Jürgen Kröger

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Jürgen Kröger

Jürgen Kröger (* 16. November 1856 in Haale; † 27. Februar 1928 in Aukrug) war ein deutscher Architekt, er trug den Titel „(kaiserlicher) Baurat“ und ist vor allem als evangelischer Kirchenbaumeister bekannt. Der Heimatdichter Timm Kröger war sein Onkel.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1873 begann Kröger eine Ausbildung bei Zimmermeister Göttsche in Hohenwestedt. Die Baugewerkschule Eckernförde absolvierte er 1880 mit Auszeichnung. Danach arbeitete er als Bautechniker in einer Bauabteilung des Kriegsministeriums in Hamburg-Altona, bevor ihn der bekannte Architekt Johannes Otzen 1882 in sein Büro nach Berlin holte. Dort machte er sich 1888 selbstständig und erstellte in den folgenden Jahrzehnten vor allem zahlreiche evangelische Kirchen, zu Beginn bevorzugt im neogotischen Stil. Zu seinen größten Erfolgen zählte der Bau des Hauptbahnhofes von Metz. Zur Einweihung am 17. August 1908 erschien auch Kaiser Wilhelm II., der Kröger wenige Tage später zum kaiserlichen Baurat ernannte. Ab 1919 lebte er in Aukrug-Innien, wo er im Ruhestand noch Wohnhäuser und Ehrenmäler entwarf und realisierte.

Grabstein auf dem Friedhof in Aukrug

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (Hrsg.): Berlin und seine Bauten. Teil 6: Sakralbauten. Ernst & Sohn, Berlin 1997, ISBN 3-433-01016-1.
  • Dombrowsky, Helma und Liss-Walther, Joachim: ... und Ansgar lächelte: 100 Jahre Ansgarkirche Kiel. Festschrift, Lutherische Verlagsgesellschaft, S. 20–23, 2003, ISBN 9783875031102
  • Peter Genz: Jürgen Kröger – Ein Architekt zwischen Historismus und Vormoderne. In: Nordelbingen. 72, 2003, ISSN 0078-1037, S. 131–160 (Auch Sonderdruck).
  • Landesamt für Denkmalpflege Sachsen (Hrsg.): Stadt Leipzig. Teil: Heinrich Magirius: Die Sakralbauten. Mit einem Überblick über die städtebauliche Entwicklung von den Anfängen bis 1989. Band 2. Deutscher Kunstverlag, München 1995, ISBN 3-422-00568-4 (Die Bau- und Kunstdenkmäler von Sachsen.), (zur Taborkirche siehe: S. 1265ff.).
  • Barbara Löwe: 100 Jahre Brüderkirche Altenburg. Beier und Beran, Langenweißbach 2005, ISBN 3-937517-21-9, (Der kleine sakrale Kunstführer. Heft 9).
  • Hartmut Mai: Kirchen in Sachsen. Vom Klassizismus bis zum Jugendstil. Koehler & Amelang, Leipzig u. a. 1992, ISBN 3-7338-0081-8.
  • n.n.: Von der Haaler Dorfschule zum kaiserlichen Baurat. In: Landeszeitung. 27. April 2006.
  • Georg Reimer: Die Geschichte des Aukrugs. Herausgegeben von Heinrich Bünger. 3. erweiterte Auflage. Verlag Möller Söhne, Rendsburg 1978.
    • Heinrich Asmus, Werner Hauschildt, Peter Höhne: Fortschreibung von „Die Geschichte des Aukrugs“. ab 1978 und Nachträge. Schmidt & Klaunig, Aukrug u. a. 1995.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jürgen Kröger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Sonderausstellung Die Krögers aus Haale im Heimatmuseum Hohenwestedt, 11/2015
  2. Erwin Frischka u. Siegfried Geiger: Chronik Gnutz, 1998, S. 19
  3. Georg Reimer: Die Geschichte des Aukrugs, 1978, S. 220