Jack Black

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert den Schauspieler Jack Black. Zu weiteren gleichnamigen Bedeutungen siehe Jack Black (Begriffsklärung).
Jack Black (2011)

Thomas Jacob „Jack“ Black (* 28. August 1969 in Santa Monica, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Komiker und Sänger der Band Tenacious D.

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Jacob Black wurde in Santa Monica als Sohn der beiden Ingenieure Judith Love (geborene Cohen), die damals am bekannten Hubble-Weltraumteleskop mitarbeitete, und Thomas William Black geboren. Seine Mutter ist jüdischer Herkunft und sein ursprünglich christlicher Vater konvertierte später ebenfalls zum jüdischen Glauben. Black wurde dementsprechend im jüdischen Glauben erzogen und feierte in seiner Jugend eine Bar Mitzvah.

Blacks Eltern ließen sich scheiden, als ihr Sohn zehn Jahre alt war. Black lebte von da an hauptsächlich bei seinem Vater in Culver City, besuchte jedoch auch seine Mutter regelmäßig. Seine Eltern ermöglichten ihm den Besuch einer Privatschule. Zunächst begann Black ein Studium an der UCLA, welches er später aber zugunsten seiner Karriere im Showbusiness abbrach.

Filmkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im Alter von dreizehn Jahren war Black einer Fernsehwerbung für das Videospiel Pitfall! zu sehen gewesen.[1] 1992 folgte er seinem Kommilitonen Tim Robbins von der UCLA, um mit ihm zusammen in dem Film Bob Roberts gemeinsam als Schauspieler aufzutreten. Anschließend setzte er seine Karriere überwiegend als Fernsehschauspieler fort und trat in verschiedenen Fernsehserien wie Alles Okay, Corky?, Ausgerechnet Alaska, Mr. Show with Bob and David und Picket Fences – Tatort Gartenzaun auf. Als Filmschauspieler agierte er in den 1990er Jahren zumeist in Nebenrollen. Unter anderem war er in Filmen wie Demolition Man (1993), Waterworld (1995), Mars Attacks! (1996) und Der Staatsfeind Nr. 1 (1998) zu sehen.

Um die Jahrtausendwende herum schaffte Black allmählich den Sprung vom Neben- zum Hauptdarsteller und konnte in weiteren Filmprojekten größere Rollen bekommen: Mit der Rolle des Barry in der Filmkomödie High Fidelity, in welchem er neben John Cusack agierte, schaffte er im Jahre 2000 den Durchbruch. Es schlossen sich Hauptrollen in weiteren Filmen (zumeist wieder Filmkomödien) an. So war Black in den Filmen Schwer verliebt (2001), Nix wie raus aus Orange County (2002), School of Rock (2003) und Neid zu sehen.

Einen weiteren Höhepunkt Blacks Filmkarriere stellte der Film King Kong von 2005 dar, in welchem er den skrupellosen Filmemacher Carl Denham verkörperte. Es schlossen sich weitere Filme an, von denen die meisten wieder Komödien waren: So spielte Black in Filmen wie Nacho Libre und Liebe braucht keine Ferien (beide 2006), Year One – Aller Anfang ist schwer (2009) und Gullivers Reisen – Da kommt was Großes auf uns zu (2010); wieder zumeist in der Hauptrolle.

Daneben war Black auch über die Jahre stets als aktiver Synchronsprecher für Trickfiguren aus verschiedenen Animationsfilmen sowie Videospielen bekannt: So lieh er in den Kinderfilmen Ice Age (2001), Kung Fu Panda (2008), Kung Fu Panda 2 (2011), Die Muppets (2011) und Kung Fu Panda 3 (2016) unterschiedlichen Charakteren seine Stimme. Für das Videospiel Brütal Legend (200) des Entwicklerstudios Double Fine Productions stellte Black sowohl Gesichtszüge als auch Stimme dem Protagonisten zur Verfügung.[2] In dem Videospiel Broken Age (2014) von Tim Schafer lieh er dem Charakter Harm'ny Lightbeard die Stimme.

Jack Black wird zu der Schauspielergruppe Frat Pack gezählt, sodass er mit den anderen Schauspielern dieser Gruppe oft gemeinsam in Erscheinung tritt.

Die deutsche Synchronstimme von Jack Black ist meistens Tobias Meister.

Musikalische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Black, als Musiker auch unter dem Kürzel „JB“ bekannt, ist Leadsänger der Zwei-Mann-Rockband Tenacious D, die er 1994 mit seinem Kollegen Kyle Gass ins Leben gerufen hatte. Zusammen hat das Duo in der Vergangenheit bisher drei verschiedene Alben herausgebracht: Tenacious D (2001), The Pick of Destiny (2006) und Rize of the Fenix (2012). Mehrere Lieder aus diesen Alben wurden zudem für verschiedene Videospiele verwendet.

Unter der Regie von Liam Lynch entstand 2006 (basierend auf der gleichnamigen Band von Black und Gass) die Musikkomödie Kings of Rock – Tenacious D, in welchem beide Bandmitglieder die Hauptrolle spielten. Auch andere bekannte Frat-Pack-Schauspieler wie Ben Stiller und Tim Robbins hatten Cameo-Auftritte in dem Film. Die Kritiken fielen gemischt aus. In erster Linie wurde der Film wegen seiner sexuellen Anspielungen und der Darstellung von Drogenmissbrauch kritisiert.

Daneben trat Black auch immer wieder in den Musikvideos anderer Bands und Sänger auf. Bereits 1999 war er in dem Musikvideo zu Learn to Fly (von den Foo Fighters) sowie in einem weiteren Video des Musikers Beck zu sehen gewesen. Einen weiteren Auftritt bei den Foo Fighters hatte er 2003 in deren Video zum Song Low. 2014 hatte er einen weiteren Gastauftritt im Musikvideo zum Song Ugly Boy von der Band Die Antwoord.

Weitere Zusammenarbeit hatte Black im Jahre 2000 mit der Punk-Rock-Band The Vandals, für deren Song Fourteen er die Background Vocals sang. Auf der 2004 erschienenen CD Probot, einem von Foo-Fighters-Gründer Dave Grohl veröffentlichen Metal-Projekt, sang Jack Black den Bonustrack I am the Warlock. Weitere Zusammenarbeiten hatte er auch mit Eagles of Death Metal (2006) und The Lonely Island (2009). Des Weiteren produzierte Black ein Cover von Marvin Gayes Song-Klassiker Let’s Get It On.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 14. März 2006 ist Jack Black mit Tanya Haden, einer Cellistin und Tochter der Jazz-Größe Charlie Haden, verheiratet. Die beiden kennen einander bereits seit dem gemeinsamen Besuch der privaten Crossroads-Highschool. Aus ihrer Beziehung gingen zwei gemeinsame Söhne (geboren 2006 und 2008) hervor.

Black als Musiker (2006)

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit „Tenacious D“

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[3]
Tenacious D
  DE 96 12.05.2003 (1 Wo.)
  CH 91 01.09.2013 (… Wo.)
  UK 38 13.07.2002 (35 Wo.)
  US 33 13.10.2001 (43 Wo.)
The Pick of Destiny
  DE 47 26.02.2007 (3 Wo.)
  AT 64 01.12.2006 (4 Wo.)
  CH 82 03.12.2006 (1 Wo.)
  UK 10 25.11.2006 (6 Wo.)
  US 8 02.12.2006 (13 Wo.)
Rize of the Fenix
  DE 5 28.05.2012 (15 Wo.)
  AT 2 25.05.2012 (15 Wo.)
  CH 4 27.05.2012 (11 Wo.)
  UK 2 26.05.2012 (5 Wo.)
  US 4 02.06.2012 (10 Wo.)
Singles[4]
Wonderboy
  UK 34 23.11.2002 (2 Wo.)
POD (The Pick of Destiny)
  UK 24 11.11.2006 (4 Wo.)
  US 78 04.11.2006 (1 Wo.)
Tribute
  UK 84 12.05.2012 (2 Wo.)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002: Tribute
  • 2002: Wonderboy
  • 2006: P.O.D.
  • 2012: Rize of the Fenix

DVDs, Videos und Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Tribute (Musikvideo)
  • 2002: Wonderboy (Musikvideo)
  • 2002: Fuck Her Gently (Musikvideo)
  • 2003: The Complete Masterworks (Doppel DVD inkl. HBO-Folgen & Live Konzert)
  • 2006: P.O.D. (Musikvideo)
  • 2007: Kings of Rock – Tenacious D (Kinofilm)
  • 2008: The Complete Masterworks 2
  • 2009: Brütal Legend (Videospiel)
  • 2012: Rize of the Fenix (Musikvideo)
  • 2012: Low Hangin Fruit (Musikvideo)
  • 2012: To Be The Best (Musikvideo)
  • 2012: Roadie (Musikvideo)
  • 2012: Rock Is Dead (Musikvideo)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jack Black – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pitfall Commercial
  2. Interview der LA Times mit Jack Black
  3. Quellen Chartplatzierungen Alben: DE / AT / CH / UK / US, abgerufen am 17. Oktober 2012.
  4. Quellen Chartplatzierungen Singles: UK / US, abgerufen am 17. Oktober 2012.
  5. a b Jack Black (I) – Awards. Internet Movie Database, abgerufen am 31. Januar 2011 (englisch).
  6. Video Game Awards 2005 Award Winners by Spike TV (englisch) In: IGN. Abgerufen am 18. Dezember 2008.
  7. Yahoo
  8. Every VGA Winner from Years Past