Jürgen Liminski

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Jürgen Liminski 2009
Jürgen Liminski (r.) im Interview mit Hans Klein, 1990

Jürgen Liminski (* 1950 in Memmingen) ist ein deutscher Journalist, Publizist und Buchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liminski studierte Journalismus und Informationswissenschaften an der katholischen Universität von Navarra in Pamplona/Spanien sowie Geschichte und Politische Wissenschaften in Freiburg im Breisgau und Straßburg. Anschließend war er als Redakteur bei den Dernières Nouvelles d’Alsace in Straßburg, als Ressortleiter Außenpolitik bei der Wochenzeitung Rheinischer Merkur und in derselben Funktion bei der Welt tätig.

Liminski arbeitete bis zum Renteneintritt am 1. August 2015 als Redakteur und Moderator aktueller politischer Sendungen (z. B. Informationen am Morgen) beim Deutschlandfunk. Er ist ständiger Mitarbeiter mehrerer Zeitungen, unter anderem der Katholischen SonntagsZeitung, der katholischen Zeitung Die Tagespost, der Preußischen Allgemeinen Zeitung, des Westfalen-Blatts, des Flensburger Tageblatts und der in Magdeburg erscheinenden Volksstimme. Liminski schreibt mitunter auch Kommentare für die in Berlin herausgegebene Wochenzeitung Junge Freiheit und die Onlinezeitung FreieWelt.net. Schwerpunkte seiner Berichte und Analysen sind die Lage im Nahen Osten,[1] das politische Geschehen in Frankreich[2] sowie aktuelle Fragen der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik in Deutschland.[3][4][5]

Liminski ist verheiratet, hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Martine Liminski zehn Kinder und lebt in Sankt Augustin. Eines seiner Kinder ist Nathanael Liminski, der Mitbegründer des Netzwerks „Generation Benedikt“ seit August 2013 umbenannt in „Initiative Pontifex“. Jürgen Liminski ist Mitglied der katholischen Laienorganisation Opus Dei[6] und Vorsitzender des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der Paneuropa-Union.

Wirken und politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er engagiert sich auf dem Gebiet der Familienpolitik und hat zu diesem Thema mehrere Bücher verfasst, u. a. unterstützte er das Familiennetzwerk, ein familienpolitisch, christlich-konservativer Interessenverband, der sich vornehmlich gegen staatliche Kinderbetreuung engagiert.[7] Weiterhin ist er seit Ende 2005 Geschäftsführer des im selben Jahr gegründeten Instituts für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V.,[8] der gemeinsam mit der Offensive Junger Christen im Rahmen des „Aktionsbündnis Familie“ zusammenarbeitet.[9] Er warf sowohl der großen als auch der rot-grünen Koalition „Verrat an den Familien“ vor, welcher z. B. durch das Elterngeld der „Keimzelle des Volkes schleichend die Lebensgrundlage“ entziehe.[10] Stief- und Patchworkfamilien tragen laut Liminski dazu bei, dass „Jugendliche nach einer Trennung ihrer Eltern eher dazu neigen, sich einer Bande anzuschließen. Zur Integration in eine solche 'Ersatzfamilie' gehörten häufig Drogenkonsum und Straftaten.“ Diese Jugendlichen seien häufiger in „Gruppenschlägereien“ verwickelt.[11]

1994 erhielt Liminski den Preis der Stiftung Ja zum Leben.[12]

Er verteidigte vehement die Haltung Papst Pius' XII. zur Verfolgung und Vernichtung der Juden unter Hitler gegen Rolf Hochhuths Kritik im Stück Der Stellvertreter, das er als „Hetze“ bezeichnete.[13]

2008 hielt er die Laudatio auf Ellen Kositza, als dieser für ihr Buch „Gender ohne Ende“ der Gerhard-Löwenthal-Preis verliehen wurde.[14]

Des Weiteren übersetzte Liminski den Abschiedsbrief des rechtsintellektuellen Schriftstellers Dominique Venner auf der Webseite der Jungen Freiheit.[15] Liminski ist regelmäßiger Kolumnist der Jungen Freiheit.

Im Januar 2014 kritisierte die Chefredakteurin des Deutschlandfunks Birgit Wentzien Liminskis affirmative Gesprächsführung in einem Interview mit Tobias Teuscher, der den Grünen im Europaparlament unterstellte, bewusst pädophile Umtriebe zu fördern. Eine Mehrheit von Linken, Grünen und Liberalen arbeite daran, Homosexualität als „Leitkultur“ in der Europäischen Union festzuschreiben. Liminski habe das unzureichend hinterfragt.[16]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Abenteuer Familie – Erziehung mit Liebe ist immer ein Erfolg. Sankt Ulrich Verlag 2002; mit Martine Liminski; ISBN 3-92924678-3
  • Die verratene Familie. Politik ohne Zukunft. Sankt Ulrich Verlag 2007; ISBN 3-86744025-5
  • Wächter der Solidarität. Die Rückkehr des verlorenen Vaters. In: Anneliese Kitzmüller (Hrsg.): Wir sind Familie! Der freiheitliche Weg zur familienfreundlichsten Gesellschaft. Verein zur Förderung der Medienvielfalt, Wien 2011, ISBN 978-3-9502849-4-2, S. 113–126.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jürgen Liminski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Liminski: Ruinen der Solidarität@1@2Vorlage:Toter Link/www.volksstimme.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Volksstimme.de, 11. April 2008
  2. Jürgen Liminski: Sarkozy beschädigt das Selbstverständnis Frankreichs@1@2Vorlage:Toter Link/www.volksstimme.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Volksstimme.de, 16. Januar 2008
  3. Jürgen Liminski: Pulver nicht frühzeitig verschießen@1@2Vorlage:Toter Link/www.volksstimme.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.; Volksstimme.de, 27. März 2008
  4. Jürgen Liminski: Es geht mir um die Würde@1@2Vorlage:Toter Link/www.volksstimme.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.; Volksstimme.de am 28. August 2007
  5. Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag@1@2Vorlage:Toter Link/www.shz.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (offline)
  6. Interview mit Liminski im WDR 5 am 21. April 2005
  7. Tagung des Familiennetzwerks, 2009 (Memento des Originals vom 19. April 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.familie-ist-zukunft.de (PDF; 1,2 MB)
  8. Impressum Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V.
  9. Impressum „Aktionsbündnis Familie“@1@2Vorlage:Toter Link/www.aktionsbuendnis-familie.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. Jürgen Liminski: Verrat an der Familie. Die Politik entzieht der Keimzelle des Volkes schleichend die Lebensgrundlage, Junge Freiheit 23/2008, 3. Mai 2008, jf-Archiv
  11. Kinder aus Stief- und Patchworkfamilien werden häufiger kriminell, kath.net 23. September 2009, [1]
  12. Stiftung Ja zum Leben: Stiftungspreis, Website der Stiftung Ja zum Leben
  13. Jürgen Liminski: Mythos Objektivität - Vom Umgang der Journalisten mit der Wahrheit, Die Neue Ordnung, 67. Jg., Nr. 2/2013 (April), online in [2]
  14. Jürgen Liminski: Stellungnahme, 30. September 2015, abgerufen 18. Oktober 2015
  15. Homophobe Zeitungsbeilage in Bayern: Die Liminski-Connection. www.taz.de, 20.Juli 2015
  16. Deutschlandfunk rügt Moderator auf www.stefan-niggemeier.de