Jürg Wickihalder

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Jürg Wickihalder (2014)

Jürg Wickihalder (* 1973 in Glarus) ist ein Schweizer Jazzmusiker (Sopran-, Alt- und Tenorsaxophon) und Komponist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wickihalder studierte von 1989 bis 1992 an der Jazzschule Luzern, dann bis 1995 am Berklee College of Music bei Joe Viola und George Garzone. Auch nahm er Unterricht bei Steve Lacy. In Europa tourte er zunächst als Mitglied von B. Connection und Interplay Collective, mit denen er 1995 und 1997 auch Alben einspielte.[1] 1998 hatte er die musikalische Leitung von Tim Krohns Theaterstück „Revolution mit Hund“, das im Schauspiel Akademie Zürich im Rahmen der Zürcher Festspiele aufgeführt wurde. Zu Texten von Krohn entstanden zahlreiche Kompositionen Wickihalders, so Brandruf, Schneewittchen oder Die kleine Oper vom Herbstmondfächer.[2]

Seit 2000 tritt er im Duo mit Irène Schweizer auf. Er gründete eigene Gruppen, Quartettbesetzungen ebenso wie das 14-köpfige Jürg Wickihalder Orchestra. Auch trat er im Duo mit Chris Wiesendanger auf und bildete mit Werner Tian Fischer die Band Jazz Coalition, die 2004 in China tourte. Im selben Jahr spielte er mit Marco Käppelis Even Odds (Prisoner of Time). Auch trat er mit Pierre Favre, Urs Leimgruber, Hans Koch, Co Streiff, Lucas Niggli, Evan Parker und Barry Guy auf. Weiter gehört er zum neuformierten Quartett von Ulrich Gumpert,[3] zu Omri Ziegeles Grossformation Billiger Bauer, Tommy Meiers Root Down[1], Werner Tian Fischers Travelogue und zum Virgil Moorefield Ensemble.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wickihalder ist Gewinner zahlreicher Kompositions- und Solistenpreise, so wurde er 1994 in die Dean’s List des Berklee College of Music aufgenommen und wurde 1995 mit dem Annual Student Award des Down Beat ausgezeichnet. 2000 erhielt er den Förderpreis der Stiftung Pro Arte. Auch wurde er als „Selmer Paris Artist“ nominiert.[2]

Jürg Wickihalder im Loft (2014)

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Interplay Collective: Jürg Wickihalder directing the Interplay Collective featuring Sophie Dunér (Dreamscape, 1997)
  • Fischer-Wickihalder Jazz Coalition (Elchi, mit Fridolin Berger, David Beglinger; 2003)
  • Jürg Wickihalder/Chris Wiesendanger A Feeling for Someone (Intakt 134; 2007)
  • Jürg Wickihalder Overseas Quartet Furioso (Intakt 153, mit Achille Succi, Mark Zubek, Kevin Zubek; 2007)
  • The Sam Trümpy Memorial Jazz Coalition featuring Jürg Wickihalder Live! (Altrisuoni AS 282; 2009)
  • Jürg Wickihalder European Quartet Jump! (Intakt 194, mit Irène Schweizer, Fabian Gisler, Michael Griener; 2011)[4]
  • Jürg Wickihalder Orchestra Narziss und Echo (Intakt 209, mit Damian Zangger, Bernard Bamert, Florian Egli, Michael Jaeger, Chris Wiesendanger, Mia Lindblom, Frantz Loriot, Seth Woods, Daniel Studer, Tim Krohn; 2012)[5]
  • Jürg Wickihalder/Irène Schweizer Spring (Intakt 234, 2014)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Tom Lord The Jazz Discography (online 8. Februar 2014)
  2. a b Eintrag bei SwissMusic
  3. Jürg Wickihalder läuft zur Höchstform auf Bündner Tagblatt, 19. Dezember 2003
  4. Funke und Feuer Neue Zürcher Zeitung, 7. Dezember 2011
  5. Besprechung ›Die Zeit‹