Jüdisches Museum Westfalen

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Jüdisches Museum Westfalen

Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten zeigt in seiner Ausstellung die Religion und Kultur der Juden in Deutschland und insbesondere die Geschichte des Judentums in Westfalen. Dem Museum ist ein Lehrhaus mit einer Bibliothek angeschlossen. Es finden regelmäßig Kulturveranstaltungen statt. Im August 2013 wurde das Museum in die Rote Liste Kultur des Deutschen Kulturrates aufgenommen und in die Kategorie 2 als gefährdet eingestuft. [1] Ehrenamtlicher Leiter des Museums ist der Sozialwissenschaftler Norbert Reichling.

Geschichte[Bearbeiten]

Das heutige Museum ging aus der seit 1982 bestehenden Dorstener Bürgerinitiative und Forschungsgruppe „Regionalgeschichte/Dorsten unterm Hakenkreuz“ hervor, die zuvor eine Buchreihe zur Dorstener Geschichte herausgegeben und eine lokalgeschichtliche Ausstellung erarbeitet hatte. Während der Recherche für den Band über die jüdische Gemeinde in Dorsten, bis 1932 als Synagogenhauptgemeinde der Fläche nach zweitgrößter jüdischer Gemeindebezirk Deutschlands, stellte sich heraus, dass bei großen Teilen der Bevölkerung und der Forschungsgruppe selbst anstelle von Wissen eine „tiefwurzelnde Unwissenheit in bezug auf das Judentum“ und „Vorurteile als Relikte des christlichen Antijudaismus und neuzeitlichen Antisemitismus“ existierten.[2] Aus dieser Erkenntnis und einer unerwartet entstandenen Sammlung von Überresten der jüdischen Geschichte, die von Zeitzeugen, Angehörigen und Freunden der vertriebenen Juden der Forschungsgruppe übergeben wurden, entstand die Idee einer öffentlichen Präsentation und Dokumentation.

Die Bürgerinitiative gründete 1987 den Verein für jüdische Geschichte und Religion e.V. und fasste unter dem Arbeitstitel „Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte und Religion“ den Plan, ein Museum einzurichten.[3] Dieses Museum sollte vor allem Nichtjuden die jüdische Kultur und die regionale jüdische Geschichte vermitteln und zum Ort des Lernens werden. Im November 1987 begann die Forschungsgruppe, unter dem Namen „Sammlung Judaica Dorsten“ privat finanziert einen Grundstock an historischen Exponaten zu sammeln.[4]

Mit neuen Geldquellen wie Objektpatenschaften, Darlehen und Zuschüssen des Landes Nordrhein-Westfalen, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und vor allem der Nordrhein-Westfalen-Stiftung sowie Unterstützung durch die Stadt Dorsten war es dem Verein möglich, Judaica, wertvolle Kultusgegenstände und Dokumente zu erwerben. Durch Schenkungen und Leihgaben von Privatpersonen, Museen, Institutionen, der jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Recklinghausen und der israelischen Stadt Hod haScharon wurde die Sammlung erweitert.[5]

Ein Altstadtbau im Eigentum der Stadt Dorsten wurde mit Landesmitteln für etwa 2,3 Mio. DM saniert und an den Verein vermietet.[6] Das Museum wurde am 28. Juni 1992 im Beisein des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau, des israelischen Botschafters Benjamin Navon und des Regierungspräsidenten Erwin Schleberger feierlich eröffnet.[7][6] Der Namenszusatz „Westfalen“ wurde kurz vor der Eröffnung beschlossen, um die Stellung als einziges jüdisches Museum Westfalens hervorzuheben, obwohl die Sammlung zunächst wenige Exponate westfälischer Provenienz enthielt.[6][8]

Seit 1999 unterstützt die Stiftung „Jüdisches Museum Westfalen“ die Museumsarbeit finanziell. 2001 erfolgte ein größerer Anbau, der die Ausstellungsfläche um etwa 280m² erweiterte und Platz für einen Veranstaltungsraum und ein Foyer schuf.[9] Am 26. August 2001 wurde die Neueröffnung des Museums mit einer völlig neu gestalteten Dauerausstellung gefeiert. Eine Renovierung des Altbaus erfolgte im Jahr 2002. Im Januar 2004 wurde die Dauerausstellung des Museums um eine Ausstellung zur regionalen Geschichte der Juden erweitert. Im Mai 2006 wählten die Mitglieder des Trägervereins den bisherigen Schriftführer Norbert Reichling zum Vorsitzenden des Vereins und Leiter des Museums. Die Gründungsvorsitzende Johanna Eichmann wurde kurz nach ihrem 80. Geburtstag zur Ehrenvorsitzenden gewählt.[10] Im Herbst 2012 konnte der Verein 20 Jahre Museum feiern, 25 Jahre Vereinsarbeit und 30 Jahre regionale Forschung.

Lage und Architektur[Bearbeiten]

Lage des Museums

Das Museum befindet sich im Südosten der Dorstener Innenstadt an der Ecke der Straßen Südwall und Julius-Ambrunn-Straße, letztere ist benannt nach dem letzten Vorsitzenden der örtlichen Synagogengemeinde 1942.

Das Museum besteht zunächst aus einem dreigeschossigen Altbauwohnhaus aus der Gründerzeit um 1900, der dem Jugendstil zugerechnet wird.[2] Der quadratische Grundriss des traufenständigen Gebäudes wird nur von einem an der straßenseitigen Fassade befindlichen, leicht vorspringenden Risalit unterbrochen. Durch mehrere weiße Gesimsbänder wird die heute gelb gestrichene Fassade horizontal gegliedert. Die symmetrisch angeordneten Stich- und Rundbogenfenster sowie Schmuckwerk, wie die sechs unterhalb des Dachgesims befindlichen Konsolen, gliedern die Außenwände vertikal. Im Giebel befindet sich je ein Ochsenauge mit Streben in Form eines Davidsterns. Den Giebel des Risalts ziert ein verkleinerter Schmuckgiebel, ähnlich einem Tympanon, ebenfalls mit einem Ochsenauge.

Dem Altbau wurde 2000 ein großer, zweigeschossiger Neubau entlang der Straße Südwall bis zur Ecke Julius-Ambrunn-Straße angefügt.[9] Der moderne Anbau nach einem Entwurf von Detlef Wiegand besteht aus mehreren verschachtelten Kuben. Die Verbindung zwischen Alt- und Neubau bildet das durch große Fensterflächen offen gestaltete Foyer im Erdgeschoss und eine Empore im Obergeschoss. Weitere großflächige Fenster lockern die sonst verschlossene Form auf. Der Neubau fällt besonders durch eine flächige, aber in ihrer Struktur unregelmäßige Klinkerfassade auf. Die Gestaltung der Fassade mit minderwertigen Ziegeln, sogenannten Fußsteinen, erinnert an den Backsteinexpressionismus der 1920er Jahre, wird aber auch mit den Bedrückungen und Zerwürfnissen der jüdischen Geschichte assoziiert. Durch die nächtliche Beleuchtung der Fassade entstehen außerdem interessante Effekte.

Hinter dem Museumsgebäude befindet sich in einem kleinen Hof ein Skulpturengarten. Ein Gedenkstein zum Holocaust, mehrere Skulpturen sowie Plastiken von Manfred Marreck, Tisa von der Schulenburg und anderen bieten dem Besucher Raum zu Entspannung und Gedenken.[9] Im Herbst 2008 kam die Installation "Wegweisend" des Bochumer Künstlers Marcus Kiel[11] hinzu, die mit Straßenschildern an ausgewählte untergegangene Gemeinden Westfalens erinnert.

Trägerverein, Stiftung und Mitarbeiter[Bearbeiten]

Träger der Einrichtung ist der private „Verein für jüdische Geschichte und Religion e.V.“, Dorsten. Vorsitzender des Trägervereins und ehrenamtlicher Leiter des Museums ist Dr. Norbert Reichling. Der Verein zählt etwa 500 Mitglieder, neben zahlreichen Privatpersonen fördern auch 23 Städte, Kirchengemeinden und andere Organisationen den Verein als korporative Mitglieder.[12]

Die Museumsarbeit tragen vor allem ehrenamtliche Mitarbeiter/innen. Neben drei Rezeptionsstellen ist ein Historiker als wissenschaftliche Fachkraft beim Museum festangestellt.[7] Eine weitere Stelle wird vom Kreis Recklinghausen finanziert. Einschließlich aller ehrenamtlichen Mitarbeiter sind etwa 30 Kräfte beim Museum beschäftigt. Die Personalkosten werden seit 1999 teilweise durch Zinserträge aus dem Stiftungskapital der Stiftung „Jüdisches Museum Westfalen“ gedeckt. Träger der Stiftung des privaten Rechts sind der Kreis Recklinghausen und die Sparkasse Vest Recklinghausen.[13]

Dauerausstellung[Bearbeiten]

Grundriss des Obergeschosses

Die Dauerausstellung im Obergeschoss erreicht der Besucher über eine Treppe vom Foyer aus. Die Ausstellung lässt sich zunächst in zwei räumlich getrennte Bereiche „Jüdische Lebenswege in Westfalen“ und „Jüdische Religion und Tradition“ unterteilen. Über 800 Exponate veranschaulichen die auf Texttafeln gegebenen Informationen.[14][15]

Jüdische Lebenswege in Westfalen[Bearbeiten]

Jüdische Lebenswege in Westfalen

Im ersten großen Bereich der Dauerausstellung werden die 700 Jahre der lokalen jüdischen Geschichte anhand 14 beispielhafter Lebensläufe von Juden aus der Region vorgestellt. Mit Fotos, Büchern, Skulpturen, Briefen, Urkunden aber auch zahlreichen persönlichen Gegenständen werden die Geschichten der Personen anschaulich nachgezeichnet.[16][15]

Für das Judentum im Mittelalter steht der Münsteraner Bankier Leo von Münster (um 1350), der eine Urkunde und einen Münzschatz hinterließ. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau in jüdischen Familien repräsentiert die Händlerin Freuchen Gans (1560–1630) aus Hamm, die zusammen mit ihrem Mann Moises reichsweite Geschäfte tätigte.[17] Wie unsicher der Rechtsstatus der Juden in der frühen Neuzeit war, zeigt die Gefangennahme des Handelsreisenden Jacob Kaufman auf Schloss Lembeck 1602.[18] Weitere Stationen behandeln die Lebenswege des Bildungsreformers Alexander Haindorf (1784–1862) aus Münster[19], des Bocholter Textilunternehmers Cosman Cohen (1836–1897)[20] und des Lehrers und Dichters Jakob Loewenberg (1856–1929) aus Salzkotten.[21]

Räumlich getrennt befinden sich weitere Lebenswege, die von den Verfolgungen in der Zeit des Nationalsozialismus geprägt sind. Der Rabbiner und Bibelwissenschaftler Benno Jacob (1862–1945) aus Dortmund floh 1938 vor den Nationalsozialisten nach London.[22] Die Sozialistin Jeanette Wolff (1868–1976) überlebte eine Odyssee durch verschiedene Ghettos und Lager. Sie wurde die bedeutendste jüdisch-deutsche Nachkriegs-Politikerin und war von 1951 bis 1961 Bundestagsabgeordnete für die SPD. Der Dortmunder Bildhauer Benno Elkan (1877–1960) emigrierte 1933 nach London und schuf später die große Menora von der Knesset. Der Textilkaufmann und Fußballer Erich Gottschalk (1906–1996) aus dem Ruhrgebiet überlebte als einziger seiner Familie den Holocaust.[23] Marga Spiegel (1912–2014) aus Ahlen tauchte 1944 im Münsterland unter und veröffentlichte 1965 ihre Lebensgeschichte Retter in der Nacht.[24] Die aus Paderborn stammende Schriftstellerin Jenny Aloni (geb. Rosenbaum) (1917–1993) wanderte 1939 nach Palästina aus.[25] Imo Moszkowicz (1925–2011) aus Ahlen überlebte das KZ Auschwitz III Monowitz und wurde später ein erfolgreicher Regisseur und Theaterschauspieler.[26] Rolf Abrahamsohn (* 1925) aus Marl überlebte mehrere Konzentrationslager und gründete nach dem Zweiten Weltkrieg eine Textilhandelsfirma in Marl.[27]

Jüdische Religion und Tradition[Bearbeiten]

Jüdische Religion und Tradition

In einem anschließenden Raum befindet sich der zweite große Bereich der Dauerausstellung, in dem die jüdische Religion und Kultur beleuchtet wird.[15] An einer Wand befinden sich mehrere an der Decke aufgehängte Tücher mit hebräischen Zitaten aus der Tora und deren jeweilige deutsche Übersetzung. Die meisten Exponate dienten religiösen Bräuchen, es finden sich aber auch Gebrauchsgegenstände in den Vitrinen. Der Ausstellungsbereich lässt sich thematisch in vier Abschnitte unterteilen: „Tora – Synagoge – Gemeinde“, „Haus – Familie – Individuum“, „Antijudaismus – Antisemitismus“ und „Neues jüdisches Leben in Westfalen“. Die einzelnen Teilbereiche lassen sich jedoch naturgemäß nicht immer klar voneinander trennen.

Tora – Synagoge – Gemeinde[Bearbeiten]

Torarolle aus Leder und Holz, Deutschland um 1830

Der erste Teil des Bereichs befasst sich mit der Tora, der Synagoge und der Gemeinde. Hier werden wertvolle Torarollen und Talmudbände, Toraschmuck wie bestickte Torawimpel, -mäntel, -aufsätze (Rimmonim), -schilde (Tass) und -vorhänge (Parochet) sowie einige Torazeiger (Jad) gezeigt. Zu den bemerkenswertesten Exponaten zählt eine große Torarolle aus Leder, die von etwa 1830 stammt, sowie drei bestickte Torawimpel aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Anhand des Modells einer 1938 zerstörten Landsynagoge Vreden wird die Synagoge als Zentrum des Gemeindelebens erläutert. An den Wänden hängen mehrere Kupferstiche aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die Karten der Stadt Jerusalem zeigen und auf die lange jüdische Geschichte hinweisen.

Haus – Familie – Individuum[Bearbeiten]

Menora, Deutschland, Anfang des 20. Jahrhunderts

Der zweite Teilbereich „Haus – Familie – Individuum“ stellt das Alltagsleben, jüdische Feste und Bräuche vor.

Die traditionellen Vorschriften für das Gebet veranschaulichen Gebetsmäntel (Tallitot) und -riemen (Tefillin) aus dem 18. Jahrhundert. Wie alltäglich das Gebet für gläubige Juden ist, zeigt auch die Mesusa, einer am Türpfosten angebrachten Schriftkapsel mit Abschnitten aus dem Glaubensbekenntnis Schma Jisrael, die beim Betreten eines Raumes berührt wird.

Die Darstellung der jüdischen Feiertage ist nach ihrer Abfolge im Jahreskreis des jüdischen Kalenders geordnet. Drei Schofare (Blasinstrumente aus Widderhorn) aus dem 19. Jahrhundert dienen der Illustration für das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana (Ende September) und das Versöhnungsfest Jom Kippur (Ende September), da an beiden Festen das Schofar geblasen wird. An die dem Erntedankfest ähnliche Tradition, zum Laubhüttenfest Sukkot (Anfang Oktober) einen mit der Zitrusfrucht Etrog geschmückten Feststrauch aus Palmen-, Myrte- und Weidenzweigen als Zeichen der Freude zu schwenken, erinnern zwei Etrogdosen. Mehrere Chanukkaleuchter und -bänke aus Silber und Messing verweisen auf das 8-tägige Lichter- oder Tempelweihfest Chanukka (Dezember). Dabei wird an jedem Tag eine Kerze des Leuchters mehr angezündet wird, womit an ein Wunder erinnert wird, bei dem ein Licht acht Tage geleuchtet haben soll, obwohl nur Öl für einen Tag eingefüllt worden war. Zum ausgelassenen Losfest Purim sind eine Pergamentrolle des Buches Ester (Megillat Ester) und eine Purimschnarre, mit der Lärm gemacht wird, sobald aus dem Buch Ester der verhasste Name „Haman“ vorgelesen wird, ausgestellt. Zahlreiche weitere Ausstellungsstücke sind Beispiele für die jüdischen Speisegesetze (Kaschrut), nach denen bei vielen religiösen Festen gesondertes, koscheres Geschirr und Besteck benutzt wird. Zu diesen Exponaten zählt ein silberner und zum Teil vergoldeter Sederteller aus dem Jahr 1680 sowie Mazzenteller und Eliasbecher, die zum Pessachfest (April) oder zum wöchentlichen Shabbat benutzt werden. Auch die aus dem 19. Jahrhundert stammenden Kiddusch- beziehungsweise Hawdalabecher und -pokale aus Silber und Glas des Münsteraner Landrabbiners Abraham Sutro (1784-1869) und ein Shabbatleuchter aus Rheine veranschaulichen die jüdischen Traditionen zum Shabbat. Mit einem siebenarmigen Leuchter (Menora) aus Bronze, der noch bis 1929 in der Synagoge in Moers stand, wird auf eines der bekanntesten und ältesten jüdischen Symbole, das seit 1949 das israelische Staatswappen ziert, hingewiesen.

In einem eigenen Abschnitt werden religiöse Stationen im Leben eines Juden behandelt. Das acht Tage nach der Geburt erfolgende Beschneidungsritual Brit Mila wird mit Beschneidungswerkzeug aus dem 18. Jahrhundert und Mohelbüchern, die Anleitungen zur Beschneidung enthalten, erläutert. Kleine Stationen erklären den Passageritus des Judentums, Bar Mizwa beziehungsweise Bat Mizwa bei Mädchen, und die Hochzeit. Der Abguss aus Sandstein eines Grabsteins von 1324, dessen Original vom jüdischen Friedhof in Münster stammt, ein gläserner Pokal einer Chewra Kadischa sowie Fotos von den jüdischen Friedhöfen in Herford, Münster, Warendorf und Dorsten weisen eindrucksvoll auf die jüdische Bestattungstradition hin.

Antijudaismus – Antisemitismus[Bearbeiten]

Judenstern

Im dritten Teil wird die Judenfeindlichkeit und vor allem die Verfolgung und Vernichtung der westfälischen Juden während des Zeit des Nationalsozialismus thematisiert. Der Teilbereich beginnt mit Schriften zur Idee einer eigenen jüdischen Nation, die bald als Zionismus bekannt wurde, und Sammelbüchsen wie sie Ende des 19. Jahrhunderts bis ins 20. Jahrhundert für die Schaffung eines solchen Staates auftauchten. Mehrere Judensterne, ein Plakat der SS sowie die Titelseite der antisemitischen Wochenzeitung Der Stürmer stehen dem Titelblatt der zionistischen Zeitung Jüdische Rundschau aus Berlin vom 4. April 1933 mit der Überschrift „Tragt ihn mit stolz, den gelben Fleck!“ gegenüber. Personaldokumente mit den ab 1938 aufgezwungenen Vornamen zeigen die Pogrome gegen die Juden aus einer persönlichen Perspektive.

Bottroper Bücherfund

Ein besonderes Ausstellungsstück ist sicher der sogenannte „Bottroper Bücherfund“, ein 1989 entdeckter Weidenkorb mit etwa 150 jüdischen Büchern und einigen Zeitungen, der 47 Jahre auf einem Dachboden eines Bottroper Wohnhauses lag. Es handelt sich bei den Büchern um Anleitungen zur Liturgie, Auslegung des Tanach, Schriften über den Zionismus sowie Sprach- und Schulbücher. Sie entstammen dem Besitz mehrerer jüdischer Mieter des Wohnhauses, der größte Teil gehörte nach den Eigentümersignaturen der 1942 ins Rigaer Ghetto deportierten Familie Julius Dortort.[28]

Neues jüdisches Leben in Westfalen[Bearbeiten]

Der letzte Teilbereich „Neues jüdisches Leben in Westfalen“ weist auf die jüdische Geschichte nach 1945 hin. Es wird sowohl die Entwicklung des Staates Israel als auch regionale Aspekte wie der Zuwachs der Gemeinden durch jüdische Emigranten aus Osteuropa erläutert. An einer Wand hängen acht Bilder der Fotoserie „Juden in Westfalen“ des Fotografen Dirk Vogel. Die Aufnahmen entstanden ab 1996 und zeigen Personen beim jüdischen Gottesdienst, Familienfeiern und religiösen Festen.

Wechselausstellungen[Bearbeiten]

Teil des Holocaustzyklus von Tisa von der Schulenburg

Von den Räumen der Dauerausstellung aus erreicht der Besucher über eine Empore das Obergeschoss des Altbaus, in dem unregelmäßig Wechselausstellungen stattfinden. Zwischen den Wechselausstellungen werden selbst produzierte "Andockungen" der Dauerausstellung (z. B. zu jüdischen Festen) gezeigt oder Rohrfederzeichnungen des Holocaust-Zyklus der Künstlerin Tisa von der Schulenburg aus den 1960er Jahren 14 Zeichnungen und Aquarelle der Auschwitz-Überlebenden Agnes Lukacz gegenübergestellt.[29]

Liste der bisherigen Ausstellungen (Auswahl)[29][6][30]

  • 1993: Lithografien von Salvador Dalí: Aliya
  • 1994: Zeichnungen und Aquarelle von Agnes Lukacz
  • 1994: 20. Juli 1944. Die Schulenburgs.
  • 1994: Lithografien von Marc Chagall
  • 1995: Zwei Freunde. Bilder von Julo Levin und Franz Monjau
  • 1997: Meer Akselrod. Ein jüdischer Maler aus Russland
  • 1998: Zeitenbruch. Jüdische Existenz in Rheinland-Westfalen 1933-1945
  • 1999: Stille Gärten - beredte Steine. Fotografien jüdischer Friedhöfe
  • 2000: Lichter in der Finsternis - Raoul Wallenberg und die Rettung der Budapester Juden 1944/45
  • 2000: Harry Weber: Jerusalem - Stadt der Juden, Christen und Muslime.
  • 2000: Die Synagoge - Schnittpunkt jüdischen Lebens
  • 2001: Julo Levin zum 100. Geburtstag
  • 2002: Zeichen des Alltags. Jüdisches Leben in Deutschland heute
  • 2002: Seligmanns Bücher. Von der späten Rückgabe des Eigentums jüdischer Flüchtlinge aus Hannover
  • 2002: Erich Maria Remarque: Der Weg zurück
  • 2002: Gisela Paul: Illustrationen zu Gedichten jüdischer Autorinnen
  • 2002: Johann-Gutenberg-Hauptschule, Dülmen: Mit euren Schatten...
  • 2003: Armand Edery: Ketubbot
  • 2003: Tomasz Samek: Mitten in Europa. Konzentrationslager Majdanek (als Bildband: 2001, ISBN 83-907532-8-6)
  • 2003: George Pusenkoff, Erased or not erased
  • 2004: Dem Judenmord entkommen. Jüdische Überlebende in Lettland und Litauen. Berichte aus Ghettos und Konzentrationslagern.
  • 2004: Sich fügen heißt lügen. Der Schriftsteller und Anarchist Erich Mühsam
  • 2004: Dirk Vogel, Bilder der Gegenwart - Porträts von Juden in Deutschland
  • 2004: Seligmanns Bücher - Von der späten Rückgabe des Eigentums jüdischer Flüchtlinge aus Hannover
  • 2005: Bozenna Biskupska: Auf dem Weg
  • 2005: DESSA - eine Hommage an das Kaufhaus N. Israel, Berlin 1815-1939
  • 2006: Die Mädchen von Zimmer 28. L 410 Theresienstadt
  • 2006: Axel Baumgärtel: Von Berlin über Wien nach Israel und Jordanien.
  • 2007: Antonia M. Bußhoff: Ein Stern hat wohl noch Licht – vom Antlitz des anderen
  • 2007: David Bennett - Szenen aus der Bibel
  • 2008: Petr Ginz - Prager Tagebuch 1941-1942
  • 2008: So einfach war das. Jüdische Kindheit und Jugend seit 1945 in Österreich, der Schweiz und Deutschland
  • 2009: Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?
  • 2009: Die Sixties. Fotografien von Linda McCartney
  • 2010: Angekommen?! Lebenswege jüdischer Einwanderer[31]
  • 2010: Alexander Dettmar, Painting to remember - Zerstörte deutsche Synagogen
  • 2010: Menschen - Steine - Migrationen. Gegenwart und Vergangenheit jüdischen Lebens im Rheinland und in Westfalen[32]
  • 2011: John Elsas, Der Gespenster Berg - Collagen und Aquarelle
  • 2011: Grigory Berstein, Mammeloschen
  • 2011: André Citroën
  • 2011: Vergessene Rekorde - Jüdische AthletInnen
  • 2012: Nevin Toy-Unkel und Dirk Vogel, Gesichter der Einwanderung im Revier
  • 2012: Verwischte Spuren - Erinnerung und Gedenken an nationalsozialistisches Unrecht in Westfalen
  • 2012: 1, 2, 3 ... Billy Wilder. Fotografien
  • 2013: Kriegskinder — Begegnungen heute
  • 2013: Samuel Jessurun de Mesquita
  • 2013: Die Judenschule - Fotografien von Thomas Sandberg

Museumspädagogik[Bearbeiten]

Grundriss des Erdgeschosses

Das Museum bietet thematische Gruppenführungen für Erwachsene, Jugendliche und Schulgruppen an.[29][33] Seit 2005 finden etwa einmal im Monat kostenlose „offene Führungen“ statt. In der gesamten Dauerausstellung können sich Besucher über ein Audiosystem insgesamt etwa zwei Stunden weiterführende Informationen erschließen: z.B. O-Töne, Lieder zu bestimmten Festen, Ausschnitte aus Zeitzeugen-Interviews, Ausschnitte aus einer Toralesung oder sachliche Vertiefungen. Für Kinder im Grundschulalter gibt es außerdem spezielle Führungen mit Geschichten, Musik und Spielen für den altersgerechten Einstieg in die Thematik, bei denen einzelne Gegenstände wie die Kopfbedeckung Kippa oder die Gebetsriemen Tefillin auch angefasst und anprobiert werden können. In einem Übungsraum kann man hebräische Schriftzeichen mit Hilfe von Schablonen kennenlernen.

Für Schulklassen der Sekundarstufen I und II besteht das Angebot individuell angepasster Studientage, an denen beispielsweise im Rahmen des Geschichts- oder Religionsunterrichts Themen zum Judentum selbstständig erarbeitet werden und Filme diskutiert werden können. Während der Ferien werden Ferienwerkstätten für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren angeboten, in deren Rahmen die Themen des Museums ausführlich aber kindgerecht vermittelt werden..[34]

Einen Einstieg in mediale Vertiefungen der Ausstellung bietet das Internetportal "Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen"[3], das vom Jüdischen Museum Westfalen gemeinsam mit mehreren Partnern erstellt wurde. Es erlaubt den Vergleich zwischen "Geschichten" und Entwicklungen in Westfalen, den Niederlanden und dem Raum Lublin/Polen, auch den Blick auf Wanderungsbewegungen und die Vielfalt jüdischer Identitäten und Optionen. In drei Sprachen und mit didaktischen Hinweise für den schulischen Einsatz kann es den Blick öffnen für die europäischen Dimensionen regionaler Geschichte.

Lehrhaus[Bearbeiten]

Bibliothek

In Anlehnung an die Tradition der jüdischen Lehrhäuser versteht sich das Museum auch als Lehr- und Lernort und hält bildende und kulturelle Angebote bereit. Halbjährlich erarbeitet das Museum in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Dorsten, dem Verein „Altes Rathaus“ und weiteren Partnern ein kulturelles Programm mit Vorträgen von Museumsmitarbeitern und externen Referenten zu jüdischer Religion und Tradition in Geschichte und Gegenwart, Filmvorführungen und Lesungen jüdischer Literatur. Der Verein bietet außerdem regelmäßig Exkursionen und Studienreisen an. Programmhefte und eine eigene Website informieren die Öffentlichkeit über diesen Teil der Arbeit. Fortbildungen für Lehrer/innen und andere Multiplikatoren gehören ebenfalls zum Profil; gelegentlich werden Reihen "Jüdische Kulturtage" (so zu jüdischen Filmen oder jüdischer Literatur) veranstaltet.

Das Museum hat mehrere Wanderausstellungen erarbeitet und bietet zwei davon („Die Synagoge – Schnittpunkt jüdischen Lebens“, „Zeitenbruch – Jüdisches Leben in Rheinland-Westfalen“) zur Ausleihe für Schulen, Kirchengemeinden und ähnliche Organisationen an.[35]

Im rückseitigen Anbau des Altbaus befindet sich zudem eine umfangreiche Präsenzbibliothek mit mehr als 5.000 Büchern, Zeitschriften und Zeitungen rund um das Judentum. Zum Bestand gehören Nachschlagewerke wie die Encyclopaedia Judaica, Werke zur Religion, Kultur, Geschichte und Verfolgung der Juden, Zionismus und Israel sowie jüdischer Literatur; einen Schwerpunkt bildet außerdem die jüdische Regionalgeschichte.[29][36]

Eine Auswahl von etwa 1.000 Büchern jüdischer Literatur ist in der im Foyer befindlichen Filiale der Münchener jüdischen Buchhandlung von Rachel Salamander erhältlich. Darunter befinden sich grundlegende Werke zum Judentum, aber auch aktuelle und zeitlose Literatur von jüdischen Autoren wie Franz Kafka, Wladimir Kaminer oder die Ausgaben des Tagebuchs der Anne Frank sowie Biografien von bekannten Juden. Außerdem werden Israel-Reiseführer, hebräisch-deutsche Wörterbücher, CDs und Judaica angeboten.

Die Zeitschrift des Trägervereins und des Museums Schalom erscheint zweimal im Jahr und informiert über jüdisches Leben in Westfalen, Deutschland und der Welt sowie wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Museum. Monatlich wird ein E-Mail-Newsletter veröffentlicht, der Veranstaltungs- und Medientipps verbreitet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Johanna Eichmann: Das Jüdische Museum Westfalen. In: Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck und Dorsten. 52, 1993, ZDB-ID 636499-8, S. 46–50.
  • Johanna Eichmann: Israel als Gegenüber der katholischen Kirche in Deutschland nach 1945. In: Folker Siegert (Hrsg.): Israel als Gegenüber. Vom Alten Orient bis in die Gegenwart. Studien zur Geschichte eines wechselvollen Zusammenlebens. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-54204-6, S. 515–523 (Schriften des Institutum Iudaicum Delitzschianum 5), (einsehbar in google-Buchsuche und Amazon-Booksearch).
  • Johanna Eichmann: Lebendiges Lehrhaus. Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten In: Ministerium für Arbeit, Soziales und Städtebau, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Zeitzeugen. Begegnungen mit jüdischem Leben in Nordrhein-Westfalen. Ministerium für Arbeit, Soziales und Stadtentwicklung, Kultur und Sport, Düsseldorf 1998, S. 113–116.
  • Johanna Eichmann, Thomas Ridder: Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten will vor allem für Aufklärung sorgen In: Jahrbuch Westfalen. NF 51, 1997, ISSN 0724-0643, S. 42–51.
  • Norbert Reichling: "Ein Gemeinschaftswerk". Von der Forschungsgruppe zum Jüdischen Museum Westfalen, in: Schalom. Zeitung des Jüdischen Museums Westfalen, Nr.71/November 2012, S. 9-10 - [4] (PDF; 5,4 MB)
  • Wolf Stegemann (Hrsg.): Jüdisches Museum Westfalen. Dokumentationszentrum und Lehrhaus für jüdische Geschichte und Religion in Dorsten. Eigenverlag des Vereins für jüdische Geschichte und Religion, Dorsten 1992, ISBN 3-928676-04-1 (formal falsche ISBN) (Museumskatalog).
  • KC: Ein Gemeinschaftswerk. In: Jüdische Zeitung. Dezember 2007 [5].
  • Volker Jakob: Ein Haus mit Strahlkraft. Jüdisches Museum Westfalen. In: Westfalenspiegel. Heft 1, 2007, PDF.
  • Svetlana Jebrak, Norbert Reichling (Hrsg.): Angekommen?! Lebenswege jüdischer Einwanderer. Hentrich & Hentrich, Berlin 2010, ISBN 978-3-941450-23-3.
  • Johanna Eichmann u.a.: Von Bar Mizwa bis Zionismus. Jüdische Traditionen und Lebenswege in Westfalen. Herausgegeben vom Jüdischen Museum Westfalen. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89534-673-6.
  • Thomas Ridder: Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten. Geschichte und Aufgabe In: Forum Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur 2, 1997, ISSN 1436-7661, S. 28–30.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jüdisches Museum Westfalen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Politik & Kultur Ausgabe 5/13 Seite 15 Kulturelles Leben Die Rote Liste (PDF; 5,7 MB), abgerufen am 24. August 2013
  2. a b J. Eichmann: Lebendiges Lehrhaus. In: Zeitzeugen. 1998, S. 13.
  3. W. Stegemann: Ein Museum in privater Trägerschaft. Idee und Plan In: Jüdisches Museum Westfalen. (Museumskatalog) 1982, S. 12.
  4. W. Stegemann: Die Sammlung. Jüdische Spuren sichern. In: Jüdisches Museum Westfalen. (Museumskatalog) 1982, S. 14f.
  5. W. Stegemann: Exponate aus Hod Hasharon. In: Jüdisches Museum Westfalen. (Museumskatalog) 1982, S. 20.
  6. a b c d J. Eichmann: Das Jüdische Museum Westfalen. In: Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck und Dorsten. 1993, S. 46f.
  7. a b J. Eichmann: Lebendiges Lehrhaus. In: Zeitzeugen. 1998, S. 116.
  8. J. Eichmann: Lebendiges Lehrhaus. In: Zeitzeugen. 1998, S. 115.
  9. a b c www.jmw-dorsten.de: Unser Haus.
  10. Anne Ritter: Geborene Vermittlerin. Trägerverein des Jüdischen Museums verabschiedete Sr. Johanna Eichmann. und Hart ackern, um den status quo zu erhalten. Museum: Dr. Norbert Reichling gewählt. In: Dorstener Zeitung/Ruhr Nachrichten. Nr. 106/2006, 8. Mai 2006
  11. (http://www.marcus-kiel.de)
  12. www.jmw-dorsten.de: Unsere Träger.
  13. www.jmw-dorsten.de: Stiftung Jüdisches Museum Westfalen.
  14. J. Eichmann, T. Ridder: Das Jüdische Museum Westfalen. In: Jahrbuch Westfalen. 1997, S. 44.
  15. a b c www.jmw-dorsten.de: Dauerausstellung.
  16. W. Stegemann: Die Geschichte der Juden in Westfalen. Von den Anfängen im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation bis zum Untergang in den nationalsozialistischen Todeslagern. In: Jüdisches Museum Westfalen. (Museumskatalog) 1982, S. 40ff.
  17. www.juedisches-leben.net: Freuchen Gans und Moises von Hamm.
  18. www.juedisches-leben.net: Geiselnahme im Schloss Lembeck 1602.
  19. www.juedisches-leben.net: Alexander Haindorf – liberal-religiöser Reformer und Pädagoge (1784–1862).
  20. www.juedisches-leben.net: Familie Cohen: Vom Hausierer zum Textilfabrikanten.
  21. www.juedisches-leben.net: Bildung als Aufstiegschance: Jakob Loewenberg.
  22. www.juedisches-leben.net: Benno Jacob, Rabbiner in Dortmund.
  23. www.petrinum-dorsten.de: Erich Gottschalk.
  24. www.petrinum-dorsten.de: Marga Spiegel.
  25. www.petrinum-dorsten.de: Jenny Aloni.
  26. www.petrinum-dorsten.de: Imo Moszkowicz.
  27. www.petrinum-dorsten.de: Rolf Abrahamsohn.
  28. W. Stegemann: Mehr Fragen als Antworten. Der Bücherfund von Bottrop. In: Jüdisches Museum Westfalen. (Museumskatalog) 1982, S. 24.
  29. a b c d T. Ridder: Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten. In: Forum Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur. 1997, S. 29.
  30. www.kunst-und-kultur.de/: Vergangene Ausstellungen Jüdisches Museum Westfalen.
  31. [1]
  32. [2]
  33. www.jmw-dorsten.de: Führungen durch unser Museum.
  34. www.jmw-dorsten.de: Pädagogische Angebote.
  35. J. Eichmann, T. Ridder: Das Jüdische Museum Westfalen. In: Jahrbuch Westfalen. 1997, S. 48.
  36. www.jmw-dorsten.de: Eine umfassende Bibliothek.
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51.659156.96694Koordinaten: 51° 39′ 32,94″ N, 6° 58′ 0,98″ O