Jędrychowo (Frombork)
| Jędrychowo | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: |
| |
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Braniewo | |
| Gmina: | Frombork | |
| Geographische Lage: | 54° 17′ N, 19° 42′ O | |
| Einwohner: | 114 (2021[1]) | |
| Postleitzahl: | 14-530 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NBR | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | DW 505: Frombork/DW 504–Baranówka ↔ Włóczyska–Błudowo/S 22–Młynary–Pasłęk/S 7 | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Jędrychowo (deutsch Heinrichsdorf) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Frombork (Frauenburg) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg).
Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jędrychowo liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 13 Kilometer südlich der Kreisstadt Braniewo (Braunsberg).
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dem Ort Heinrichsdorf wurde 1310 die Handfeste verliehen.[2] 1874 wurde das Dorf als Landgemeinde in den neu errichteten Amtsbezirk Rautenberg (polnisch Wielkie Wierzno) im ostpreußischen Kreis Braunsberg, Regierungsbezirk Königsberg, aufgenommen.[3] Die Einwohnerzahl Heinrichsdorfs belief sich im Jahre 1910 auf 207.[4]
Am 30. September 1928 wurde die dem Gutsbezirk Födersdorf, Forst, zugehörige Exklave Niederwald, Forst, nach Heinrichsdorf eingemeindet.[3] 1933 betrug die Zahl der Einwohner 208, 1939 noch 199.[5]
Im Zusammenhang der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen 1945 in Kriegsfolge an Polen erhielt Heinrichsdorf die polnische Namensform „Jędrychowo“. Das Dorf ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Frombork (Stadt-und-Land-Gemeinde Frauenburg) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Die Zahl der Einwohner belief sich 2021 auf 114.[1]
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jędrychowo gehört heute wie Heinrichsdorf bereits vor 1945 zur römisch-katholischen Pfarrei in Błudowo (Bludau), die jetzt dem Dekanat Braniewo im Erzbistum Ermland zugeordnet ist.[6]
Bis 1945 war Heinrichsdorf auch in die evangelische Kirche Frauenburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.[7] Heute ist das Dorf der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen zugehörig.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jędrychowo liegt an der verkehrsreichen Woiwodschaftsstraße 505, die die Stadt Frombork (Frauenburg) und die Woiwodschaftsstraße 504 (frühere deutsche Reichsstraße 1) mit der an Błudowo (Bludau) vorbeiführenden Schnellstraße S 22 (ehemalige deutsche Reichsautobahn Berlin–Königsberg, „Berlinka“) sowie mit den Städten Młynary (Mühlhausen) und Pasłęk (Preußisch Holland) verbindet. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Polska w Liczbach: Wieś Jędrychowo w liczbach
- ↑ Dietrich Lange: Heinrichsdorf. In: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
- ↑ a b Rolf Jehke: Amtsbezirk Rautenberg
- ↑ Landkreis Braunsberg. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 16. April 2023; abgerufen am 16. Februar 2026.
- ↑ Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Braunsberg
- ↑ Erzbistum Ermland: Pfarrei Błudowo (polnisch)
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 453.
