Jürgen Dahlkamp

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Jürgen Dahlkamp bei der Verleihung des Otto-Brenner-Preises 2011

Jürgen Dahlkamp (geboren 1965 in Stockum, heute Werne/Nordrhein-Westfalen) ist ein deutscher Journalist und arbeitet als Reporter für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1965 geborene Dahlkamp legte 1984 in Werne sein Abitur ab.[1] Er studierte von 1985 bis 1991 Journalistik an der Technischen Universität Dortmund.[2] Sein Volontariat absolvierte er bei der katholischen Bistumszeitung Kirche+Leben. Während des Studiums war er freier Mitarbeiter beim Westfälischen Anzeiger. 1992 wurde er Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 1998 begann er beim Spiegel, für den er zunächst in Stuttgart tätig war, um dann in die Hamburger Zentrale zu wechseln.[3]

Jürgen Dahlkamp ist verheiratet und hat drei Kinder.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993 erhielt Jürgen Dahlkamp den Axel-Springer-Preis für junge Journalisten für den Beitrag Streichen Sie das Wort „vielleicht“ aus Ihrem Wortschatz in der FAZ vom 20. Oktober 1993.[4]
  • 2008 wurden Jürgen Dahlkamp, Dinah Deckstein und Jörg Schmitt für „herausragende Recherchen“ zu ihrer Titelgeschichte Die Akte Siemens – Innenansicht eines korrupten Konzerns[11] mit einem Sonderpreis der Friedrich-Vogel-Stiftung geehrt. In der Laudatio hieß es, der Artikel habe „einen wichtigen Beitrag zur Hygiene der deutschen Wirtschaft geleistet“.[12]
  • 2010 wurde Dahlkamp zusammen mit seinen Kollegen Jörg Schmitt und Gunther Latsch mit dem Henri-Nannen-Preis für die „beste investigative Leistung“ ausgezeichnet. Er gilt für die vierteilige Reportage Die Middelhoff-Oppenheim-Esch-Connection in verschiedenen Ausgaben des Spiegel 2009. Die Jury lobte die „großartige Rechercheleistung“ der Autoren, die „über Wochen immer neue Enthüllungen zu Tage förderte“.[13][14]
  • 2011 ging der Otto-Brenner-Preis an Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt für die sechsteilige Artikelserie HSH Nordbank-Affäre.[1]
  • 2016 wurde Dahlkamp als Mitglied eines Spiegel-Teams zusammen mit Jörg Schmitt, Rafael Buschmann, Gunther Latsch, Udo Ludwig und Jens Weinreich in der Kategorie „Beste Investigation“ mit dem Nannen-Preis ausgezeichnet. Geehrt wird die Arbeit für den Artikel Sommer, Sonne, Schwarzgeld, der im Oktober 2015 erschien. Er thematisierte die mutmaßlich gekaufte Vergabe der Fußball-WM 2006 und führte u. a. zum Rücktritt von Wolfgang Niersbach als DFB-Präsident.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Website zum Otto-Brenner-Preis: Preisträger 2011. Abgerufen am 29. Oktober 2013.
  2. TU Dortmund: Diplomarbeiten 1991; Jürgen Dahlkamp: Rücksichtnahme von Lokalredakteuren auf wirtschaftliche Abhängigkeiten ihrer Leser am Beispiel der Berichterstattung zum Kälbermast-Skandal in Oeding/Kreis Borken 1988. Abgerufen am 23. September 2012.
  3. a b Reporter-Forum über Jürgen Dahlkamp. Abgerufen am 22. September 2012.
  4. Axel-Springer-Preis für junge Journalisten: Frühere Preisträger Print. Abgerufen am 22. September 2012.
  5. Waechterpreis.de: Die Preisträger, Chronologie. Abgerufen am 22. September 2012.
  6. Journalistenpreise.de: Preisträger Theodor-Wolff-Preis. Abgerufen am 22. September 2012.
  7. Jürgen Dahlkamp: Warum kriege ich diesen Schinken? In: Der Spiegel. Nr. 41, 2003 (online).
  8. Netzwerk Recherche: „Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen“ 2003 für Jürgen Dahlkamp. Abgerufen am 22. September 2012.
  9. Henri-Nannen-Preis: Nominierungen 2005. Beste Reportage. Abgerufen am 22. September 2012.
  10. Jürgen Dahlkamp, Andrej Batrak: Die letzte Katastrophe. In: Der Spiegel. Nr. 43, 2005 (online).
  11. Jürgen Dahlkamp, Dinah Deckstein, Jörg Schmitt: Die Firma. In: Der Spiegel. Nr. 16, 2008 (online).
  12. Rückspiegel – Ehrungen. In: Der Spiegel. Nr. 46, 2008 (online).
  13. Henri-Nannen-Preis: Pressemitteilung vom 7. Mai 2010. Abgerufen am 22. September 2012.
  14. Henri-Nannen-Preis 2010: Beste investigative Leistung. Abgerufen am 22. September 2012.