Jachenau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Jachenau
Jachenau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Jachenau hervorgehoben
Koordinaten: 47° 36′ N, 11° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Bad Tölz-Wolfratshausen
Höhe: 790 m ü. NHN
Fläche: 128,64 km²
Einwohner: 848 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 7 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83676
Vorwahl: 08043
Kfz-Kennzeichen: TÖL, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 73 131
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 51 1/2
83676 Jachenau
Webpräsenz: www.jachenau.de
Bürgermeister: Georg Riesch sen. (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Jachenau im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Starnberger See Ammersee Österreich Landkreis Ebersberg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Miesbach Landkreis München Landkreis Rosenheim Landkreis Starnberg Landkreis Weilheim-Schongau Wolfratshauser Forst Pupplinger Au Pupplinger Au Bad Heilbrunn Bad Tölz Benediktbeuern Bichl Dietramszell Egling Eurasburg (Oberbayern) Gaißach Geretsried Greiling Icking Jachenau Kochel am See Königsdorf (Bayern) Lenggries Münsing Reichersbeuern Sachsenkam Schlehdorf Wackersberg WolfratshausenKarte
Über dieses Bild

Jachenau ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

Nach der Gemeindegebietsreform 1975 ist Jachenau mit 842 Einwohnern der Bevölkerungszahl nach die kleinste Gemeinde mit eigener Verwaltung in Bayern. Jachenau ist ein staatlich anerkannter Erholungsort, der sich als „Jachenau das Sonnental“ dem „sanften Tourismus“ verpflichtet fühlt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Dorf der Jachenau am frühen Morgen vor dem Herzogstand

Jachenau liegt 80 km südlich von München, zwischen Bad Tölz und Garmisch-Partenkirchen, in den Bayerischen Voralpen auf der Südseite der Benediktenwand (1801 m) und nahe am Walchensee. Das Gemeindegebiet liegt auf einer Höhe zwischen 712 m bei Fleckhaus und 1800 m auf der Benediktenwand. Von den 128,64 km² Gemeindefläche sind 10 621 ha, ca. 82,6 % waldbedeckt.[2] Damit gehört die Jachenau zu den waldreichsten Gebieten Deutschlands.

Als „die Jachenau“ wird auch das 15 km lange, idyllische Wald- und Wiesental der Jachen bezeichnet, das sich von West nach Ost erstreckt und in dem der Ort liegt.

Bis zur Säkularisation in Bayern im Jahr 1803 gehörte die Jachenau zum Klostergericht Benediktbeuern. Danach wechselte sie in die Verantwortung des Landgerichts (Bezirksamts, Landratsamts) Tölz und wurde so zunehmend dem Isarwinkel zugeordnet. Der Tölzer Kurier berichtet heute über die Jachenau unter der Rubrik "Isarwinkel".

Kochel, Benediktbeuern
Walchensee (Kochel am See) Nachbargemeinden Lenggries
Wallgau Lenggries

Ortsteile/Weiler/Gehöfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Berg der Jachenau – das alte „Nazareth sup monte“
Das Jachental von Ost nach West, in der Mitte der Ortsteil Höfen
Bruchteilhausnummer mit zusätzlichem Buchstaben an einem Doppelhaus für Forstbedienstete

Die Gemeinde Jachenau, eine typische Streusiedlung, umfasst 27 Ortsteile, gelistet in alphabetischer Reihenfolge und mit den 1808 zugeteilten Hausnummern der damals existierenden 60 Anwesen. Später entstandene Häuser erhielten eine Hausnummer, die sich aus der Nummer des ursprünglichen Anwesens und einer Bruchteilsnummer zusammensetzt, die anzeigt, ob es das zweite, dritte oder usw. Anwesen auf dem Grund der ursprünglichen Hausnummer ist; z. B. ist 7 1/4 das vierte Haus auf dem Grund der alten Hausnummer 7. Allerdings liegt hier eine weitere Besonderheit vor: 7 1/4 besteht in der Realität aus einem Doppelhaus und einem Einfamilienhaus, die jeweils noch mit den Buchstaben a, b und c unterschieden werden. Bei den neueren Ortsteilen Rechen und Setzplatz existierten bis 2005 nur Bruchteilhausnummern wie z.B. 48 1/21; damals wurden wegen der „allgemeinen Verwirrung“ in diesen beiden Ortsteilen die Bruchteilhausnummern durch normale Hausnummern "Rechen 1 bis 18" und „Setzplatz 1 bis 34“ ersetzt.

  • Achner 40, 41, 42
  • Altlach (am Walchensee) 56, 57, 58, 59 einschließlich der zu Jachenau gehörenden Gebäude bei Einsiedl (am Walchensee) und Obernach mit den Bruchteilshausnummern 59 1/2 bis 59 1/9
  • Bäcker 16
  • Berg 3, 4, 5, 6
  • Dorf 7, 8, 9
  • Erbhof 12, 13
  • Fleck 43
  • Fleckhaus 33
  • Friedeln 17
  • Hinterbichl 23, 24
  • Höfen 18, 19, 20, 21, 22
  • Laich 10, 11
  • Lain 48
  • Luitpolder 49
  • Mühle 50, 51, 52, 53, 54
  • Niedernach (am Walchensee) 55
  • Niggeln (34), 35, 36, 37, 38, 39
  • Ochsensitz (bei Vorderriß) 60
  • Ort 29
  • Petern 25, 26, 27, 28
  • Point 44, 45, 46, 47
  • Raut 30
  • Rechen 10 1/4 bis 10 1/10
  • Sachenbach (am Walchensee) 1, 2
  • Setzplatz 48 1/2 bis 48 1/24 (historisch, nicht mehr gültig)
  • Tannern 31, 32
  • Wieden 14, 15

Die Weiler Letten und Leger liegen ebenfalls noch im Jachental, gehören aber verwaltungsmäßig zur Gemeinde Lenggries.

Die „Schattenhöfe“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Luitpolderhof in Jachenau – einer der „Schattenhöfe“

Auf Grund der West-Ost-Ausrichtung hat das 15 km lange Jachental zwischen den Ortsteilen Mühle im Westen und Fleckhaus im Osten im Sommer vom frühen Morgen bis zum späten Abend durchgehend Sonne. Deshalb bezeichnet sich auch heute die Jachenau als „Sonnental“.

Doch wird das Tal auf beiden Seiten durch Bergrücken begrenzt, die im Norden mit der Benediktenwand bis an 1800 m reichen und im Süden zwischen Staffel und Wilfetsberg bei 1500 m und 1400 m Höhe liegen. Im Winterhalbjahr befinden sich daher die am südlichen Talrand gelegenen Höfe über mehrere Wochen im Schatten. Dies hat zum Ausdruck „Schattenhöfe“ geführt.

Schon zu den ersten Höfen, die im 12. Jahrhundert im Jachental rodeten und siedelten, gehörte der heutige „Luitpolder“ Hof (bis ca. 1500 der „Krinner“). Dieser Hof, der drittgrößte Hof in Jachenau, liegt wie eine ganze Reihe von weiteren Höfen und Sölden zwischen den Ortsteilen Niggeln und Mühle so dicht unter dem südlichen Bergrücken, dass er im Winter bei flach stehender Sonne über einen Zeitraum von fast zwei Monaten (25. November bis 17. Januar) keinen Sonnenstrahl erwischt. Dieses Phänomen trifft besonders den „Lainer“ und den „Luitpolder“. Das sind aber im Sommer während der Wachstumsperiode die Höfe, die täglich am längsten die Sonne genießen.

Man kann also davon ausgehen, dass die damaligen Siedler am Ende des 12. Jahrhunderts genau wussten, worauf sie sich bei der Ortswahl ihres Anwesens einließen.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kuhtrittmuschel auf dem Fundamentstein einer alten Almhütte an der Lainlalm

Die geologischen Schichten der Jachenau gehören alle zur sogenannten Lechtaldecke, der mittleren "Decke" der Nördlichen Kalkalpen. Geologische Besonderheit des Raumes um die Jachenau ist die großangelegte Muldenstruktur des Bayerischen Synklinoriums mit Ost-West-verlaufenden Achsen der Mulden und Sättel. Sie ist die Ursache für das Walchensee-Becken und den relativ weiten Talkessel beim Ortskern in Jachenau. Die nordalpinen Gesteine sind fast ausschließlich marine Sedimente, deren Ablagerung in der Triaszeit vor ca. 250 Mio. Jahren in dem weltumspannenden Tethys-Meer auf dem sich absenkenden Schelf des großen Kontinents Pangäa begann. Dieser Vorgang schuf mehrere 1000 m mächtige Gesteinspakete, die in der Jachenau unter anderen als Wettersteinkalk (an der Benediktenwand), als Raibler Schichten (westlich und östlich der Lainlalm), als Hauptdolomit (Gipfel des Hirschhörnl), als Plattenkalk (u. a. Rautberg, Staffel, Hoher Zwiesler, Jochberg, Brunnenkopf, Brandkopf), als Kössener Schichten (an den Steilufern der Großen Laine) und als Rhätolias-Riffkalk (Axelstein) auftreten.[3]

Megalodonten, im Volksmund auch "Kuhtrittmuscheln", finden sich als ca. 200 Mio. Jahre alte Zeugen der Erdgeschichte in der Gegend um Jachenau im Rhätolias-Riffkalk auf der Südseite des Axelstein nördlich der Ortschaft sowie an einer Felskugel am östlichen Eingang zur Rappinklamm. Vom Axelstein oder aus der Rappinklamm können die Steine sein, die an der nahe gelegenen Lainlalm als Fundamentsteine von Almhütten Verwendung fanden und mit den versteinerten Muscheln als Abwehrzauber dem Schutz von Mensch und Tier dienen sollten.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den ältesten Urkunden von 1192 [4] und 1294[5] wird die neue Ansiedlung in dem Tal ostwärts des Walchensees als „Nazareth“ benannt. Das Jachental war ähnlich dem Großen Ahornboden im Karwendel damals mit einem Ahornwald bedeckt. Den Benediktinermönchen des Klosters Benediktbeuern fiel es nicht schwer aus „in acereto“ = im Ahorngehölz, im Ahornboden den Ortsnamen Nazareth abzuleiten.

In einer Urkunde von 1295 [6] tauchen erstmals „Nazareth“ und „Jachnawe“ nebeneinander auf. Danach entwickelte sich „Jachnaw“ (1416), „Jachenaw“ (1433) und ab 1584[7] „Jachenau“. Für die Herleitung des Namens Jachenau gibt es unterschiedlichste Ansätze: von „Jochinau“ = die Au der Jocher von Altjoch am Kochelsee, von Ahornau in Anlehnung an den Ahornboden, von der Au des „Jacho“, eines damals gebräuchlichen Vornamens[8] und als Ableitung vom Namen der Jachen, dieses schnell fließenden („jach“, mittelhochdeutsch) Gewässers des Tales.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jachenau wurde ab dem Zeitraum um 1185 vom Kloster Benediktbeuern aus gerodet und besiedelt. In der Abschrift einer Urkunde von 1192 wird Nazareth erstmals genannt. Hierbei überließ der Augsburger Bischof Udalschalk den Neubruchzehnt (von Jachenau) dem Kloster Benediktbeuern im Tausch für ein Gut bei Utting. Gleichzeitig wurde in derselben Urkunde der Auftrag gegeben, eine Kirche aus Stein zu errichten. Neunundneunzig Jahre später weihte Bischof Wolfahrt von Augsburg die Kirche St. Nikolaus am 17. März 1291 persönlich ein. Im gleichen Jahr wurde ein Wirtshaus gebaut. 1279 (1294) [9] wurden im Salbüchl des Klosters 17 "vaccariae" (Schwaigen) in Nazareth aufgelistet, von denen bei folgenden sieben eine Beziehung zu den heute noch bestehenden Höfen hergestellt werden kann. Dies sind „Nazareth sup monte“ = Berg, „Im ahorn“ = Achner, „Chlezagelshof“ = Hinterbichl, „Gerunershof“ = bis 1500 als der Krinner benannt, danach als Luitpolder, „Erchenboltshütte“ = Erbhof, „Im lohe“ = Laich, „Saherpach“ = Sachenbach.

Durch Zwei- und manchmal auch Dreiteilung der meisten 17 "Urhöfe" kam die Jachenau im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts bis zum Jahr 1782 auf 36 Höfe und 24 Sölden, die sich bis ins 19. Jahrhundert gehalten haben. Bis zur Säkularisation 1803 gehörte die Obmannschaft Jachenau zum Klostergericht Benediktbeuern.

Im Zeitraum 1808 bis 1818 entwickelte sich die Jachenau zu einer selbständigen politischen Gemeinde. Dabei kam es zunächst zu heftigem Widerstand. Mit dem Gemeindeedikt vom 13. Mai 1808 wurden die Steuerdistrikte Jachenau [10] und Walchensee in erster Linie nach geographischen Gesichtspunkten, nicht aber nach historischen Bindungen festgelegt und mehrfach wegen des aufkommenden Widerstandes neu geordnet. In einer der Listen wurden die Ansiedlungen rund um den See dem Steuerdistrikt Walchensee zugeordnet und wenig später - nach Eingliederung Walchensees in den Steuerdistrikt Kochel - vielleicht auch diesem. Doch spätestens 1818 war alles so wie bis 1808. Schon 1808 wurden den damals 60 Anwesen der Jachenau die heute noch gültigen Hausnummern 1 bis 60 zugeordnet.Sie beginnen mit 1 und 2 in Sachenbach und enden mit 59 in Altlach (Bräu) und mit 60 am Ochsensitz.

Jachenauer Forstverhältnisse im Lauf der Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mächtige Fichte auf der Walchen-Alm in Jachenau; 2005 umgestürzt

Die Fläche der Jachenau beträgt rund 129 km². Davon sind 82,6 %, das sind 10.621 ha, waldbedeckt und wiederum die Hälfte davon ist Eigentum der Jachenauer Bauern und Söldner. Dieser wertvolle Besitz, der über Jahrhunderte den Jachenauern einen gewissen Wohlstand garantierte, ist für die heutige Generation eine Selbstverständlichkeit. Das war nicht immer so.

Zur Zeit der Rodung und Ansiedlung im 12. bis 14. Jahrhundert war der Holzeinschlag in den Jachenauer Wäldern noch nicht geregelt oder eingeschränkt. Doch mit der Entwicklung der Städte, insbesondere Münchens, stieg der Bedarf an Bau- und Brennholz (auch für die „holzfressenden“ Kalköfen) aus den an der Isar gelegenen Wäldern so stark, dass die Nachhaltigkeit und damit der dauernde Bestand der Wälder bedroht schien. Die Bayerischen Herzöge und auch das Kloster Benediktbeuern erließen – beginnend im 15. Jahrhundert – Holzordnungen, die den Einschlag in nachhaltige Bahnen lenkten. Dabei wurden den Bauern in der Jachenau wegen des rauen Klimas und der dadurch eingeschränkten Landwirtschaft 1487 mit dem "Jachnaw privilegium"[11] neben dem eigenen Bedarf an Bau- und Brennholz besondere Rechte für den Holzeinschlag „zum Verkauf ans Wasser“ zugestanden. Jeder Bauer durfte jedes Jahr im Rahmen der „Hauszahl“ in seinen „zu den Gütern gelegten Hölzern“ eine bestimmte Zahl Stämme unentgeltlich zum Verkauf schlagen; er musste dafür lediglich den „Probstbaum“, den schönsten Stamm dem Kloster überlassen. Die ungeteilte Hauszahl berechtigte den Bauer zu 240 Stämmen im Jahr. Bei geteilten Höfen verringerte sich die Hauszahl auf 120 oder 80 Stämme. Darüber hinaus war es den Bauern und auch den Söldnern gestattet, auf Antrag und gegen einen geringen Preis in den Frei- und Gemeinbergen weiteres Holz zum Verkauf zu schlagen.

Mit der Säkularisation drohten durch Übernahme des Staates diese für die Jachenau lebenswichtigen Forstrechte zur „jederzeit widerruflichen Gnade“ zu verfallen. In einem nahezu 200-jährigen "Kampf gegen Herrschaftsobrigkeit" [12] ließen sich die Jachenauer trotz heftigster Rückschläge durch die Bayerische Staatsforstverwaltung nicht unterkriegen. Deshalb beschlossen in den 1950er Jahren alle Fraktionen des Bayerischen Landtags, das unglückliche Taktieren der Forstverwaltung durch ein Gesetz zu beenden und den Raum nördlich und südlich der Benediktenwand endlich zu befrieden. Der Landtag erließ 1964 das Teil- und Zinswaldgesetzes (TZiWG 1964)[13], ein Vergleich, der den Jachenauer Bauern und Söldnern sowie der Kirche weitgehend das Eigentumsrecht über ihre Wälder zurückgab.[14] Das Verfahren der Realteilung (gem. Art.5 TZiWG) dauerte bis 1983, doch selbst heute ist in einem Fall die Forstrechtsablösung einer Teilfläche noch nicht abgeschlossen.

Größten Teils ungelöst ist aber auch die Frage der Kommunalen Bann- und Wuhrhölzer[15] Psengberg, Fischlain und Rotwand. Diese wurden aus bisher nicht erkennbaren Gründen im TZiWG nicht berücksichtigt und sind „unbehandelt und stillschweigend“ in den Besitz des Staates übergegangen[16]. So kommt es, dass die waldreiche Gemeinde Jachenau selber über keinen Quadratmeter Wald verfügt.

Seit März 2011 liegt der Gemeinde ein Gutachten vor über die historischen Grundlagen der Bann- und Wuhrhölzer des 18. Jahrhunderts und deren rechtliche Behandlung in den letzten 200 Jahren. Im Frühsommer 2012 informierte die Gemeinde zur Vorbereitung einer Petition an den Bayerischen Landtag in Einzelgesprächen Vertreter der Fraktionen der FW, der SPD und der CSU. Allein letztere sahen keine Möglichkeit, die Gemeinde in ihren Bemühungen um eine Ergänzung des TZiWG um die Bann- und Wuhrhölzer mit dem Ziel der Übertragung dieser Wälder in das Eigentum der Gemeinde zu unterstützen. Auf die Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Florian Streibl FW vom 18. Mai 2012 zu "Bann- und Wuhrhölzer - Rechte der Kommunen" antwortete die Staatsregierung in der Drucksache 16/13263 vom 3. September 2012 mit sachlich falschen und vom eigentlichen Thema, nämlich der Gleichbehandlung der Kirchenhölzer und der Kommunalen Bann- und Wuhrhölzer, ablenkenden Aussagen.[17] In Ergänzung des Gutachtens von 2011 wurde im Frühjahr 2013 eine Stellungnahme zu den Antworten des Ministeriums erstellt - zur Kenntnis für jeden Jachenauer.[18]

Nach Aussage des Bürgermeisters bei der Bürgerversammlung am 20. März 2015 hat die Gemeinde einen Antrag auf Ablösung ihrer Forstrechte gestellt[19]. Dabei erwartet die Gemeinde zumindest die gleiche Behandlung, wie sie die Gemeinden nördlich der Benediktenwand zwischen Kochel am See und Bad Heilbrunn in den 1980er Jahren erfahren haben. Das bedeutet Ablösung der Forstrechte über ca. 70 ha Wald in finanzieller Form oder auch als Zuteilung von Waldflächen in das Eigentum der Gemeinde.

Inzwischen haben neue Recherchen in einem Forstarchiv im November 2015 ergeben, dass das Holzbezugsrecht für die Oberhöfner und die Peterer Brücke 1971 gegen ca. 23.000,- DM zu Gunsten der Gemeinde abgelöst wurde. Als Belege wurden eine Notarielle Urkunde und der Beschluss im Beschlussbuch der Gemeinde vom 27. August 1971 gefunden[20]. Dennoch macht diese damalige Ablösung nur einen Bruchteil des Gesamtkomplexes der Bann- und Wuhrhölzer aus.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat acht Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,1 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  Freie Wählergemeinschaft     4 Sitze  (55,8 %)
  Unabhängige Wählergemeinschaft 4 Sitze (44,2 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister von der Freien Wählergemeinschaft.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Schild in Form eines „J“, horizontal geteilt in Gold und Blau, oben aus der Teilungslinie wachsend ein steigender, schwarzer Gamsbock.

Am 19. April 1958 beschloss der Gemeinderat, für die Gemeinde ein Gemeindewappen zu beantragen und das Bayerische Hauptstaatsarchiv um Beratung zu ersuchen. Am 14. Februar 1959 erfolgte der einstimmige Beschluss, als Gemeindewappen das von dem Graphiker Ernst Rössner in Bad Tölz angefertigte Wappen in der jetzt festgesetzten Form anzunehmen. Die Wappenannahme erstreckt sich auch auf eine Gemeindefahne, die allerdings nie angeschafft wurde.

Das Wappen hat einen historischen Bezug zur Jachenau: Es wurde am 1. März 1502 von Herzog Albrecht IV., „dem Weisen“ an Hubprobst Caspar März von Benediktbeuern verliehen. Dieser war Sohn des Jachenauer Klosterjägers Anderl März (1445–1510) vom „Loaner“ 48. Von 1486 bis 1513 stand Caspar März im Dienst des Klosters in aufsteigenden Verwendungen vom Marstaller bis zum Hubprobst und Siegler. Ab 1514 lebte er als Wirt in Kochel und im Jahr 1522 übernahm er eine Wirtschaft in Lenggries.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Staffel nach Nordosten: Das Untertal der Jachenau

Wirtschaftskraft und relativer Wohlstand der Jachenau beruhten über 700 Jahre auf der Landwirtschaft und der Forstwirtschaft. Neben dem Schwerpunkt Grünlandwirtschaft mit Viehzucht und Milcherzeugnissen wurden bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zur eigenen Versorgung auch Getreide und Flachs angebaut. Die Jachenau zählt heute 34 landwirtschaftliche Anwesen, davon 29 Bauern und 5 Sölden. Der Anteil der Haupterwerbsbetriebe liegt bei 67,6 % (Platz 21 von 2953 in Bayern).

Die umfangreichen Forstrechte der Jachenauer Anwesen (seit 1983 in einem Vergleich mit dem Bayerischen Staat umgewandelt in ca. 5 000 ha Waldeigentum) ermöglichen jährlich den Verkauf von ca. 15- bis 20 000 Festmetern Holz. Nicht unerhebliche Zusatzverdienste ergaben sich früher aus der Holzarbeit für das Kloster Benediktbeuern, ab 1803 für die Bayerische Staatsforstverwaltung.

Seit der Zeit um 1900, als die beiden neuen Gasthöfe mit Übernachtungsmöglichkeiten für „Sommergäste“ errichtet worden waren, kam der Tourismus als drittes Standbein hinzu. Gästezimmer und Ferienwohnungen – genutzt weitgehend von Stammgästen – sind im ganzen Tal wichtige Grundlage für sichere Nebenverdienste nahezu im ganzen Jahr.

Das Obertal der Jachenau von Westen vor Staffel und Schafreuter

Diese Dreiteilung Jachenauer Wirtschaftskraft gilt auch noch für die heutige Zeit. Darüber hinaus sorgen zahlreiche Handwerksbetriebe (insbesondere der Holzverarbeitung wie Sägewerke, Zimmerer, Schreiner und auch ein Holzschnitzer) für Arbeitsplätze im Tal. Dennoch ist der Anteil der Auspendler bei den Einkommensteuerpflichtigen mit 82,1 % im Jahr 2006 sehr hoch (Platz 2047 von 2056 in Bayern).

Hinsichtlich des Gewerbesteueraufkommens waren die beiden Laufwasserkraftwerke der E.ON Wasserkraft in Obernach und Niedernach über Jahrzehnte die größten Wirtschaftsbetriebe der Gemeinde. Das hat sich aber seit Jahren durch E.ONs Strategien der Steuervermeidung auf Null reduziert.

Pumpspeicherwerk Jochberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2013 wurde das geplante Pumpspeicherwerk Jochberg der Öffentlichkeit vorgestellt. Entstehen sollte ein Speichersee mit drei Millionen m³ Inhalt in der Mulde ostwärts der Jocheralm, 600 m darunter eine Kaverne mit Pumpen und Generatoren, von dort sollte je ein Stollen zum Walchensee, zum Walchenseekraftwerk in Altjoch, zum Fernwöhr an der Kleinen Laine und ein 600 m langer Druckstollen vertikal zwischen Speichersee und Kaverne verlaufen. Projektiert war eine Leistung von 700 Megawatt und eine Umsetzung innerhalb von 10 Jahren, wobei 5 Jahre auf die Planung (Raumordnungsverfahren und Planfeststellungsverfahren) und 5 Jahre auf die Bauzeit entfallen sollten.[21] Die Gemeinde Jachenau beabsichtigte die Bildung von Arbeitsgruppen zur Erörterung von Themen wie z. B. Reduzierung der Belastung während der Bauzeit, Zuwegekonzept, Einfluss auf Tourismus und Naturschutz.

Inzwischen ist die Bayerische Staatsregierung wegen aktuell mangelnder Rentabilität der Pumpspeicherkraftwerke von der Realisierung des Jochberg-Projekts abgerückt.[22][23][24]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Buslinie 9595 des Regionalverkehrs Oberbayern verbindet Jachenau mit Lenggries. Von dort fährt stündlich die Bayerische Oberlandbahn nach München.

Die Staatsstraße 2072 führt von Lenggries nach Jachenau und weiter über Sachenbach und am Ostufer des Walchensee entlang nach Urfeld (ab der Abzweigung „Zwerchweg“, 1,5 km westlich Jachenau, für den allgemeinen Verkehr gesperrt). Eine mautpflichtige Privatstraße der Bayerischen Staatsforsten führt vom „Zwerchweg“ weiter über Niedernach und Altlach am Südufer des Walchensees entlang nach Einsiedl am Walchensee, wo sie in die Bundesstraße 11 mündet.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Loipe in der Jachenau im Winter 2012/13

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kinderkrippe in Jachenau-Wieden
  • Kindergarten in Jachenau-Wieden
  • Grundschule in Jachenau-Wieden benannt als Ferdinand Feldigl - Schule nach dem ehemaligen Lehrer von Jachenau (1882–1891) und Schöpfer des Liedes "Die schöne stille Jachenau" [25]

Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeindeverwaltung
  • Gästeinformation

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strand am Walchenseesüdufer mit dem Jochberg im Hintergrund
  • 35 km Langlaufloipen, gleichermaßen für klassische und freie Langlauftechnik nebeneinander gespurt
  • Natureisstadion (kleine Fläche) in Jachenau-Dorf (nördlich unterhalb der Kirche)
  • Sportplatz mit Flutlichtanlage im Ortsteil Wieden
  • Skilift in Jachenau-Mühle
  • Bademöglichkeiten, Tauchen, Surfen, Kiten, Segeln und Angeln am nahe gelegenen Walchensee
  • zahlreiche Möglichkeiten für Tal- und Bergwanderungen, Rad- oder Mountainbiketouren im Sommer
  • in gleicher Weise zahlreiche Möglichkeiten für Schneeschuhwanderungen und Skitouren im Winter

Pfarrkirche St. Nikolaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Nikolaus, Pfarrkirche von Jachenau

Im Jahr 1192 erteilte das Bistum Augsburg den Auftrag, in "Nazareth" eine steinerne Kirche zu bauen. 1291, also 99 Jahre später, wurde die Kirche von Bischof Wolfhart von Augsburg dem Heiligen Nikolaus als Hauptpatron geweiht. Nebenpatrone sind die Heiligen Peter und Paul. 1718 wurde im Westen der herzförmige Chor mit Oratorien und Sakristei angebaut. Zur gleichen Zeit wurde wohl der Altar von dem sonst üblichen Platz im Osten nach Westen verlagert. Die heutige Ausstattung der drei Altäre entstand im Zeitraum 1773/74. Den Hauptaltar schmückt ein Bild des Heiligen Nikolaus in der Verehrung der Mutter Gottes. Die zwei Nebenaltäre sind der Maria Immaculata und den Heiligen Drei Königen geweiht. Für Letztere existiert in Jachenau seit 1694 die "Bruderschaft der Heiligen Drei Könige". Die spätbarocke Innenausstattung der Kirche aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts ist geprägt von den leichten Wessobrunner Stuckarbeiten im zarten Benediktbeurer Grün und den Deckenfresken des Alois Gaibler aus Kaufbeuren im Haupt- und Altarraum. 1874 wurde der Kirchturm an der Ostseite abgerissen; an seiner Stelle entstand das "Vorzeichen", der Eingang zur Kirche. Gleichzeitig entstand auf der Nordseite ein neuer Kirchturm mit quadratischem Sockel, achteckigem Glockenturm und Zwiebelhaube. Ältestes Zeugnis in der Kirche ist ein Fresko aus dem 14. Jahrhundert in einer Nische an der mittelalterlichen Chorwand neben dem Beichtstuhl, das einen rotgewandeten, knienden Mann darstellt; gegebenenfalls eine personifizierte Seele betend vor der Himmlischen Mauer in Jerusalem.

Das moderne Orgelwerk von 1982 wurde von Gerhard Schmid aus Kaufbeuren geschaffen. Das Geläut besteht aus fünf Glocken der Glockengießerei Oberascher in den Tönen d' - fis' - a' - h' - d" und ertönt im D-Dur-Dreiklang mit einer Sexte. Jachenau, bis zur Säkularisation 1803 immer vom Kloster Benediktbeuern oder den Pfarrern von Kochel seelsorgerisch betreut, ist seit 1806 selbständige Pfarrei.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Jachenau wird mindestens seit den 1920er Jahren Laien-Theater gespielt. Nach dem II. Weltkrieg bildete sich erneut eine Theatergruppe, die sich auf Weisung der Militärregierung einem Verein anschließen musste. Sie wurde Teil des 1948 gegründeten Gebirgstrachtenvereins Jachenau. Alljährlich wird im Winter ein Stück eingeübt, das in der Osterzeit zur Aufführung kommt.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebirgsschützenkompanie Jachenau im Sommer 2010
Ehrenmal für die Jachenauer Gefallenen und Vermissten der fünf Kriege von 1805 bis 1945
  • Freiwillige Feuerwehr seit 1875
  • Fremdenverkehrsverein seit 1949
  • Gebirgsschützenkompanie seit 1906
  • Gebirgstrachtenverein seit 1948
  • Handwerker- und Bauernverein seit 1757
  • Schützengesellschaft Gemütlichkeit seit 1924
  • Ski- und Sportclub seit 1949
  • Veteranen- und Kriegerverein seit 1822

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirchenchor
  • Musikkapelle
  • Jachenauer Stubenmusi
  • Jachnara Schodseitnmusi
  • Jachenauer Hackbrettmusi
  • Jachenauer Harfenmusi
  • Jachenauer Sudhausmusi
  • 1605er-Musi
  • Laichalm-Musi
  • Goaßlschnalzer
Lüftlmalerei beim „BichlerKassl“ in Jachenau, Hinterbichl
Fresko von Franz Marc auf der Bergstaffelalm oberhalb Jachenau

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Jachenau

  • Pfarrkirche St. Nikolaus
  • Fassadenmalereien (Lüftlmalerei)
  • Wasserkraftwerke in Niedernach und Obernach (keine Besichtigung)
  • Ehrenmal am Westrand des Friedhofs mit einer Skulptur von 1952 des Bildhauers Hias Lautenbacher von Kochel aus rötlichem Marmor, die den Heiligen Georg als Drachentöter darstellt sowie vier Steinplatten mit den Namen der gefallenen und vermissten Jachenauer der fünf Kriege zwischen 1805 und 1945.

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1904, 1905 und 1908 [26] hielt sich der Maler Franz Marc immer wieder auf der Bergstaffelalm unter dem Rabenkopf bei seinem Freund, dem Senner Hans Müller, auf und schmückte Herd und Wände der Almhütte mit Fresken.[27]

Söhne und Töchter des Dorfes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rupert Egenberger (1877–1959), Sonder-, Heilpädagoge
  • Marietta Uhden brach 2001 in Jachenau den damaligen Weltrekord im Schwierigkeitsklettern der Damen. Als erste Frau weltweit kletterte sie eine Route im Bereich des elften Schwierigkeitsgrades: die Route Sonne im Herzen am Achselstein (XI-/8c+).

Fauna und Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelber Frauenschuh in den Bergen der Jachenau

Eine Besonderheit der Jachenau ist die sich seit 1959 entwickelnde Steinbock-Kolonie an der Benediktenwand, die inzwischen auf mehr als 100 Tiere angewachsen ist. Nicht regelmäßig, aber immer wieder brütet auf Jachenauer Flur ein Adlerpärchen. Eine weitere Besonderheit ist der Kirchturm als Schlafplatz der Kleinen Hufeisennasen. Im Jahr 2002 wurden 34 ausgewachsene Exemplare gezählt. Unter den Blumen sind das Bergaurikel, der Stängellose Enzian, die Bewimperte Alpenrose, der Frauenschuh, die Türkenbundlilie, der sehr kleine Herbst-Drehwurz und der noch kleinere und unscheinbare Rundblättrige und auch der Langblättrige Sonnentau zu erwähnen.

Skigeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1885 nutzte der Forstmeister Maximilian Lizius in Jachenau als einer der ersten in Deutschland bei seinen Reviergängen Skier, die ihm von einem norwegischen Forstmann geschenkt worden waren.[28][29]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vordere Scharnitzalm im Herbst 2007 als Kulisse für den Kinofilm „Der Brandnerkaspar“

Aufgrund seiner landschaftlichen Schönheit ist die Jachenau immer wieder Objekt für Dokumentarfilme oder Hintergrund von Spielfilmen der Filmschaffenden aus dem nahen München. So wurden in der ersten Hälfte des Oktobers 2007 Szenen des „Brandner Kaspar“ mit Michael Herbig durch den Regisseur Joseph Vilsmair auf den Scharnitz Almen gedreht. Dazu waren sowohl die Vordere wie auch die Hintere Scharnitz Alm sehr aufwendig zu einem Bergbauerndorf mit einer kleinen Kirche einschließlich Friedhof umgestaltet worden. Einzelne Jachenauer übernahmen Komparsenaufgaben. Ebenso diente die Sachenbacher Bucht am Walchensee bereits 1960 für einen Film mit historischer Thematik als Drehort der Serie Tales of the Vikings/The Bull mit Christopher Lee. Im Sommer 2008 drehte der Regisseur Michael Herbig in der Sachenbacher Bucht die Realverfilmung von Wickie und die starken Männer. Zu diesem Zwecke wurde dort ein Wikingerdorf mit weiterer Ausstattung errichtet. Nach eingehender europaweiter Suche hatte man diesen Drehort erwählt.[30]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jachenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Jachenau – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. https://www.statistik.bayern.de/statistikkommunal/09173131.pdf
  3. Kment, Kurt, Geologie der Jachenau in Gudelius, Jost, Die Jachenau, Jachenau 2008, S. 336–346
  4. BHStA, KL Benediktbeuern 39, Bl.40
  5. BHStA, KL Benediktbeuern 32
  6. BHStA, KL Benediktbeuern 9
  7. BHStA, KL Benediktbeuern 174
  8. Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2006, ISBN 978-3-406-55206-9, S. 127.
  9. Die Jahreszahl 1279, später in dem Salbüchl eingefügt, wurde durch Schuhbauer, Albert, „Besitz und Einkünfte des Klosters Benediktbeuern Ende 13. Jahrhundert, Übertragung des ältesten Stiftsbuchs, BHStA KL BB 32, Weßling 2009“ bestätigt. Das BHStA datiert auf 1294.
  10. Staatsarchiv München, Kataster 21 306
  11. BHStA, KL Benediktbeuern 192
  12. BHStA, Nachlass Kiene
  13. Bayerisches Gesetz- und Verordnungsblatt, Gesetz über die Teil- und Zinswaldungen in den Forstamtsbezirken Benediktbeuern, Fall, Jachenau und Walchensee vom 27. November 1964, München Nr. 17/1964 S. 205 bis 213
  14. Das Gesetz umfasst räumlich neben Jachenau auch die Gemeinden Kochel, Benediktbeuern, Bichl, Bad Heilbrunn und einen Bauern in Wallgau
  15. Bann- und Wuhrhölzer in Jachenau, Geschichte und Ziele, http://www.gudelius.de/BuWHJa.html
  16. Geschichte und Quellenlage der Jachenauer Forstrechte unter http://www.gudelius.de/FoRJachQuellenlage012016.pdf
  17. http://www1.bayern.landtag.de/ElanTextAblage_WP16/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/16_0013263.pdf; abgerufen am 27. März 2013
  18. Stellungnahme zur Antwort des StMELF;http://www.gudelius.de/AntwortStMELF2013.pdf; abgerufen am 28. April 2013
  19. http://www.merkur-online.de/lokales/bad-toelz/lenggries/jachenau-bemueht-sich-alte-forstrechte-4822265.html; abgerufen am 13. April 2015
  20. Geschichte und Quellenlage der Jachenauer Forstrechte unter http://www.gudelius.de/FoRJachQuellenlage012016.pdf
  21. http://www.energieallianz-bayern.de/cms/Energiespeicher/Energiespeicher-Jochberg/Energiespeicher-Jochberg.html
  22. http://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwivt/Themen/Energie_und_Rohstoffe/Dokumente_und_Cover/2014-Pumpspeicher-Potenzialanalyse.pdf
  23. http://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwivt/Themen/Energie_und_Rohstoffe/Dokumente_und_Cover/2014-Pumpspeicher-Rentabilitaetsanalyse.pdf
  24. http://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwivt/Themen/Energie_und_Rohstoffe/Dokumente_und_Cover/2014-Pumpspeicher-Rentabilitaetsanalyse.pdf, S.19
  25. Das Lied von der Jachenau (PDF-Datei; 65 kB)
  26. Möller, Hildegard, Malerinnen und Musen der "Blauen Reiter", München 2007, s. 168, 178 und 179.
  27. Gudelius,Jost, Die Jachenau, Jachenau 2008, S. 215.
  28. Lizius, Maximilian, Am Hüttenherd, München 1949, S. 185
  29. Gudelius, Jost, Die Jachenau, Jachenau 2008, S. 41
  30. Tölzer Kurier, 29. August 2008, Seite 4