Jackerath

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Jackerath
Gemeinde Titz
Wappen von Jackerath
Koordinaten: 51° 1′ 55″ N, 6° 27′ 9″ O
Höhe: 108 m
Fläche: 4,8 km²
Einwohner: 814 (30. Jun. 2006)
Bevölkerungsdichte: 170 Einwohner/km²
Postleitzahl: 52445
Vorwahl: 02164

Jackerath ist ein Ortsteil der Gemeinde Titz. Er ist die nördlichste Ortschaft im Kreis Düren (Nordrhein-Westfalen). Ortsvorsteher ist Artur Faulhammer.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landschaft ist fast baumlos und leicht wellig.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Untergrund befindet sich ein geologischer Horst, genannt Jackerather Horst. Er verbindet den Erkelenzer Horst und die Villescholle und trennt die Erftscholle im Süden und den Venloer Graben im Norden.

An der Oberfläche steht Löss an. Die Jackerather Lössschwelle gehört zur Jülicher Börde. Um Jackerath besitzt der Löss eine Mächtigkeit von bis zu 26 Metern.

Der geologische Dienst Nordrhein-Westfalen betreibt zwischen Jackerath und Holzweiler eine Erdbebenmessstation.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kleine Dorf liegt direkt am Autobahndreieck Jackerath der Autobahnen A 44 und A 61. Östlich von Jackerath liegen der Tagebau Garzweiler und der Rhein-Erft-Kreis. Im Norden befindet sich der Rhein-Kreis Neuss, im Westen beginnt der Kreis Heinsberg.

Folgende Ortschaften und Höfe liegen im Uhrzeigersinn um Jackerath: im Nordwesten die Ortschaft Immerath (Stadt Erkelenz), der Weiler Kaiskorb, der Ostenhof, der Hahnerhof und Kirchherten im Osten, der Weiler Mündt sowie Opherten und Titz im Süden, das Gehöfte Huppelrath im Westen.

Im Norden lagen früher die Orte Garzweiler und Priesterath, im Osten die Ortschaft Königshoven. Sie wurden durch RWE Power AG im Zuge des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler I abgebaggert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jackerath wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1972 aus der Gemeinde Garzweiler nach Titz umgegliedert.[1]

Dorfbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Jackerather Bahntrasse

Jackerath besitzt eine katholische Kirche, die der St. Mariä Schmerzhafte Mutter geweiht ist. Im Zentrum des Dorfes liegt ein Sportplatz. In Jackerath ist eine Raiffeisenbank ansässig. Dazu kommen ein DRK-Kindergarten und ein Kindergarten für behinderte Kinder. Jackerath hatte früher eine Poststelle und einen Bahnanschluss. Zwischen dem Dorf und Immerath wurde 1897 der Bahnhof Immerath an der Bahnstrecke Hochneukirch–Stolberg eröffnet. Die Linie wurde 1980 stillgelegt.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vom Aussichtspunkt Jackerath ist ein Blick in den Tagebau Garzweiler möglich.
  • Südlich von Jackerath liegt der Hahnerhof mit der Irmunduskapelle und dem Irmundusweiher, dessen Wasser die Krankheiten von Mensch und Tier heilen soll. Viele Jahrhunderte strömten tausende Pilger zu dieser Quelle.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 308.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]