Jörg Himmelreich

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Jörg Himmelreich (* 7. August 1959 in Bad Hersfeld) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Himmelreich studierte Recht, Politikwissenschaften und Geschichte in Freiburg, Köln, Bonn und London. Das Zweite Juristische Staatsexamen legte er im Oktober 1989 beim Kammergericht Berlin ab. Im Mai 1993 promovierte er an der FU Berlin. Nach wissenschaftlicher Mitarbeit am dortigen Institut für Staats- und Verwaltungsrecht und als Reprivatisierungsbeauftragter der Treuhandanstalt Zentrale war er von 1995 bis 2001 für die WestLB in Moskau und London tätig. Nach Mitarbeit in einem Vorstandsbüro der DaimlerChrysler AG zu Russland in Berlin und Stuttgart und beim Vorsitzenden des deutschen Ostausschusses arbeitete er 2003 bis 2004 im Planungsstab des Auswärtigen Amts. Er lehrte als Gastprofessor an der University of California in San Diego und war Senior Transatlantic Fellow beim German Marshall Fund in Washington und Berlin. Seit 2009 lehrt er Internationale Beziehungen an der Jacobs University Bremen.

Nach 30-jähriger Mitgliedschaft in der FDP war er 5 Monate Mitglied der Alternative für Deutschland, trat aber bereits im März 2014 aus der Partei wieder aus.[1][2] Als Sachverständiger war er 2009 Mitglied der EU-Untersuchungskommission zum russisch-georgischen Krieg 2008. Er ist ein regelmäßiger außenpolitischer Kommentator für die NZZ und Deutschlandradio Kultur.

Jörg Himmelreich wohnt in Berlin und hat acht Kinder.

Ausgewählte Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das parlamentarische Untersuchungsrecht im dezentralen Staat. Bundesstaatsprinzip und kommunale Selbstverwaltungsgarantie als Schranken parlamentarischer Untersuchungen. Promotionsschrift, Shaker Verlag, Berlin 1995, ISBN 978-3-8265-5124-6.
  • Überlegungen zur Entflechtung von Partei und Staat in der DDR. Jakob-Kaiser-Stiftung, Königswinter 1990, OCLC 22115720.

Ausgewählte Artikel in Zeitschriften und Zeitungen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günther Lachmann: AfD-Amtsträger flüchten vor Luckes Autokratie. In: Welt Online. 1. April 2014, abgerufen am 7. August 2015.
  2. Zoff bei der AfD: NRW-Landeschef Burger schmeißt hin. In: focus.de. Abgerufen am 7. August 2015.