Jack Halberstam

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J. Jack Halberstam, 2011

Jack Halberstam, auch ehemals Judith Halberstam oder auch J. Jack Halberstam, (* 15. Dezember 1961) ist ein US-amerikanischer Anglist und Hochschullehrer an der University of Southern California. Er gilt als eine der profiliertesten Theoretiker Nordamerikas im Bereich der Gender- und Queer Studies.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halberstam erreichte 1985 den Bachelor in Englisch an der University of California, Berkeley. Den Master in Englischer Literatur erhielt er 1989 an der University of Minnesota, wo er auch 1991 promovierte (Ph.D.).[2]

Halberstam war nach seinem Studienende bis 2003 an der University of California, San Diego (UCSD) als Hochschullehrer für Literatur beschäftigt und wechselte 2004 an die University of Southern California (USC) in Los Angeles, wo er eine Professur für American Studies and Ethnicity und Gender Studies innehat. Er schrieb mehrere Bücher und Artikel über gender- und queertheoretische Themen.

Seine Forschungsschwerpunkte sind Kulturwissenschaften, Queer-Theorie, Bildwissenschaft (Visual Culture), Schauerliteratur (Gothic Literature) und Horrorfilm, Popkultur, Film und Video, Feministische Theorie sowie Gender Studies.[3]

Bekannt wurde Halberstam mit seiner Veröffentlichung Female Masculinity, einer Studie, die sich erstmals mit dem Thema „Maskulinität bei Frauen“ in Buchlänge auseinandersetzt. Hierin untersucht er deren fließende Geschlechtervielfalt, von den lesbischen Butch/Femme-Rollen hin zu transgender „Dykes“ und Drag Kings und bietet damit eine eigenständige Alternative zur Maskulinität von Männern an.[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gaga Feminism: Sex, Gender, and the End of Normal, Beacon Press, 2012, ISBN 978-0-8070-1098-3
  • The Queer Art of Failure. Durham: Duke University Press, 2011. ISBN 0-8223-5045-9 & 978-0822350453
  • In a Queer Time and Place: Transgender Bodies, Subcultural Lives, New York: New York University Press, 2005, ISBN 0-8147-3584-3 und 0814735851
  • What's Queer about Queer Studies Now? (gemeinschaftlich mit David Eng und José Esteban Muñoz), Durham: Duke University Press, 2005, ISBN 0-8223-6621-5
  • The Drag King Book, (gemeinschaftlich mit Del Lagrace Volcano), London: Serpent's Tale, 1999, ISBN 1-85242-607-1
  • Female Masculinity, Durham: Duke University Press, 1998, ISBN 0-8223-2226-9 & 0822322439
  • Posthuman Bodies, (gemeinschaftlich mit Ira Livingston), Bloomington: Indiana University Press, 1995, ISBN 0-253-32894-2 und 0253209706
  • Skin Shows: Gothic Horror and the Technology of Monsters. Durham: Duke University Press, 1995, ISBN 0-8223-1651-X & 0822316633

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Robin Griffiths: Halberstam, Judith. In: David A. Gerstner (Hrsg.): Routledge International Encyclopedia of Queer Culture. Routledge, London/New York 2011, ISBN 978-0-415-56966-8, S. 258.
  2. dornsife.usc.edu: Judith Marion Halberstam. Education. Abgerufen am 27. November 2012.
  3. jackhalberstam.com: Curriculum Vitae. Abgerufen am 27. November 2012.