Jablonka Galerie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Rafael Jablonka (links) mit Franz Gertsch in der Böhm Chapel

Die Jablonka Galerie ist eine Galerie für Zeitgenössische Kunst in Köln. Sie wurde 1988 von Rafael Jablonka gegründet.

Galeriearbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungshalle Böhm Chapel

Das erste Domizil der Jablonka Galerie befand sich in einem von Oswald Mathias Ungers entworfenen Galerienhaus in der Venloer Straße in Köln.[1] Die Jablonka Galerie betreut und vertritt die unter Vertrag stehenden Künstler durch Ausstellungen in der eigenen Galerie, durch Vermittlung an Kunstmuseen und internationale Großausstellungen, sowie durch die Präsentation ihrer Arbeiten auf internationalen Kunstmessen.

In der Galerie wurden bisher Werke von international bekannten Künstlern wie Nobuyoshi Araki, Andy Warhol, Miquel Barceló, Andreas Slominski, Sigmar Polke, Francesco Clemente, Eric Fischl, Alex Katz, Mike Kelley, James Rosenquist, Sherrie Levine, David Salle, Philip Taaffe und Enzo Cucchi ausgestellt.

Die Jablonka Galerie nimmt an den großen Kunstmessen wie der Art Basel, Frieze Art Fair, London, Art Basel Miami Beach und der Artparis Abu Dhabi teil. Rafael Jablonka ersteigerte im Herbst 2004 bei Christie’s in New York – wohl im Auftrag des Kunstsammlers Udo Brandhorst – das Gemälde „Mustard Riot Race“ von Andy Warhol aus dem Jahr 1963 für 13,5 Millionen US-Dollar.[2] Zu ihren Ausstellungen verlegt die Galerie als Kunstbuchverlag Kataloge und Bücher, die auch im Buchhandel erhältlich sind.[3] Der Kunstbibliotheken-Fachverbund Florenz–München–Rom zählt fünfzehn Veröffentlichungen der Galerie Jablonka auf.[4]

Die Galerie eröffnete im September 2006 Ausstellungsräume in der Rudi-Dutschke-Straße in Berlin. Die Galerieräume wurden zum 23. Dezember 2009 wieder geschlossen. Die letzte Berliner Ausstellung galt unter anderen den Künstlern Mike Kelley, Sherrie Levine und Andreas Slominski. Jablonka begründete die Schließung mit der mangelnden „wirtschaftlichen Perspektive in Berlin“ für zeitgenössische Kunst.[5]

Dafür wurde 2010 in Hürth-Kalscheuren nach heftigen Auseinandersetzungen um ihre Profanierung und die Aufhebung des Denkmalschutzes die von Gottfried Böhm geschaffene ehemalige Kirche St. Ursula als Ausstellungsgebäude übernommen. In der zur Böhm Chapel umbenannten Kirche finden zwei bis drei Ausstellungen pro Jahr statt. Dort wurden bisher Arbeiten u. a. von Terry Winters, Sherrie Levine, Eric Fischl, David LaChapelle, Norbert Tadeusz und Franz Gertsch gezeigt.

Im August 2012 wurde die erste Schweizer Dependance der Jablonka Galerie in Zürich eröffnet.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Craig Adcock: James Rosenquist, The hole in the center of time. Jablonka-Galerie, 2008. ISBN 978-3-931354-44-2
  • Jonathan Safran Foer: Andy Warhol, Ten portraits of Jews of the 20th century – Collage. Jablonka-Galerie, 2008, ISBN 978-3-931354-40-4
  • From the Terreiro: Francesco Clemente, Atlantic Avenue Paintings. Jablonka-Galerie, 2008, ISBN 978-3-931354-39-8
  • Kay Heymer: Eric Fischl, Dance – Sculpture and Watercolor. Jablonka-Galerie, Berlin 2006, ISBN 3-931354-34-2
  • Zdenek Felix: Enzo Cucchi, Paintings and Sculptures. Jablonka-Galerie, 2005, ISBN 3-931354-33-4
  • Miquel Barceló: Pablo Picasso, Women 1971. Jablonka-Galerie, 2005, ISBN 3-931354-31-8
  • Vincent Fremont: Andy Warhol’s Small World. Drawings of Children and Dolls, 1948–1985. Jablonka-Galerie, 2005, ISBN 3-931354-30-X

Schriften von Rafael Jablonka[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rafael Jablonka: Ruins: Strategies of Destruction in the Fracture Paintings of Georg Baselitz 1966–1969. d’Offay, London 1982
  • Rafael Jablonka, Siegfried Gohr: Europa/Amerika – Die Geschichte einer künstlerischen Faszination seit 1940. Museum Ludwig, 1986
  • Kasper König, Rafael Jablonka: Von hier aus: 2 Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf. Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Düsseldorf 1984

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carl Andreas Abel, Karl Ruhrberg: Zeitzeichen. Stationen bildender Kunst in Nordrhein-Westfalen. DuMont, Köln 1989, ISBN 978-3-7701-2314-8, S. 558.
  2. Katja Blomberg: Wie Kunstwerte entstehen. Der neue Markt der Kunst. Murmann Verlag, Hamburg 2005, ISBN 978-3-938017-24-1, S. 67.
  3. Kataloge der Jablonka Galerie bei Buchhandlung Walther König, Köln@1@2Vorlage:Toter Link/www.buchhandlung-walther-koenig.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Jablonka@1@2Vorlage:Toter Link/www.kubikat.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. bei: Kunstbibliotheken-Fachverbund Florenz–München–Rom
  5. Lisa Zeitz: Berlin ade. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Januar 2010