Jürg Löw

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Jürg Löw (* 27. Januar 1946 in Basel) ist ein Schweizer Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Schauspielausbildung absolvierte Jürg Löw zwischen 1967 und 1970 an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Bis 1990 war er unter anderem an den Schauspielhäusern in Heidelberg, Bremen, Stuttgart und Köln engagiert.[1] Lange Jahre gehörte er zum Ensemble von Hansgünther Heyme, unter dessen Regie er 1981 bei der deutschen Erstaufführung von Ariane Mnouchkines Mephisto-Dramatisierung nach dem Roman von Klaus Mann mitwirkte.

Seit 1990 ist er freischaffend tätig und spielte als Gast an mehreren grossen deutschen Bühnen, z. B. den Mackie Messer in der Dreigroschenoper und wirkte in verschiedenen musikalischen Inszenierungen von Herbert Wernicke mit. Im Fernsehen war er mit Gastrollen in Serien wie Die April Hailer Show, Die Wache, Nikola und SK Kölsch zu sehen. Jürg Löw spielte Hauptrollen in der Fernseh-Serie Westerdeich (1995) und neben Kalle Pohl den französischen Küchenchef in Kalle kocht (2003) sowie Episodenrollen in mehreren Tatort-Folgen, beispielsweise Cornelius Stettenkamp im Münsteraner Tatort Das ewig Böse. Ferner stellte er den Staatsanwalt Suter in den Schweizer Kommissär-Hunkeler-Verfilmungen (nach den Romanvorlagen von Hansjörg Schneider) dar. Seine bedeutendsten Rollen in Kinofilmen waren die des Botschafters Müller in Ernstfall in Havanna und die des Vaters von Bäschteli in Mein Name ist Eugen.

Als Synchronsprecher sprach er unter anderem den Phoebus in Disneys Der Glöckner von Notre Dame (1996) und lieh Darstellern wie James Brolin seine Stimme. Zudem war er Sprecher zahlreicher Fernseh-Dokumentarfilme und arbeitete an inzwischen weit über zweihundert Hörspiel- und Hörbuch-Produktionen mit.

Löw ist Wanderreiter und wurde 2008 Präsident der Deutschen Wanderreiter-Akademie.[2]

Jürg Löw ist der Vater des Schauspielers Hans Löw. Er lebt in Köln (Stand 2008).

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchronrollen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele und Features[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürg Löw auf randomhouse.de, abgerufen am 12. Mai 2014.
  2. Im Interview: Schauspieler und Wanderreiter Jürg Löw Mein Pferd, 15. September 2008. Memento aus dem Internet Archive vom 13. Mai 2014