Jürgenohl

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Jürgenohl
Stadt Goslar
Koordinaten: 51° 55′ 37″ N, 10° 25′ 59″ O
Höhe: ca. 255 m
Einwohner: 8331 (31. Jan. 2019)[1]
Postleitzahlen: 38642, 38644
Vorwahl: 05321
Jürgenohl (Niedersachsen)
Jürgenohl

Lage von Jürgenohl in Niedersachsen

Jürgenohl ist ein Stadtteil von Goslar am Harz mit 8331 Einwohnerinnen und Einwohnern (Stand: 31. Januar 2019). Der Stadtteil, zu dem auch Kramerswinkel gehört, ist ein Wohnviertel nördlich der Altstadt von Goslar und des Stadtteils Georgenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil Jürgenohl entstand nach dem Zweiten Weltkrieg größtenteils auf dem ehemaligen Rollfeld des Fliegerhorsts Goslar als planmäßige Neusiedlung für Ostvertriebene. Außer im Kramerswinkel sind alle Straßen nach Städten in Pommern, Schlesien, Ostpreußen und im Sudetenland benannt:

Hauswandbilder in Jürgenohl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Namensteil Jürgen bezieht sich, ebenso wie beim Stadtteil Georgenberg, auf das mittelalterliche und das barocke Georgsstift und dessen Ländereien. Ohl ist eine Ableitung von Aue und bedeutet „Land am Wasser, Feuchtland“;[2] das Wort ist auch im Namen des benachbarten Guts und Stadtteils Ohlhof enthalten.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirche St. Benno
Evangelische Kirche St. Georg

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Georg wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im damals neuen Stadtteil Jürgenohl gegründet. 1954 wurde als erstes Gebäude ein Gemeindehaus errichtet, von 1961 bis 1963 entstand die heutige Kirche in der Graudenzer Straße. Die Gemeinde gehört heute zum Kirchenverband Goslar. Zu ihr gehört auch die Kindertagesstätte St. Georg im Elbinger Weg.

1960 wurde in Jürgenohl eine katholische Gemeinde gegründet, zunächst fanden die Gottesdienste in der Aula der Georgenbergschule statt. 1964 wurde der Grundstein für die St.-Benno-Kirche in der Marienburger Straße gelegt, 1965 erfolgte deren Weihe durch den Apostolischen Nuntius von Deutschland, Corrado Bafile. Die Kirche ist seit 2007 Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Jakobus d. Ä. in Goslar. Nördlich von der Kirche befindet sich die katholische St.-Benno-Kindertagesstätte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktplatz Jürgenohl mit der Skulptur Kopf von Reinhard Buxel (1985)
Erich Elsner: Rübezahl (1955/1982), Robert-Koch-Straße
  • Auf dem Marktplatz von Jürgenohl befindet sich als Kunst im öffentlichen Raum die 2 m × 2,3 m × 3,6 m große Skulptur Kopf, die der Künstler Reinhard Buxel 1985 aus Sandstein geschaffen hat.[3]
  • In der Robert-Koch-Straße am Südostrand von Jürgenohl steht die Bronzeskulptur Rübezahl des Künstlers Erich Elsner aus dem Jahr 1982 mit Blick auf den Harz. Es ist die überlebensgroße Version einer Skulptur aus dem Jahr 1955, die eine Höhe von 48,5 cm hatte.
  • Im Ort selbst stehen zwei Sporthallen. Der größte Sportverein in Jürgenohl ist der SV Rammelsberg

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtbuslinien 801, 802, 803 und 806 führen durch Jürgenohl.

Jürgenohl grenzt unmittelbar an die Bundesstraße 6 im Süden und die Bundesstraße 82 im Osten.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krankenhaus

Am Nordrand von Jürgenohl befindet sich die Asklepios Harzklinik Goslar, ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen.

Im Ort gibt es zwei Kindergärten und eine Grundschule, alle anderen Schulformen in den angrenzenden Stadtteilen.

An der Robert-Koch-Straße befindet sich das Jobcenter Goslar.

Bundeswehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fliegerhorst Goslar befindet sich im Norden von Jürgenohl. Seit Mitte 2010 ist der Bundeswehrstandort geschlossen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Jürgenohl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nahverkehrsplan 2020 für den Großraum Braunschweig, S. 330.
  2. Heinrich Dittmaier, Rheinisches Flurnamenlexikon
  3. Spaziergang durch die Kunst- und Kaiserringstadt Goslar. (Memento des Originals vom 17. Oktober 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.goslar.de