Jüdischer Friedhof (Reistenhausen)

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Der Jüdische Friedhof Reistenhausen ist ein jüdischer Friedhof in Reistenhausen, einem Stadtteil der unterfränkischen Gemeinde Collenberg im Landkreis Miltenberg. Der 52 Ar große Friedhof befindet sich nordwestlich von Reistenhausen. Heute sind noch 428 Grabsteine (Mazewot) vorhanden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Friedhof wurde im 16. Jahrhundert eingerichtet. Nachdem im Jahr 1926 die jüdische Gemeinde von Reistenhausen aufhörte zu existieren, diente der Friedhof als Verbandsfriedhof u. a. für die jüdischen Gemeinden von Eschau, Fechenbach, Freudenberg, Klingenberg, Mönchberg, Röllbach und Sommerau.

In den "Statuten des israelitischen Leichenhofes zu Reistenhausen" von 1875 werden als zugehörige "Cultus-Gemeinden" genannt: Fechenbach, Freudenberg, Mönchberg, Eschau, Sommerau, Hobbach, Klingenberg, Röllfeld, Röllbach, Wörth, Trennfurt und Hoffstetten.

Im 20. Jahrhundert erfuhr der Friedhof im westlichen Teil eine flächenmäßige Erweiterung; die Belegung des Friedhofs mit Grabsteinen hatte im nördlichen Teil des Friedhofs begonnen.

Der Friedhof wurde bis 1938 genutzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lothar Mayer: Jüdische Friedhöfe in Unterfranken. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2010, S. 150−155, ISBN 978-3-86568-071-6 (mit vielen Fotos)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 49° 46′ 30″ N, 9° 18′ 54″ O