Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein

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Die Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R. ist eine von zwei Interessensvertretungen jüdischer Gemeinden in Schleswig-Holstein. Ihr gehören die der orthodoxen Strömung folgenden Gemeinden von Lübeck, Flensburg sowie Kiel und Region an.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1912 bis zur Zeit des Nationalsozialismus bestand der Verband der Jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins und der Hansestädte.[2] Nach der Schoah gab es die Jüdische Gemeinschaft von Schleswig-Holstein, bis sie sich 1968 wegen Mitgliedermangel auflöste.[3] Durch die Zuwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion in den 1990er Jahren erhielt das jüdische Leben in Schleswig-Holstein wie in Deutschland insgesamt neue Impulse.[4] Die Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein wurde im Oktober 2004 neben dem seit 2002 bestehenden, die liberale Strömung vertretenden Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein[5] als zweiter jüdischer Landesverband in Schleswig-Holstein gegründet. Vor der Gründung hatten in Kiel und Flensburg lokale Gemeindezentren der Jüdischen Gemeinde Hamburg existiert, deren eigenständige Nachfolgegemeinden sich nun mit der jüdischen Gemeinde Lübeck zusammenschlossen.

Am 25. Januar 2005 schloss das Land Schleswig-Holstein mit beiden jüdischen Landesverbänden den Staatsvertrag „über die Förderung des jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein“.[6] Die Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein ist seit November 2005 ein Mitgliedsverband im Zentralrat der Juden in Deutschland. Der Verband ist Mitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Schleswig-Holstein e.V.[7]

2013 hatte die Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein nach Angaben der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland 1260 Mitglieder.[8] Landesrabbiner der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein ist seit 2008 Dov-Levy Barsilay[9][10] als Geschäftsführerin fungiert Viktoria Ladyshenski.[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R. auf der Webseite des Zentralrats der Juden in Deutschland, abgerufen am 2. August 2014
  2. Verband der Jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins und der Hansestädte, auf der Webseite des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden, abgerufen am 2. August 2014
  3. Neue Jüdische Gemeinden in Elmshorn und Ahrensburg, (Memento des Originals vom 24. September 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.talmud.de auf Talmud.de o. D., abgerufen am 2. August 2014
  4. Stella Shcherbatova: Zuwanderung und Selbstfindung: die jüdischen Gemeinden im wiedervereinten Deutschland, Migrationspolitisches Portal der Heinrich Böll Stiftung, 18. November 2013, abgerufen am 2. August 2014
  5. Barbara Goldberg: Einheitsgemeinde: Raum für Pluralismus, in: Jüdische Allgemeine vom 2. Januar 2014, abgerufen am 2. August 2014
  6. Vertrag (...) über die Förderung jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein@1@2Vorlage:Toter Link/www.bmi.bund.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF), auf der Webseite des Bundesinnenministeriums, abgerufen am 2. August 2014
  7. Chronik, auf der Webseite der Gesellschaft CJZ Schleswig-Holstein, abgerufen am 2. August 2014
  8. Landesverbände, auf der Webseite des Zentralrats der Juden in Deutschland, abgerufen am 2. August 2014
  9. http://www.ordonline.de/rabbiner/barsilay_dov-levy/
  10. Die Bedeutung des Staates Israel für Juden in Deutschland, auf der Webseite der Gesellschaft CJZ Schleswig-Holstein, abgerufen am 2. August 2014
  11. JGSH@1@2Vorlage:Toter Link/jg-luebeck.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF), Mitteilungsblatt der JGSH, abgerufen am 2. August 2014