Jürgen Zimmerer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jürgen Zimmerer (* 14. April 1965 in Wörth an der Donau) ist ein deutscher Historiker und Afrikawissenschaftler.

Jürgen Zimmerer studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik an den Universitäten Regensburg, Oxford und Freiburg i. Br.. Im Jahr 1991 folgte der Magister an der Universität Oxford. Im Jahr 2000 wurde er promoviert in Freiburg/Br. Von 2001 bis 2002 war Zimmerer Lehrbeauftragter für Afrikanische Geschichte an der Universität Kiel. Von 2002 bis 2004 war er als Historiker am Centro de Estudos Interdisciplinares do Século XX der Universität Coimbra in Portugal tätig. Anschließend war er von 2004 bis 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für außereuropäische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. Seit 2005 war er Lecturer an der Universität Sheffield. Zum Wintersemester 2010/2011 lehrt Zimmerer als Nachfolger von Andreas Eckert als Professor für Geschichte Afrikas an der Universität Hamburg.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des Kolonialismus/Postkolonialismus, die Vergleichende Genozidforschung, die Geschichte des Kalten Krieges, der Holocaust und Kolonialismus sowie die Geschichte der lusophonen Welt. Er ist Mitglied im Rat für Migration.[1] im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, im International Network of Genocide Scholars, in der American Historical Association, im Verein von Afrikanisten in Deutschland, im Arbeitskreis Militärgeschichte und in der Forschungsstiftung für Vergleichende Europäische Überseegeschichte.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien

  • Von Windhuk nach Auschwitz? Beiträge zum Verhältnis von Kolonialismus und Holocaust (= Periplus-Studien. Bd. 15). LIT Verlag, Münster 2011, ISBN 978-3-8258-9055-1.
  • Deutsche Herrschaft über Afrikaner. Staatlicher Machtanspruch und Wirklichkeit im kolonialen Namibia (= Europa - Übersee, Historische Studien. Bd. 10). Lit, Hamburg 2001, ISBN 3-8258-5047-1 (Zugleich: Freiburg (Breisgau), Universität, Dissertation, 2000)

Herausgeberschaften

  • Kein Platz an der Sonne. Erinnerungsorte der deutschen Kolonialgeschichte. Campus-Verlag, Frankfurt am Main u.a. 2013, ISBN 978-3-593-39811-2.
  • mit Joachim Zeller: Völkermord in Deutsch-Südwestafrika. Der Kolonialkrieg (1904–1908) in Namibia und seine Folgen (= Schlaglichter der Kolonialgeschichte. Bd. 2). 2. Auflage. Links, Berlin 2004, ISBN 3-86153-303-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedsseite Rat für Migration