Jürgen Heimüller

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Jürgen Heimüller (* 1967 in Nürnberg) ist ein deutscher Schauspieler, Musiker und Filmemacher.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wuchs als jüngstes von vier Kindern in der fränkischen Schweiz auf. Im Alter von sechs Jahren begann er, sich autodidaktisch das Klavierspiel beizubringen, später kam noch Gitarre, Schlagzeug und Gesang dazu. In seiner Jugend spielte er in diversen Bands, darunter in der Nürnberger Art-Rock Gruppe Kaminsky united.

Nach dem Zivildienst und einem abgebrochenen Germanistik-Studium schlug er sich mit diversen Gelegenheitsjobs durch, ab 1999 widmete er sich dem Schauspiel, auf erste Theater-Engagements folgte 2004 die ZAV-Prüfung und die Aufnahme in die ZAV als Schauspieler.

Musikalisch konzentrierte er sich lange auf Kleinkunst und Theatermusik. So begleitete er 2010 die Platonov-Inszenierung von Georg Schmiedleitner am Staatstheater Nürnberg drei Stunden nonstop an der E-Gitarre. Filmmusik schrieb er unter anderem für den Kurzfilm „Pix“ von Sophie Linnenbaum, der 2017 auf dem Max-Ophüls-Festival[1] seine Premiere feierte und im Herbst selben Jahres mit dem Deutschen Kurzfilmpreis[2] ausgezeichnet wurde.

Zwischen 2015 und 2019 schrieb und sprach er 17 Episoden von „Allmächt, der Deckenkobold“[3] für die Hörfunkreihe Betthupferl des Bayerischen Rundfunks.

2016 stand er bei der Theaterverfilmung von Kora[4] unter der Regie des Schweizer Regisseurs Urs Odermatt in der Hauptrolle des Morton vor der Kamera.

Seit 2016 schreibt und dreht er auch eigene Filme. Sein Kurzfilm „Die letzten fünf Minuten der Welt“, in dem er auch selbst mitspielte, hat 2019 auf dem Neiße Filmfestival den Publikumspreis für den „Besten Kurzfilm“ gewonnen.

Aktuell spielt er auch bei der Akustik-Balkan-Formation Metropolski Cirkus Orkestar Cajón, Gesang und Akkordeon.[5]

Jürgen Heimüller lebt in Berlin und Nürnberg.

Theaterrollen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Till Eulenspiegel in Spektakel um Till Eulenspiegel an der Landesbühne Oberfranken (Regie: Jan Burdinski)
  • 2003: Valerio in Leonce und Lena an der Landesbühne Oberfranken (Regie: Jan Burdinski)
  • 2008: Michal, Lobosch in Krabat am Theater Pfütze (Regie: Christopher Gottwald)
  • 2009: Hilfe, mein Geld ist weg! am Staatstheater Nürnberg (Regie: Iwona Jera)
  • 2012: Kurt Fellner in Indien am Dehnberger Hoftheater (Regie: Bernd Schramm)
  • 2014: Stubb, Elias, Peleg in Moby Dick am Theater Pfütze (Regie: Karin Eppler)
  • 2014: Professor Marcus in Ladykillers am Dehnberger Hoftheater (Regie: Thomas Klischke)
  • 2015: Volker, Bürgermeister in Jagdszenen aus Niederbayern an der Tafelhalle Nürnberg (Regie: Barish Karademir)
  • 2016: Steven Spettigue in Charleys Tante am Dehnberger Hoftheater (Regie: Marcus Everding)
  • 2017: Head of Qualitiy in Zersplittert an der Tafelhalle Nürnberg (Regie: Barish Karademir)
  • 2017: Bernard Gui, Abbo von Fossanova in Der Name der Rose am Theater Pfütze (Regie: Marcelo Diaz)
  • 2019: Justine, Norine, Potard in Die Affäre Rue de Lourcine am Gostner Hoftheater (Regie: Britta Schreiber)

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: Dahoam is dahoam (Fernsehserie)
  • 2008: Faust (Rolle: Mephisto, Kinofilm, Regie: Hartwig Müller-Rupprecht)
  • 2010: Introspective Blues (HR, Kinofilm)
  • 2014: Bob (HR, Kurzfilm)
  • 2015: [Out of Fra]me (Kurzfilm, Regie: Sophie Linnenbaum)
  • 2015: Encounters (HR, Serienpilot)
  • 2016: MÄR (Kinofilm, Regie: Katharina Mihm)
  • 2016: Kora (HR, Kinofilm, Regie: Urs Odermatt)
  • 2016: Blumentopf (HR, Kurzfilm, auch Drehbuch und Regie)
  • 2017: Comments (HR, Kurzfilm)
  • 2017: Achtung! Casting (HR, Experimentalfilm, Regie: Urs Odermatt).
  • 2018: Die letzten fünf Minuten der Welt (HR, Kurzfilm, auch Drehbuch und Regie)
  • 2018: Don't Read This On A Plane (Kinofilm, Regie: Stuart McBratney)
  • 2019: Kaiser (Kurzfilm, Regie: Jannis Alexander Kiefer)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017 3. Platz beim SelfMadeShorty-Festival auf dem Münchner Filmfest für „Wovon wir träumen“[6]
  • 2017 Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für „Pix“ (Filmmusik)
  • 2018 Short Tiger Award für „Comments“[7]
  • 2019 Neiße Filmfestival Publikumspreis für „Die letzten fünf Minuten der Welt“[8]
  • 2019 Nominiert fürs SelfMadeShorty-Festival auf dem Münchner Filmfest mit „Happy Ende“

Synchronisationen (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: Home (Kaminsky united)
  • 2001: Neurosenkavaliere (mit Arnd Rühlmann)
  • 2003: Tres Noches
  • 2008: Prachtkerle deluxe (mit Arnd Rühlmann)
  • 2016: Janko (EP, Metropolski Cirkus Orkestar)
  • 2019: Bohemian Barbershop (Metropolski Cirkus Orkestar)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. PIX | Filmfestival Max Ophüls Preis. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  2. Deutscher Kurzfilmpreis | Preisträger 2017. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  3. Bayerischer Rundfunk: Betthupferl-Wochenserie: Allmächt. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  4. Offizielle Homepage von Kora. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  5. Offizielle Website der Band. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  6. Wovon wir träumen auf Youtube.
  7. German Films: COMMENTS. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  8. Die Preisträger des Neiße Filmfestival