J. Cole

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J. Cole im Jahr 2010.

Jermaine Lamarr Cole (* 28. Januar 1985 in Frankfurt am Main, Deutschland), bekannt unter seinem Künstlernamen J. Cole oder auch J.Cole, ist ein US-amerikanischer Rapper und Produzent. Er war der erste Künstler, der von Jay-Zs Plattenlabel, Roc Nation, unter Vertrag genommen wurde.

Kindheit[Bearbeiten]

J. Cole wurde in Frankfurt am Main, Deutschland geboren.[1] Im Alter von acht Monaten zog er nach Fayetteville, North Carolina, wo er von seiner Mutter und Tante aufgezogen wurde. Cole besuchte die Terry Sanford High School in Fayetteville und machte seinen Abschluss im Jahr 2003. Er entschied, dass seine Chancen einer Karriere in New York City besser sind, so besuchte er die St. Johns University, wo er als Hauptfach „Kommunikation“ und als Nebenfach „Wirtschaft“ studierte. Sein Diplom schloss er mit der Gesamtbewertung Magna cum laude ab.[2]

Musikkarriere[Bearbeiten]

Karrierebeginn[Bearbeiten]

J. Cole begann mit dem Rappen im Alter von 13 Jahren, als sein Cousin ihm die Grundlagen des Reimens und der Wortspiele zeigte. Am meisten wurde Cole von Rapper Tupac Shakur inspiriert, aber auch von anderen Künstlern wie Canibus, Nas, Eminem und Jay-Z. Cole entwickelte eine Liebe für Geschichten in seinen Texten. Im Alter von 15 Jahren hatte J. Cole mehrere Notizbücher mit verschiedenen Reimen gefüllt, aber er besaß keine eigenen Beats, die er mit den Reimen hätte zusammenstellen können. Seine Mutter kaufte ihm darauf hin eine Roland TR-808 Beat-Machine, mit der Cole letztendlich seine eigene Musik produzieren konnte. Im Alter von 17 Jahren sendete Cole seine Songs auf verschiedenen Internet-Foren unter dem Spitznamen „Therapist“ (deut. „Therapeut“).[3] J. Cole stand drei Stunden vor dem Gebäude von Jay-Zs Label, um ihm einen Beat zu zeigen, den er von Idris Muhammad samplete, so dass Jay-Z ihn unter Vertrag nehmen könnte. Allerdings mied Jay-Z Nachwuchsrapper.[4] Bevor J. Cole von Roc Nation unter Vertrag genommen wurde, arbeitete er als Großhändler. Eines Morgens schaute er auf sein Handy und bemerkte, dass er eine Nachricht von einem Mitarbeiter bekommen hatte, der J. Cole sagte, er solle ihn zurückrufen. Er ging ins Badezimmer, um auf die Nachricht zu antworten, weil er an seinem Arbeitsplatz sein Handy nicht privat nutzen durfte. Als J. Cole den Mitarbeiter zurückgerufen hatte, sagte dieser, dass J. Cole einen Anruf von Jay-Zs Management bekommen habe und dass er sich so bald wie möglich mit diesem treffen solle. J. Cole beschloss nicht länger bei der Arbeit zu bleiben und ging, um sich umzuziehen und sich für sein Treffen fertig zu machen.[5]

2007–2011: Mixtapes und Features[Bearbeiten]

Cole veröffentlichte sein Debütmixtape, The Come Up, im November 2007 nach dem Abschließen seiner College-Zeit. Jay-Z nahm Cole unter Vertrag, nachdem er seinen Song Lights Please hörte. Vor der Veröffentlichung seines zweiten Mixtapes veröffentlichte Cole die Single Show Me Somethin’[6] für Werbezwecke. Er veröffentlichte sein zweites Mixtape, The Warm Up, am 15. Juni 2009. Nach der Veröffentlichung von The Warm Up veröffentlichte er Back to the Topic.[7]

Cole ist als Feature auf Jay-Zs Album The Blueprint 3 zu finden. Er wirkt bei dem Song A Star Is Born mit.[8] Er ist außerdem auf Wales Debütalbum Attention Deficit an dem Song Beautiful Bliss beteiligt, nachdem er bereits auf Wales Mixtape Back to the Feature vertreten war. Cole hat auch erklärt, dass er mit Produzenten wie No I.D., Pharrell, Jim Jonsin und Salaam Remi für sein Debütalbum gearbeitet hat. Cole stand als Vorgruppe von Jay-Zs Blueprint 3 Tour auf der Bühne.

Im Frühjahr 2010 wurde Cole auf Platz 49 der “50 Great Artists Breakthroughs” des Beyond Race Magazine gewählt.[9]

Im Januar 2010 war Cole zusammen mit Jay Electronica und Mos Def an Talib Kwelis und Hi-Teks Single Just Begun beteiligt. Der Song erschien auf Reflection Eternals Album Revolutions Per Minute.[10] Cole erschien auch auf B.o.Bs Mixtape May 25 (veröffentlicht im Februar 2010) auf dem Song Gladiators.[11] Am 27. April 2010 veröffentlichte er den Song Who Dat.[12] Cole war auch an Young Chris' Song Still the Hottest beteiligt und war auf Miguels Lied All I Want Is You zu hören.[13] Außerdem hatte Cole ein Feature auf We On von DJ Khaled.[14]

J. Cole ging vom 19. März 2010 bis 30. April 2010 auf College-Tour und schloss sie in New Brunswick, NJ am jährlichen Rutgersfest in der Rutgers University ab. Die Tour beinhaltete auch einen Auftritt in der Syracuse University gemeinsam mit anderen Rappern wie Wiz Khalifa.[15]

Um den Jahrestag der Veröffentlichung von The Warm Up zu feiern veröffentlichte J. Cole den Freestyle-Titel The Last Stretch am 15. Juni 2010. Am 21. Juni desselben Jahres wurde J. Coles Musikvideo zu seiner ersten Single Who Dat erstmals bei BETs 106 & Park gezeigt.[16]

Am 12. November 2010 veröffentlichte J. Cole sein drittes Mixtape mit dem Titel Friday Night Lights.[17] Das Tape beinhaltet Features mit Drake, Wale und Omen mit den meisten der Produktion gehandhabt durch Cole mit Unterstützung von Syience, Bink & L&X Music. Außerdem drehte er ein Video für In the Morning featuring Drake.

Am 17. Januar 2011 veröffentlichte J. Cole eine Remixversion von Rihannas dritter Single S&M von ihrem fünften Studioalbum Loud.[18]

Am 14. März 2011 veröffentlichte J. Cole eine Single mit dem Titel Killers. Am 25. April 2011 führte Vibe ihn auf Platz 5 der Liste der besten lebenden Rapper unter 30 auf. J. Cole verwendete bisher Analog-Technologie, um seine Beats zu machen. Aber nun macht er seine Beats allein digital. Er mixt seine Musik in einem Programm namens „Recycle“. Dann nimmt er die Probe und bringt es in Logic. Von dort aus hat er alle seine Proben geschnitten und bereit und kann alles von seiner Tastatur steuern. In letzter Zeit beginnt J. Cole seinen Herstellungsprozess, indem er erst seine Drum-Patterns macht und später eine Melodie dazu fügt.

Am 22. Mai 2011 veröffentlichte J. Cole die Single mit dem Titel Return of Simba, die dritte Single aus der „Simba-Reihe“ nach Simba und Grown Simba. J. Cole war außerdem für den BET Award 2011 für Best New Artist nominiert.[19] J. Cole war Bestandteil der Vorgruppe von Drakes Light Dreams and Nightmares UK Tour vom 5. bis 21. Januar 2011. Er trat im Herbst 2011 im Vereinigten Königreich im Vorprogramm von Tinie Tempah während seiner 7-city Arena Tour vom 31. Oktober bis 8. November auf.

J. Cole war auch Vorgruppe von Rihanna bei deren Nordamerika-Etappe ihrer Loud Tour, die am 4. Juni 2011 begann und in Barbados am 5. August 2011 endete.

seit 2011: Debütalbum[Bearbeiten]

J. Cole schrieb am 4. Mai 2011 via Twitter:

„All singles done. Album ridiculous. Title Perfect. Music incredible. Thank you for your patience. Let's change the game.“

J. Cole[20]

J. Cole hielt aus Angst vor der Inkonsistenz den Titel seines Debütalbums geheim. Er verkündete, dass Jay-Z auf dem Album zu hören sei.[5]

Am 27. September 2011 erschien sein Album Cole World: The Sideline Story.

Während des letzten Auftritts von Cole bei Rihannas Loud Tour in Barbados drehte Cole das Musikvideo für seine zweite Single Can't Get Enough mit Trey Songz (der als Gastmusiker im Lied auftritt) und Rihanna.[21]

Am 18. Juni 2013 erschien unter hohen Erwartungen sein zweites Album Born Sinner, das nach drei Wochen die Nummer eins der amerikanischen Billboard 200 Charts erreichte. Aria Nejati schrieb für Hiphop.de, dass das Album „kaum Schwächen“ zeige und J. Cole das, „was er tut, unglaublich gut tut“. Vorzuhalten sei ihm lediglich „die fehlende Vielfältigkeit seiner Themenauswahl“. Insgesamt zeige Cole „auf seinem zweiten Album vor allen Dingen, dass er sich in einem enorm schnellem Tempo weiterentwickelt“.[22]

Am 9. Dezember 2014 veröffentlichte J. Cole sein drittes Studioalbum 2014 Forest Hills Drive nachdem es nur drei Wochen zuvor angekündigt worden war. Das Album debütierte auf dem ersten Platz der amerikanischen Billboard Charts und erreichte nach knapp vier Monaten als erstes Album von J. Cole den Platinstatus.[23]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[24] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2011 Cole World: The Sideline Story 62
(2 Wo.)
25
(2 Wo.)
1
(37 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. September 2011
2013 Born Sinner 74
(1 Wo.)
27
(2 Wo.)
7
(7 Wo.)
1
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Juni 2013
2014 2014 Forest Hills Drive 49
(2 Wo.)
33
(… Wo.)
1
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Dezember 2014

Mixtapes[Bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen
2007 The Come Up Erstveröffentlichung: 2007
2009 The Warm Up Erstveröffentlichung: 15. Juni 2009
2010 Friday Night Lights Erstveröffentlichung: 12. November 2010
2013 Truly Yours Erstveröffentlichung: 12. Februar 2013
Truly Yours 2 Erstveröffentlichung: 30. April 2013

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[24] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2010 Who Dat 93
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Mai 2010
2011 Work Out
Cole World: The Sideline Story
13
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Juni 2011
Can't Get Enough
Cole World: The Sideline Story
52
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 2011
(feat. Trey Songz)
2012 Nobody's Perfect
Cole World: The Sideline Story
61
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Februar 2012
(feat. Missy Elliott)
2013 Power Trip
Born Sinner
46
(7 Wo.)
19
(29 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Februar 2013
(feat. Miguel)
Crooked Smile
Born Sinner
27
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Juni 2013
(feat. TLC)
She Knows
Born Sinner
68
(2 Wo.)
90
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Oktober 2013
(feat. Amber Coffman & The Cults)
2014 No Role Modelz
2014 Forest Hills Drive
95
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Dezember 2014
(als Albumtrack)
Apparently
2014 Forest Hills Drive
58
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Dezember 2014
2015 Wet Dreamz
2014 Forest Hills Drive
61
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. April 2015

Als Gastmusiker[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[24] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2010 All I Want Is You
All I Want Is You
58
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Mai 2010
(Miguel featuring J. Cole)
2015 Planes
Late Nights
55
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Januar 2015
(Jeremih featuring J. Cole)

Quellen[Bearbeiten]

  1. J. Cole interview by Pete Lewis, 'Blues & Soul' March 2011
  2. Jay-Z Protege J. Cole Takes Unusual Path to Stardom. ABC News.
  3. J COLE: Bref Control , May 2011
  4. NardwuarServiette NardwuarServiette: Nardwuar vs. J. Cole. In: http://www.youtube.com/watch?v=ij7Kw2Kc2UM. NardwuarServiette. Abgerufen am 22. Juli 2011.
  5. a b GrimeDaily GrimeDaily: GRIME DAILY MEETS J. COLE [INTERVIEW 2011]. In: http://www.youtube.com/watch?v=N4pDb1Tj9b8&feature=related. GrimeDaily. Abgerufen am 10. Januar 2011.
  6. J. Cole - „Show Me Somethin’“
  7. J. Cole - "Back to the Topic" Freestyle
  8. J.Cole to appear on Blueprint 3. Rap Basement. Abgerufen am 18. August 2009
  9. http://beyondrace.com/articles/features/2245-j-cole
  10. Reflection Eternal - "Just Begun" feat. Jay Electronica, J. Cole, & Mos Def [1]
  11. J. Cole - "Knock On Wood" X "Gladiators" w/ B.o.B
  12. Thatsthatish.com: "J. Cole: 'Who Dat'"
  13. http://www.thatsthatish.com/2010/04/j-cole-still-hottest-wyoung-chris-x-all.html
  14. J. Cole - "We On"
  15. Rapper Wiz Khalifa set to perform at SU after incarceration - Feature - The Daily Orange
  16. J. Cole - "Who Dat" music video
  17. DOWNLOAD "FRIDAY NIGHT LIGHTS"!. JColeMusic. Abgerufen am 19. Mai 2011.
  18. http://rapdose.com/2011/01/17/rihanna-sm-remix-feat-j-cole/
  19. Best New Artist. BET. Abgerufen am 21. November 2011.
  20. http://twitter.com/#!/JColeNC/status/65554185390800896
  21. Peep This: Rihanna Hangs Out With J. Cole And Trey Songz At The 'Can't Get Enough' Shoot | Vibe
  22. Aria Nejati: J. Cole – Born Sinner (Review). Hiphop.de, abgerufen am 1. Juli 2013.
  23. http://rapradar.com/2015/04/01/j-cole-2014-forest-hills-drive-goes-platinum/
  24. a b c Chartquellen: DE CH UK US

Weblinks[Bearbeiten]