J. D. Vance

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J. D. Vance

James David Vance (geboren 1984 in Middletown (Ohio)) ist ein US-amerikanischer Kapitalmanager und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James David Vances mütterliche Familie stammt aus dem Breathitt County, sie zog nach Middletown im Rust Belt, wo Vance in einer Arbeiterfamilie aufwuchs, die durch wirtschaftlichen Wandel, Arbeitslosigkeit, Scheidung und Drogenkonsum ihren Halt verlor. Dank eines festen Willens seiner mütterlichen Großmutter konnte Vance die Schule absolvieren und die Stadt verlassen. Mit 18 Jahren absolvierte er den Wehrdienst bei den Marines. Er studierte an der Ohio State University (B.A., 2009) und machte 2013 die Prüfung zum Juris Doctor an der Yale Law School.

Vance arbeitet als Finanzmanager in San Francisco in einer Investmentfirma, die zu einer Gruppe von Unternehmen gehört, die von Peter Thiel gegründet wurden. Er lebt mit seiner Frau, einer Juristin, in San Francisco.[1]

Vance veröffentlichte 2016 eine autobiografische Schrift über die Geschichte seiner Familie und ihre sozialen und ökonomischen Probleme. Das Buch, zu dem ihn seine Yale-Professorin Amy Chua ermutigt hatte,[1] erschien im Juni 2016. Nach einem Interview mit der Zeitschrift The American Conservative im Juli 2016 geriet das Buch bereits im August 2016 an die Spitze der The New York Times Best Seller list und stand dort im Januar 2017 erneut an der Spitze. Im Februar 2017 waren über 700.000 Exemplare von Buch und digitaler Ausgabe verkauft.[1]

Nach den Verkaufserfolgen wurde Vance beim Sender CNN und bei der New York Times als Kommentator verpflichtet. Vance wird landesweit zu Vorträgen über sein Buch eingeladen. Er gilt nach den Präsidentschaftswahlen 2016 als ein Zeuge der neuen US-amerikanischen weißen Unterschicht (auch: „White Trash“), die 2016 vermeintlich den Ausschlag für die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten gegeben hat.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hillbilly elegy : a memoir of a family and culture in crisis. New York, NY : Harper, 2016
    • Hillbilly Elegie. Die Geschichte meiner Familie und einer Gesellschaft in der Krise. Übersetzung Gregor Hens. Berlin : Ullstein, 2017 ISBN 9783550050084

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mara Delius: Dort, wo das Nichts nichtet. Wie das amerikanische Sachbuch „Hillbilly Elegie“ die weiße Unterschicht enttrasht. Rezension, in: Die Literarische Welt, 15. April 2017, S. 28

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Karen Heller: „Hillbilly Elegy“ made J.D. Vance the voice of the Rust Belt. But does he want that job?. In: The Washington Post, 6. Februar 2017