Jack Unterweger

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Johann „Jack“ Unterweger (* 16. August 1950 in Judenburg, Steiermark; † 29. Juni 1994 in Graz) war ein wegen Mordes verurteilter österreichischer Straftäter, der in der Haft als Schriftsteller bekannt wurde. Für neun weitere ihm zur Last gelegte Morde, die er nach seiner vorzeitigen Haftentlassung begangen haben soll, wurde er in erster Instanz erneut zu lebenslanger Haft verurteilt. Aufgrund seines Suizids erlangte dieses Urteil zwar keine Rechtskraft mehr, medienrechtlich kann es jedoch zulässig sein, ohne Verletzung der Unschuldsvermutung Unterweger post mortem als Mehrfachmörder vulgo Serienmörder (ohne den Vorsatz „mutmaßlich“) zu bezeichnen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Haus wuchs Jack Unterweger bei seinem Großvater auf.

Jack Unterweger wurde als unehelicher Sohn der Kärntner Kellnerin Theresia Unterweger geboren. Seinen Vater, Soldat der United States Army in der amerikanischen Besatzungszone, konnte er nie kennenlernen. Dieser habe sich nie zu seinem Kind bekannt.[1] Die Darstellung, Unterwegers Mutter sei eine Prostituierte gewesen,[2] die (auch) auf den „autobiografischen, oft die Tatsachen verfälschenden Roman ‚Fegefeuer‘“(1983) zurückgeht, in dem er diese Behauptung aufstellte,[1] wurde zwischenzeitlich widerlegt.[3] Aufgewachsen ist Unterweger ohne seine Mutter im Kärntner Pisweg im Wimitzgraben bei seinem Großvater mütterlicherseits, Ferdinand Wieser, der als „rauer Geselle“ beschrieben wird und zusammen mit seinem Enkel bei regelmäßigen Raubtouren Nutztiere stahl.[2][4][5] Unterweger selbst zeichnete sich in Fegefeuer „als Opfer einer brutalen Kindheit unter einem versoffenen, herumhurenden Großvater“.[1]

1966 wurde Unterweger in Sankt Veit an der Glan wegen Diebstahls zu einer bedingten Haftstrafe von drei Tagen verurteilt und für ein Jahr in die Bundesanstalt für Erziehungsbedürftige in Kaiser-Ebersdorf eingewiesen. Nach seiner Entlassung arbeitete er als Kellner. In dieser Zeit beging er weitere Diebstähle und Einbrüche und fiel wegen einiger Gewaltdelikte gegen Frauen und wegen Zuhälterei auf.

Mord, rechtskräftige Verurteilung und Haft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. Dezember 1974, als er eine Bekannte in Hessen besuchte, begegneten die beiden Margret Schäfer, die auf dem Weg von einer Weihnachtsfeier nach Hause war, und begleiteten sie. Sie fesselten das Opfer in dessen Wohnung im Elternhaus, stahlen ihr Geld und flüchteten dann mit der immer noch Gefesselten. Außerhalb von Ewersbach in einem Waldstück schlug Unterweger nach eigenen Angaben schließlich mehrfach mit einer Stahlrute auf Hals und Kopf des Opfers ein. Anschließend strangulierte er die Frau auf brutale Weise mit dem Draht ihres Büstenhalters und täuschte ein Sexualdelikt vor. Am 1. Juni 1976 wurde Unterweger am Landesgericht Salzburg wegen dieses Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt und aufgrund seiner besonderen Gefährlichkeit in der Justizanstalt Stein inhaftiert.

Bereits im April 1973 war Unterweger verdächtigt worden, in Salzburg eine 23-jährige Frau ermordet zu haben. Diese Tat wurde ihm letztlich jedoch nie nachgewiesen – die Ermittlungen wurden eingestellt, nachdem er für den Mord an Margret Schäfer zu lebenslanger Haft verurteilt worden war.

„Häfenliterat“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Jack Unterweger 1986 herausgegebenes Flugblatt zur Bewerbung der Literaturzeitung Wort-Brücke

Unterweger begann in der Haft zu schreiben. Nach seinem Debüt, dem Gedichtband Tobendes Ich, folgten unter anderem die autobiografischen Romane Fegefeuer oder die Reise ins Zuchthaus und Kerker, die Erzählungen Va Banque, Mare Adriatico und 99 Stunden, sowie zahlreiche Gutenachtgeschichten für die Sendung Das Traummännlein kommt des ORF. Er wurde daher bald als „Häfenliterat“ und „Häf’n-Poet“, außerhalb Österreichs als „Knastpoet“ und in den USA als „Jack the Writer“ bekannt. Fegefeuer wurde 1988 unter der Regie von Wilhelm Hengstler verfilmt, wobei Unterweger am Drehbuch mitgewirkt hatte. Bobby Prem spielte Jack und Jürgen Goslar den Großvater. Unterweger gab von 1985 bis 1989 die Literaturzeitschrift Wort-Brücke heraus, von der zwölf Nummern erschienen. Prominente Beiträger waren unter anderen Elfriede Jelinek, Franz Kabelka und Andrea Wolfmayr.

Im Jahr 1989 erhielt er den Ingeborg-Drewitz-Literaturpreis für Gefangene.[6]

Entlassung aus der Haft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der damaligen österreichischen Kulturszene wurde Unterweger daraufhin als Paradebeispiel für eine geglückte Resozialisierung präsentiert. Es folgten Petitionen zahlreicher Intellektueller (unter anderen Ernest Borneman, Milo Dor, Erich Fried, Barbara Frischmuth, Ernst Jandl, Peter Huemer, Elfriede Jelinek, Günther Nenning, Günter Grass und Erika Pluhar) zu seiner vorzeitigen Entlassung.

Nach Abbüßung von 16 Jahren seiner Strafzeit wurde er nach Zustimmung des Justizministers Egmont Foregger auf der Rechtsbasis von § 46 Abs. 5 StGB[Anm. 1] am 23. Mai 1990 ohne weitere Auflagen bedingt aus der Haft entlassen.

Danach wurde Unterweger auf Partys herumgereicht und war Teil der sogenannten Seitenblickegesellschaft.[7]

Mordserie und Anklage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sechs Monate nach der Entlassung begann eine Serie von Morden an Prostituierten (acht in Prag, Graz, Lustenau und Wien, drei in Los Angeles). Alle Opfer wurden auf die gleiche Weise getötet – der Täter band ihre Unterwäsche zu einem Henkersknoten und strangulierte sie damit. Unterweger geriet in Verdacht und floh mit seiner minderjährigen Freundin über die Schweiz in die USA. Am 27. Februar 1992 wurde er vom FBI in Miami festgenommen, als er versuchte, einen Vorschuss für ein Interview mit dem Magazin Erfolg des späteren Glücksspiel-Lobbyisten Gert Schmidt zu kassieren.

Unterweger bestritt die ihm zur Last gelegten Taten bis zuletzt. Es gab jedoch schwerwiegende Indizien gegen ihn. So wurde auf dem Autositz seines BMW ein Haar gefunden, das nach einem – zum ersten Mal vor Gericht zugelassenen – DNA-Gutachten des Sachverständigen Dirnhofer mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 13 der in Prag ermordeten Frau zugeordnet werden konnte. An der Kleidung eines anderen Opfers waren Textilfasern gefunden worden, die mit dem Material von Unterwegers Schal identisch waren. Höchst belastend war auch, dass er sich bei allen elf, geografisch weit auseinanderliegenden Verbrechen an den Tattagen nachweislich (z. B. für eine Lesung) in der jeweiligen Region aufgehalten hatte – was mit Zufall schon kaum erklärbar war –, für die eigentlichen Tatzeiten aber in keinem einzigen Fall ein Alibi vorweisen konnte.

In dem vor einem Grazer Geschworenengericht am 20. April 1994 beginnenden Prozess, der unter großem Medienandrang stattfand, zeigte sich Unterweger gut vorbereitet: „Im schicken Anzug trat er in den Saal, spielte einmal mehr den intellektuellen Lebemann. In seinem Plädoyer sagte er“:[8]

„Meine Damen und Herren Geschworenen, wir sind jetzt für die nächsten zwei Monate zusammen, und ich möchte kein steriler Schauspieler sein. Ich möchte es mit Ihnen so haben wie im Kaffeehaus. Falls Sie Fragen haben, stellen Sie sie bitte, und ich werde Ihnen auf alles, wirklich alles, Antwort geben. Sehen Sie, ich habe den großen Vorteil, dass ich nichts zu verbergen habe, da ich nicht der Mörder bin. Wenn Sie mich bei einer Lüge erwischen, dann verurteilen Sie mich.“

Jack Unterweger: Zitiert nach Vice.com, 2017.[8]

Verurteilung und Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. Juni 1994 wurde Unterweger vom Geschworenengericht wegen neunfachen Mordes neuerlich zu lebenslanger Haft verurteilt, dieses Mal ohne die Möglichkeit einer Strafaussetzung zur Bewährung. Da es in zwei weiteren Fällen keine verwertbaren Spuren an den Leichen gab und ihm diese beiden Taten daher nicht nachgewiesen werden konnten, wurde er in diesen Fällen freigesprochen.

In der Nacht nach dem Urteil starb er in der Justizanstalt Graz-Jakomini durch Suizid.

Unterwegers damaliger Strafverteidiger Georg Zanger äußerte 2015 in der Zeitschrift profil die Ansicht, dass „eine Vorverurteilung im Mainstream bereits stattgefunden“ habe und meinte weiter: „Den Geschworenen ging es gar nicht darum, die Beweislage abzuwägen, sondern sie sahen in Unterweger einen bereits Schuldigen, dem sie es zeigen wollten.“[1] Die Filmemacherin Elisabeth Scharang, die für ihren Film Jack auch im Gerichtsarchiv recherchierte, legte gegenüber dem profil in dem selben Artikel dar, dass „man zwar Einsicht in den Akt nehmen [könne], nur fehle ein Großteil der Unterlagen, wie eine Menge gähnend leerer Mappen in dem Ordner beweist.“[1] Darüber hinaus erklärte Scharang zur Schuldfrage:

„Ich halte mich da an die Aussage von Alfred Noll, der als junger Rechtsanwaltskonzipient in der Kanzlei Georg Zanger mit Unterwegers letztem Prozess betraut war. Der sagte: ‚Es ist sehr wahrscheinlich, dass er es war, es ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass er es nicht war.’ In unserem Rechtssystem sollte jedoch im Zweifel für den Angeklagten gelten.“

Elisabeth Scharang: In: profil.at, 2015[1]

Rechtskraft der Verurteilungen und Diktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Urteil des Geschworenengerichts vom Juni 1994 für die neun zur Last gelegten Morde in Österreich, Prag und Los Angeles, erlangte wurde nicht rechtskräftig, da das Verfahren – wie es das österreichische Strafrecht für einen solchen Fall vorsieht – mit Unterwegers Tod eingestellt wurde. Daran knüpft sich die Frage, ob er als „mutmaßlicher Serienmörder“, oder ob er ohne Verletzung des postmortalen Persönlichkeitsrecht auch als „Serienmörder“ bezeichnet werden darf. Folgt man der aktuellen Rechtsprechung des Obersten Gerichtshof (unter Zugrundelegung des Anlass gebenden Medienverfahrens im Fall Rachat Älijew, OGH 6 Ob 226/16 b, 2017[9]) schützt zwar § 7b Abs. 1 MedienG[Anm. 2] nicht vor einer postmortalen Verletzung der Unschuldsvermutung (unter Bezugnahme auf OGH 4 Ob 184/97 f, 1997[10]), so erteilte der einer „immerwährenden Unschuldsvermutung“ eine Absage. Ebenso bejahte der OGH in der Interessenabwägung in dem Rechtsfall „ein […] Informationsbedürfnis [der Allgemeinheit], weil in den (schwerwiegenden) Tatvorwürfen aufgrund des […] Zusammenhangs ein Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs über ein Ereignis von öffentlichem Interesse erblickt werden konnte.“ Andererseits „weist der OGH […] dem Urheber der Vorwürfe die Beweislast für deren Wahrheitsgehalt zu. Dies entspricht der Beweislast bei Ehrenbeleidigungen […], ergibt sich aber auch aus dem Umstand, dass ein Strafverfahren zur Klärung der Vorwürfe gegen den Verstorbenen nicht mehr durchgeführt werden kann. […] Deshalb ist es auch geboten, im Zivilverfahren strafgerichtliche Maßstäbe anzulegen, sodass insb[.] in dubio pro reo zu entscheiden ist. Daher sind die Vorwürfe nur zulässig, wenn das Vorliegen einer Straftat im Zivilprozess mit der Sicherheit des Strafverfahrens bewiesen wird ([…]).“ (Bernhard Burtscher, ÖJZ, 14/2018.)[11]

Dessen ungeachtet gilt Unterweger dennoch rechtlich weiterhin als Mörder, da er für ein früheres Tötungsdelikt rechtskräftig wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden war.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982: Tobendes Ich (Lyrik)
  • 1983: Worte als Brücke (Lyrik, Prosa) – mit Grete Wassertheurer
  • 1983: Fegefeuer oder die Reise ins Zuchthaus (autobiografischer Roman)
  • 1984: Bagno (Prosa)
  • 1985: Endstation Zuchthaus (Drama)
  • 1985: Kerkerzeit (Lyrik)
  • 1985: Wenn Kinder Liebe leben (Gutenachtgeschichten)
  • 1986: Va Banque (Roman)
  • 1987: Reflexionen (Lyrik)
  • 1990: Schrei der Angst (Drama)
  • 1990: Mare Adriatico (Erzählung)
  • 1990: Kerker (Prosa)
  • 1992: Dangerous Criminal (Lyrik, Prosa)
  • 1994: 99 Stunden (dokumentarische Erzählung)

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Leben Unterwegers diente als Vorlage für die Theaterstücke Black Jack von Franzobel und The Infernal Comedy, das 2008 mit John Malkovich in Santa Monica, Kalifornien, uraufgeführt wurde. Der Fall Unterweger wurde auch in der 2010 erstmals auf VOX ausgestrahlten Dokumentation Das Böse nebenan – wenn Menschen zu Bestien werden behandelt. Bereits 1988 hatte der österreichische Schriftsteller und Regisseur Wilhelm Hengstler unter dem Titel Fegefeuer Unterwegers Autobiographie verfilmt. Unterweger schrieb das Drehbuch selbst.

Die österreichische Horrorpunk-Musikgruppe Bloodsucking Zombies from Outer Space behandelt Unterweger ironisch in ihrem Lied Legendary Jack.[12] Auch der deutsche Underground-Autor Franz Dobler widmet ihm ein Kapitel in seinen Letzten Stories.[13]

Der Film Jack von Elisabeth Scharang erzählt die Geschichte von Unterweger als Spielfilm und hatte im August 2015 beim Filmfestival Locarno Premiere.[14][15] Der ORF strahlte den Film im Dezember 2017 erstmals,[16] sowie in der Reihe Der österreichische Film im Jänner 2018 in ORF III aus.[17]

Den Fall Unterweger stellt auch das Wiener Kriminalmuseum mit Kleidungsstücken, Bildern und Pressetexten dar.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gert Schmidt, Gerlinde Wambacher, Heinz Wernitznig: Wenn der Achter im Zenit steht… Causa Jack Unterweger: Die Dokumentation. „Erfolg“-Zeitschriften-Holding, Wien 1993. (Volltext Online auf der Website causa-jack-unterweger.com. Hrsg. Omnia Online Medien.)[18][19]
    • 2. Auflage als eBook, Omnia Communication-Centers, Wien 2010. (Volltext Online (PDF) auf der Website causa-jack-unterweger.com. Hrsg. Omnia Online Medien.)
  • Gisela Friedrichsen: Strafjustiz: „Die haben sich verkrümelt“. In: Der Spiegel. Nr. 27, 1994, S. 86–89 (online).
  • Willi Winkler: Das Traummännlein: Jack Unterwegers Reise in die Welt der Schreibe. Ein Nachruf auf den Schriftsteller. In: Die Zeit, Nr. 28/1994, 8. Juli 1994 (online)
  • Astrid Wagner: Jack Unterweger: ein Mörder für alle Fälle. Militzke, Leipzig 2001, ISBN 3-86189-232-4. (Spätere Auflagen unter dem Titel Mörder, Dichter, Frauenheld: Der Fall Jack Unterweger.)
  • Bianca Mrak: hiJACKed. Mein Leben mit einem Mörder. Egoth, Wien 2004, ISBN 978-3-902480-00-2.[20][21]
  • Ernst Geiger: Es gibt durchaus noch schöne Morde: Die spannendsten und skurrilsten Kriminalfälle der letzten 25 Jahre. Kremayr & Scheriau, Wien 2005, ISBN 3-218-00759-3.
  • John Leake: Entering Hades: The Double Life of a Serial Killer. Farrar, Straus and Giroux, New York 2007, ISBN 978-0-374-14845-4 (englisch).
  • John Leake: Der Mann aus dem Fegefeuer: Das Doppelleben des Jack Unterweger. Übersetzt aus dem Amerikanischen Englisch von Clemens J. Setz. Residenz, St. Pölten 2008, ISBN 978-3-7017-3101-5.[22]
  • Andreas Binder: Jack Unterweger, Literat. Analyse der autobiografischen Prosatexte „99 Stunden“ und „Fegefeuer oder die Reise ins Zuchthaus“, unter Berücksichtigung der historischen Rezeption und der literarischen Traditionen. Univ. Masterarbeit, Graz 2013.
  • Astrid Wagner: Verblendet. Die wahre Geschichte der Anwältin, die sich in den Mörder Jack Unterweger verliebte. Seifert, Wien 2014, ISBN 978-3-902924-50-6.
  • Astrid Wagner: Kannibalenzeit. Der Fall Jack Unterweger. Seifert Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-902924-22-3.
  • Thomas Diecks: Unterweger, Jack (eigtl. Johann). In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 26, Duncker & Humblot, Berlin 2016, ISBN 978-3-428-11207-5, S. 656 f. (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Angelika Hager, Florian Supé: Jack Unterweger: Der Party-Killer. Sadist, Mörder, Schriftsteller, Frauenverführer und Resozialisierungs-Darling: Jack Unterweger ist auch 21 Jahre nach seinem Selbstmord der Popstar unter Österreichs Verbrechern. Jetzt wurde sein Leben erneut verfilmt und gibt noch immer Rätsel auf. In: profil.at, 29. August 2015, abgerufen am 16. Jänner 2020.
    Zum angeführten Film Jack (2015) von Elisabeth Scharang siehe auch: Stefan Grissemann: Elisabeth Scharangs „Jack“: Offen für alles. In: profil.at, 29. August 2015, abgerufen am 16. Jänner 2020.
  2. a b Zu Unterwegers Mutter als angebliche Prostituierte siehe zum Beispiel bei Carina Pachner: Jack Unterweger: Die Akte des Frauenmörders. Er war Literat, Frauenheld und Mörder – Die Fakten zu dem berühmten Fall. In: News.at, 4. Juli 2017, abgerufen am 16. Jänner 2020.
  3. a b Video in der Reihe Dunkle Spuren: Bonus: Interview mit Profiler Reinhard Haller. (Zur Mutter Unterwegers äußert sich Haller ab Min. 14:04.) In: Kurier True Crime Podcast, 4. Oktober 2019, abgerufen am 16. Jänner 2020.
  4. Die spektakulärsten Kriminalfälle. Reportage auf Kabel 1, ausgestrahlt am 9. August 2015.
  5. Peter Pugganig: „Jack Unterweger war ein Kind der Wimitz“. Die WOCHE verfolgt die Kindheitsspuren des vor 20 Jahren verstorbenen Mörders. In: meinbezirk.at, 24. Juni 2014, abgerufen am 16. Jänner 2020. Darin u. a.: „Über ‚Hansi‘ Unterwegers erste Volksschulzeit (ab 1956) in Pisweg, weiß Ingrid Sabitzer-Vizthum Authentisches zu berichten: ‚Max Vizthum, mein Vater, war Direktor und meine Mutter Ottilie Vizthum seine Klassenlehrerin‘, sagt die Pädagogin. ‚Unterwegers Großvater, Ferdinand Wieser, bei dem der Bub im Wimitzgraben aufwuchs, war als Trunkenbold und Spieler bekannt. Er war gewalttätig, auch zu den vielen Frauen, die in der kleinen Keusche ein- und bald wieder auszogen. Das Kind verwahrloste zusehends. Mein Vater brachte ihm bei, wie man Klopapier benutzt, das er zuvor nicht gekannt hatte‘, erzählt Sabitzer-Vizthum.“
  6. Hans-Dieter Otto: Das Lexikon der Justizirrtümer. 2003, S. 309.
  7. 100 Jahre Republik. Serie zu: Ein Land macht Erfolgsgeschichte. 100 Jahre Republik Österreich: Diesem Jubiläum haben die "„Salzburger Nachrichten“ mit Beginn des Jahres 2018 einen Schwerpunkt gewidmet. In: SN.at, zuletzt aktualisiert am 19. Dezember 2018. Darin: Der geläuterte „Häfenliterat“ wird in der „Seitenblicke“-Gesellschaft herumgereicht, Frauen liegen ihm zu Füßen. Kurz nach seiner Entlassung beginnt die Mordserie – Karin Portenkirchner: 1992 – Jack Unterweger geht dem FBI ins Netz Mörder und Frauenheld: Einer der berühmtesten österreichischen Kriminellen ist gefasst. In: SN Plus (zahlungspflichtig), 20. September 2018, abgerufen am 16. Jänner 2020.
    Vgl. auch: Unterweger war z. B. mehrfach im namensgebenden Fernsehmagazin
    Seitenblicke des ORF zu sehen.
  8. a b Verena Bogner: Verbrechen: Wie ein österreichischer Frauenmörder zum Popstar wurde. Vom Gefängnis in die Schickeria und wieder zurück – die groteske Geschichte des Jack Unterweger. In: Vice.com, 23. September 2017, abgerufen am 16. Jänner 2020.
  9. Entscheidung des OGH, 6 Ob 226/16 b, 25. Oktober 2017 (Entscheidungstext Online im Rechtsinformationssystem des Bundes).
  10. Entscheidung des OGH, 4 Ob 184/97 f, 23. September 2017 (Entscheidungstext Online im Rechtsinformationssystem des Bundes).
  11. Bernhard Burtscher: Anmerkung (in eingefärbtem Kasten). In: Christoph Brenn, Helge Hoch, Eckart Ratz, Ronald Rohrer, Martina Weixelbraun-Mohr: Kein Schutz der Unschuldsvermutung über den Tod hinaus. In: Evidenzblatt der Rechtsmittelentscheidungen. Österreichische Juristen-Zeitung (ÖJZ) 2018, S. 651–654; hier insb. S. 654 (Volltext Online (PDF) auf der Website des Lehrstuhls Bürgerliches Recht und Zivilverfahrensrecht, Wirtschaftsuniversität Wien, abgerufen am 16. Jänner 2020.)
  12. Legendary Jack Lyrics: Bloodsucking Zombies From Outer Space. (Titel 9 des Albums Clash of the Monsters.) Text des Liedes. In: Golyr.de. Reinhardt Internet Media (Hrsg.), ohne Datum abgerufen am 16. Jänner 2020.
  13. Franz Dobler: Letzte Stories. 26 Geschichten für den Rest des Lebens. Blumenbar, Berlin 2010, ISBN 978-3-936738-67-4, S. 113: Unterwegs.
  14. Alexandra Zawia: Nachlese 2015: Ein Mörder aus Österreich. „Jack“ von Elisabeth Scharang feierte Premiere in Locarno. Die Regisseurin im Gespräch. In: Wiener Zeitung, 9. August 2015, abgerufen am 16. Jänner 2020.
  15. Peter Temel: „Es ist möglich, dass er es nicht war“. Filmfestival Locarno: Elisabeth Scharangs „Jack“ erzählt die Story des Mörders und Häfenliteraten Jack Unterweger als Spielfilm. In: Kurier, 8. August 2015, abgerufen am 16. Jänner 2020.
  16. Bernd Melichar: Heute im ORF: Der Fall Jack Unterweger. Im Film „Jack“ von Elisabeth Scharang steht ein Mann im Mittelpunkt, der sich gerne dort aufhielt: Jack Unterweger. In: Kleine Zeitung, 10. Dezember 2017, abgerufen am 16. Jänner 2020.
  17. Der österreichische Film: Jack. Elisabeth Scharang zeigt das rasante und eindringliche Psychogramm eines Häfenpoeten und möglichen Serienmörders namens Jack Unterweger. ORF III, 31. Jänner 2018. In: tv.ORF.at, abgerufen am 16. Jänner 2020.
  18. Wenn der Achter im Zenit steht. Dokumentation über den Fall Unterweger. In: Kurier, 6. Oktober 1993 (Faksimile als PDF auf der Website causa-jack-unterweger.com. Hrsg.: Omnia Online Medien, abgerufen am 16. Jänner 2020.)
  19. Anja vom kleinen Bücherzimmer: Schmidt, Wambacher-Culik, Wernitznig ~ Wenn der Achter im Zenit steht. In: Mein Kleines Bücherzimmer. – Rezensionen von A bis Z. Blog, 29. Oktober 2014, abgerufen am 16. Jänner 2020.
  20. 10 Jahre nach Unterwegers Tod: Bianca Mrak rechnet mit dem Frauenmörder ab! „hiJACKed“: Wie die Schülerin dem Serienmörder verfiel. In: News.at, 20. November 2004, abgerufen am 16. Jänner 2020.
  21. „Mein Leben mit Jack Unterweger“. Bianca Mrak erzählt von ihrer Liebesbeziehung mit dem neunfachen Serienmörder. Interview mit den Bezirksblättern. In: meinbezirk.at, 19. Juni 2013, abgerufen am 16. Jänner 2020.
  22. Wilhelm Hengstler: Hunger und Blutdurst. Wie eine spannende Fiktion liest sich John Leakes penible Dokumentation über JackUnterweger, der (mindestens) zehn Frauen ermordet hat. Vom Modellfall des sozialen Strafvollzugs zum Klassiker heimischer Sexualverbrecher. Rezension. In: Die Presse, 5. September 2008, abgerufen am 16. Jänner 2020.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. § 46 Abs. 5 StGB in der damalig geltenden Fassung vom 1. März 1988: „Ein Rechtsbrecher, der zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, darf nicht bedingt entlassen werden, bevor er fünfzehn Jahre verbüßt hat. Trifft diese Voraussetzung zu, so ist er gleichwohl nur dann bedingt zu entlassen, wenn nach seiner Person, seinem Vorleben, seinen Aussichten auf ein redliches Fortkommen und seiner Aufführung während der Vollstreckung anzunehmen ist, daß er in Freiheit keine weiteren strafbaren Handlungen begehen werde und es trotz der Schwere der Tat nicht der weiteren Vollstreckung bedarf, um der Begehung strafbarer Handlungen durch andere entgegenzuwirken.“
  2. § 7b Mediengesetz in der Fassung 1. Juli 2005: „Schutz der Unschuldsvermutung / § 7b. (1) Wird in einem Medium eine Person, die einer gerichtlich strafbaren Handlung verdächtig, aber nicht rechtskräftig verurteilt ist, als überführt oder schuldig hingestellt oder als Täter dieser strafbaren Handlung und nicht bloß als tatverdächtig bezeichnet, so hat der Betroffene gegen den Medieninhaber Anspruch auf eine Entschädigung für die erlittene Kränkung. Der Entschädigungsbetrag darf 20 000 Euro nicht übersteigen; im übrigen ist § 6 [= Persönlichkeitsschutz: Üble Nachrede, Beschimpfung, Verspottung und Verleumdung] Abs. 1 zweiter Satz anzuwenden.“