien der Globalisierung (Hg. mit Gerhard Schweppenhäuser), Weimar: Verlag der Bauhaus-Universität 1999, ISBN 3-86068-099-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.architektur.tu-berlin.de/menue/fachgebieteinstitutsrat_beauftragtewerkstaetten/fachgebiete/ abgerufen am 10. Juli 2017
  2. http://cloud-cuckoo.net/de/in-den-wolken/herausgeber-und-beirat/ abgerufen am 10. Juli 2017