Jürgen Spiegel

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Jürgen Spiegel, Dubai Jazzfestival 2012

Jürgen Spiegel (* 1972 in Bremen) ist ein deutscher Schlagzeuger und Musikproduzent.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiegel erlernte das Schlagzeugspiel im Alter von neun Jahren; mit 16 Jahren kam das Klavier dazu. Nach dem Studium an der HFK Bremen 1992/93 wechselte er zum Prince Claus Royal Conservatory in Groningen, das er von 1993 bis 1998 besuchte. In Holland wurde er 1998 mit dem VSB-Stipendium für die Manhattan School of Music ausgezeichnet. Den Popkurs an der HFBK Hamburg 1996 absolvierte er im Bereich Jazz. Zwischen 1999 und 2003 spielte Spiegel mit Michael Kiske mehrere Rock-Alben ein, u. a. Readiness to Sacrifice (1999) und 2003 mit Kiskes eigener Band Supared.

Aufgrund seiner Tätigkeit in der Rockmusik spielte er auf den deutschen Rockfestivals wie Rock am Ring oder Hurricane.

Seit 2003 gehört er zum Tingvall Trio mit dem Pianisten Martin Tingvall und dem Bassisten Omar Rodriguez Calvo, mit dem er weltweit tourte. Weiterhin spielte er mit Kurt Elling, Yari Carissi und Dominic Miller zusammen. Von 2006 bis 2009 arbeitete er mit der nigerianischen Hip-Hop/Soul-Sängerin Nneka. 2008 komponierte und produzierte Spiegel Themenmusik für den Sender Al Jazeera und erreicht dadurch Aufmerksamkeit in den Vereinigten Emiraten. 2009 erfolgte die Produktion der CD Dubai Nights (Virgin) Kompositionen mit arabischen Beduinen. 2018 gründete er ein Duo mit dem Pianisten Vladislav Sendecki unter dem Namen Sendecki&Spiegel.

Spiegels Frau Aino Löwenmark ist als Musikerin in der Folk-Pop-Band Fjarill aktiv.[1]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jürgen Spiegel erhielt mit dem Tingvall Trio 2010 den deutschen Musikpreis ECHO Jazz in der Kategorie Ensemble des Jahres national mit dem Tingvall Trio. 2011 wurde er gleichfalls mit dem Tingvall Trio mit dem Hamburger Musikpreis HANS in der Kategorie Hamburger Produktion des Jahres ausgezeichnet. 2012 erhielt er mit diesem Trio zwei Mal den deutschen Musikpreis ECHO Jazz, sowohl in der Kategorie Ensemble des Jahres national als auch als Live-Act des Jahres.

Jürgen Spiegel, Hamburg 2011

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008 No Longer at Ease /Nneka
  • 2010 Concrete Jungle/ Nneka
  • 1999 R.T.S – Readiness to Sacrifice /Michael Kiske
  • 2003 Supared/Michael Kiske
  • 1999 Torn
  • 2013 Maxim
  • 2013 /Ivy Quainoo – Ivy
  • 2013 Tiden/ Fjarill feat. Dominic Miller
  • 2019 Sendecki&Spiegel

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jürgen Spiegel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NDR