Jürgen Elsässer

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Elsässer als Redner bei LEGIDA, Oktober 2015

Jürgen Rainer Elsässer (* 20. Januar 1957 in Pforzheim) ist ein deutscher Journalist, Publizist und politischer Aktivist.

Von etwa 1975 bis 2008 war er Artikelautor, Redakteur und/oder Mitherausgeber verschiedener linksgerichteter Printmedien wie Arbeiterkampf, Bahamas, Jungle World, junge Welt, konkret und Neues Deutschland. Von 1990 bis 2002 vertrat er antideutsche, ab 2003 antiimperialistische Positionen in der deutschen radikalen Linken.

Seither wandte er sich allmählich immer mehr dem Rechtspopulismus und dem Rechtsextremismus zu. 2009 gründete er eine „Volksinitiative gegen das Finanzkapital“, die für Neue Rechte offenstand. Seit Ende 2010 ist er Chefredakteur des Monatsmagazins Compact. 2014 und 2015 trat er bei den Mahnwachen für den Frieden, beim Dresdner Demonstrationsbündnis Pegida und seinem Leipziger Ableger Legida auf. Seit 2016 positioniert er Compact als Wahlkampforgan für die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD). Er vertritt anti-amerikanische, homophobe und rassistische Positionen, die er mit einer Querfront möglichst weit verbreiten will. Einige seiner Aussagen werden als antisemitisch eingestuft.

Journalist in der deutschen Linken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elsässer war nach seinem Studium zunächst als Gymnasiallehrer tätig.[1] Anfang der 1980er Jahre wurde er Mitglied des Kommunistischen Bundes (KB) in Stuttgart und schrieb für dessen Zeitung Arbeiterkampf. Mit seinem Artikel „Warum die Linke antideutsch sein muß“ (1990) begründete er diese Strömung in der radikalen Linken mit. In den 1990er Jahren gab er die Zeitschrift Bahamas der Gruppe K mit heraus.[2]

Anfang der 1990er Jahre bekämpfte Elsässer nationalistische Tendenzen in der Linken, kritisierte die Deutsche Wiedervereinigung als „Anschluss“ der DDR und warnte vor deren politischen Folgen (Abbau des Sozialstaats in Deutschland, Großmachtstreben Deutschlands in Europa, Geschichtsrevisionismus in Bezug auf die NS-Zeit).[3] In einem konkret-Artikel meinte er 1995, gegen die „Tiraden“ des Historikers Ernst Nolte (gemeint waren dessen Aussagen seit dem Historikerstreit von 1986/87) helfe kein Argumentieren, nur „eine aufs Maul“; gegen Antisemitismus hülfen keine Aufsätze, nur „Baseballschläger“. Noltes Aussagen hätten das Programm der rechtsextremen DVU vorbereitet. Dieser Gewaltaufruf wurde damals öffentlich kaum beachtet.[4]

Elsässers Buch Antisemitismus - das alte Gesicht des neuen Deutschland (1992; 2003) und sein Aufsatz Ehrbarer Antisemitismus? (1994)[5] wurden zustimmend rezipiert, etwa seine Hinweise auf das auch in gemäßigten deutschen Parteien fortbestehende Stereotyp des Weltjudentums, auf „zahlreiche Versatzstücke des Antisemitismus in linker Propaganda“[6] und auf die Selbstkritik der Revolutionären Zellen, auch die Linke sei nicht vor Antisemitismus gefeit, weil es bei einer Flugzeugentführung 1976 zur „Selektion“ jüdischer Mordopfer nach „völkischen Richtlinien“ gekommen war.[7]

Von 1994 bis 1997 war Elsässer Redakteur der Zeitung junge Welt.[8] Nach einem Konflikt mit der Geschäftsführung der jungen Welt, die eine orthodox-kommunistische Ausrichtung anstrebte,[2] gründete er 1997 die antideutsche Zeitung Jungle World mit und gab sie bis 2000 mit heraus. Wie andere Linke lehnte er den NATO-Krieg gegen Jugoslawien 1999 ab und wies dessen offizielle Begründungen 2000 als Propagandalügen zurück.[9] Später verabschiedete sich Elsässer jedoch von „antideutschen“ Positionen, schrieb wieder für die junge Welt und vertrat laut den Extremismusforschern Eckhard Jesse und Uwe Backes dort beispielhaft die an Lenins Imperialismustheorie orientierte Linie, die den Staat Israel ablehnt und mit radikalen Palästinensergruppen sympathisiert.[10]

In seinem Braunbuch DVU (1998) stufte Elsässer die rechtsextreme Partei Deutsche Volksunion als „nationalrevolutionär“ ein und erklärte, Linke hätten Probleme, „das Sozialistische im Faschismus“ zu erkennen, auch in der NSDAP. Diese Einschätzungen wurden von verschiedenen Autoren zurückgewiesen.[11]

Von April 1999 bis Dezember 2002 war Elsässer Redakteur des Politikteils der Monatszeitschrift konkret.[8] Dort kam es 2002 zu monatelangen heftigen internen Konflikten um die Haltung zum bevorstehenden Irakkrieg. Eine Gruppe um den Herausgeber Hermann L. Gremliza meinte, mögliche Angriffe des irakischen Diktators Saddam Hussein auf Israel verpflichteten die deutsche Linke, dem Sturz dieses Regimes mit deutscher Beteiligung zuzustimmen. Elsässer dagegen sah darin eine Abkehr vom Motto „Nie wieder Krieg“, das seit 1945 den pazifistischen „Minimalkonsens“ der westdeutschen Linken gebildet habe, mit Hilfe von aufgebauschten „Kriegslügen von links“. Nachdem er diesen Vorwurf in der jungen Welt gegen konkret erhoben hatte, entließ Gremliza ihn.[12]

Von April 2008 bis 15. Januar 2009 arbeitete Elsässer für die Tageszeitung Neues Deutschland, schrieb erneut Artikel für die Junge Welt und die Wochenzeitung der Freitag.[13]

Jürgen Elsässer beim Pressefest der Zeitung Neues Deutschland (Ende 2008)

Politische Entwicklung nach Rechts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 2000 ergriff Elsässer zunehmend Partei für den Panserbismus und für verurteilte serbische Kriegsverbrecher.[14] Er rechtfertigte die ethnische Politik von Slobodan Milošević und begrüßte 2006 das Bündnis der slowakischen Sozialdemokraten mit der als rechtsextrem eingestuften Slowakischen Nationalpartei als „Querfrontbündnis“ gegen die USA, das die Positionen deutscher Antifaschisten in Frage stelle.[3][15]

Im März 2006 widersprach Elsässer Antisemitismusvorwürfen gegen den Film Tal der Wölfe – Irak und forderte, die Friedensbewegung solle den Film als Argument gegen die Irakpolitik der USA nutzen. Laut dem österreichischen Journalisten Karl Pfeifer wandte sich Elsässer damit einer „Volksgemeinschaft“ zu, „in der Rechte und Linke sich gegen den gemeinsamen Feind mit Islamisten und türkischen Chauvinisten verbünden wollen.“[16]

Im Sommer 2006 gab Elsässer der rechtsextremen französischen Zeitung Le Choc du Mois ein Interview, das dort neben Interviews mit den Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen und Bruno Mégret (Front National) erschien. Darin behauptete er im Anschluss an den französischen Neurechten Alexandre del Valle ein heimliches Bündnis der USA mit Islamisten und vertrat weitere Verschwörungstheorien: Die tatsächlichen Herrscher in den USA seien die Neokonservativen Dick Cheney, Donald Rumsfeld und Paul Wolfowitz. Sie wollten weltweites Chaos herbeiführen, um die Waffen und das Erdöl der USA leichter und teurer zu verkaufen, und hätten vermutlich am 11. September 2001 auch ein Attentat auf US-Präsident George W. Bush versucht. Später veröffentlichte Elsässer das Interview als Buch (Wie der Dschihad nach Europa kam) im Schweizer Verlag „Xenia Editions“, den damals ein rechtsextremer Serbe geführt haben soll. Elsässer beriet damals die Linkspartei.PDS für den Untersuchungsausschuss zum Journalisten-Skandal.[3]

Im November 2006 schrieb Elsässer, mit Staatsgeldern werde „Multikulti, Gendermainstreaming und die schwule Subkultur gefördert, während die Proleten auf Hartz IV gesetzt werden und sich oft auch keine Kita, kein Schwimmbad und keine warme Wohnung mehr leisten können“. Das wurde als Plädoyer für eine Querfrontpolitik der Linksfraktion aufgefasst.[17]

In seinem Buch Links oder lahm? (2006) plädierte Elsässer für Plebiszite als Weg zum Sozialismus, den die Bolivarische Revolution in Venezuela vorgemacht habe.[18] In seiner Publikation Angriff der Heuschrecken zur „Heuschreckendebatte“ plädierte er dafür, „Modernisierungsverlierer“ für eine Verteidigung des Nationalstaats gegen die „globalistischen Attacken der USA“ zu mobilisieren.[19]

Im Oktober 2007 plädierte Elsässer in einem Vortrag vor der nationalkonservativen Preußischen Gesellschaft in Berlin-Brandenburg für ein Querfrontbündnis „von links bis zur demokratischen Rechten“ oder „von Lafontaine bis Gauweiler“.[20] Er folgte damit dem Rechtsextremisten Horst Mahler, der Oskar Lafontaines Eintreten für die Tobin-Steuer 1999 begrüßt hatte: Erstmals seit Adolf Hitler habe ein deutscher Politiker „einen Unterschied gemacht zwischen dem schaffenden Kapital und dem raffenden Kapital“. Elsässer und Lafontaine traten bis 2007 öfter gemeinsam auf.[21] 2009 erschien Elsässers Vortrag als Buch (Nationalstaat und Globalisierung). Darin beschrieb er die Finanzkrise ab 2007 im ausdrücklichen Anschluss an Sahra Wagenknecht als „Herrschaft des Finanzkapitals“ und den Nationalstaat als einzigen noch wirksamen Schutz des „werktätigen Volkes“ dagegen. Das Schlusskapitel betitelte er „Alle Macht dem Volke“. Ohne die Notwendigkeit einer Querfront mit Rechten näher zu begründen, verlangte er hier bereits jene „Volksinitiative“, die er dann gründete.[22]

Am 10. Januar 2009 rief Elsässer in Berlin zum Aufbau einer „Volksinitiative gegen das Finanzkapital“ auf. Ein breites Bündnis „von Lafontaine bis Gauweiler“ solle den „bewussten Angriff des angloamerikanischen Finanzkapitals“ in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise abwehren. Dabei spiele der Nationalstaat „eine entscheidende Rolle“. Die „Volksfront“ müsse „die entschädigungslose Nationalisierung des Finanzsektors“ durchsetzen. Dazu kündigte Elsässer einen Kongress an, der auf keinen Fall marxistisch sein werde. Er schloss eine Zusammenarbeit mit der NPD aus. Der NPD-Vizevorsitzende Holger Apfel hatte Elsässers Vorstoß jedoch am Vortag begrüßt: Elsässer wolle „auf nationaler Grundlage den Dualismus von rechts und links durch die Schaffung einer antiglobalistischen und antiimperialistischen Gerechtigkeitsbewegung überwinden“. Die NPD und die neurechte Zeitschrift Junge Freiheit warben für Elsässers Aufruf.[23] Bei der Bekanntgabe der Volksinitiative waren auch Neonazis anwesend. Schon 2007 hatte das NPD-Vorstandsmitglied Jürgen Gansel Elsässers „Absage an Randgruppenkult, US-Hörigkeit und Israeltümelei“ gelobt.[24]

Die Linksfraktion dagegen distanzierte sich von Elsässers Initiative; Norman Paech sagte eine Diskussion mit ihm ab.[25] Weil Elsässer „an rechte Parolen angedockt“ habe, kündigte das Neue Deutschland ihm am 15. Januar 2009 den Autorenvertrag.[26] Beim Bremer Landesverband der Linkspartei durfte er seine Initiative am 19. Januar 2009 jedoch vorstellen.[27] Andere Linke kritisierten seinen Aufruf als endgültige Hinwendung zu einer nationalistischen Querfront in der Tradition des Nationalsozialisten Otto Strasser und des Rechtskonservativen Kurt von Schleicher (Reichskanzler vor Hitler).[28]

Im Juni 2009 begrüßte Elsässer die Wiederwahl des Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad bei der Präsidentschaftswahl im Iran 2009 als „schöne Schlappe für den Imperialismus“ der USA. Zu dessen Handlangern zählte er die inneriranische Opposition und begrüßte deren Unterdrückung.[29]

Zu einer Konferenz der „Volksinitiative“ zum Thema „Der Euro vor dem Zusammenbruch“ (Berlin, 25. September 2010) lud Elsässer die Rechtspopulisten Nigel Farage (UK Independence Party), Karl Albrecht Schachtschneider und Wilhelm Hankel, rechte Esoteriker und Ökonomen wie Max Otte, Michael Mross und Edgar Most als Redner ein.[30]

2012 nahm Elsässer an einer Reise zu einer Privataudienz bei Ahmadinedschad in den Iran teil, die Yavuz Özoguz (Betreiber des islamistischen Online-Portals Muslim-Markt) organisiert hatte. Der Besuch wurde als Legitimierung des iranischen Unrechtsregimes scharf kritisiert, da Ahmadinedschad Holocaustleugnung vertrat und das Existenzrecht Israels bestritt.[31]

Chefredakteur von Compact[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2010 wurde Elsässer Chefredakteur des Monatsmagazins Compact und Mitherausgeber neben Andreas Abu Bakr Rieger und dem Verleger Kai Homilius. Elsässer gab an, er wolle mit dem Blatt Debatten zwischen Linken und Rechten jenseits der „Political Correctness“ anstoßen. Er gewann jedoch überwiegend neurechte und rechtskonservative Autoren, die auch in der Jungen Freiheit schreiben. Ab der zweiten Ausgabe machte er Anti-Amerikanismus und Anti-Imperialismus zur Hauptlinie des Blattes.[32] Rieger verließ die Redaktion im November 2014 wegen „rassistischer und nationalistischer Positionen“, etwa zu Pegida und zur Russlandkrise.[33]

Compact wird als „Querfront-Magazin“[34] oder „rechtspopulistisches Magazin mit Hang zu Verschwörungstheorien[35] oder „Zentralorgan für Verschwörungstheorien“ und „momentane Speerspitze perfider Agitation gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung“ eingeordnet.[36]

Redner bei Mahnwachen und Legida[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 21. April 2014 trat Elsässer einige Male als Redner bei den von Lars Mährholz veranlassten „Friedensmahnwachen“ auf und lobte deren Teilnehmer, darunter NPD-Vertreter, als „die wahren Antifaschisten“, die aktuell gegen einen neuen Weltkrieg kämpften.[37] „Nicht links, nicht rechts, sondern vorwärts“, sei seine Parole.[38] Der gemeinsame Gegner des „Volkes“ sei die „internationale Finanzoligarchie“, als deren Vertreter er „die Herren Rockefeller, Rothschild, Soros, Chodorkowski“ namentlich hervorhob. Diese benutzten die Federal Reserve Bank, „um die ganze Welt ins Chaos zu stürzen“.

Das Hervorheben einzelner jüdischer Bankiers als angebliche Lenker des globalen Finanzsystems und Drahtzieher internationaler Krisen wurde als traditionelles antisemitisches Klischee kritisiert.[39] Die Publizistin Jutta Ditfurth bezeichnete Elsässer mit Bezug auf ähnliche Aussagen bei den Mahnwachen als „glühenden Antisemiten“.[40] Elsässer klagte im Mai 2014 gegen diese Bezeichnung und erhielt in zwei Gerichtsinstanzen Recht (Juli und Dezember 2014). Er verkündete das als „Finalsieg über Ditfurth“.[41] Deutsche und israelische Journalisten kritisierten die Urteilsbegründung der ersten Instanz als Verengung des Antisemitismusbegriffs auf die Nazizeit.[42] Der Elsässer-Ditfurth-Prozess dauert noch an.

Elsässers Auftritte verursachten erhebliche Konflikte bei den Mahnwachen, die der neue Hauptredner Pedram Shayar, ein früherer Attac-Aktivist, ab Mai 2014 auszugleichen versuchte. Daraufhin lud eine neue Erfurter Mahnwache um den Rechtsextremisten Mario Rönsch („Anonymous.Kollektiv“) Elsässer demonstrativ als Hauptredner ein. Shayar kritisierte in einem öffentlichen Aufruf, Elsässer trete „immer wieder mit schlimmen Ausfällen gegen konkrete Personen und Personengruppen in Erscheinung“, und appellierte an die Mahnwachen, einen „humanistischen Grundkonsens“ zu schützen.[43] Gegen die Abgrenzung der ersten Berliner Mahnwache von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie bildete sich im Juli 2014 eine zweite Berliner Mahnwache am Alexanderplatz, die Elsässer wieder reden ließ. Dabei sprach er erneut über eine von den „Eliten“ gesteuerte „Neue Weltordnung“, setzte Zionismus und Faschismus gleich und nannte die israelische Politik Völkermord.[44]

Am 3. Oktober 2014 machte Elsässer auf der Berliner Mahnwache Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich für zahlreiche Missstände verantwortlich und rief dazu auf, „den Protest in das Herz der Bestie [zu] tragen. Anders geht’s nicht.“ Nachdem Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) bei einer Kundgebung in Köln Gewalt gegen Polizei geübt hatten, erklärte Elsässer auf seinem Blog, er würde die HoGeSa „zur nächsten Demo für Frieden und Souveränität einladen. Sonntag, 9. November, 13 Uhr, vor dem Bundeskanzleramt. […]“[45]

Elsässer befürwortet die „Pegida“-Bewegung und deren Demonstrationen.[46] Am 21. Januar 2015 trat er als Redner auf einer „Legida“-Demonstration in Leipzig auf,[47] von der sich die Pegida-Leitung kurz zuvor distanziert hatte.[48]

Im März 2015 verlangten einige Vertreter der Friedensbewegung, Elsässer von den Mahnwachen auszuschließen.[49]

AfD-Propagandist[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elsässer näherte sich seit 2012 der AfD an und lud deren Vertreter Frauke Petry und Karl Albrecht Schachtschneider als Hauptreferenten zu den „Souveränitätskonferenzen“ von Compact 2013 ein. Er wurde seinerseits oft zu AfD-Veranstaltungen eingeladen und erklärte sich im April 2014 in Berlin öffentlich zum AfD-Anhänger. Im Oktober 2014 lud die AfD Witten ihn als Referenten zum Thema „Regieren uns die Medien?“ bei einem für März 2015 geplanten „Wissenskongress“ ein.[45]

Zur „4. Souveränitätskonferenz“ im Oktober 2015 lud Elsässer die AfD-Vertreter Alexander Gauland und Björn Höcke ein, die aus Termingründen absagten. Hauptthema der Konferenz sollte ein von Schachtschneider und dem rechtsextremen Publizisten Götz Kubitschek entwickelter „Plan für den Widerstand gegen die Abschaffung Deutschlands“ sein.[50]

Am 4. März 2016 trat Elsässer bei einer Veranstaltung der AfD in Ingolstadt auf. Ein Bündnis von Gewerkschaften, etablierten Parteien und Fangruppen des FC Ingolstadt 04 protestierte gegen den Auftritt.[51]

Haltung zu Russland und zum Ukraine-Konflikt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Osteuropahistoriker Andreas Umland nennt Elsässer „Kremlpropagandist“ und attestiert ihm ein konservatives Familienbild, NATO-Gegnerschaft und Antiamerikanismus. So kooperiere er mit dem russischen Auslandsfernsehsender RT, während seine Aktivitäten und Einschätzungen Gegenstand wohlwollender Berichterstattung russischer Staatssender wie Rossija oder der Stimme Russlands seien. Auch regierungsnahe oder staatliche russische Einrichtungen wie die Denkfabrik Institut für Demokratie und Zusammenarbeit und das Berliner Russische Haus unterstützten Elsässers Tätigkeiten, z. B. die Organisation politischer Konferenzen. Elsässer benutze, unter anderem im Zusammenhang mit der Krimkrise, dieselben apologetischen Argumentations- und Interpretationsmuster wie die russische Regierung und verbreite antiamerikanische Verschwörungstheorien. Sein erklärtes Ziel sei ein Bündnis mit Russland auf Grundlage der Ideologie des Eurasismus; so interviewte Elsässer 2013 den russischen Rechtsextremisten und Führer der internationalen Neoeurasischen Bewegung Alexander Geljewitsch Dugin. Des Weiteren unterstütze Elsässer den eine Verständigung mit Russland befürwortenden Flügel der AfD um Alexander Gauland.[52]

Einer ARD-Reportage zufolge nimmt Elsässer eine wichtige Rolle bei Versuchen ein, Deutschland im Sinne der russischen Regierung zu beeinflussen.[53] Nach Angaben des Medienmagazins Zapp hat Elsässer Kontakte zu dem in Berlin gegründeten Tolstoi-Institut, dessen Aufgabe eine entsprechende Einflussnahme auf die deutsche Öffentlichkeit sei.[54] Am 24. Juli 2016 wurde ein diesbezüglicher Screenshot eines Auszug der Mitgliederliste der zugehörigen „geschlossenen Facebook-Gruppe“ veröffentlicht, der Elsässer als deren Mitglied ausweist.[55] Laut der Osteuropa-Historikerin Anna Veronika Wendland werde in Deutschland Wladimir Putins Politik überwiegend aus dem rechten Lager oder von den Linken unterstützt. Dies zeige sich beispielhaft an Elsässer, der als eher linker Autor begann und später zusammen mit Rechtsextremen gegen die Vereinigten Staaten kämpfte und für Verständnis für Russland warb.[56]

Zur Flüchtlingskrise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angesichts der Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015 rief Elsässer am 13. September 2015 in seinem Blog die Soldaten der Bundeswehr dazu auf, auf eigene Faust die deutschen Grenzen gegen den weiteren Zustrom von seiner Ansicht nach illegalen Migranten zu sichern. Die öffentliche Zusicherung Angela Merkels, Deutschland werde Flüchtlingen aus Bürgerkriegsländern zumindest ein Bleiberecht gewähren, bezeichnete er als „von der Kanzlerin befohlene Selbstzerstörung“, gegen die die Soldaten ihre „Machtmittel“ einsetzen sollten. In der tageszeitung wurde vermutet, Elsässer wolle mit diesem kaum verhohlenen Aufruf zum gewaltsamen Umsturz absichtlich ein Ermittlungsverfahren provozieren, um auf die nächste „Souveränitätskonferenz“ seiner Zeitschrift Compact aufmerksam zu machen.[57]

Rezeption bei Wissenschaftlern und Fachjournalisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 2006 wies der antifaschistische Fachjournalist Karl Pfeifer darauf hin, dass sich Elsässer zum Nationalbolschewisten entwickelt habe und öffentlich mit Querfront-Strategien kokettiere.[58]

Für die Gründung seiner „Volksinitiative gegen das Finanzkapital“ wurde Elsässer scharf kritisiert. Thomas Vitzthum analysierte in Die Welt eine Querfront-Strategie, um eine Zusammenarbeit von rechts- und linksradikalen Antikapitalisten unter Betonung des Nationalismus herzustellen.[59] Die linke tageszeitung vermutete, der Wortlaut seiner Erklärung sei so formuliert, um „rechtsextreme Kreise explizit in sein Bündnis integrieren“ zu können. Die Redaktion des Neuen Deutschland warf ihm vor, er habe an „rechte Parolen angedockt“, die „höchst gefährlich“ seien, und beendete die Zusammenarbeit mit dem Autor.[60]

2010/11 attestierte ihm Mathias Brodkorb (Endstation Rechts) eine Wandlung „vom Antideutschen zum Antiimperialisten“. Überdies wolle er nunmehr „den Nationalstaat gegen das Finanzkapital in Stellung bringen“.[61]

Der Politikwissenschaftler Clemens Heni (2010) hält Elsässer für „seit einiger Zeit geistig abgedriftet“. Er schmiege sich „mittlerweile der Ideologie und Sprache des Nationalsozialismus sowie des heutigen Rechtsextremismus an“. Heni sieht in Elsässer – ähnlich wie in Henning Eichberg – einen „Freund des Islam“ und einen Gegner des Universalismus.[62]

Andreas Peham vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes bezeichnete Elsässer als „linksnational“.[63]

Der Historiker Volker Weiß (2014) attestierte Elsässer, der sich „von schrill links nach schrill rechts“ entwickelt habe, einen „prorussischen Kurs“. Elsässer habe eine „populistische Begabung“ und personifiziere gekonnt eine Querfront-Strategie.[64]

Der Historiker Olaf Glöckner (2015) stellt fest, Elsässer werde „inzwischen bescheinigt, zunehmend auch mit rechtspopulistischen Gruppierungen und mit der sächsischen PEGIDA-Bewegung zusammenzuarbeiten.“ Er pflege – wie auch in der Vergangenheit – bestimmte Feindbilder u.a. „internationales Finanzkapital“, „Kriegsbrandstifter“ und „Washington, London und Jerusalem“. Dabei nutze er Provokation und Demagogie. Man könne dies wohlwollend als „diffusen verschwörungstheoretischen Amoklauf“ interpretieren.[65]

Als „schrille[r], neurechte[r] Hasardeur[]“ wurde er von dem Soziologen Oliver Nachtwey (2015) bezeichnet.[66]

Auch der Rechtsextremismusforscher Helmut Kellershohn (2015) versteht Elsässer als einen „Querfrontler“[67] und „Nationalbolschewisten“.[68] Alexander Häusler nennt ihn einen „rechten Querfront-Publizisten“.[69]

Der Rechtsextremismusexperte Andreas Speit u.a. (2015) hält Elsässer für einen „Neuzugang im neurechten Lager“.[70]

Laut Richard Stöss, Politikwissenschaftler, komme Elsässer ursprünglich aus dem Linksextremismus. Mit seinem Monatsmagazin verfolge er eine „‚Querfront‘-Strategie“. Sein „intellektueller Beitrag für den zeitgenössischen Rechtskonservatismus [bewege] sich allerdings in bescheidenen Grenzen“. Es gehe eher um das Nähren von „Feindbildern, Verschwörungstheorien und Hassparolen“.[71]

Der Politologe Jürgen P. Lang (2016) beschrieb Elsässer als ehemaligen „kommunistischen“ Lehrer, der heute in einem „informellen, antiamerikanischen und prorussischen Netzwerk“ Einfluss habe und eine „populistische Querfront“ anstrebe. Elsässer habe sich von einem „antideutschen Publizisten“ zu einem „(rechts-)populistischen Agitator“ entwickelt, mit gleitenden Übergängen vom „Antideutschen zum Antiimperialisten und dann zum Deutschnationalen“.[1] Mit seiner Wortwahl kokettiere Elsässer in jüngster Zeit „auffallend häufig [...] bewusst haarscharf am Sprachgebrauch der Nationalsozialisten vorbei“. Lang attestierte ihm einen „Ritt am Rande des Abgrunds zum Rassismus“. Außerdem „beschritten [seine Publikationen] unaufhaltsam den Weg in den Sumpf der Verschwörungstheorien“.[72]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autor
  • Gegen Finanzdiktatur. Die Volksinitiative: Grundsätze, Konzepte, Ziele. Kai Homilius, 2009, ISBN 978-3-89706-410-2.
  • Nationalstaat und Globalisierung. Manuscriptum, Waltrop / Leipzig 2009, ISBN 978-3-937801-47-6.
  • Terrorziel Europa. Das gefährliche Doppelspiel der Geheimdienste. Residenz, 2008, ISBN 3-7017-3100-4.
  • Wie der Dschihad nach Europa kam. Gotteskrieger und Geheimdienste auf dem Balkan. (2005) Kai Homilius, Berlin 2008, ISBN 978-3-89706-840-7.
  • Kriegslügen. Der NATO-Angriff auf Jugoslawien. (2004) Kai Homilius, Berlin 2008, ISBN 978-3-89706-511-6.
  • Angriff der Heuschrecken. Pahl-Rugenstein, Köln 2007, ISBN 3-89144-376-5.
  • Der deutsche Sonderweg. Diederichs, 2003, ISBN 3-7205-2440-X.
  • Deutschland führt Krieg. Konkret, 2002, ISBN 3-930786-37-0.
  • Make Love and War. Pahl-Rugenstein, Köln 2002, ISBN 3-89144-295-5.
  • Deutsche Demokraten. Wie rechtsradikal sind CDU und CSU? Werkstatt-Verlag, 2001, ISBN 3-923478-94-1.
  • Die Fratze der eigenen Geschichte. Von der Goldhagen-Debatte zum Jugoslawienkrieg. Elefantenpress, Berlin 1999, ISBN 3-88520-756-7.
  • Nie wieder Krieg ohne uns. Konkret, 1999, ISBN 3-930786-23-0.
  • Braunbuch DVU. Konkret, 1998, ISBN 3-930786-18-4.
  • Vorwärts und vergessen? Ein Streit um Marx, Lenin, Ulbricht und die verzweifelte Aktualität des Kommunismus. Konkret, 1996, ISBN 3-930786-06-0.
  • Wenn das der Führer hätte erleben dürfen: 29 Glückwünsche zum deutschen Sieg über die Alliierten. Konkret, 1995, ISBN 3-930786-02-8.
  • Krisenherd Europa. Nationalismus – Regionalismus – Krieg. Werkstatt-Verlag, 1994, ISBN 3-923478-89-5.
  • Antisemitismus, das alte Gesicht des neuen Deutschland. Dietz, Berlin 1992, ISBN 3-320-01795-0.
Herausgeber
  • Wladimir Putin. Reden an die Deutschen. Compact-Magazin GmbH, Werder 2014.
  • Malte Olschewski: Arabischer Frühling: Twitter und Flitter, Sex und Secret Service zwischen Tripolis und Damaskus. Kai Homilius, Berlin 2011, ISBN 3897064294
  • Wilhelm Hankel, Karl Albrecht Schachtschneider: Der Euro vor dem Zusammenbruch: Wie retten wir unser Geld? Kai Homilius, Berlin 2011, ISBN 3897064278
  • Andrea Ricci: Gaza - Die Kriegsverbrechen Israels. Kai Homilius, 2. Auflage, Berlin 2010, ISBN 3897064138
  • Wolfgang Freisleben: FED - Die Zentralbank des Geldes: Das geheime Machtzentrum der Welt. Kai Homilius, Berlin 2010, ISBN 3897064200
  • Jan Gaspard: Freimaurer und Illuminaten: Was noch nie über Geheimgesellschaften geschrieben wurde. Kai Homilius, Berlin 2010, ISBN 3897064251
  • Rudolf Hänsel: Game Over!: Wie Killerspiele unsere Jugend zerstören. Kai Homilius, 2010, ISBN 3897064006
  • Iran. Fakten gegen westliche Propaganda. Kai Homilius, Berlin 2009, ISBN 978-3-89706-414-0.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jürgen Elsässer – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jürgen P. Lang: Biographisches Porträt: Jürgen Elsässer, Baden-Baden 2016, S. 225.
  2. a b Jürgen P. Lang: Biographisches Porträt: Jürgen Elsässer, Baden-Baden 2016, S. 226f.
  3. a b c Volkmar Wölk: Der (S)choc(k) des Monats - Oder: Wie Jürgen Elsässer zur extremen Rechten kam (2006)
  4. Steffen Kailitz: Die politische Deutungskultur im Spiegel des „Historikerstreits“: What’s right? What’s left? Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2001, ISBN 3-531-13701-8, S. 72 f. und Fn. 339-340
  5. Matthias Brosch: Exklusive Solidarität: linker Antisemitismus in Deutschland: vom Idealismus zur Antiglobalisierungsbewegung. Metropol, Berlin 2007, ISBN 3938690283, S. 399, Fn. 27
  6. Annette Mingels: Dürrenmatt und Kierkegaard. Böhlau, Köln 2003, ISBN 3412104027, S. 136 f. und Fn. 80
  7. Lars Rensmann: Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland. Springer, Wiesbade 2004, ISBN 978-3-322-80454-9, S. 318, Fn. 1134
  8. a b Jürgen Elsässer (sopos.org, Dezember 2002): Mit Auschwitz lügen: Linke, Krieg und Antisemitismus (II)
  9. Reinhard Brühl, Lothar Schröter (Hrsg.): Bundeswehrreform - Reform der Bundeswehr: deutsche Militärpolitik und Bundeswehr am Beginn des neuen Jahrhunderts. Gesellschaft für Nachrichtenerfassung und Nachrichtenverbreitung, 2002, ISBN 3898191095, S. 84 und Fn. 14
  10. Eckard Jesse, Uwe Backes (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus & Demokratie, Band 20, 2008. Nomos, 2009, ISBN 3832944524, S. 241f.
  11. Jens Mecklenburg (Hrsg.): Braune Gefahr: DVU, NPD, REP. Geschichte und Zukunft. Elefanten Press, Berlin 1999, ISBN 3-88520-721-4, S. 39 und 108f.
  12. Peter Nowak (taz, 7. Dezember 2002): „Konkret“ macht Politik; Jürgen Elsässer (sopos.org, Dezember 2002): Mit Auschwitz lügen: Linke, Krieg und Antisemitismus (II)
  13. Jürgen P. Lang: Biographisches Porträt: Jürgen Elsässer, Baden-Baden 2016, S. 230.
  14. Patrick Gensing, 3. Juni 2016: Jürgen Elsässer: Vom Antideutschen zum rechten Volkstribun
  15. Karl Pfeifer (HaGalil, 19. Juli 2006): Ein deutscher Nationalbolschewist begeistert sich: „Querfront-Regierung in der Slowakei“
  16. Karl Pfeifer (HaGalil, 13. März 2006): In bewährter Manier: Jürgen Elsässer propagiert „Tal der Wölfe“
  17. Ivo Bozic (HaGalil/ Jungle World 47/2006): Angst vor den Oskars: Linkspartei und Wasg wollen fusionieren. Oskar Lafontaine und andere SPD-Veteranen aus der Wasg blasen zum nationalbolschewistischen Angriff
  18. Jochen Staadt (FAZ, 6. Januar 2007): Mehr Ideologie wagen
  19. Bernhard Schmid (WOZ, 25. Januar 2007): Die Aliens kommen
  20. Wolfgang Wippermann: Preußen: Kleine Geschichte eines großen Mythos. Herder, Freiburg 2011, S. 145 und Fn. 286
  21. Michael Fischer: Horst Mahler. Biographische Studie zu Antisemitismus, Antiamerikanismus und Versuchen deutscher Schuldabwehr. KIT Scientific Publishing, 2015, ISBN 3731503883, S. 513, Fn. 57
  22. Mathias Brodkorb (Endstation Rechts, 11. Mai 2009): Ein Bündnis von „Lafontaine bis Gauweiler“: Der Querkopf Jürgen Elsässer bastelt an einer Volksinitiative zur Rettung des Nationalstaats
  23. Felix Lee, Veit Medick (taz, 12. Januar 2009): Anschlussfähig an extreme Rechte: Linkspublizist gründet Volksfront
  24. Thomas Vitzthum (Berliner Morgenpost, 16. Januar 2009): Linker Publizist von der NPD für „Volksfront“ gelobt
  25. Thomas Vitzthum (Die Welt, 16. Januar 2009): Anti-Kapitalismus: Linker Publizist von der NPD für „Volksfront“ gelobt
  26. Neues Deutschland, 15. Januar 2009: In eigener Sache: Neues Deutschland hat den Autorenvertrag mit Jürgen Elsässer beendet; Felix Lee, Veit Medick (taz, 15. Januar 2009): Wegen rechtsextremer Rhetorik. ND entlässt Volksfront-Gründer
  27. Andrea Röpke, Andreas Speit (taz, 20. Januar 2009): Umstrittener Gast: Linke streiten über „Volksfront“
  28. Max Brym (HaGalil, 19. Januar 2009): Der Rechtspopulismus des Jürgen Elsässer; Hans-Peter Büttner (Kritiknetz.de, 2009): Antisemitismus und Finanzkapital: Zur Kritik des völkischen Denkens des ehemaligen Linken Jürgen Elsässer
  29. Reinhard Mohr (Spiegel, 27. Juni 2009): Ein Slibowitz auf Ahmadinedschad
  30. Neues Deutschland, 22. September 2010: Zweifelhafte Stars
  31. FDP-Politiker bei Ahmadinedschad: Hübschers wundersame Reisegruppe. Spiegel Online, 4. Mai 2012
  32. Mathias Brodkorb (Endstation Rechts, 25. März 2011): Jürgen Elsässer und sein Magazin „Compact“ – Der Gottfried Feder des 21. Jahrhunderts?
  33. Wolfgang Storz: „Querfront“ – Karriere eines politisch-publizistischen Netzwerks. Otto-Brenner-Stiftung, Frankfurt am Main 2015, ISSN 2365-1962 (PDF)
  34. Erik Peter (taz, 16. April 2014): Im Kampf gegen die Medien-Mafia
  35. Antonie Rietzschel (Süddeutsche Zeitung, 6. September 2013): Konferenz mit Scholl-Latour, Herman und Sarrazin: Die Familienverschwörung
  36. Jürgen P. Lang (Bayerischer Rundfunk, 24. Januar 2016): Neue Rechte: Im Netz der Verschwörer
  37. Frida Thurm (Die Zeit, 22. April 2014): Proteste: Die ganz eigene Welt der Montagsdemonstranten
  38. Tagesspiegel, 21. April 2014: Neue Montagsdemos: Friedensbewegung mit Brauntönen
  39. Sebastian Christ (Huffington Post, 22. April 2014): Elsässer, Jebsen und die Montagsdemos: Warum die neue „Friedensbewegung“ so gefährlich ist (Memento vom 12. Juli 2014 im Internet Archive); Daniel Majic (Frankfurter Rundschau, 10. Juni 2014): Montagsdemonstrationen: Elsässers Schein-Triumph
  40. 3sat-Mediathek, 16. April 2014: Die neurechten Montagsdemos. Gespräch mit Jutta Ditfurth
  41. Dietmar Koschmieder (Junge Welt, 13. Dezember 2014): Bis zum Endsieg: Wie sich der rechte Frontmann Jürgen Elsässer links von den Kameraden Lars Mährholz und Ken Jebsen positioniert
  42. Benjamin Weinthal (The Jerusalem Post, 17. Oktober 2014): German judge sparks outrage, says anti-Semitism was only limited to Nazi period
  43. Kristiana Ludwig (taz, 24. Juni 2014): Politische Ausrichtung der Montagsdemos: Mission links
  44. Stefan Lauer (Vice.com, 22. Juli 2014): „Wer die Kritiker kritisiert, ist für das System“ — Die Montagsdemos kreisen weiter um sich selbst
  45. a b Günther Lachmann (Die Welt, 29. Oktober 2014): Die AfD als Plattform für „Wirrköpfe“ auf welt.de, Zugriff am 4. Dezember 2014.
  46. Wolfgang Jung: „Pegida“ will wieder demonstrieren, Mainpost vom 7. Dezember 2014.
  47. Sven Heitkamp & Thomas Schade: Leipzig im Ausnahmezustand, SZ-online vom 21. Januar 2015.
  48. Pegida-Ableger in Leipzig: Dresdner Original distanziert sich von Legida, Spiegel Online vom 21. Januar 2015.
  49. Taz, 15. März 2015: Der „Friedenswinter“ hat Probleme: Finger weg von Elsässer
  50. Rainer Balcerowiak (taz, 23. Oktober 2015): Rechte „Compact“-Konferenz: Jürgen Elsässer allein zu Haus
  51. Wegen Veranstaltung in Ingolstadt - Kritik an AfD-Chef Strixner, Süddeutsche Zeitung vom 4. März 2016
  52. Thomas Korn, Andreas Umland: Jürgen Elsässer, Kremlpropagandist. Die Zeit, 19. Juli 2014.
  53. Spiel im Schatten – Putins unerklärter Krieg gegen den Westen. ardmediathek.de, 4. Juli 2016, abgerufen am 19. September 2016.
  54. Bastian Berbner und Silvio Duwe: Kultur und Propaganda: Das Tolstoi-Institut (Memento vom 3. April 2015 im Internet Archive). In: Zapp, 1. April 2015.
  55. Steffi Reichert: Diether Dehm (Weltnetz.tv), das Tolstoi-Institut Berlin und die Neuen Rechten (streichphotography.wordpress.com, 24. Juli 2016)
  56. Anna Veronika Wendland: Левый неоимпериализм и состояние “российских” исследований: participant observation немецкого дискурса об украинском кризисе. In: Ab Imperio, 3/2014, S. 183–194. doi:10.1353/imp.2014.0094.
  57. Rainer Roeser: Höcke bei neurechtem Kongress „Ansturm auf Europa“. Blick nach Rechts, 15. September 2015; Rainer Balcerowiak: Ein rechtes Verständnis von Souveränität. In: tageszeitung vom 25. September 2015, S. 8.
  58. Karl Pfeifer: Ein deutscher Nationalbolschewist begeistert sich: „Querfront-Regierung in der Slowakei“. HaGalil, 19. Juli 2006.
  59. Linker Publizist von der NPD für „Volksfront“ gelobt, in: Die Welt vom 16. Januar 2009
  60. F. Lee, V. Medick (taz, 15. Januar 2009): Wegen rechtsextremer Rhetorik. ND entlässt Volksfront-Gründer
  61. Mathias Brodkorb, Stefan Bruhn: Zeitschriftenporträt: Hier & Jetzt. In: Uwe Backes, Alexander Gallus, Eckhard Jesse (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 22. Jahrgang (2010), Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6050-6, S. 238–254, hier: S. 243.
  62. Clemens Heni: „Völkerbrei“: Elsässer und die Sprache des Nationalsozialismus. publikative.org, 6. Januar 2010.
  63. Heribert Schiedel: Extreme Rechte in Europa. Ed. Steinbauer, Wien 2011, ISBN 978-3-902494-54-2, S. 66.
  64. Volker Weiß: Warten auf die Sturmabteilung. In: Jungle World, Nr. 51, 18. Dezember 2014.
  65. Olaf Glöckner: Moralische Sieger? Linksintellektuelle „Israelkritik“ zwischen Provokation, Demagogie und Antisemitismus. In: Monika Schwarz-Friesel (Hrsg.): Gebildeter Antisemitismus. Eine Herausforderung für Politik und Zivilgesellschaft (= Interdisziplinäre Antisemitismusforschung. Bd. 6). Nomos, Baden-Baden 2015, ISBN 978-3-8487-1679-1, S. 75–92, hier: S. 85–88.
  66. Oliver Nachtwey: Rechte Wutbürger. Pegida oder das autoritäre Syndrom. In: Blätter für deutsche und internationale Politik 3/2015, S. 81–89, hier: S. 81.
  67. Helmut Kellershohn: Das Institut für Staatspolitik und das jungkonservative Hegemonieprojekt. In: Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten: Hintergründe – Analysen – Antworten. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage, Springer Fachmedien, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-01983-9, S. 462.
  68. Helmut Kellershohn: Das Institut für Staatspolitik und das jungkonservative Hegemonieprojekt. In: Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten: Hintergründe – Analysen – Antworten. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage, Springer Fachmedien, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-01983-9, S. 464.
  69. Alexander Häusler, Rainer Roeser: „Erfurt ist schön deutsch – und schön deutsch soll Erfurt bleiben!“. Das politische Erscheinungsbild der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) in Thüringen. Hrsg. durch die Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen, Erfurt 2015, ISBN 978-3-95861-322-5, S. 60.
  70. Konrad Litschko, Andreas Speit: „Neue Rechte“ radikalisiert Pegida. Die Anheizer. In: taz, 31. Oktober 2015, S. 5.
  71. Richard Stöss: Der rechte Rand des politischen Systems der Bundesrepublik. Bundeszentrale für politische Bildung, Dossier Rechtsextremismus, 7. Juli 2016.
  72. Jürgen P. Lang: Biographisches Porträt: Jürgen Elsässer, Baden-Baden 2016, S. 237-239.