Jackerath

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Jackerath
Gemeinde Titz
Wappen von Jackerath
Koordinaten: 51° 1′ 55″ N, 6° 27′ 9″ O
Höhe: 108 m
Fläche: 4,8 km²
Einwohner: 811 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 169 Einwohner/km²
Postleitzahl: 52445
Vorwahl: 02164

Jackerath ist ein Ortsteil der Gemeinde Titz. Er ist die nördlichste Ortschaft im Kreis Düren (Nordrhein-Westfalen).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landschaft ist fast baumlos und leicht wellig.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Untergrund befindet sich ein geologischer Horst, genannt Jackerather Horst. Er verbindet den Erkelenzer Horst und die Villescholle und trennt die Erftscholle im Süden und den Venloer Graben im Norden.

An der Oberfläche steht Löss an. Die Jackerather Lössschwelle gehört zur Jülicher Börde. Um Jackerath besitzt der Löss eine Mächtigkeit von bis zu 26 Metern.

Der geologische Dienst Nordrhein-Westfalen betreibt zwischen Jackerath und Holzweiler eine Erdbebenmessstation.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kleine Dorf liegt direkt am Autobahnkreuz Jackerath der Autobahnen A 44 und A 61. Östlich von Jackerath liegen der Tagebau Garzweiler und der Rhein-Erft-Kreis. Im Norden befindet sich der Rhein-Kreis Neuss, im Westen beginnt der Kreis Heinsberg.

Folgende Höfe liegen im Uhrzeigersinn um Jackerath: Der Weiler Kaiskorb, der Ostenhof, der Hahnerhof und Kirchherten im Osten, der Weiler Mündt sowie Opherten und Titz im Süden, das Gehöfte Huppelrath im Westen.

Im Norden lagen früher die Orte Garzweiler und Priesterath, im Osten die Ortschaft Königshoven, Sie wurden durch RWE Power AG im Zuge des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler I abgebaggert.

Im Nordwesten befand sich die Ortschaft Immerath (Stadt Erkelenz), welche für den Tagebau Garzweiler II devastiert und ab dem Jahr 2020 abgebaggert wurde.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jackerath wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1972 aus der Gemeinde Garzweiler nach Titz umgegliedert.[3]

Infrastruktur und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Jackerather Bahntrasse

Im Zentrum des Dorfes liegt ein Sportplatz. In Jackerath ist eine Raiffeisenbank ansässig. Dazu kommen ein DRK-Kindergarten und ein Kindergarten für behinderte Kinder. Jackerath hatte früher eine Poststelle und einen Bahnanschluss. Zwischen dem Dorf und Immerath wurde 1897 der Bahnhof Immerath an der Bahnstrecke Hochneukirch–Stolberg eröffnet. Die Linie wurde 1980 stillgelegt.

Den ÖPNV stellt heute Rurtalbus mit der AVV-Linie 284 Jülich – Jackerath sowie einen Rufbus und ein Anrufsammeltaxi sicher.

Linie Verlauf
284 (Jülich Schulzentrum – Walramplatz – Neues Rathaus →) Jülich Bf/ZOB – Stetternich – Welldorf – Güsten – Höllen – Rödingen – Kalrath – Ameln – Titz – (Opherten – Mündt –) Jackerath
RufBus 282 Rufbus: Titz – Jackerath – Erkelenz Bf (Mo–Fr tagsüber)
AST AnrufSammelTaxi: Mo–Fr abends, Sa nachmittags/abends, So
Jülich Bf/ZOB – Jülich Innenstadt – Lich-Steinstraß / Stetternich – Pattern / Welldorf – Mersch / Serrest / Güsten – Hompesch / Sevenich / Höllen – Müntz / Spiel / Rödingen / Bettenhoven – Ameln / Hasselsweiler / Ralshoven – Gevelsdorf / Kalrath – Titz – Mündt / Opherten – Jackerath

Die Linie 284 wurde als Bahnbus-Linie bereits in den 1950er-Jahren als Ersatz für einzelne gestrichene Züge eingerichtet und führte bis 1994 über Jackerath hinaus weiter zum Bahnhof Hochneukirch, wo Anschluss an die Züge der Strecke Köln – Mönchengladbach bestand. 1989 wurde der Sonntagsbetrieb auf dieser Linie eingestellt. Bis zum 31. Dezember 2019 wurde die Linie vom BVR Busverkehr Rheinland bedient.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kath. Pfarrkirche St. Maria

Jackerath besitzt eine katholische Kirche, die der St. Mariä Schmerzhafte Mutter geweiht ist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vom Aussichtspunkt Jackerath ist ein Blick in den Tagebau Garzweiler möglich.
  • Südlich von Jackerath liegt der Hahnerhof mit der Irmunduskapelle und dem Irmundusweiher, dessen Wasser die Krankheiten von Mensch und Tier heilen soll. Viele Jahrhunderte strömten tausende Pilger zu dieser Quelle.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohner nach Ortsteil Gemeinde Titz 2019. In: offenedaten.kdvz-frechen.de. Gemeinde Titz, abgerufen am 19. Januar 2021.
  2. Arne Müseler: Immerath. In: garzweiler.com. Abgerufen am 21. Januar 2021.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 308.